Robert Rubin

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Robert E. Rubin (1999)

Robert Edward Rubin (* 29. August 1938 in New York City) ist ein US-amerikanischer Bankier, Geschäftsmann sowie Politiker (Demokratische Partei).

Er war unter Präsident Bill Clinton von 1995 bis 1999 als 70. Finanzminister der USA tätig. Rubins Stellvertreter war sein späterer Nachfolger im Amt des Finanzministers, Larry Summers. Die an der Politik des ausgeglichenen Staatshaushalts orientierte Wirtschafts- und Wettbewerbspolitik der Clinton-Regierung wurde später nach ihm mit dem Begriff „Rubinomics“ bezeichnet.

Während Rubins Amtszeit kam es u. a. zur Aufhebung des Glass-Steagall Act, einem Gesetz zur Trennung von Kredit- und Investmentbanken. Diese Reform ermöglichte etwa die Fusion der Travelers Group und der Citicorp zur Citigroup. Seit 1999 – nach seinem Rücktritt als Finanzminister – bis zum Januar 2009 war Rubin als Berater bzw. Direktor für die Citigroup tätig. Für diese Tätigkeit erhielt Rubin über 126 Mio. Dollar. [1]

Rubin schloss ein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Harvard University mit einem Bachelor mit dem Prädikat summa cum laude ab. Danach besuchte er die London School of Economics und erlangte 1964 den Bachelor of Laws an der Yale Law School. Später arbeitete er unter anderem von 1964 bis 1992 bei der amerikanischen Investmentbank Goldman Sachs.

Heute zählt Robert Rubin neben Paul Volcker, Austan Goolsbee und Jason Furman zum engeren Kreis der wirtschaftspolitischen Berater des demokratischen Präsidenten Barack Obama.[2]

Kritik[Bearbeiten]

Als Chairman der Citygroup bezog Rubin 2009 Bonuszahlungen und Stock Options in der Höhe von $126 Millionen obwohl zugleich die US Regierung $45 Milliarden Zuschüsse und $300 Milliarden Haftungsübernahmen tätigen musste um das Unternehmen vor der Insolvenz zu bewahren.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rubin Leaving Citigroup; Smith Barney for Sale, New York Times. 
  2. Vgl. Ingar Solty (2008): Das Obama-Projekt: Krise und charismatische Herrschaft. Hamburg: VSA
  3. Rethinking Robert Rubin, Blomberg Businessweek, 30. September 2012

Weblinks[Bearbeiten]