Querfeldeinrennen

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Ausschnitt aus einem Querfeldein-Rennen.

Das Querfeldeinrennen (auch Cyclocross) ist eine Disziplin des Radsports. Die auch als Radcross bekannte Sportart wird fast ausschließlich im Herbst und Winter auf unbefestigten Wegen ausgetragen. Im Unterschied zu dem seit den 1980er Jahren immer stärker konkurrierenden Mountainbikesport wird beim Querfeldein auf in ihren Abmessungen modifizierten, stabileren Rennrädern gefahren. Die Reifen haben unterschiedliche Profilierung und Breite, sind aber durchgängig stärker profiliert und breiter als herkömmliche Rennradreifen.[1] Der Sport wird von dem Weltradsportverband UCI organisiert.

Strecke[Bearbeiten]

Querfeldeinrennen finden normalerweise auf einem relativ kurzen, zwischen ein und drei Kilometer langen Rundkurs von Feld- und Waldwegen statt. Eine im Radsport sonst völlig unübliche Besonderheit des Querfeldeinkurses sind kurze, enorm steile Passagen, die die Fahrer zum Absteigen und Tragen des Rades über das Hindernis zwingen. Tatsächlich wird der mit geschultertem Rad einen schlammigen Anstieg hinauflaufende Rennfahrer als das klassische Bild des Querfeldeinrennens angesehen.

Die Dauer des Rennens ist abhängig von den Fahrerkategorien und beträgt im Bereich des Bund Deutscher Radfahrer im Einklang mit den Regeln der Union Cycliste Internationale zwischen 20 und 60 Minuten, die Anzahl der zu fahrenden Runden auf der Grundlage der Fahrzeit des führenden Fahrers zu ermitteln, der zwei komplette Runden zurückgelegt hat.

Kategorie männlich weiblich
Elite 60 min 40 min
U 23 50 min -
Masters 40 min 30 min
U 19 40 min 40 min
U 17 30 min 30 min
U 15 20 min 20 min

Geschichte[Bearbeiten]

Die Sparte Querfeldein hatte ihren Ursprung an der französischen Riviera kurz nach der Jahrhundertwende 1899/1900, als die Straßenfahrer vor Beginn der Saison ihre Form in dieser Gegend aufbauten. Sie spulten dabei nicht nur viele Kilometer ab, sondern begannen, zwecks Förderung der Kondition, über Stock und Stein zu fahren, mieden keineswegs steile Anstiege und Abhänge und schulterten öfters auch einmal ihre Räder. Eines Tages steckten sie eine Strecke im Gelände und auf Feld- und Waldwegen aus und inszenierten ein Rennen. Das war die Geburtsstunde des Querfeldein, französisch Cyclocross, genannt. Das Jahr steht nicht genau fest. Verbürgt ist jedenfalls, dass das „Critérium international“ an jedem ersten März-Sonntag der Jahre 1924 bis etwa 1948 als ein internationaler Querfeldein-Titelkampf galt. Die erste nationale Meisterschaft in der Schweiz gab es bereits 1912.

Die ersten Querfeldein-Weltmeisterschaften fanden 1950 in Paris statt. Seitdem konnten einige bekannte deutsche Straßen-Radrennfahrer wie Klaus-Peter Thaler oder Rolf Wolfshohl den Weltmeistertitel erringen. Heute steigen vor allem Mountainbikefahrer in der Wintersaison auf Querfeldeinrennen um. Ein diesbezügliches Beispiel aus den 1990er Jahren ist der Deutsche Mike Kluge, der sowohl dreimal Querfeldeinweltmeister als auch MTB-Weltcupsieger wurde.

Derzeit wird der internationale Querfeldeinsport im Herrenbereich fast vollständig von Belgiern beherrscht. Im Frauenbereich konnte Hanka Kupfernagel als erste Deutsche im Jahre 2000 den WM-Titel gewinnen. Sie wiederholte ihren Erfolg 2001, 2005 sowie 2008.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.cx-sport.de/reifen Übersicht Cyclocross-Reifen

Weblinks[Bearbeiten]