Goldman Sachs
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| Goldman Sachs Group Inc. | |
|---|---|
| Unternehmensform | Inc. |
| ISIN | US38141G1040 |
| Gründung | 1869 |
| Unternehmenssitz | New York City |
| Unternehmensleitung |
Lloyd C. Blankfein (Vorsitzender & CEO) |
| Mitarbeiter |
30.522 (2007) |
| Umsatz |
46 Mrd. $ (2007) |
| Produkte | |
| Website | |
Die Goldman Sachs Group Inc., oder auch kurz „Goldman Sachs (GS)“ war eine der ältesten Investmentbanken der Welt mit Firmensitz in New York City. Im Zuge der Finanzkrise ab 2007 gab das Unternehmen im September 2008 den Status einer Investmentbank auf. Goldman Sachs ist hauptsächlich als Finanzdienstleister für Großunternehmen tätig, daneben existiert ein kleiner Zweig für wohlhabende Privatkunden.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
GS wurde 1869 von dem deutschen Auswanderer Marcus Goldman gegründet. Es begann mit einem Ein-Zimmer-Büro in New York, Pine Street. Im Jahr 1882 bekam die Bank den Namen M. Goldman Sachs, als Samuel Sachs in die Firma seines Schwiegervaters Marcus Goldman eintrat.
[Bearbeiten] Kurze Fakten
- GS arbeitet heute global in allen führenden Finanzzentren der Welt: New York City, Chicago, Frankfurt am Main, Paris, London, Hong Kong und Tokio. Der heutige Hauptsitz befindet sich in New York City.
- Ein großer Teil des Gewinns wird durch Eigenhandel erwirtschaftet, der teils kritisch gesehen wird.[1]
- Der Gesamt-Netto-Umsatz für das Finanzjahr 2006 belief sich auf 37,665 Milliarden Dollar.
- Der Gewinn nach Steuern 2006 (Das Finanzjahr endete am 30. November 2006) belief sich auf 9,54 Milliarden Dollar.
- Lloyd Blankfein (Chef der GS) hält den Einkommensrekord an der Wall Street mit vermuteten 70 Millionen Dollar (Quelle: MSN Money).
[Bearbeiten] Unternehmensführung
Global:
- Chairman & CEO ist Lloyd C. Blankfein.
- President & COO sind Jon Winkelried und Gary Cohn.
Deutschland:
- Deutschlandchef ist Alexander Dibelius.
[Bearbeiten] Krisen und Skandale
New Economy: Wegen irreführender Analysen während des New-Economy-Booms wurde Goldman Sachs von der amerikanischen Börsenaufsicht SEC zu Zahlungen von 75 Millionen Dollar verpflichtet.
Hedge-Fonds-Verluste aufgrund der Subprime-Krise: Im Gegensatz zu vielen Wettbewerbern konnte Goldman Sachs Verluste aufgrund der Subprime-Krise auf Gesamtunternehmensebene vermeiden. Dennoch verloren drei von Goldman Sachs Asset Management verwaltete und gemanagte Hedge Fonds substantiell an Wert, so dass der Global-Equity-Opportunities-(GEO)-Fonds als einer der GS-Hedge-Fonds durch milliardenschwere Investitionen gestützt werden musste. Dabei investierte Goldman Sachs selbst drei Mrd. Dollar und Eli Broad, der ehemalige Chef der American International Group, Hank Greenberg und die Perry Capital LLC zusammen die gleiche Summe in den Fonds.[2]
Diebstahl von Firmengeheimnissen: Anfang Juli 2009 wurde der ehemalige Programmierer Sergeij Aleinikow von Goldman Sachs vom FBI verhaftet, da er Teile der Software kopiert haben soll, mit der Goldman Sachs einen automatisierten Handel mit Wertpapieren betreibt. [3]
Verkauf von Aktien nach staatlicher Hilfe:
Im Sommer 2009 gerieten Manager der Bank in öffentliche Kritik, da sie nach staatlichen Subventionen Aktienpakete mit hohen Gewinnen verkauften. [4]
[Bearbeiten] Laufbahn ehemaliger Mitarbeiter
Eine beachtliche Anzahl von Goldman-Sachs-Mitarbeitern hat entweder eine Karriere bei anderen Unternehmen oder in der Politik gemacht. Hier einige Beispiele:
Politik / Öffentlicher Dienst
- Henry M. Paulson, ehemaliger US-Finanzminister, davor CEO von Goldman Sachs
- Joshua Bolten, vormaliger White House Chief of Staff
- Jon Corzine, Gouverneur von New Jersey und früherer US- Senator von New Jersey.
- Henry Fowler, U.S. Finanz-Sekretär (1965–1969).
- Stephen Friedman, Vorsitzender der National Economic Council (2002–2005), Vorsitzender der President's Foreign Intelligence Advisory Board (2005–).
- Robert Rubin, Vorsitzender der National Economic Council (1993–1995), US-Finanzminister (1995–1999).
- John C. Whitehead, stellvertretender U.S. Außenminister (1985–1989), Vorsitzender der Federal Reserve Bank of New York (1996–1999), Vorsitzender der Lower Manhattan Development Corporation (2001–2006).
- Bradley Abelow, Finanzminister von New Jersey
- Kenneth D. Brody, früherer Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender der Export-Import Bank of the United States
- E. Gerald Corrigan, früherer Präsident und CEO der Federal Reserve Bank of New York
- Paul Deighton, CEO des Londoner Organisationskomitees der Olympischen Spiele.
- Mario Draghi, Direktor der Banca d'Italia
- Gary Gensler, Untersekretär der Finanzen (1999–2001) und Assistent des Finanz-Sekretärs (1997–1999)
- Robert D. Hormats, Assistent des Außenministers (1981–1982), und stellvertretender U.S. Handelsvertreter (1979–1981)
- Reuben Jeffery III, Vorsitzender der Commodity Futures Trading Commission
- Philip D. Murphy, National Finance Chair of the Democratic National Committee
- Sidney J. Weinberg, Assistent des Vorsitzenden (1942–1943) und stellvertretender Vorsitzender (1944–1945), im War Production Board.
Leitende Angestellte / Investoren
- John Thain, CEO von Merrill Lynch
- Stuart L. Sternberg, Besitzer der Tampa Bay Devil Rays, einem Major League Baseball-Team.
- Gavyn Davies, Vorsitzender der BBC
- Leon Cooperman, Gründer und CEO der Omega Advisors
- Edward S. Lampert, Gründer der ESL Investments und Mitglied der Forbes 400 Liste.
- Eric Mindich, Gründer von Eton Park Capital Management, einem berühmten Hedge-Fonds.
- Ed Mule, Gründer des mehreren Milliarden starken Hedge-Fonds Silver Point.
- Pete Briger, 2. Geschäftsführer der Fortress Investment Group, die 260 Millionen Dollar Schuldscheine von Michael Jackson von der Bank of America im Jahr 2005 gekauft hat.
- J. Christopher Flowers, Gründer der J.C. Flowers & Co. LLC und Mitglied der Forbes 400 Liste.
- Richard M. Hayden, stellvertretender Vorsitzender der GSC Partners, einer 11 Millionen Dollar Vermögensverwaltungs Firma.
- Dinakar Singh, CEO der TPG-Axon Capital, einem globalen Hedge-Fonds.
- Jim Cramer, Gründer von TheStreet.com und Smartmoney.com, besser bekannt als der Anbieter von Mad Money auf CNBC.
[Bearbeiten] Literatur
- Lisa Endlich: Goldman Sachs: The Culture of Success, ISBN 0-684-86968-3
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ „Goldfinger: Alexander Dibelius“, Financial Times Deutschland, 13. August 2007
- ↑ Goldman muss Fonds mit Milliarden stützen, Handelsblatt, 13. August 2007
- ↑ Programmierer von Goldman Sachs stiehlt Firmengeheimnisse
- ↑ /http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,636014,00.html

