Pferdskopf

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Berg in der hessischen Rhön. Für eine Beschreibung des gleichnamigen Bergs im Hochtaunus siehe Pferdskopf (Taunus).
Pferdskopf
Rhoen Pferdskopf.jpg
Höhe 874,9 m ü. NHN
Lage Hessen, Deutschland
Gebirge Rhön
Dominanz 0,4 kmfd1
Schartenhöhe 20 mfd2
Koordinaten 50° 29′ 29″ N, 9° 55′ 16″ O50.4913888888899.9211111111111874.9Koordinaten: 50° 29′ 29″ N, 9° 55′ 16″ O
Pferdskopf (Hessen)
Pferdskopf
Gestein Basalt i. w. S.
pd2
pd4

Der Pferdskopf ist ein 874,9 m ü. NHN [1] hoher Berg vulkanischen Ursprungs in der hessischen Rhön.

Ursächlich für das Vorhandensein des Berges sind basaltoide Gesteine vulkanischer Gänge, die sich senkrecht durch eine Schichtstufenlandschaft aus terrestrischen Sand-, Silt- und Tonsteinen des Mittleren Buntsandstein ziehen. Wanderer können sich über die Gesteine der Gegend und deren Entstehung auf dem geologischen Lehrpfad informieren, der vom Pferdskopf zur östlich benachbarten Wasserkuppe führt.

Der unbewaldete Gipfel bietet weite Aussicht nach Westen. Im Osten steht der höhere Hauptgipfel der Wasserkuppe. Der frühere Name des Pferdskopfes war Pferdsberg. Am Aufstieg gab es einst ein bzw. zwei Hofstellen, „die aber wegen des schlimmen und bösen ohnsituierten orths […] nicht länger hin zu bewohnen waren“ und um 1714 wieder verlassen waren. Nordöstlich des Pferdskopfgipfels befindet sich der 863 Meter hohe Karfreitagsstein. In dessen Nähe, in einem „unwirtlichen Gelände“ befindet sich die Wüstung Wirrtenstein (auch „Wörthenstein“). Hier standen 1625 fünf „würklich bewohnte“ Gehöfte, als Lehen im Besitz der Herren von Steinau-Steinrück und zur Pfarrei Poppenhausen gehörig. Diese Höhensiedlung, ursprünglich zur Grenzsicherung der Fürstabtei Fulda gegründet, war 1714 nur noch zur Hälfte bewohnt, und wurde schließlich auch ganz aufgegeben.

Literatur[Bearbeiten]

  • Michael Mott: Kreuz mit Geschichte – In zwei Tagen feiert das Holzkreuz auf dem Pferdskopf seinen 75. Geburtstag, Mahnmal für Gefallene war im Dritten Reich verpönt. In: Fuldaer Zeitung, 4. Juli 1991, S. 12.
  • Michael Mott: Leben am Fuße von Pferdskopf und Eube – Heimatbuch der Rhöngemeinde Rodholz: Gemeinde Poppenhausen (Wasserkuppe). Selbstverlag, Fulda 2008.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)