Roland Zoss
Roland Zoss (* 2. August 1951 in Bern) ist ein Schweizer Musiker, Liedermacher und Schriftsteller.
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Schriftsteller und Musiker[Bearbeiten]
Roland Zoss studierte Ethnologie, Sprachen, Musik und Zeichnen in Bern und Avignon. Er unterrichtete von 1985 bis 2003 als Dozent für Sprachen, Musik und Literatur in Bern. Daneben trat er als Songwriter auf, und seit 1999 als Wegbereiter des neuen Schweizerdeutschen Kinderlieds. Bereits 1979 hatte er den ersten Tonträger "Roland Zoss" veröffentlicht. Es folgten Hörspiele und Bücher. Bekannt sind seine Eindeutschung von Suzanne Leonard Cohen und das preisgekrönte Buch vom Leben auf den Liparischen Inseln Die Insel hinterm Mond, wo der Autor eine zweite Heimat fand. Siehe auch den Musikroman über die Seventies: "Saitenstrassen".
2004 machte Zoss die Musik zum Beruf und schuf auf dem Rockpoesie-Album Härzland eine moderne Schweizer Hymne Schweizerpsalm, sowie 2005 mit Schlummerland und I ha di gärn eine der intimsten Schlaflieder-CDs. Als Vermittler zwischen Literatur und Musik übertrug er Gedichte von Rainer Maria Rilke in Schweizer Mundart; Hits wie In the Ghetto von Elvis Presley, First we take Manhattan von Leonard Cohen. Sowie Impressionen über das Leben im Exil des iranischen Autors Abbas Maroufi.
Kinderliedermacher[Bearbeiten]
Nach 15 Jahren als einer der wenigen deutsch singenden Schweizer Liedermacher landete der Songpoet 1999 einen Grosserfolg in seinem Dialekt Berndeutsch mit dem Tierlieder-ABC Xenegugeli. Mit Jimmy Flitz der Schweizermaus brachte der Kosmopolit den Rock ins Kinderzimmer; in Muku-Tiki-Mu vereinte er im Kinderlied Schweizer Mundarten mit Weltmusik: Salsa, Tango, Reggae, Rap. Es folgten stilbildende Liederalben und Hörspielreihen mit bedeutenden Musikern aus den Bereichen Klassik, Jazz, volkstümlich und Rock. Dabei erarbeitete Roland Zoss mit Tonmeistern wie Eric Merz, Helge van Dyk, Peter von Siebenthal Züri West seinen unverwechselbaren Sound, unterstützt von bildenden Künstlern wie Gottfried Helnwein, Alexander Klee oder mit Rolf Zuckowski. Bekannt sind die Konzeptalben Schlummerland, die Schweizerdeutsche Grimm-Märchen-Musicalreihe Liedermärli oder SingDing, wo Alltagsgegenstände zu singen beginnen. In der Musik-Hörspielreihe Jimmy Flitz, die Schweizermaus schliesslich schlägt Roland Zoss die Brücke vom Rock zu Neue Volksmusik mit seinen volkstümlichen Mundartkinderliedern. Seit 2009 vertritt er mit seiner Mundart-Liedpoesie die Schweiz auf dem Weltmusiklabel Putmayo.
Auszeichnungen[Bearbeiten]
1993 Literaturförderpreis der Stadt Bern für die Erzählung Die Insel hinterm Mond 1996 Werkjahr der Stadt Bern für den Musikroman Saitenstrassen
Seit 2001 Rund ein Dutzend "Goldige Chrönli"-Auszeichnungen für qualitativ hochstehende Produktionen für Kinder. 2009 und 2012 Putumayo World Music N.Y. Vertreter der Schweiz auf den Album "European Playground" und "Sing-Along". 2010 Jimmy Flitz, die Schweizermaus erscheint als Briefmarke der Schweizer Post
Xenegugeli Tier-ABC[Bearbeiten]
Das Tier-ABC Xenegugeli erschien 1999 und wurde zu einem Klassiker im Bereich Kinderlied und Bilderbuch. 2009 wurde ein deutsches ABC als Lern-App für iPhones/iPads entwickelt: das "ABC-Xenegugeli". Auf Juni 2013 erweitert zur viersprachigen Version. Mit den ABC-Tier-Liedern in fünf Sprachen. Deutsch & Berndeutsch: Roland Zoss; Englisch: Clare de Lune (Canada), Französisch (noch offen) Spanisch (noch offen).
Jimmy Flitz Schweizermaus[Bearbeiten]
Neben dem Xenegugeli ist Jimmy Flitz, die Schweizermaus die bekannteste Figur von Roland Zoss. Sie erschien 2002 im Kinderbuch und der 6-teiligen Mundart-Hörspielserie "Güschi und das Geheimnis der Echohöhle". Jimmy mit dem elfjährigen Jungen Güschi, dem Dachs Sokradax sowie der Elster Zigi-Tigi und der Schnecke Schlurpf. Ihre grösste Rolle hat die Maus aber 2007/08 gefunden im Musikhörspiel: «Jimmy-Flitz, e Reis dür d Schwyz»: Eine Maus, eine Tigerfliege, ein Bärwolf und ein Geier gehen auf die Suche nach den kulturellen Wurzeln der Schweiz. Die Alpensaga in drei Episoden und wird gesprochen und gesungen von Schweizer Mundart-Künstlern wie Christine Lauterburg, Marco Rima, Büne Huber, Corin Curschellas, Hanery Amman und anderen. 2010 erscheint dazu das Buch «Jimmy Flitz die Schweizermaus», zudem ehrte die Schweizer Post das Schaffen des Autors mit einer Briefmarke. 2011 tritt Jimmy-Flitz als Mundartkapelle für Kinder mit Volksmusikstar Monique und Res Schmid und Gebr. Marti auf.
Werke[Bearbeiten]
Bibliografie[Bearbeiten]
- Lieder & Gedichte. Verlag B.v. Greyerz, Bern 1978
- Wer den Wind vernimmt. Gedichte, Verlag Sauerländer, Aarau 1981
- Ohrenblicke. Gedichte & Lieder, R. Zoss/Eigenverlag, 1991
- Die Insel hinterm Mond[1] Erzählung, Erpf Verlag, 1992/ Neuauflage Licorne Verlag, 2002
- Das Kind vom Turm. Bilderbuch, illustriert von Brigit Herrmann/Licorne Verlag, 1994
- Die Bärenfasnacht. Bilderbuch, Fischer/Licorne Verlag, 1996
- Saitenstrassen. Musikroman, Fischer/Licorne Verlag, 1998
- Xenegugeli. Tier-ABC für Kinder [2] Sound Service, ill. Holger Schöpflin, 1999
- Xenegugeli-ABC, Lern-App für iPhone/iPad, 10/2009
- Multikulturelle Tierlieder. Text- & Notenbuch, 2001
- Güschi und das Geheimnis der Echohöhle. Lesebuch, ill. Boris Zatko, Licorne, 2002
- Jimmy Flitz die Schweizermaus. Lesebuch, ill. Viviane Dommann, rikiverlag, 2010
Diskografie[Bearbeiten]
- 1981 LP “Roland Zoss” ACT 2310
- 1983 LP “Sternstunde” MOR 32026
- 1985 LP “Die Ewigkeit klopft an”, ©RZ 003
- 1989 CD “Flieg meine Seele”, ©RZ 004/RZ 005 & Videoclip
- 1993 Hördokument/Feature “Die Insel hinterm Mond”, Radio DRS 2
- 1998 CD „Saitenstrassen“, Literatur & Musik, 7940, Phonag
- 1999 CD „Xenegugeli“, 28 Tierlieder für Kinder, SoundService/Phonag
- 2001 CD 1 & 2 „Muku-Tiki-Mu“, Weltkindermusik, UNESCO-Patronat
- 2002 Güschihörspiel 1 & 2, eine Serie zum Bilderbuch, Sound Service
- 2003 Güschihörspiel 3 & 4, CD, Sound Service
- 2003-06 «Liedermärli», 4 CDs mit acht Märchenmusicals in Mundart [3] Sound Service
- 2004 «Härzland», CD, Rock-Pop-Poesie in Mundart mit vielen Schweizer SängerInnen wie Linard Bardill, Yvonne Moore, Carin Lavey, Djamila Tahar-Chaouch, Christoph Kohli SPAN, Sarah Rutz u.a.
- 2004 «Schlummerland» Guetnachtliedli mit Shirley Grimes und Asita Hamidi, SoundService
- 2005 «Schlummerland 2» Guetnachtlieder
- 2006 «Güschi 5 & 6», Schluss der Güschi-Hörspiel-Saga
- 2007 «Jimmy-Flitz, e Reis dür d Schwyz» 3-teiliges Musikhörspiel mit bekannten Mundartkünstlern wie Büne Huber, Hanery Amman, Marco Rima, Christine Lauterburg, Corin Curschellas u.a.
- 2009 «Jimmy Flitz-Hits», Schweizer Mundartstars singen Lieder rund um die Maus
- 2011 «SingDing», Lieder für Chind & Chöpf, die Welt besungen aus der Sicht der Gegenstände
- 2012 «Xenegugeli GOLD-ABC, 26 neue Tierlieder von A-Z.
- 2012 «Ängels Music», 9 Engelsmusiken mit Jean-Pierre v. Dach, Gitarren
Weblinks[Bearbeiten]
- Literatur von und über Roland Zoss im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Website von Roland Zoss
- Eintrag über Roland Zoss im Lexikon des Vereins Autorinnen und Autoren der Schweiz
- Jimmy-Flitz-Webseite
- Güschi-Webseite
- Rockpoesie
- Chartdiscographie
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Zoss, Roland |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Musiker und Schriftsteller |
| GEBURTSDATUM | 2. August 1951 |
| GEBURTSORT | Bern |