Gottfried Helnwein

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Gottfried Helnwein in seinem Atelier, Schloss Burgbrohl, 1996.
Gottfried Helnwein (2009)

Gottfried Helnwein (* 8. Oktober 1948 in Wien) ist ein österreichisch-irischer Künstler.

Helnwein zählt zu den bekanntesten, aber auch umstrittensten deutschsprachigen Künstlern nach dem Zweiten Weltkrieg. Bekannt wurde er vor allem durch seine hyperrealistischen Bilder von verwundeten und bandagierten Kindern. In seinem gesamten Schaffen setzt er sich mit den Themen Schmerz, Verletzung und Gewalt auseinander, und berührt dabei auch Tabu- und Reizthemen der jüngeren Geschichte. So wird insbesondere auch das Thema Nationalsozialismus in seinen Werken verarbeitet; im Zentrum seiner Arbeit steht aber vor allem die Darstellung des Kindes.

Leben[Bearbeiten]

Gottfried Helnwein wurde als Sohn eines Beamten der Postdirektion in Wien geboren, wo er seine Kindheit und Jugend verbrachte. Von 1965 bis 1969 besuchte er die Höhere Graphische Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt in Wien und studierte von 1969 bis 1973 Malerei in der Meisterklasse Professor Rudolf Hausner an der Akademie der bildenden Künste Wien. In dieser Zeit arbeitete er mit den unterschiedlichsten Techniken und Stilmitteln. Neben der Zeichnung, der Aquarell-, Acryl- und Ölmalerei und verschiedenen Mischtechniken ist die Fotografie ein wesentliches Medium für ihn – oft im Zusammenhang mit Performance-Arbeiten.

Ab 1973 gestaltete Helnwein einige Cover für das österreichische Nachrichtenmagazin profil zu gesellschaftlicher Tabuthemen, was heftige Proteste auslöste. Ausstellungen wurden geschlossen und Arbeiten wurden beschlagnahmt. 1985, dem Jahr seiner ersten Albertina-Ausstellung, schlug ihn Professor Rudolf Hausner als seinen Nachfolger für die Leitung der Meisterklasse für Malerei vor. [1] Die Mehrheit der Professorenschaft lehnte diesen Vorschlag jedoch ab. Ende 1985 übersiedelte Helnwein mit seiner Familie nach Deutschland, wo er von 1985 bis 1997 auf Schloss Burgbrohl in der Eifel lebte und arbeitete. Seit Ende der 1980er Jahre begann er Installationen im öffentlichen Raum in seine Arbeit miteinzubeziehen. 1997 siedelte er mit seiner Familie nach Irland über und erwarb ein Schloss in der Grafschaft Tipperary. Im Jahr 2002 etablierte er ein Atelier in Los Angeles und lebt und arbeitet seitdem abwechselnd in Irland und in Los Angeles. 2004 erhielt er die irische Staatsbürgerschaft.

Werk[Bearbeiten]

Das Kind[Bearbeiten]

Helnwein, Head of a Child

Der Frankfurter Kunsthistoriker Peter Gorsen [2] hat vom „malträtierten Kind“ als einer originären Bilderfindung Helnweins gesprochen, welche die uns lieb gewordenen kindertümelnden Bildvorstellungen aufgebrochen habe. Es sind Bilder, die ihre Wurzeln tief in Helnweins Kindheitserlebnissen haben:

„Neben Skizzen von Ballet tanzenden Hasen und gestiefelten Katzen, strangulierten und gestopften Enten finden sich Studien oder eher Wunschzeichnungen zu malträtierten Kinderköpfen, deren Münder durch Spangen und rosige Narben grauenhaft entstellt sind, aber gleichzeitig durch ihre höhnischen, Fratzen schneidenden Grimassen Ungehorsam, Widerstand, Aufruhr, so etwas wie kindliche Autonomie in der depravierten Erwachsenenwelt signalisieren. Das Feixen des malträtierten Kindes, ein groteskes Vexierbild, in das Märtyrertum und Subversion der Menschenkreatur gleichermaßen eingeflossen sind, ist ganz allein Helnweins Erfindung. Sie offenbart sich in den vielen Metamorphosen des Phantasmas vom versehrten Körper als obsessives Grundmuster seiner Bildwelt und aktionistischen Darstellungen, als Metapher einer im Innersten des Menschen vorhandenen Unverletzlichkeit und Unbesiegbarkeit“.[3]

2004 widmete Kurator Robert Flynn Johnson[4] auf Anregung des US-Sammlers Kent Logan, diesem zentralen Aspekt in Helnweins Arbeit eine umfassende Einzelausstellung mit dem Titel: „The Child – works by Gottfried Helnwein“ im Palace of the Legion of Honor, San Francisco Fine Arts Museums.[5] Die Ausstellung wurde von 127 000 Besuchern gesehen, und der San Francisco Chronicle bezeichnete sie als die wichtigste Ausstellung eines zeitgenössischen Künstlers im Jahre 2004.[6]

Aktionen[Bearbeiten]

Gleichzeitig mit den ab 1969 gemalten Bildnissen verletzter und misshandelter Kinder wird um 1971/72 das bandagierte Kind als die neben dem Künstler wichtigste und mit ihm verbündete Märtyrerfigur in der Aktion dargestellt. Es verkörpert den unschuldigen, wehrlosen, der Gewalt ausgelieferten, geopferten Menschen.
Abgrenzbar ist Helnwein vom Wiener Aktionismus, wenn er den Körper des Kindes nicht zum ästhetischen Material (wie in den „Materialaktionen“ von Günter Brus, Hermann Nitsch und Otto Muehl) nivelliert, sondern ihm eine symbolische Stellvertreterfunktion für den wehrlosen, geopferten Menschen verleiht. Dem sexualistischen Verständnis des Kindes im Freud (falsch) rezipierenden „Wiener Aktionismus“ setzt der Moralist und Weltverbesserer Helnwein die geschlechtslose Heilsgestalt des Kindes entgegen.[7]

Selbstporträts[Bearbeiten]

Helnweins Œuvre umfasst absolute Gegensätze: Das Triviale, etwa der Disneykultur, wechselt ab mit Untergangsvisionen der Seele, die Göttlichkeit des Kindes kontrastiert mit Horrorbildern von Kindesmissbrauch. Sein Grundthema bleibt die Gewalt, das physische und seelische Leid, das ein Mensch dem anderen zufügt. Der Künstler variiert dieses Thema innerhalb zweier Komplexe, die sich über viele Jahre hin durch sein Werk ziehen.

In einem Komplex setzt Helnwein sich mit sich selbst als Künstler auseinander. Der bandagierte Mensch, mit chirurgischen Instrumenten gefoltert, schreit seine Qualen hinaus. Helnwein zeichnet das Künstlerporträt eines auf Leiden reduzierten Menschen. Damit steht er in der spätmittelalterlichen Tradition des Schmerzensmannes. Helnwein geht einen Schritt weiter als Nauman, dessen Video Clown-Folter den Künstler als lächelnden Narren der Welt porträtiert. Es geht Helnwein nicht nur um sich selbst als Außenseiter der Gesellschaft. Der Künstler als Märtyrer, so heißt es bei Peter Gorsen, erhalte eine zentrale Bedeutung in Helnweins Werk, weil es zur Projektionsfläche des Weltgeschehens wurde. Zum autobiografischen Gehalt seines Selbstporträts sagte der Künstler in einem Interview: „Damit meine ich überhaupt nicht mich, sondern ich nehme mich, weil ich jederzeit als Modell verfügbar bin: Was ich meine, ist einfach einen 'Menschen'.“ Von diesem handeln die Selbstbildnisse – vom leidenden, verletzten, unterworfenen, gefolterten Menschen, dem nur noch der verzweifelte Schrei bleibt.[8]

Der Wiener Kunsthistoriker, Direktor der Albertina, Klaus Albrecht Schröder bezeichnet das von Helnwein mehrfach variierte Selbstporträt mit verbundenem Kopf, den von Wundklammern geblendeten Augen und dem aufgerissenen schreienden Mund als selbstevidente Metapher für die elementare menschliche Bedingung heutiger Existenz[9]

Anlässlich der Ausstellung Melancholie – Genie und Wahnsinn in der Kunst (Neue Nationalgalerie, Berlin, Galeries nationales du Grand Palais, Paris, 2006) schreibt Moritz Wullen in seinem Essay Black Box – Der schwarze Innenraum des melancholischen Bewusstseins in der Bilderwelt des 20. Jahrhunderts: „In einer fotografischen Inszenierung Gottfried Helnweins erhebt sich der Künstler, fäulnisschwarz und monumental wie das Mahnmal einer letzten Einsicht: 'So ist Verzweiflung, diese Krankheit im Selbst, die Krankheit zum Tode. Der verzweifelte ist todkrank. Der Tod ist nicht das letzte der Krankheit, aber der Tod ist in einem fort das Letzte…“ [10]

Roland Recht, Direktor des Musée d’Art Moderne in Straßburg, sieht Helnwein als Teil einer Tradition in der österreichischen Kunst, die bis ins 18. Jahrhundert zurückgeht, zu der auch Künstler wie Messerschmidt, Schiele, Rainer, Nitsch und Schwarzkogler zählen, die in ihrer Arbeit den eigenen Körper als Ort von Verletzungen, Schmerz und Tod darstellen.[11]

Trivialästhetik und Comics[Bearbeiten]

Helnwein SFMOMA

Ein weiterer Aspekt in Helnweins Werk ist sein Engagement gegen autoritäre Erziehung, Wettrüsten, Verschmutzung der Umwelt und Psychiatrie. Helnwein hat die Motive und Formen der Populärkultur in teils karikierender, teils grotesk verfremdender Absicht verwendet. Sein penetranter Hypernaturalismus beunruhigt, grenzt an ironische Übertreibung. Die Brecht-Benjaminsche Maxime „Nicht an das gute Alte anknüpfen, sondern an das schlechte Neue“ hat bereits seine Anfänge in den frühen siebziger Jahren bestimmt. So wurde für ihn das grenzüberschreitende Arbeiten mit Mitteln ebenso der Fotografie, Comic strips, Science-fiction wie der realistischen Malerei eine selbstverständliche Konsequenz.[12]

In den 1970er Jahren lehnte Helnwein die künstlerische Tradition der bürgerlichen Gesellschaft ab und glaubte an die primitive Kraft der Trivialkunst als kontraästhetisches Konzept.[13]

Helnwein beschreibt seine frühe Kindheit im Wien der Nachkriegszeit als trostlos und düster. Aufgehellt wurde sie an jenen Tag, an dem ihm sein Vater ein Bündel der ersten deutschen Micky-Maus-Hefte mitbrachte: [14] „Als ich das erste Heft öffnete, fühlte ich mich wie einer, der bei einem Grubenunglück verschüttet worden war und nun nach den Tagen der Finsternis wieder ans Tageslicht trat … Ich war wieder daheim in einer vernünftigen Welt, in der man von Straßenwalzen plattgewalzt und von 100 Kugeln durchlöchert werden konnte, ohne Schaden zu erleiden; ich war in einer Welt, in der die Menschen wieder anständig aussahen, mit gelben Schnäbeln und schwarzen Knäufen als Nase. Hier traf ich auf jenen Mann der mein Leben verändern sollte, von dem der österreichische Poet H.C. Artmann einmal gesagt hat, dass er der einzige Mensch ist, der uns heute noch etwas zu sagen habe: Donald Duck.“[15]

Obwohl Helnweins Arbeiten in der österreichischen Tradition verwurzelt sind, fließen von Anfang an Elemente amerikanischer Populärkultur in seine Bilder ein. Seit 1977 tauchen Disney-Comic Figuren in seinen Arbeiten auf. Helnwein behauptet immer wieder, er habe von Donald Duck bzw. durch dessen Schöpfer Carl Barks mehr gelernt als in allen Schulen, die er besuchte.

In einem seiner ersten Gemälde Peinlich zeigt er ein kleines Mädchen, das aussieht wie eine Puppe aus den 1950er Jahren in einem blass-rosa Kleidchen. Das Gesicht des dargestellten Kindes ist von einer Narbe, die sich vom Mund bis zu den Ohren zieht, grauenhaft entstellt, die Augen schauen mit einem ausdruckslosen, glasigen Blick ins Leere. In seinen bandagierten Händchen hält es ein Comic-Heft (mit einer Wastl-Geschichte) fest umklammert.

„It is as if Donald Duck had met Mengele“, kommentiert die Schriftstellerin Julia Pascal [16]dieses Bild in dem britischen Magazin „New Statesman“, im April 2006. In dem Artikel „Nazi Dreaming“ schreibt sie: 'Helnwein ist fasziniert von dem Verhältnis zwischen E- und U-Kunst. Er traf und fotografierte die Rolling Stones in London und sein Porträt von John F. Kennedy war das Titelblatt des TIME-Magazins anlässlich der 20ten Wiederkehr des Attentates auf den Präsidenten. Andy Warhol und Muhammad Ali saßen ihm Modell. …Wenn man seine Bilder von den 70er Jahren bis in die Gegenwart betrachtet, sieht man so unterschiedliche Einflüsse wie Bosch, Goya, John Heartfield, Beuys und Mickey Mouse, und all das gefiltert durch eine Kindheit im Wien der Nachkriegszeit'.[17]

2000 zeigte das San Francisco Museum of Modern Art das Helnwein-Gemälde einer monströsen, grinsenden Micky Maus (Mouse I) in der Ausstellung The Darker Side of Playland – Childhood Imagery from the Logan Collection.[18]
Alicia Miller schreibt in Artweek:

„Ein großer Teil der Arbeiten in dieser Ausstellung sind aus dem Stoff aus dem kindliche Albträume sind. In solchen Träumen, lange vor dem Wissen der Erwachsenen um die spezifischen Schmerzen und Übel, die das Leben bereithält, werden die vertrauten und geliebten Objekte und Bilder der kindlichen Welt von etwas Unheimlichem zerstört. Für Kinder, die noch nicht verstehen, wovor man sich wirklich fürchten muss, vermitteln diese Träume eine Ahnung von den Schmerzen und Störung, die ihrer Welt drohen. Wahrscheinlich veranschaulicht dies nichts so sehr wie Gottfried Helnweins Mouse. Sein Porträt von Disneys Lieblingsmaus nimmt eine ganze Wand des Museums ein. Aus einem schrägen Winkel dargestellt, sieht Mickey’s sonst so lebhaftes, unverdorbenes Gesicht irgendwie hinterhältig und suspekt aus. Sein breites Lächeln, das eine Reihe schimmernder Zähne miteinschließt, wirkt mehr wie ein Zähnefletschen oder anzügliches Grinsen. Dies ist Mickey als Mr. Hyde, der jetzt sein verborgenes anderes Ich in äußerst beunruhigender Weise enthüllt. Helnweins Mickey ist in verschiedenen Grauschattierungen gemalt, so als würden wir ihn in einem alten Schwarzweißfernseher betrachten. Wir werden an den flimmernden Rand unserer eigenen Kindheitserinnerungen zurück geführt, in eine Zeit die in unserer Vorstellung noch unschuldig war, in der es noch keine Verbrechen und keine Schuld gab. Aber Mickeys bedrohliche Haltung lässt uns ahnen, was da kommen wird.“

Alicia Miller: The Darker Side of Playland. Artweek, California, 20. August 2000

Nationalsozialismus[Bearbeiten]

Helnwein Kilkenny Arts Festival

Im Rückblick beurteilt Helnwein seine katholische Erziehung als Katastrophe. Sein Ziel war es stets, das repressive System weitgehend zu bekämpfen und zu unterminieren. Er verachtete das herkömmliche Schulsystem; sein Sehnen und Streben galt allein der Kunst. Er verließ die Schule und ging 1965 an die Höhere Graphische Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt – die Ausbildung erwies sich jedoch als traditionell und konformistisch. In Auflehnung gegen diese Einschränkungen schnitt sich Helnwein mit einer Rasierklinge in die Hand und malte mit seinem eigenen Blut ein Porträt von Hitler. Die Schulverwaltung reagierte entsetzt, beschlagnahmte das Blatt, und der junge Künstler begriff zum ersten Mal die Wirkungskraft eines Bildes. Kurz darauf wurde er der Schule verwiesen.[19] In einem persönlichen Interview im Rahmen der Serie "Die Erfolgsstory", ausgestrahlt auf ATV am 9. Mai 2010 sagte Helnwein, dass er den Mythos, das Hitler-Porträt habe er mit seinem eigenen Blut gemalt, zwar mag, es schlichtweg aber nicht stimme.

Als im Jahr 1979 der Wiener Gerichtsmediziner Heinrich Gross in einem Interview der österreichischen Tageszeitung Kurier gefragt wurde, ob es stimme, dass er während der Zeit des Nationalsozialismus hunderte von Kindern durch Injektionen getötet habe, verwahrte sich dieser gegen diese Vorwürfe und antwortete, soweit er wisse, sei niemand totgespritzt worden, sondern man habe den Kindern lediglich Gift ins Essen gemischt, worauf diese friedlich eingeschlafen seien. Helnwein veröffentlichte daraufhin in dem Wiener Nachrichtenmagazin Profil ein Aquarell mit dem Titel Lebensunwertes Leben, welches ein Kind zeigt, das tot über seinem Essen zusammengebrochen, mit dem Kopf in einem Teller liegt. In dem begleitenden, satirisch formulierten Schreiben dankte er dem ehemaligen NS-Psychiater dafür, dass er den Kindern auf so humane Weise in den Himmel geholfen habe. Erst durch diese Aktion wurde eine breite öffentliche Diskussion über die Vergangenheit des Euthanasiearztes ausgelöst.[20]

2004 schreibt Mitchell Waxman im Jewish Journal in Los Angeles: „Die stärksten Bilder, die sich mit dem Themen Nationalsozialismus und Holocaust beschäftigen, stammen von Anselm Kiefer und Gottfried Helnwein, und obwohl sich die Arbeit Kiefers wesentlich von der Helnweins unterscheidet, sind sie doch beide gleichermaßen geprägt durch das persönliche Erlebnis des Aufwachsens in einem deutschsprachigen Land der Nachkriegszeit.“[21]

Eines der Bilder Helnweins ist Epiphany I (1996) mit dem er tief in das kollektive Gedächtnis der berühmtesten Geburt des Christentums taucht. Diese österreichisch katholische Krippenszene hat keine Geschenke darbringenden Weisen aus dem Morgenlande. Maria und das Kind sind von fünf respektvollen SS-Offizieren umringt, offensichtlich in Bewunderung vor der idealisierten kitschig-blonden heiligen Jungfrau. Das Christkind welches auf Marias Schoss steht, starrt trotzig aus der Leinwand. Helnweins Jesusknabe ist Adolf Hitler.[22]

Installationen[Bearbeiten]

"Ninth November Night" Gottfried Helnwein

Zur Erinnerung an die Novemberpogrome in der Nacht des 9. November 1938 errichtete Helnwein in Köln 1988 die 4 Meter hohe und 100 Meter lange Installation Neunter November Nacht zwischen Museum Ludwig und dem Kölner Dom.
Tausende Passanten waren gezwungen, täglich an der langen Reihe überlebensgroßer Kinderfotos vorbeizugehen, die wie bei einer Selektion nebeneinander aufgereiht waren. Die Fotografien zeigten Kindergesichter, grob weiß geschminkt, die meisten von ihnen mit geschlossenen Augen. Die erste Tafel dieser Bilderwand war mit dem Schriftzug „Selektion“ versehen und auf der letzten Tafel war eine schematische Zeichnung aus einem antisemitischen Lehrbuch zu sehen, die den Unterschied zwischen der Gesäßform eines Ariers und der eines Untermenschen zeigen sollte. Die Reaktionen reichten von Betroffenheit bis hin zu Empörung, und eines Nachts wurden die Bilder von Unbekannten mit Messern zerschnitten. [23]
Es gehört zu Helnweins künstlerischer Strategie, es dem Betrachter nicht zu ermöglichen, sich seinen Werken gegenüber neutral zu verhalten. [24]

Bühnenbilder[Bearbeiten]

Seit der Zusammenarbeit mit dem österreichischen Choreographen Johann Kresnik an der choreographischen Inszenierung von Macbeth für das Heidelberger Theater 1988, hat Helnwein regelmäßig Bühnenbilder und Kostüme für Opern-, Tanz- und Theaterproduktionen entworfen.

Unter anderem: Macbeth von William Shakespeare, (Choreografie: Johann Kresnik), Volksbühne Berlin, 1995; Oedipus von Sophokles, (Choreographie: Johann Kresnik), Theater der Stadt Heidelberg, 1989; Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats dargestellt durch die Schauspielgruppe des Hospizes zu Charenton unter Anleitung des Herrn de Sade, von Peter Weiss, (Regie: Johann Kresnik), Staatstheater Stuttgart, 1989; Pier Paolo Pasolini, Testament des Körpers, (Regie: Johann Kresnik), Deutsches Schauspielhaus Hamburg, 1996; Hamletmaschine von Heiner Müller, (Regie: Gert Hof), 47. Berliner Festwochen, Berlin 1997, Muffathalle, München, 1997; The Rake’s Progress von Igor Stravinsky, (Regie: Jürgen Flimm), Hamburgische Staatsoper, 2001; Das Paradies und die Peri, Oratorium von Robert Schumann, (Regie, Choreographie: Gregor Seyffert & Compagnie Berlin), Robert-Schumann-Festival 2004, Tonhalle Düsseldorf; Der Rosenkavalier von Richard Strauss, (Regie: Maximilian Schell), Los Angeles Opera, 2005, Israeli Opera Tel Aviv, 2006; Der Ring des Nibelungen, Teil I, Das Rheingold und Die Walküre, Richard Wagner, Choreographisches Theater (Regie, Choreographie: Johann Kresnik), Oper Bonn, 2006; Der Ring des Nibelungen, Teil II, Siegfried, Götterdämmerung, Oper Bonn, 2008; The Child Dreams nach einem Theaterstück von Hanoch Levin, Komponist Gil Shohat, Israeli Opera Tel Aviv, 2010;

Ende der 1990er Jahre schrieb der argentinische Schriftsteller Rodrigo M. Malmsten das Theaterstück Kleines Helnwein, das auf Helnweins frühen Bildern verletzter Kinder basiert.[25] Die Uraufführung fand 2000 im Teatro San Martin in Buenos Aires statt.

Chronologie[Bearbeiten]

  • 1966 Erste Aktionen im kleinen Kreise, zerschneidet sich mehrmals das Gesicht und die Hände mit Rasierklingen, Holzstichwerkzeugen und Skikanten. Erste Blut – und Bandagierungsaktionen.
  • 1968 Helnwein geht mit seinem Freund Manfred Deix mehrere Tage ohne zu essen und zu schlafen zu Fuß von Venedig nach Wien.
  • 1969–1973 Studium der Malerei an der Akademie der bildenden Künste Wien. Arbeitet an einer Serie von Zeichnungen und hyperrealistischen Gemälden verwundeter und bandagierter Kinder. (Aquarelle: Unkeusches Kind, Peinlich, Gemeines Kind, Beautiful Victim, Da kräht er vor Vergnügen, der kleine Mann. Erste Ölgemälde: Mutter, Du hier?, In Erinnerung an die Tatsache, dass dieselbe Akademie 50 Jahre früher Adolf Hitler als Studenten abgelehnt hat, malt er das Bild Führer, wir danken Dir!)
  • 1970 Erste fotografische Selbstbildnisse mit Bandagen und chirurgischen Instrumenten; Fotoaktionen mit Kindern.
  • Erste Einzelausstellung Nachtgalerie im Atrium, Wien
  • Aktion Die Akademie brennt: Helnwein inszeniert mit drei Studienkollegen einen anarchistisch-theatralischen Aufstand an der Akademie der Bildenden Künste, bei dem alle Feuerlöscher aktiviert werden, unzählige eigens dafür konstruierte Farbbomben geworfen, und Fenster ausgehängt und in den Hof geworfen werden. Als der gesamte Gebäudekomplex mit künstlichem Rauch gefüllt war, brach Panik aus. Anlass für die Aktion war die Weigerung der Professorenschaft, Studentenvertretern bei den Aufnahmeprüfungen ein Mitspracherecht einzuräumen. Professoren werden eingesperrt und schwere Sachschäden angerichtet. Helnwein und seine Kollegen werden aufgegriffen. Die Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Hertha Firnberg erklärt diese Handlung jedoch zu einer politischen Aktion. Untersuchung und Verfahren werden daraufhin eingestellt.
  • 1971 Erste Aktionen in der Öffentlichkeit in Wien, oft mit Kindern – auf der Straße und in Kaffeehäusern in Wien (Aktion Sorgenkind, Aktion Hallo Dulder, Aktion Ewige Jugend, Aktion Sandra, Aktion Alt Wien).
  • In einer Ausstellung im Künstlerhaus Wien kleben Unbekannte Aufkleber mit der Bezeichnung Entartete Kunst auf die Bilder Helnweins.
  • In der Galerie D in Mödling bei Wien lässt Bürgermeister Karl Stingl bei der Eröffnung einer Ausstellung Bilder von Helnwein wegen angeblich pornografischen Inhalts durch Gendarmen beschlagnahmen[26]
  • 1972 Eine Einzelausstellung in der Galerie des Pressehauses in Wien wird wegen heftiger Proteste gegen Helnweins Arbeiten, die bis zu Streikdrohungen führten, bereits nach drei Tagen wieder abgebrochen.[27]
  • 1973 Erstes Cover für das Wiener Polit- und Kulturmagazin Profil zu dem Thema „Selbstmord in Österreich“, auf dem ein kleines Mädchen zu sehen ist, das sich die Pulsadern aufschneidet. Heftige Reaktionen in der Öffentlichkeit, viele Leser kündigen ihre Abonnements.[28]
  • 1974 Aktion Weiße Kinder mit 15 bandagierten Kindern in der Fußgängerzone Kärntner Straße in Wien.[29]
  • ZDF-Film Helnweins Sehtest, Regie: Heinz Dickmann.
  • 1981 Erste Begegnung und Beginn der Freundschaft mit dem Österreichischen Poeten H.C. Artmann.[30]
  • 1982 Die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, Fachbereich Gestaltung, bietet Helnwein einen Lehrstuhl an. Helnwein stellt als Bedingung die Freiheit, jeden ohne Aufnahmeprüfung und ohne Altersbeschränkung in die Klasse aufnehmen zu können, also auch Kinder. Da die Statuten der Hochschule dies nicht zulassen, lehnt Helnwein das Angebot ab.
  • Helnwein trifft die Rolling Stones in London, die ihm für eine Serie von Fotosessions Modell stehen.
  • Helnweins Porträt von John F. Kennedy erscheint als Titelbild von Time zum 20. Todestag des Präsidenten.
  • Helnweins Selbstporträt erscheint auf dem Cover des Albums Blackout von den Scorpions
  • 1983 Helnwein beschimpft in der Radiosendung Teestunde (ORF) den Erfinder der Neutronenbombe, Sam T. Cohen, unflätig, kritisiert das Ausbildungssystem an den Schulen und Kunsthochschulen, weist auf die hohe Zahl der Schülerselbstmorde hin und schlägt den Jugendlichen vor, der Schule einfach fernzubleiben. Die Intendanz des ORF setzt die Sendung ab.
  • 1984 ZDF und ORF produzieren gemeinsam eine Dokumentation über Gottfried Helnwein (Regie Peter Hajek). Das Filmskript basiert auf einer Idee von Gottfried Helnwein. Teile des Filmes werden in Los Angeles gedreht, wo Helnwein Muhammad Ali trifft, der in dem Film ein Sparring mit Helnweins dreijährigen Sohn Ali simuliert[31]Der Film „Helnwein“, eröffnet die Österreichwoche bei den 34. Internationalen Film Festspielen in Berlin. In der Folge erhält die Dokumentation den Adolf-Grimme-Preis, den Eduard Rhein-Preis und den Goldenen Kader der Stadt Wien.
  • 1985 Einzelausstellung in der Albertina, Wien
  • Rudolf Hausner schlägt Helnwein als seinen Nachfolger für die Leitung der Meisterklasse für Malerei an der Akademie der bildenden Künste Wien vor. Der Rektor und ein großer Teil der Professorenschaft protestieren gegen diesen Vorschlag. Nach anfänglichem Interesse lehnt Helnwein das Angebot schließlich ab und übersiedelte nach Deutschland.
  • Helnwein erwirbt Schloss Burgbrohl in der Eifel, wo er mit seiner Familie bis 1997 lebt und arbeitet.
  • 1988 Zur Erinnerung an die so genannte „Reichspogromnacht“, 1938, errichtet Helnwein in Köln die 100 Meter lange Installation Neunter November Nacht zwischen Museum Ludwig und dem Kölner Dom. Helnwein konfrontiert die Passanten mit übergroßen blassen Kindergesichtern in endlos scheinender Reihe, wie zur KZ-Selektion aufgereiht. Schon nach einigen Tagen kam es zu ersten Beschädigungen: Unbekannte schlitzen die Kinderporträts in der Höhe der Kehlen auf.[32]
  • Helnweins Plakat zu Peter Zadeks Inszenierung von Lulu von Frank Wedekind, im Hamburger Schauspielhaus löst einen Sturm der Entrüstung aus. Hamburgs Kultursenator Ingo von Münch bezeichnete das Bild als Frauenfeindlich, die Frauenbeauftragte des Hamburger Senats, Eva Rühmkorf behauptet, Helnwein hätte die Grenzen der Kunst überschritten.[34] Eine „Deutschsprachige Bürgerinitiative zum Schutz der Menschenwürde“ erstattet Strafanzeige gegen Helnwein und Zadek wegen Pornografie. Alice Schwarzer hingegen verteidigt das Plakat.[35] Der Bürgermeister des Stadt Wien, Helmut Zilk, ist von dem Plakat begeistert, und gratuliert Helnwein.[36]
  • 1990 Einzelausstellung im Musée de l'Elysée Lausanne und Außeninstallation Neunter November Nacht.
  • In Japan erscheint bei Dai Nippon eine Monographie, die das fotografische Werk Helnweins von 1970 bis 1989 zusammenfasst, Text von Toschiharu Ito.
  • Zusammenarbeit mit Marlene Dietrich an dem Buch Some Facts about Myself anlässlich des Falles der Berliner Mauer. Der Essay, der dem Buch den Titel gab, war der letzte Text, den Marlene Dietrich in ihrem Leben geschrieben hat.[38]
  • 1994 Helnwein kuratiert und organisiert die erste Museumsausstellung des Disney-Zeichners Carl Barks, dem Schöpfer Entenhausens und etlicher seiner Einwohner. Die Retrospektive mit dem Titel Und die Ente ist Mensch geworden – Das zeichnerische Werk von Carl Barks wird zwischen 1994 und 1998 in 10 Museen gezeigt und von mehr als 400.000 Menschen gesehen.[39]
  • Er gestaltete für Rammstein 6 Coverbilder, welche je ein Bandmitglied zeigt, für das Album Sehnsucht.
  • 1997 Helnwein übersiedelt mit seiner Familie nach Irland und erwirbt ein Schloss in der Grafschaft Tipperary, wo er seitdem lebt und arbeitet.
  • 1998 Der Kölner Sammler Leo Fritz Gruber schenkt dem Museum Ludwig in Köln Helnweins fotografischen Zyklus Poems, der 1999 in der Ausstellung Augenblick und Endlichkeit das erste Mal gezeigt wurde.
  • In den 1990er Jahren führte seine Unterstützung der Scientology-Kirche zu öffentlichen Diskussionen. [41] Helnwein versucht erfolglos, das Erscheinen eines Buches zu verhindern, das seine Verbindung zu Scientology dokumentierte.[42] Nach Angaben von Michael Rinder, dem damaligen Leiter der Scientology-Einheit Office of Special Affairs, war Helnwein im Jahr 2000 Mitglied der Scientology-Kirche.[43]
  • Helnwein klagt vor Gericht gegen Jeanette Schweitzer, eine Ex-Scientologin, die behauptet, „der österreichische Künstler bezeichne sich selbst als Geistlicher, und zerstöre durch Zwangshypnose die Psyche von Menschen, um sie unter seine Bewusstseinskontrolle zu stellen“. Er gewinnt in erster Instanz vor dem Landgericht Frankfurt, durch das Urteil der 3. Zivilkammer vom 24. Mai 1995, in welchem die Beklagte aufgefordert wird, es zu unterlassen, diese Behauptungen aufzustellen und zu verbreiten. Auf die Berufung der Beklagten wird das erstinstanzliche Urteil vom OLG Frankfurt am 20. Juni 1996 in einem Punkt bestätigt und in drei weiteren Punkten aufgehoben und zurückgewiesen. Helnwein reicht daraufhin eine Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe ein. Am 10. November 1998 entscheiden die sieben Richter des Ersten Senates des Bundesverfassungsgerichts einstimmig, der Beschwerde Helnweins stattzugeben und das Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main wieder aufzuheben und an das Oberlandesgericht Frankfurt zurückzuverweisen. [44]. Am 24. August 2000 erklären Helnweins Anwälte die Rücknahme der Klage vor dem Oberlandesgericht Frankfurt.[45]
  • 2000 Ausstellungen im San Francisco Museum of Modern Art und im Los Angeles County Museum of Art.
  • 2001 gestaltet er für die Hamburgische Staatsoper das Bühnenbild für die Oper „The Rake’s Progress“ von Igor Strawinsky, Regie: Jürgen Flimm.
  • 2002 etabliert er ein Atelier in Los Angeles.
  • Helnwein erhält die irische Staatsbürgerschaft.
  • Am 3. Dezember 2005 heiratet Marilyn Manson seine langjährige Freundin Dita Von Teese (bürgerlicher Name: Heather Renée Sweet). Die Zeremonie findet in Gottfried Helnweins irischem Schloss statt. Getraut wird das Paar von dem surrealistischen Schriftsteller und Filmregisseur Alejandro Jodorowsky, Helnwein ist Trauzeuge. Musikalisch begleitet wird der Abend von Max Raabe und seinem Palastorchester, und die Vogue berichtet exklusiv über das Ereignis in ihrer Februar-Ausgabe 2006 unter dem Titel The bride wore purple[53].
  • 2006 Face it Einzelausstellung im Lentos Museum of Modern Art Linz [54]
Helnwein Lentos Museum
  • 2007 Am 17. Mai 2007 eröffnet The Virtual Museum of Art[57] in Second Life mit einer Helnwein-Ausstellung. Das VMOA ist das erste virtuelle Museum, das dem Lebenswerk eines Künstlers gewidmet ist.[58] Gottfried Helnwein hat bei der Gestaltung des Museums selbst mitgewirkt.
  • Helnwein kuratiert und organisiert, zusammen mit dem deutschen Comic-Experten Carsten Laqua, die erste große Carl Barks-Retrospektive in Österreich im Karikaturmuseum Krems. Die Ausstellung Donald Duck… Und die Ente ist Mensch geworden – Das zeichnerische und poetische Werk von Carl Barks wird von etwa 100.000 Besuchern gesehen [59].
  • 2008 Anlässlich des Inzestfalles Josef Fritzl im April 2008, der weltweit für Aufregung sorgt, schreibt die Süddeutsche Zeitung: „Das Verlies von Amstetten berührt auch etwas im Innersten der Österreicher, ihre dunkle Seite, die sich spiegelt in den Gedichten ihrer Autoren. Und in den Bildern von Gottfried Helnwein, wo Menschen zu sehen sind, denen Gabeln in die Augen gedrückt werden. Oder Mädchen, denen das Blut die Beine herunterläuft. Helnweins Bilder sind Albträume, sie handeln von Verliesen in den Köpfen…“[60]
  • 2009 Helnwein – Die Stille der Unschuld, ein Film von Claudia Schmid (116 Min.), wurde als Beitrag für das 24. Internationale Münchner Dokumentarfilmfestival 2009 ausgewählt [61].
  • 2010 - Helnwein ist für die visuelle Gestaltung der Oper The Child Dreams verantwortlich, die auf einem Theaterstück des israelischen Schriftstellers Hanoch Levin basiert, Komponist ist Gil Shohat, die Uraufführung fand in der Israeli Opera Tel Aviv statt. Zur gleichen Zeit wurde vor dem Opernhaus Helnwein's Installation Selektion (Neunter November Nacht) das erste Mal in Israel gezeigt [62].
  • 2011 - Die Galerie Rudolfinum in Prague stellt im Zentrum der Ausstellung Undeniable Me Gerhard Richters 48 Portraits Gottfried Helnweins gleichnamigem Bilderzyklus das erste Mal gegenüber[63].
Helnwein und Richter in Prag
  • 2013 - Retrospektive in der Albertina in Wien. Die Ausstellung wird von 250.000 Menschen gesehen und ist damit die erfolgreichste Ausstellung eines zeitgenössischen Künstlers in diesem Museum [64], [65], [66].

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1971: Künstlerhaus Wien, „Zoetus“ Gruppenausstellung
  • 1972: Galerie im Pressehauses, Wien, Einzelausstellung
  • 1979: Albertina, Wien, Einzelausstellung
  • 1979: Galleria Bon à Tirer, Milano, Einzelausstellung
  • 1981: Baumgartner Galleries, Washington, Einzelausstellung
  • 1982: Galerie Lucien Bilinelli, Brüssel, Einzelausstellung
  • 1983: Stadtmuseum München, Einzelausstellung
  • 1983: Kunsthalle Darmstadt, “Köpfe und Gesichter” Gruppenausstellung
  • 1984: Museum moderner Kunst in Wien, „1984 – Orwell und die Gegenwart“, Gruppenausstellung
  • 1985: Albertina, Wien, „Gottfried Helnwein – Arbeiten von 1970–1985“, Einzelausstellung
  • 1986: Freie Volksbühne Berlin, Einzelausstellung
  • 1987: Musée d’Art Moderne et Contemporain de Strasbourg, „Der Untermensch – Gottfried Helnwein, Self-Portraits 1970–1987“, Einzelausstellung
  • 1987: Kunsthalle Bremen, „Der Untermensch“, Installation und Performance
  • 1987: Leopold-Hoesch-Museum, Düren, Einzelausstellung
  • 1987: Villa Stuck, München, Einzelausstellung
  • 1987: Kunstforum Länderbank, Wien, „Die lädierte Welt – Realismus und Realismen in Österreich“, Gruppenausstellung
  • 1987: Museum für Fotografie und Zeitkunst, Bremen, Einzelausstellung
  • 1989: Museum Folkwang, Essen, Einzelausstellung
  • 1989: Torino Fotografia ’89 Biennale Internazionale, gemeinsame Ausstellung mit Clegg & Guttmann und David Hockney.
  • 1990: Musée de l’Elysée, Lausanne, Einzelausstellung
  • 1990: Kunstverein Ludwigsburg, Einzelausstellung
  • 1990; Museum St. Ingbert, St. Ingbert, Einzelausstellung und Außeninstallation „Neunter November Nacht“
  • 1991: Niederösterreichisches Landesmuseum, Minoritenkirche, Krems, Einzelausstellung und Installation “Kindskopf”
  • 1991: Galerie Koppelmann in Köln, „48 Portraits“, Einzelausstellung
  • 1992: Stadtmuseum München, „Faces“, Einzelausstellung
  • 1992: Goethe-Institut, Centre culturell allemand, Paris, Einzelausstellung
  • 1992: Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern, Einzelausstellung
  • 1992: Stiftung Fiecht in Österreich, „Aktion-Reaktion – Rainer, Nitsch, Brus und Helnwein“
  • 1992: Kunstmuseum Thun, Thun, Einzelausstellung
  • 1992: Modernism Gallery, San Francisco, Einzelausstellung
  • 1992: IV. PaperArt, Internationalen Biennale der Papierkunst, Leopold-Hoesch-Museum in Düren, Installation
  • 1993: Ludwig Forum für Internationale Kunst, Aachen „Künstlerportraits“, Gruppenausstellung
  • 1993: Josef Albers Museum, Quadrat Bottrop, Moderne Galerie, Einzelausstellung
  • 1993: Rheinischen Landesmuseum in Bonn, Einzelausstellung
  • 1994: Städtischen Museum in Schleswig, Einzelausstellung
  • 1994: Centre International d'Art Contemporain de Montréal, Quebec, Einzelausstellung
  • 1994: Mittelrhein-Museum Koblenz, Koblenz, Einzelausstellung
  • 1994: Kunstverein Augsburg, „Das Jahrzehnt der Malerei, Werke aus der Sammlung Schömer“, Gruppenausstellung
  • 1995: Houston Center for Photography, „Faces“, Einzelausstellung
  • 1995: Museum Ludwig Köln, „Celebrities – Celebrities“, Photographische Portraits aus der Sammlung Gruber im Museum Ludwig, Gruppenausstellung
  • 1995: Ludwig Museum Schloss Oberhausen, „Versuche zu trauern, Meisterwerke aus dem Besitz der Sammlung Ludwig, von der Antike bis heute“, Gruppenausstellung
  • 1995: Phoenix Museum of Art in Arizona; Contemporary Arts Center in Cincinnati, Ohio; Lakeview Museum of Arts and Sciences in Peoria, Illinois; Nexus Contemporary Arts Center in Atlanta, Georgia; Rock and Roll Hall of Fame and Museum in Cleveland, Lowe Art Museum, University of Miami, „It’s only Rock ‚n’Roll – Rock and Roll Currents in Contemporary Art“, Gruppenausstellung
  • 1996: Kunstmuseum Otaru, Japan, Einzelausstellung
  • 1996: Eröffnung des Museum Ludwig in Peking, Gruppenausstellung
  • 1996: San Francisco Museum of Modern Art, „Photographic Works from the Collection of the Museum“, Gruppenausstellung
  • 1997: Staatlichen Russischen Museum Sankt Petersburg, Einzelausstellung
  • 1998: Wäinö Aaltonen Museum in Turku, Finnland, Einzelausstellung
  • 1998: Kent Gallery, New York, „A Delicate Balance“, Gruppenausstellung, kuratiert von Jerry Kearns
  • 1998: Exit Art, New York, „Choice“, Junge Künstler stellen das erste Mal aus – ausgewählt von Ida Applebrook, Damien Hirst, Cindy Sherman, und Gottfried Helnwein
  • 1998: Ludwig Museum, Schloss Oberhausen, „Götter, Helden und Idole“, Gruppenausstellung
  • 1999: Modernism Gallery, San Francisco, „20 Years of Modernism, Modern Masters and Contemporary Art“, Gruppenausstellung
  • 1999: Niederösterreichisches Landesmuseum, Dominikanerkirche, Krems, „Apokalypse“, Einzelausstellung und Rauminstallation
  • 1999: Ansel Adams Center, San Francisco, „Innovation/Imagination: 50 years of Polaroid Photography“, Gruppenausstellung
  • 2000: Achim Moeller Fine Art, New York, „Cross Currents in Modern Art – Tribute to Peter Selz“, Gruppenausstellung
  • 2000: Los Angeles County Museum of Art, „Ghost in the Shell, Photography and the Human Soul, 1850–2000“, Gruppenausstellung
  • 2000: San Francisco Museum of Modern Art, „The Darker Side of Playland: Childhood Imagery from the Logan Collection“, Gruppenausstellung
  • 2000: Robert Sandelson Gallery, London, Einzelausstellung
  • 2000: Museum Ludwig Köln, „Augenblicke und Endlichkeit – Das von der Photographie geprägte Jahrhundert“. 40 wichtige Photographen des zwanzigsten Jahrhunderts, Sammlung Gruber, Gruppenausstellung
Helnwein "Poems"
  • 2001: Josef-Haubrich-Kunsthalle, Köln, „Berliner Mauer – Kunst für ein Europa im Aufbruch“, Gruppenausstellung
  • 2001: Museum Moderner Kunst, Oostende, Belgien, „Between Earth and Heaven, New Classical Movements in the Art of Today“, Installation
  • 2001: Arkansas Arts Center, Little Rock, „Magic Vision“, Gruppenausstellung
  • 2001: Albertina und Museum der Bildenden Künste, Budapest, „Austrian Artists now“, Gruppenausstellung
  • 2001: Kilkenny Arts Festival, Irland, Butler House, Einzelausstellung und Installation
  • 2002: San Jose Institute of Contemporary Art, „Portrait Obscured“, Gruppenausstellung
  • 2002: Museum Kunst der Gegenwart Sammlung Essl, Klosterneuburg, „In the Blink of an Eye – Photo Art“ (Augenblick – Fotokunst), Gruppenausstellung
  • 2002: Kunstmuseum Stuttgart, „Meisterwerke der Fotografie: Face to Face. Portraitfotografie aus der Sammlung der DG-Bank“, Gruppenausstellung
  • 2003: Freie Volksbühne, Berlin, „The Golden Age of Grotesque“, Ausstellung und Performance mit Marilyn Manson
  • 2003: Museum of Tolerance, Simon Wiesenthal Center, Los Angeles, „Neunter November Nacht“, Dokumentation über die Installation „Neunter November Nacht“ und die Themen Gewalt, Faschismus und Holocaust im Werk von Gottfried Helnwein.
  • 2003: Modernism Gallery, San Francisco, „Paradise Burning“, Einzelausstellung
  • 2003: Regina Miller Gallery, Purnell Center of the Arts, The Carnegie Mellon University, The University of Arizona Museum of Art, Tucson, Western Washington University, Western Gallery, Arthouse at the Jones Center, Austin, Contemporary Arts Center New Orleans, „Comic Release – Negotiating Identity for a new Generation“, Gruppenausstellung
  • 2004: Fine Arts Museums of San Francisco, Palace of the Legion of Honor, „The Child – Works by Gottfried Helnwein“, Einzelausstellung
  • 2004: Zentrum für Kunst und Medientechnologie, Karlsruhe, „Meisterwerke der Medienkunst aus der ZKM-Sammlung“, Gruppenausstellung
  • 2004: Crawford Municipal Art Gallery in Cork, Irland, „Irish and other Landscapes“, Einzelausstellung
  • 2005: Museum of Modern Art – Ostend, Belgien, „Soul“, Installation
  • 2005: Museum Ludwig, Schloss Oberhausen und Wilhelm-Busch-Museum, Hannover, „Beautiful Children“, Einzelausstellung
  • 2005: The University of Denver's Victoria H. Myhren Gallery, Denver Art Museum, „In Limbo – from the collection of Kent and Vicki Logan and the Denver Art Museum“, Gruppenausstellung
  • 2005: The Katherine K. Herberger College of Fine Arts at Arizona State University, „The other Mainstream – Selections from the Collection of Mikki and Stanley Weithorn“, Gruppenausstellung
  • 2005: Kunsthalle Wien und Kunstforum Wien, „Superstars: Zum Prinzip Prominenz in der Kunst. Von Warhol bis Madonna“, Gruppenausstellung
  • 2005: Museo de Arte Contemporáneo de Monterrey Mexiko, „Austrian Contemporary Art and Post-War Painting – The Essl Collection“, Gruppenausstellung
  • 2006: Lentos Museum of Modern Art, Linz, „Face it“, Einzelausstellung
  • 2006: Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Innsbruck, „Figur und Wirklichkeit: Wie Österreichs Maler die Welt verwandeln“, Gruppenausstellung
  • 2006: The Eleventh International Biennial of Photography and Photo-Related Art, Mackey Gallery, Houston, Einzelausstellung
  • 2006: 21c Museum, Louisville, Kentucky, „Looking Now“, Gruppenausstellung
  • 2006: The Denver Art Museum, „Radar, The Kent and Vicki Logan Collection“, Gruppenausstellung
  • 2006: Modernism Gallery San Francisco, „Los Caprichos“, Einzelausstellung
  • 2006: Galeries nationales du Grand Palais, Paris, The Montreal Museum of Fine Arts, „Il était une fois Walt Disney“, Gruppenausstellung
  • 2006: Fenton Gallery, Cork, Ireland, Einzelausstellung
  • 2006: Hunsaker/Schlesinger Fine Art, Bergamot Station, Santa Monica, „The Likeness“, Gruppenausstellung
  • 2006: Temple Bar Gallery, Dublin, „A Moment in Time“, a critical exploration of contemporary painting by international and Irish artists, Gruppenausstellung
  • 2007: Fine Arts Museums of San Francisco, „Rembrandt to Thiebaud: A Decade of Collecting Works on Paper“, Gruppenausstellung
  • 2007: The Dayton Art Institute, „Life as a Legend“, Gruppenausstellung
  • 2007: Kunst der Gegenwart – Essl Museum, „Passion for Art – 35 Jahre Essl Museum“, Gruppenausstellung
  • 2007: Ludwig Museum Budapest, Museum of Contemporary Art, „Concept Photography – Dialogues & Attitudes“, Gruppenausstellung
  • 2007: The Virtual Museum of Art in Second Life, Eröffnung, Retrospektive
  • 2007: Stadtgalerie, Leibnitz, Einzelausstellung
  • 2007: Fotoforum West, Innsbruck, Einzelausstellung.
  • 2007: Modernism Gallery San Francisco, "The Disasters of War, Part I", Einzelausstellung
  • 2007: Fotomuseo, National Museum of Photography, Bogotá, Fotográfica Bogotá
  • 2007: Waterford Greyfriars Municipial Art Gallery, Ireland, "Angels Sleeping", Einzelausstellung
  • 2007: Cressman Center Gallery, University of Louisville, "Body Anxious"
  • 2007: Fine Arts Museums of San Francisco, De Young, "Rembrandt to Thiebaud: A Decade of Collecting Works on Paper."
  • 2008: Natalie and James Thompson Art Gallery, San Jose State University, "I Walk Alone", Einzelausstellung
  • 2008: Staatliche Galerie Rudolfinum, Prag, "Modern Sleep", Einzelausstellung
  • 2009: Alpen-Adria Galerie/Stadtgalerie, Klagenfurt, "Die frühen Werke 1972–1992", Einzelausstellung
  • 2009: Albertina, Wien, "Kunst nach 70"
  • 2009: Modernism Gallery, San Francisco, "The Disasters of War, Part II", Einzelausstellung
  • 2009: Friedman Benda Gallery, New York, Einzelausstellung
  • 2009: Albertina, Wien, Body and Language – Sieben Künstler mit Werken aus der Sammlung der Albertina
  • 2009: Albertina, Wien, Meisterwerke der Moderne – Aus der Sammlung der Albertina und der Sammlung Batliner
  • 2010: "Ninth November Night", Installation, Tel Aviv, Israel [67]
  • 2010: Friedman Benda Gallery New York, "I was a Child", Einzelausstellung
  • 2011: Sacramento Art Museum, California, "Inferno of the Innocents", Einzelausstellung
  • 2012: Museo Nacional De San Carlos, Mexico City, "Faith, Hope and Charity", Einzelausstellung
  • 2012: Galería Hilario Galguera, "Song of the Aurora", Einzelausstellung
  • 2013: Preiss Fine Arts, Wien, "Black Mirror"
  • 2013: Albertina Museum, Wien, Retrospektive

Preise und Stipendien[Bearbeiten]

  • 1970 Meisterschulpreis, Akademie der bildenden Künste Wien
  • 1971 Kardinal-König-Preis
  • 1974 Theodor-Körner-Preis
  • 1984 Adolf-Grimme-Preis für den Film „Helnwein“ (ZDF/ORF)[67]
  • 2005 Doppel-Platin-Schallplatte für das Cover Artwork von "Sehnsucht", Rammstein[68]
  • 2006 Ehrung Helnweins durch die Stadt Philadelphia für seinen künstlerischen Beitrag, die Erinnerung an den Holocaust wachzuhalten[69]
  • 2006 Landeshauptmann Erwin Pröll ernennt Gottfried Helnwein zum Ehrenbotschafter Niederösterreichs[70]
  • 2007 "Goose Egg Nugget Award" der Carl-Barks-Society, für den bedeutenden künstlerischen Beitrag zum Vermächtnis des Comic-Künstlers Carl Barks[71]
  • 2009 Steiger Award für Kunst [72]

Zitate[Bearbeiten]

Helnwein am Life Ball 2013
  • „Von Donald Duck habe ich mehr gelernt als von allen Schulen, in denen ich war.“
    Gottfried Helnwein
  • „Die Funktion des Künstlers besteht darin, die Erfahrung eines überraschten Erkennens wachzurufen: dem Betrachter zeigen, was er weiß, von dem er aber nicht weiß, dass er es weiß. – Helnwein ist ein Meister dieses überraschten Erkennens.“
    William S. Burroughs [73]
  • „Wie hält ein freundlicher Mensch wie Helnwein es aus, seine exzellente Malerei zum Spiegel der Schrecken des Jahrhunderts zu machen? Oder hält er es einfach nicht aus, das nicht zu tun? Reflektiert sein Spiegel nur die Jahrhunderthaltung, LIEBER EIN SCHRECKEN OHNE ENDE ALS EIN ENDE MIT SCHRECKEN, die aus der Überbewertung des Todes kommt, Folge seiner Tabuierung durch Statistik. Perseus, der die Gorgo im Spiegel guillotiniert, und wenn der Kopf fällt, ist es der eigene. Wieviele Köpfe hat ein Mensch / Mann in unserem Zeitalter der Spiegel?“
    Heiner Müller[74]
  • „Die stärksten Bilder die sich mit dem Themen Nationalsozialismus und Holocaust beschäftigen, stammen von Anselm Kiefer und Gottfried Helnwein.
    William Burroughs hat gesagt, dass die Amerikanische Revolution in den Büchern und in der Musik beginnt. Dazu können wir möglicherweise die Bildende Kunst hinzufügen. Und Helnweins Kunst könnte über die Kapazität verfügen, Veränderung zu initiieren, indem sie den Deckmantel der political correctness durchstößt, und die der Kunst innewohnende primitive Geste wieder zurückerobert.“

    Mitchell Waxman, Jewish Journal, Los Angeles (Juli, 2004)[75]
  • „Helnwein ist mein Mentor. Sein Kampf für den freien Künstlerischen Ausdruck und seine Haltung gegen jede Form von Unterdrückung sind die Gründe warum ich ihn als künstlerischen Partner ausgesucht habe. Ein Künstler, der nicht provoziert, bleibt unsichtbar. Kunst, die keine starken Emotionen auslöst, ist bedeutungslos. Helnwein hat das verinnerlicht.“
    Marilyn Manson[76]
  • „Wenn man in der österreichischen bildenden Kunst der letzten fünfzig Jahre jemanden als Star bezeichnen möchte, dann kommt, unter Berücksichtigung aller Kennzeichen, nur einer in Betracht: Gottfried Helnwein.“
    Stella Rollig, Direktorin des Lentos Museum of Modern Art Linz[77]
  • „In den siebziger Jahren war die Welt noch in Ordnung: Da hat man gewusst, es gibt die Linken, die Liberalen, es gibt die, die für eine multikulturelle Gesellschaft sind, und die, die gegen Ausländer sind. Und man hat gewusst: Das andere Lager, das sind die Nazis, die Rechten, die Spießer. Das ist jetzt vorbei. Im Moment bricht alles zusammen, die Glaubenssysteme, die Werte, die Grenzen – alles verändert sich.“
    Gottfried Helnwein in der Zeitschrift profil (9/06)

Literatur (Auswahl)[Bearbeiten]

Filme[Bearbeiten]

  • Helnweins Sehtest, Ein Maler sucht sein Publikum. Dokumentation, Deutschland, 1974, 45 Min., Buch und Regie: Heinz Dieckmann, Produktion: ZDF, [68]
  • Helnwein. Dokumentation, Österreich, 1984, 45 Min., basierend auf einer Idee von Gottfried Helnwein, Buch und Regie: Peter Hajek, Produktion ORF und ZDF, Premiere: 34. Internationale Filmfestspiele Berlin 1984. Mitwirkend: Muhammad Ali. Der Film wird mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet, dem Eduard-Rhein-Preis und dem Goldenen Kader der Stadt Wien für hervorragende Kameraarbeit, [69]
  • Neunter November Nacht. Eine Dokumentation über Gottfried Helnwein und seine Installation zur Erinnerung an die Reichskristallnacht zwischen Kölner Dom und Museum Ludwig, USA, 2003, 23 Min., Buch: Gottfried Helnwein und Henning Lohner, Regie: Henning Lohner, Kommentatoren: Sean Penn, Maximilian Schell, Jason Lee, Premiere: Museum of Tolerance, Simon Wiesenthal Center, Los Angeles, 10. November 2003. [70].
  • Doppelherz. Musikvideo, USA, 2003, 25 Min., ein Film von Marilyn Manson, Art Director: Gottfried Helnwein, Location: Studio Helnwein, Los Angeles, Bonus DVD des Albums The Golden Age of Grotesque, [71]
  • Gottfried Helnwein, ein Porträt. Dokumentation, Österreich, 2006, 45 Min., Buch und Regie: Claudia Teissig, Produktion: ORF, 3sat, Erstsendung: 3. Mai 2006, Inhaltsangabe von 3sat
  • Gottfried Helnwein – Die Stille der Unschuld, Dokumentarfilm über Gottfried Helnwein, Claudia Schmid, Deutschland, 2009, 116 Min. Deutscher Kinostart: 17. Juni 2010, [72].
  • Gottfried Helnwein and the Dreaming Child, Dokumentation über Gottfried Helnweins Arbeit an der Visualisierung von Hanoch Levins Stück The Child Dreams für die Israeli Opera in Tel Aviv. Lisa Kirk Colburn, Red Fire Film, USA, 72 Min, 2011. [73].

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gottfried Helnwein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Akademie: Helnwein als Professor - ein Schock?’’, Herbert Hufnagel, Kurier, Wien, 13. Februar 1985 [1]
  2. Peter Gorsen, emer. o.Univ.-Prof. Dr. phil., Universität für angewandte Kunst Wien, Institut für Kunstwissenschaften, Kunstpädagogik und Kunstvermittlung[2]
  3. Peter Gorsen, „Gottfried Helnwein, der Künstler als Aggressor und vermaledeiter Moralist“, Albertina, Wien, 1985[3]
  4. Robert Flynn Johnson, „The Child – Works by Gottfried Helnwein“ Essay, Fine Arts Museums of San Francisco, 2004 [4]
  5. „The Child – Works by Gottfried Helnwein“, Fine Arts Museums of San Francisco, 31. Juli — 28. November 2004[5]
  6. „The Child“ – Works by Gottfried Helnwein, Summary of reviews and texts, Fine Arts Museums of San Francisco, 2004 [6]
  7. Peter Gorsen, „Die Verwandlungskunst des Doppelgängers – zum Selbstbildnis bei Gottfried Helnwein“, Der Untermensch, Edition Braus, Heidelberg, 1988[7]
  8. Gregory Fuller, „Endzeitstimmung – Düstere Bilder in Goldener Zeit“, DuMont, Buchverlag, Köln, 1994 [8]
  9. Klaus Albrecht Schröder, „Das Vordergründige ist das Abgründige – Helnweins Beitrag zu einer Hagiographie des 20. Jahrhunderts“, Die lädierte Welt“ – Realismus und Realismen in Österreich, Kunstforum, Wien, 1987[9]
  10. Moritz Wullen, Leiter des Referats für Ausstellungen der der Staatlichen Museen zu Berlin, Black Box – Der schwarze Innenraum des melancholischen Bewusstseins in der Bilderwelt des 20. Jahrhunderts, Ausstellungskatalog Melancholie – Genie und Wahnsinn in der Kunst, Neue Nationalgalerie, Berlin, Galeries nationales du Grand Palais, Paris, 2006 [10]
  11. Roland Recht, „Les Autoportraits de Gottfried Helnwein: Une imagerie de la terreur“, „Der Untermensch“, Gottfried Helnwein, Selbstportraits 1970–1987, Musée d’Art Moderne, Strasbourg, 1987 [11]
  12. Peter Gorsen: Der Künstler als Märtyrer – Die suggestiven Bildmontagen Gottfried Helnweins. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 8. April 1987
  13. Peter Selz, „Helnwein – The Artist as Provocateur“, Helnwein, Monografie, The State Russian Museum, St. Petersburg, Palace Edition, 1997[12]
  14. Gottfried Helnwein, Erinnerungen an Entenhausen, ZEIT-magazin, 12. Mai 1989 [13]
  15. Klaus Honnef, „Die Subversive Kraft der Kunst – Gottfried Helnwein – Ein Konzeptkünstler vor der Jahrtausendwende“, „Helnwein“, Monografie zur Retrospektive im Staatliches Russisches Museum St. Petersburg, Palace Edition, 1997
  16. The Julia Pascal Archive, The Borthwick Institute for Archives, The University of York, 2005 (PDF)
  17. Julia Pascal, „Nazi Dreaming“, New Statesman, UK, 10. April 2006
  18. SFMOMA „explores The Naughty and the Nice“, Third Logan Rotation Probes the Darker Side of Playland, Press Release, July 17, 2000 [14]
  19. Peter Selz, „Helnwein – The Artist as Provocateur“, Helnwein, Monografie, The State Russian Museum, St. Petersburg, 1997
  20. Gottfried Helnwein, „Lebensunwertes Leben“, offener Brief an den NS-Euthanasiearzt Heinrich Gross, Profil, Wien, 1979 [15]
  21. Mitchell Waxman, „Helnwein Epiphany“, Jewish Journal, Los Angeles, 2004
  22. Julia Pascal, „Nazi Dreaming“, New Statesman, UK, 10. April 2006
  23. Roland Mischke, „Äfflinge und Tschandalen“, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11. Oktober 1988 [16]
  24. Peter Pachnike und Gisela Vetter-Liebenow, „Gottfried Helnwein – Beautiful Children“, Einzelausstellung, Ludwig Museum Schloss Oberhausen und Wilhelm Busch Museum Hannover, 2005
  25. Rodrigo M. Malmsten: Kleines Helnwein, (offizielle Website)
  26. Gerd Winkler, Gerd Winklers Kunstwetterlage, „Ogottogott!“, Pardon, 1. September 1972[17]
  27. „Falk zwingt Kunst raus – Helnwein-Ausstellung abgebrochen“, Profil, Wien, 10. Oktober 1972[18]
  28. Oskar Bronner, „Grenzen in diesem Land gesprengt“, Profil, Wien, 31. Mai 1999[19]
  29. Erwin Melchart, „Der Schock, der aus dem Alltag reißt“, Kronen Zeitung, Wien, 10. November 1974[20]
  30. H.C. Artmann, „einer erstellt die summe seiner beobachtungen in dieser welt der patzer und dämonen“, Helnwein, Monographie, Orac Pietsch Verlag, Wien, 1981
  31. „Muhammad Ali kisses Ali Helnwein“, Pressestimmen zu Helnwein, dem Film von Peter Hajek, ORF/ZDF, 1984[21]
  32. Roland Mischke: Äfflinge und Tschandalen. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11. Oktober 1988[22]
  33. Rolf Michaelis: Die Kieler Affäre – in mörderischen Tänzen. Die Zeit, 19. Februar 1988[23]
  34. Kränkendes Überweib. Der Spiegel, 15. Februar 1988[24]
  35. Dagmar Deckstein, „Unter Alices Schutzmantel“, Stuttgarter Zeitung, 19. Februar 1988[25]
  36. Ein Brief von Helmut Zilk, Bürgermeister der Bundeshauptstadt Wien, 15. Februar 1988[26]
  37. Roland Gross: Zeichenopfer. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16. November 1989[27]
  38. Helnwein, Dietrich: Some Facts about Myself. Edition Cantz, Stuttgart, 1990, ISBN 3-89322-226-X[28]
  39. Wer ist Carl Barks, Katalog zur Retrospektive Und die Ente ist Mensch geworden – das zeichnerische Werk von Carl Barks, Neff Verlag, 1993, ISBN 3-8118-5341-4[29]
  40. Lothar Deeg: Ein Mädchenkopf für Sankt Petersburg. Kölner Stadt Anzeiger, 10. October 1996[30]
  41. Peter Reichelt: Helnwein and Scientology (H A S): Lies and Treason. 1997 [31].
  42. Peter Reichelt: Helnwein und Scientology – Lüge und Verrat – Eine Organisation und ihr Geheimdienst, Mannheim 1997, 489 Seiten, ISBN 3-923801-93-9; Helnwein hat gegen zahlreiche Aussagen dieses Buches am 7. Juli 1997 beim Landgericht Berlin (16 O 407/97) eine einstweilige Verfügung beantragt. Am 14. Juli 1997 hat er diesen Antrag zurückgenommen.
  43. http://www.pewid.ch/SCI/mark2.html, abgerufen 15. August 2009
  44. Bundesverfassungsgericht, Beschluß des Ersten Senats vom 10. November 1998,1 BvR 1531/96, www.helnwein.com [32]
  45. Pressemitteilung, Dr. Kersten Roook, Rechtsanwälte Grams und Weber, Bielefeld, 2. Februar 2000, www.helnwein.de [33]
  46. Christoph Dallach, Jörg Böckem: Ich bin Amerikas Alptraum, Interview mit Marilyn Manson, Der Spiegel, 5. Mai 2003[34]
  47. Nothing/Interscope Records, Marilyn Manson, „The Golden Age of Grotesque“, 13. Mai 2003[35]
  48. „The Making of Marilyn Manson's mOBSCENE-Video“, Henry Ford Theater, Los Angeles, 10. April 2003[36]
  49. Installation and Performance with Marilyn Manson, Volksbühne Berlin, 15. April 2003, www.helnwein.net[37]
  50. Kenneth Baker, Chronicle Art Critic: Dark and detached, the art of Gottfried Helnwein demands a response, San Francisco Chronicle, August 9, 2004 [38]
  51. Mark Swed: Strange but True, Los Angeles Times, 31. Mai 2005[39]
  52. Gottfried Helnwein – Beautiful Children, Ludwig Museum Schloss Oberhausen, Ruhr-Guide.de, [40]
  53. Hamish Bowles: The bride wore purple, Vogue, 14. February 2006[41]
  54. Julia Pascal: Nazi Dreaming. New Statesman, London, 10. April 2006[42]
  55. Thomas Kliemann: Tanz der Todesengel und der Kampf ums Gold, General-Anzeiger, 9. December 2006[43]
  56. Jochen Schmidt: Kresnik choreografiert den Ring, Die Welt, 18. February 2008 [44]
  57. Virtual Museum of Art, Website[45]
  58. Link zu Second Life, Virtual Museum of Art[46].
  59. Martin Lhotzky: Ehrt Eure großen Meister, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 5. Juni 2007 [47]
  60. Sueddeutsche Zeitung, "Vor einem Abgrund", Holger Gertz, 29. April 2008 [48]
  61. Helnwein – Die Stille der Unschuld, ein Film von Claudia Schmid, (Deutschland 2009, 116 Min.) Deutscher Kinostart: 17. Juni 2010 [49], Das Transkript [50]
  62. The Israeli Opera, Helnwein's Realization for the Opera The Child Dreams, www.helnwein.com [51]
  63. Installation 48 Portraits, Gottfried Helnwein and Gerhard Richter at Galerie Rudolfinum, Prague, www.helnwein.com [52]
  64. Madonna mit dem Kind und der SS, Berliner Zeitung, Arno Widmann, 6. Oktober 2013 [53]
  65. Retrospective at the Albertina Museum, www.helnwein.com [54]
  66. Helnwein", Albertina Retrospektive, Hatje Cantz, 2013, [55]
  67. „Helnwein“ – Der Film, ZDF/ORF, Regie: Peter Hajek, Premiere: 34.Berliner Filmfestspiele [56].
  68. Rammstein Album "Sehnsucht" released with 6 different covers by Gottfried Helnwein, 2003 [57].
  69. Resolution of the city council of Philadelphia, No. 060769, 19. Oktober 2006, [58].
  70. Erwin Pröll: "Helnwein hat blau-gelbes Blut in seinen Adern", Kurier, Brigitte R. Winkler, 25. Juni 2007 [59].
  71. "Goose Egg Nugget Award 2007, in Recognition of Significant Artistic Contributions to the Disney Duck Genre and the Carl Barks Legacy". [60].
  72. Verleihung des Steiger Awards 2009, Jahrhunderthalle Bochum, 28. März 2009 [61].
  73. William Burroughs, „Helnwein's work“, Lawrence, Kansas, October 1990[62].
  74. Heiner Müller, „Black Mirror“, Helnwein – Der Untermensch, Edition Braus, Heidelberg, 1988, ISBN 3-925835-07-5[63]
  75. Mitchell Waxman, „Helnwein Epiphany“, The Jewish Journal, Los Angeles, 23. Juli 2004[64]
  76. Evie Sullivan, Interview mit Marilyn Manson für Inrock, Japan, 15. July 2004[65]
  77. Stella Rollig, „Präsenz und Dauer: Gottfried Helnweins Bilder“, Essay zur Ausstellung: Face it im Lentos Museum of Contemporary Art, Linz, 2006, Verlag Christian Brandstätter, Wien, 2006, ISBN 3-902510-39-0[66]