Roland Zoss

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Roland Zoss

Roland Zoss (* 2. August 1951 in Bern) ist ein Schweizer Musiker, Liedermacher und Schriftsteller.

Schriftsteller und Musiker[Bearbeiten]

Roland Zoss - ursprünglich dipl. Postbeamter - studierte Ethnologie, Sprachen, Musik und Zeichnen in Bern und Avignon. Er unterrichtete von 1985 bis 2003 als Dozent für Sprachen, Musik und Literatur in Bern. Ab 1976 tritt er als deutscher Liedermacher auf. Mit dem Wechsel zur Mundart schafft er ab 1999 am modernen Schweizer Kinderlied mit, dem er sound- und stilbildend zu internationaler Beachtung verhilft. 1979 hatte er den ersten Tonträger Roland Zoss als deutscher Liedermacher veröffentlicht. Es folgten Hörspiele und Bücher. Bekannt sind seine Eindeutschung von Suzanne und Halleluja Leonard Cohen oder das preisgekrönte Buch vom Leben auf den Liparischen Inseln Die Insel hinterm Mond, wo der Autor 1976 eine zweite Heimat fand. Siehe auch den Roadmovie-Musikroman über die Seventies: Saitenstrassen.

2004 machte Zoss die Musik zum Beruf und schuf auf dem Rockpoesie-Album Härzland eine moderne Schweizer Hymne, sowie 2005 mit Schlummerland und I ha di gärn oder Sunne i der Nacht einige der berührendsten Kinder- und Schlaflieder überhaupt. Als Vermittler zwischen Literatur und Musik übertrug er Gedichte von Rainer Maria Rilke in Schweizer Mundart; Hits wie In the Ghetto von Elvis Presley, First we take Manhattan, Halleluja von Leonard Cohen. Und in Hie ir Frömdi Impressionen über das Leben des iranischen Autors Abbas Maroufi im Exil. Ebenso Auftragskompositionen für Swiss Air Lines und die Schweizer Post.

Vom Songpoet zum Kinderliedermacher[Bearbeiten]

Nach 24 Jahren als deutsch singender Liedermacher landete der Songpoet 1999 einen Grosserfolg in seiner Muttersprache Berndeutsch mit dem Tierlieder-ABC-Dino Xenegugeli. Mit Jimmy Flitz der Schweizermaus in Muku-Tiki-Mu brachte der Kosmopolit den Rock und viele andere Musiken der Welt ins Kinderzimmer. In einem der vielseitigsten und intimsten Dialekte Europas: Berndeutsch.

  • Roland Zoss gilt als Vater vom modernen Chinderlied in Berner Dialekt. Mit über zwei Dutzend stilbildende Liederalben und Hörspielen zählt er zu den profiliertesten Schweizer Musikern und Erzählern für Kinder; geschaffen im Team mit bedeutenden Musikern aus dem Bereich Klassik, Jazz, Rap, Volksmusik und Folkrock. Tonmeister wie Eric Merz; Helge van Dyk Andreas Vollenweider; Peter von Siebenthal Züri West kreierten den unverwechselbaren Zoss-Kinderliedsound, mit Texten, die auch Erwachsene berühren. Roland Zoss arbeitete u.a. mit international tätigen Künstlern wie Gottfried Helnwein, Marta Gomez, Alexander Klee oder dem deutschen Kinderliedermacher Rolf Zuckowski zusammen.
  • Bekannt sind die Konzeptalben Schlummerland, die Schweizerdeutschen Grimm-Märli-Musicals Liedermärli. In Konzerten mit SingDing steht der Verwandlungskünstler als Zorro mit den Zoss & Bandidos selbst auf der Bühne und kämpft für die Alltagsgegenstände. In der Musik-Hörspielreihe Jimmy Flitz, die Schweizermaus schliesslich schlägt der singende Philosoph die Brücke vom Rock zu Neue Volksmusik.
  • Seit 2009 vertritt der Patron des Berndeutschen Kinderlieds die Schweiz auf dem Weltmusiklabel Putmayo. *2013 vereinte er im Weihnachtsmusical Jimmy Flitz Chinder Wiehnacht befreundete Mundartkünstler aller Stilrichtungen crossover: Chorgesang, Folk, Kinderlied, Soul, Rap, Kirchenchor, Erzählung und Jodel zu einem äusserst erfolgreichen Schweizer Adventsmusik-Spiel.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1993 Literaturförderpreis der Stadt Bern für die Erzählung Die Insel hinterm Mond
  • 1996 Werkjahr der Stadt Bern für den Musikroman über die Seventies Saitenstrassen
  • Seit 2001 Rund ein Dutzend „Goldige Chrönli“-Auszeichnungen für qualitativ hochstehende Produktionen für Kinder.
  • 2009 und 2012 Putumayo World Music N.Y. Vertreter der Schweiz auf den Album European Playground und Sing-Along.
  • 2010 Jimmy Flitz, die Schweizermaus erscheint als Briefmarke der Schweizer Post

Xenegugeli Tier-ABC und ABC Dino-App[Bearbeiten]

Das Tier-ABC Xenegugeli erschien 1999 und wurde zu einem Klassiker im Bereich Kinderlied und Bilderbuch. Seit 2009 als deutsches ABC als Lern-App für iPhones/iPads. Seit 2013 erweitert auf vier Weltsprachen samt den ABC-Tierlieder gesungen auf Deutsch, Berndeutsch, Französisch von Roland Zoss; Englisch von Clare de Lune (Canada); Spanisch von Mauro Guiretti (Argentinien).

Jimmy Flitz Schweizermaus[Bearbeiten]

Jimmy Flitz die Schweizermaus ist neben dem Xenegugeli die bekannteste Figur von Roland Zoss. Sie erschien 1994 im Kinderbuch «Das Kind vom Tum», dann in der 6-teiligen Mundart-Hörspielserie Güschi und das Geheimnis der Echohöhle. Jimmy mit dem elfjährigen Jungen Güschi, dem Dachs Sokradax, der Elster Zigi-Tigi und der Schnecke Schlurpf. Ihre Hauptrolle hat die Maus 2007/08 in der Musikhörspielreihe: «Jimmy-Flitz, e Reis dür d Schwyz» gefunden. Eine Maus, eine Tigerfliege, ein Bär und ein Geier gehen auf die Suche nach den kulturellen Wurzeln der Schweiz. Das mehrteilige Kulturhörspiel startete 2007 unterm Patronat von Schweiz Tourismus und wurde ein Grosserfolg. Es singen und sprechen bekannte Schweizer Mundart-Künstler wie Christine Lauterburg, Marco Rima, Pedro Lenz, Büne Huber, Knackeboul, Steff la Cheffe Roberto Bargellini, Corin Curschellas, Christina Jaccard, Hanery Amman und andere. 2010 erscheint das Bilderbuch «Jimmy Flitz die Schweizermaus», zudem ehrte die Schweizer Post Jimmy Flitz mit einer Briefmarke. Seit 2011 tritt die Jimmy-Flitz auch in einer Mundartkapelle für Kinder auf. Mit Volksmusikstar Monique und Res Schmid und Gebr. Marti.

Jimmy Flitz Wiehnacht, eine Kinderweihnacht für Stadt & Land[Bearbeiten]

Dieser 4.Teil der Jimmy Flitz-Reihe mit der Schweizermaus erschien 2013 zum Huttwiler Weihnachtsmärit. In 23 Liedern knüpft es mit heiligem Respekt und feinem Humor an die Tradition der Krippenspiele an, die in der Schweiz mit der Reformation ein Ende fand. Die Reise nach Bethlehem wird aus der Sicht der Tiere erzählt. Das 75minütige Opus umfasst ländliche und urbane Klänge von Folk, über Rap und Ländermusik bis zu Soul. Die Jimmy Flitz Chinder Wiehnacht wird an Adventswochenenden an Schweizer Kirchen und Schulen aufgeführt. Sie steht unterm Patronat Schweiz Tourismus.

Werke[Bearbeiten]

Bibliografie[Bearbeiten]

  • Lieder & Gedichte. Verlag B.v. Greyerz, Bern 1978
  • Wer den Wind vernimmt. Gedichte, Verlag Sauerländer, Aarau 1981
  • Ohrenblicke. Gedichte & Lieder, R. Zoss/Eigenverlag, 1991
  • Die Insel hinterm Mond[1] Erzählung, Erpf Verlag, 1992/ Neuauflage Licorne Verlag, 2002
  • Das Kind vom Turm. Bilderbuch, illustriert von Brigit Herrmann/Licorne Verlag, 1994
  • Die Bärenfasnacht. Bilderbuch, Fischer/Licorne Verlag, 1996
  • Saitenstrassen. Musikroman, Fischer/Licorne Verlag, 1998
  • Xenegugeli. Tier-ABC für Kinder [2] Sound Service, ill. Holger Schöpflin, 1999
  • Xenegugeli-ABC, Lern-App für iPhone/iPad, 10/2009
  • Multikulturelle Tierlieder. Text- & Notenbuch, 2001
  • Güschi und das Geheimnis der Echohöhle. Lesebuch, ill. Boris Zatko, Licorne, 2002
  • Jimmy Flitz Spielheft, Rätselheft 4sprachig, Swiss Air Lines 4. Auflage 2013
  • Jimmy Flitz die Schweizermaus. Lesebuch, ill. Viviane Dommann, rikiverlag, 2010
  • ChinderWiehnacht. Text- & Notenbuch zur CD, 50 S. 2013
  • ChinderWiehnacht. Regiebuch zum Musical mit Parturen und Texten, 100 S., 2014, Helbling

Diskografie[Bearbeiten]

  • 1981 LP “Roland Zoss” ACT 2310
  • 1983 LP “Sternstunde” MOR 32026
  • 1985 LP “Die Ewigkeit klopft an”, ©RZ 003
  • 1989 CD “Flieg meine Seele”, ©RZ 004/RZ 005 & Videoclip
  • 1993 Hördokument/Feature “Die Insel hinterm Mond”, Radio DRS 2
  • 1998 CD „Saitenstrassen“, Literatur & Musik, 7940, Phonag
  • 1999 CD „Xenegugeli“, 28 Tierlieder für Kinder, SoundService/Phonag
  • 2001 CD 1 & 2 „Muku-Tiki-Mu“, Weltkindermusik, UNESCO-Patronat
  • 2002 Güschihörspiel 1 & 2, eine Serie zum Bilderbuch, Sound Service
  • 2003 Güschihörspiel 3 & 4, CD, Sound Service
  • 2003-06 «Liedermärli», 4 CDs mit acht Märchenmusicals in Mundart [3] Sound Service
  • 2004 «Härzland», CD, Rock-Pop-Poesie in Mundart mit vielen Schweizer SängerInnen wie Linard Bardill, Yvonne Moore, Carin Lavey, Djamila Tahar-Chaouch, Christoph Kohli SPAN, Sarah Rutz u.a.
  • 2004 «Schlummerland» Guetnachtliedli mit Shirley Grimes und Asita Hamidi, SoundService
  • 2005 «Schlummerland 2» Guetnachtlieder
  • 2006 «Güschi 5 & 6», Schluss der Güschi-Hörspiel-Saga
  • 2007 «Jimmy-Flitz, e Reis dür d Schwyz» 3-teiliges Musikhörspiel mit bekannten Mundartkünstlern wie Büne Huber, Hanery Amman, Marco Rima, Christine Lauterburg, Corin Curschellas u.a.
  • 2009 «Jimmy Flitz-Hits», Schweizer Mundartstars singen Lieder rund um die Maus
  • 2011 «SingDing», Lieder für Chind & Chöpf, die Welt besungen aus der Sicht der Gegenstände
  • 2012 «Xenegugeli GOLD-ABC, 26 neue Tierlieder von A-Z.
  • 2012 «Ängels Music», 9 Engelsmusiken mit Jean-Pierre v. Dach, Gitarren
  • 2013 «Jimmy-Flitz, ChinderWiehnacht. E Reis nach Bethlehem» Musical mit Steff la Cheffe, Tinu Heiniger, Nyna Cantieni, Christine Lauterburg und Musikern wie Julian Sartorius, Res Schmid, Wolfgang Zwiauer, Chören und Jodlern

Weblinks[Bearbeiten]