Swiss

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Swiss (Begriffsklärung) aufgeführt.
Swiss International Air Lines
Logo der SWISS
Airbus A340-300 der SWISS in neuer Lackierung
IATA-Code: LX
ICAO-Code: SWR
Rufzeichen: SWISS
Gründung: 2002
Sitz: Basel[1], SchweizSchweiz Schweiz
Drehkreuz:
Heimatflughafen: Zürich
Unternehmensform: Aktiengesellschaft
ISIN: CH0013269698
IATA-Prefixcode: 724
Leitung: Harry Hohmeister (CEO)
Bruno Gehrig
(VR-Präsident)[2]
Mitarbeiterzahl: 8250 (31. Dez. 2013)[2]
Umsatz: 5,033 Mrd. CHF (2012)[3]
Fluggastaufkommen: 15,97 Mio. (2013)[2]
Allianz: Star Alliance
Vielfliegerprogramm: Miles & More
Flottenstärke: 82 (+ 53 Bestellungen)
Ziele: 76 (National und International)
Webseite: www.swiss.com

Swiss International Air Lines, im Aussenauftritt SWISS, ist eine Schweizer Fluggesellschaft mit Hauptquartier auf dem Flughafen Basel-Mulhouse (Frankreich) und Drehkreuz auf dem Flughafen Zürich. Sie ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Lufthansa und Mitglied der Luftfahrtallianz Star Alliance.

Geschichte[Bearbeiten]

Hauptquartier der Swiss am Flughafen Basel-Mulhouse
Swiss-Flugzeuge in Zürich
Swiss House (スイスハウス Suisu Hausu), Vertretung in Tokio
Mehrere Swiss-Maschinen auf ihrer Heimatbasis in Zürich

Gründung[Bearbeiten]

Infolge der Insolvenz der Swissair, der damaligen nationalen Schweizer Fluggesellschaft, im Oktober 2001, wurde die Crossair mit Statutenänderung vom 13. Mai 2002 in Swiss International Air Lines umbenannt.[1][4]

In der Zeit zwischen dem Swissair-Grounding am 2. Oktober 2001 und dem Start der Swiss am 1. März 2002 wurde die Swissair vom Schweizer Staat mit den notwendigen liquiden Mitteln unterstützt, um den Flugbetrieb aufrechterhalten zu können und die Gründung der Swiss zu ermöglichen. Entwicklung und Einführung der Marke «Swiss» wurden dabei vom Unternehmen von Tyler Brûlé durchgeführt.

Gesellschaftsrechtliche Ausgangsgrundlage der Swiss bildete die Basler Regionalfluggesellschaft Crossair, deren Strukturen mit finanzieller Unterstützung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, einiger Kantone sowie der beiden Grossbanken UBS und Credit Suisse für den Aufbau einer neuen, international tätigen Schweizer Linienfluggesellschaft genutzt wurden. Die Crossair änderte ihren Namen in Swiss und übernahm je 26 Lang- und Kurzstreckenflugzeuge der ehemaligen Swissair sowie zu einem grossen Teil deren Flugverbindungen. Das Projekt trug den Namen «Phönix+».

Swiss führte neben Linienflügen auch Charterflüge zu europäischen und nordafrikanischen Ferienzielen durch. Bis einschliesslich Sommerflugplan 2004 wurden die Charterflüge unter der Marke Swiss Sun durchgeführt. Ihre Airbusflotte lässt Swiss durch SR Technics Switzerland warten.

Übernahme durch Lufthansa[Bearbeiten]

Nachdem frühere Übernahmeangebote der Lufthansa seitens der Schweizer Eigentümer scheiterten, einigte sich Swiss im Herbst 2003 mit Oneworld unter der Führung von British Airways auf eine baldige Mitgliedschaft. Anfang Juni 2004 wurden die Beitrittsverhandlungen jedoch ergebnislos abgebrochen.

Für 2003 wies Swiss einen Verlust von 687 Millionen Schweizer Franken (Vorjahr 980 Mio.) bei einem Umsatz von 4,126 Mrd. (Vorjahr 4,395 Mrd.) aus. Für 2004 hatte Swiss ursprünglich ausgeglichenes Ergebnis prognostiziert, kündigte aber im Juni 2004 einen Jahresverlust an, der mit hohen Treibstoffkosten begründet wurde.

Die Führungsetagen von Swiss und Lufthansa führten monatelang geheime Verhandlungen über eine Übernahme. Am 22. März 2005 einigte sich der Lufthansa-Konzern mit den Swiss-Grossaktionären, zu denen insbesondere Credit Suisse, UBS, die Eidgenossenschaft und der Kanton Zürich gehören. Im Ergebnis wurde für einen Kaufpreis von 310 Millionen Euro eine schrittweise Übernahme der Swiss durch den Lufthansa-Konzern, der Fortbestand der Marke Swiss und der Erhalt des Drehkreuzes Zürich neben den Lufthansa-Drehkreuzen Frankfurt am Main und München vereinbart.

Im Februar 2005 rapportierte der im April 2004 ernannte neue Swiss-Konzernchef, der Deutsche Christoph Franz, einen Nettoverlust von 140 Mio. Der konsolidierte Betriebsertrag im Geschäftsjahr 2005 stieg auf 3,732 Mrd. Schweizer Franken (Vorjahr: 3,642 Mrd.). Das Betriebsergebnis (EBIT) vor Restrukturierungskosten verbesserte sich auf −14 Mio. (Vorjahr: −122 Mio.). Aufgrund von währungsbedingten Wertanpassungen in Höhe von 65 Mio. (cash-neutral) auf Verbindlichkeiten in US-Dollar sowie Restrukturierungskosten in Höhe von 41 Mio. resultierte ein im Vorjahresvergleich deutlich gestiegener Nettoverlust von 178 Mio. (Vorjahr: Nettoverlust von 140 Mio.).

Am 2. Juni 2005 beschloss die von Lufthansa, United Airlines und weiteren Airlines gegründete Luftfahrtallianz Star Alliance die Aufnahme der Swiss im Jahr 2006. Der Beitritt erfolgte am 1. April 2006. Im Geschäftsjahr 2006 erzielte Swiss mit einem Plus von 263 Millionen Schweizer Franken bei einem Umsatz von 4,153 Milliarden Franken zum ersten Mal einen Jahresgewinn.[5]

Seit Herbst 2005 werden alle Flugverbindungen zwischen Deutschland und der Schweiz von Lufthansa und Swiss im Codesharing betrieben. Seit diesem Zeitpunkt werden die Flüge in den gleichen Terminals der Flughäfen Frankfurt, München und Zürich abgefertigt. Zum Winterflugplan 2005 traten auch Kooperationsvereinbarungen mit Austrian, TAP Portugal, United Airlines und Air Canada als Vorbereitung des Beitritts der Swiss zur Star Alliance in Kraft.

Im Oktober 2005 teilte die Swiss-Führung mit, man werde die Regionalflotte in die neue Gesellschaft Swiss European Air Lines auslagern, die als Tochtergesellschaft der Swiss ihre Betriebsgenehmigung zum Winterflugplan 2005 erhielt.

2006 führte Swiss die Kaizen-Methode ein, um schneller und günstiger zu wirtschaften sowie das Wachstum «ohne Kostenexplosion» zu bewältigen. Christoph Franz, damaliger Swiss-CEO, liess sich dafür von den Kaizen-Erfahrungen des ehemaligen CFO, Ulrik Svensson inspirieren.[6][7]

Im Juli 2014 kündigte die Eurolines, eine Lufthansa-Tochter, für das nächste Jahr die Gründung einer Basis auf dem Flughafen Basel an. Die Swiss zieht sich dafür von Basel-Mulhouse zurück und setzt ihr Personal auf anderen Strecken und Standorten ein. Der Firmensitz auf demselben Flughafen ist von dieser Veränderung nicht betroffen.[8]

Entwicklung seit 2007[Bearbeiten]

Am 21. Juni 2007 verkündete die Deutsche Lufthansa AG die komplette Übernahme der Swiss zum 1. Juli 2007.[9] Zu diesem Zeitpunkt hatte die Lufthansa 100 Prozent der Anteile des Schweizer Unternehmens. Zuvor gehörte aus rechtlichen Gründen die Swiss bis zur Neuaushandlung von Landerechten mit vielen aussereuropäischen Ländern nur zu 49 Prozent der Lufthansa. Die restlichen 51 Prozent verblieben bei der eigens zu diesem Zweck gegründeten Schweizer Stiftung Almea. Almea und Lufthansa waren in diesem Verhältnis (51:49) Eigentümer der Firma AirTrust AG, die wiederum Alleineigentümerin der Swiss war. Somit galt die Swiss als Schweizer Firma und konnte so die vorhandenen Verkehrsrechte in den Ländern ausserhalb der Europäischen Union beibehalten, die seit jeher weltweit zwischenstaatlich geregelt und nicht an andere Staaten veräussert werden.

Am 8. Februar 2008 wurde die Übernahme der Gesellschaft Edelweiss Air AG durch die Swiss bekanntgegeben, welche im Zuge einer strategischen Partnerschaft zwischen dem bisherigen Besitzer Kuoni und Swiss den Besitzer wechselte. Die Chartergesellschaft wird mit eigener Geschäftsleitung, eigener Flotte und eigener Crew weiterbetrieben. Die Marke «Edelweiss» wird beibehalten.

Am 18. Juli 2008 gab Swiss die Übernahme der in der Geschäftsluftfahrt tätigen Servair Private Charter AG bekannt. Sie wird unter dem Namen Swiss Private Aviation und mit dem bisherigen Management und den Mitarbeitern weitergeführt. Mit der Übernahme schuf Swiss eine Plattform für den Betrieb der Lufthansa Private Jet Flotte (LPJ), welche 2007 in Kooperation mit NetJets durch Lufthansa gegründet worden ist und vorübergehend bis zu diesem Zeitpunkt von Swiss European Air Lines betrieben wurde.[10] Allerdings war das Vorhaben nicht erfolgreich und so wurde 2011 Konkurs angemeldet und Lufthansa Private Jet wieder zurück in die Lufthansa Passage verlagert.

2008 erwirtschaftete Swiss einen Umsatz von 5,267 Milliarden Schweizer Franken (2007: 4,895 Milliarden Franken) und einen Betriebsgewinn von 507 Millionen Franken (2007: 542 Millionen Franken). Der Personalbestand lag per Ende 2008 bei 7'337 Mitarbeitern bzw. 6'026 Vollzeitstellen (Ende 2007: 7'277 Mitarbeiter bzw. 6'022 Vollzeitstellen).[3]

2009 wurde Swiss unter 160 bewerteten Fluggesellschaften als «Beste Fluggesellschaft Europas» auf der Kurz- und Langstrecke ausgezeichnet. An der vom britischen Beratungsunternehmen Skytrax durchgeführten Umfrage nahmen mehr als 15,4 Millionen Fluggäste aus 95 verschiedenen Nationen teil.[11]

Bis Oktober 2011 genutztes Logo der SWISS

Swiss beförderte im Jahr 2010 – bei einem durchschnittlichen Sitzladefaktor für das gesamte Streckennetz von 82,3 Prozent – 14,1 Millionen Passagiere (2009: 13.8 Millionen; 2008: 13,5 Millionen; 2007: 12,2 Millionen) und ist damit die grösste Fluglinie der Schweiz.

Im August 2011 veröffentlichte Swiss ihr neues Logo, welches dem der Swissair sehr ähnelt. Der Schriftzug SWISS wird durch eine Heckflosse mit Schweizerkreuz ergänzt. Dieses Logo ersetzt ab Oktober das bisherige Logo, den Swiss Cube. Auch ein neues Motto wurde bekannt gegeben. Our sign is a promise, zur Betonung Schweizer Werte der Swiss. Das neue Logo erzeugte eine Online-Protestwelle auf diversen sozialen Netzwerken.[12]

Flugziele[Bearbeiten]

Von Swiss angeflogene Länder (März 2014)[13]

Der Flughafen Zürich ist das Drehkreuz der Swiss; dort werden die meisten Flüge abgewickelt. Das Streckennetz von Swiss umfasst (Stand: Winter 2013/2014) 76 Ziele (52 europäische und 24 interkontinentale) in 40 Ländern.[2] Allein in den Vereinigten Staaten werden Boston, Chicago, Miami, Los Angeles und San Francisco (seit Sommer 2010) täglich angeflogen, New York wird dreimal täglich ab Zürich sowie täglich aus Genf angeflogen. Von Genf aus werden im Codeshare mit Air Canada auch Montreal und Washington (United) direkt angesteuert. Die beste Auslastung im Langstreckennetz hat die Swiss auf der Strecke nach São Paulo, wo bis 2015 elf wöchentliche Flüge angeboten werden.

Flotte[Bearbeiten]

Airbus A319-100 der SWISS
Airbus A330-300 der SWISS
Airbus A320-200 der SWISS
Airbus A321-100 der SWISS

Mit Stand August 2014 besteht die Flotte der SWISS aus 82 Flugzeugen[14] mit einem Durchschnittsalter von 10,8 Jahren:[15]

Flugzeugtyp aktiv bestellt
[16][17]
Anmerkungen Sitzplätze[18]
(First/Business/Economy)
Durchschnittsalter[19]
Airbus A319-112 05 108-138 (-/60/48) 16.5
Airbus A320-214 25 2 verleast an Edelweiss Air 136-168 (-/64/72) 12.8
Airbus A320neo 15 Auslieferung vsl. bis 2025
Airbus A321-111 06 176-200 (-/68/108) 12.7
Airbus A321-212 02 01
Airbus A330-343 15 01 1 verleast an Edelweiss Air 236 (8/45/183) 02.8
Airbus A340-313 15 219 (8/47/164) 12.3
Avro RJ100 14 verleast an Swiss European Air Lines 89-97 (-/32/57) 15.4
Boeing 777-300ER 06 Auslieferung vsl. ab 2016 - offen -
Bombardier CS100 30 Auslieferung vsl. ab 2015 121 (-/16/105)
Gesamt 82 53 12.7

Mit Ausnahme der A330 mit Triebwerken von Pratt & Whitney (Codeziffer 2) respektive Rolls-Royce (Codeziffer 4), ist die gesamte Airbus-Flotte mit der CFM56-Triebwerksfamile von CFM International (Codeziffer 1) ausgerüstet. Die Codeziffern stehen bei Airbus-Modellen an der zweiten Stelle der vollständigen dreistelligen Variantenbezeichnung.

Änderungen der Flotte[Bearbeiten]

Mitte November sowie Anfang Dezember 2006 wurden insgesamt zwei zusätzliche Airbus A330-223 (in Zweiklassenkonfiguration) von der Lufthansaflotte in die Swissflotte übertragen und ersetzten einen kurzzeitig angemieteten Airbus A300. Für den Mittelstreckenverkehr war seit Mitte Dezember 2006 eine zusätzliche A320 im Dienst, der im Frühjahr 2007 zwei ältere A321 von Turkish Airlines sowie zwei weitere A320 folgten, um den Zubringerverkehr auszubauen. Zum Sommerflugplan 2008 wurden drei A340-300 von Air Canada und Austrian Airlines integriert.[20] Drei weitere A340-313X wurden 2008 von Air Canada übernommen und haben die zwei A330-223 mit Zweiklassenkonfiguration ersetzt.

Der Mutterkonzern Lufthansa bestellte am 19. September 2007 neun neue Airbus A330-343X als Ersatz für die kleineren Maschinen vom Typ A330-223. Die Auslieferung dieser Maschinen hat 2009 begonnen. Zusätzlich wurden vier weitere A320 beschafft, wovon bereits zwei im Rahmen des Sommerflugplan 2008 in Betrieb (Leasing) genommen worden, die übrigen werden in den Jahren 2011 und 2012 folgen.[21]

Am 14. Dezember 2008 gab Lufthansa bekannt, zwei Airbus A330-300X aus einer eigenen Bestellung an Swiss zu übergeben. Dadurch steigt die Anzahl der bestellten A330-300X der Swiss von neun auf elf.[22]

Mit der Übernahme der Edelweiss Air durch die Swiss, wurden drei Flugzeuge vom Typ A320 ins Eigentum der Swiss übertragen und langfristig an Edelweiss verleast.

Am 22. September 2010 gab Lufthansa bekannt, für Swiss fünf Airbus A330-300, zwei A321 und zwei A320 bestellt zu haben. Die erste Maschine des Typs A330-343X wurde der Swiss am 11. Januar 2012 übergeben, bis 2014 folgen die restlichen Maschinen.[23][24]

Am 14. März 2013 gab Swiss die Bestellung von sechs Maschinen des Typs Boeing 777-300ER bekannt. Die bestellten Maschinen sollen die älteren sechs Flugzeuge des Typs Airbus A340 ersetzen. Die Triple-Seven werden auf gut ausgelasteten Strecken nach Nord- und Südamerika sowie nach Asien und auf saisonal gut ausgelasteten Strecken zum Einsatz kommen. Als Ersatz für die verbleibenden neun A340 wird bis 2015 der Typ entschieden.

Historische Flotte[Bearbeiten]

Flugzeugtyp Anzahl von bis Anmerkungen
McDonnell Douglas MD-83 12 2002 2003
McDonnell Douglas MD-11 11 2002 2004 maximaler Flottenbestand: 11 (2002)
Saab 2000 18 2002 2005
Embraer-ERJ-145 11 2005 2006 Flottenbestand: 11
Avro RJ85 4 2005 2007 Flottenbestand: 4
Airbus A330-223 18 2002 2011 maximaler Flottenbestand: 13 (2002–2003)

Erster mittlerweile ausgemusterter Flugzeugtyp der Swiss ist die A330-223, von der über die gesamte Einsatzdauer insgesamt 18 verschiedene Exemplare im Bestand der Swiss waren. Mit der Übertragung der ehemaligen Swissair-Flotte zur Swiss per 31. März 2002 gelangten insgesamt 16 Exemplare dieses Typs zur Fluggesellschaft, wobei nur 13 gemäss dem Gründungsprojekt «Phönix+» für den aktiven Flugbetrieb genutzt wurden; die überzähligen drei Exemplare wurden im Herbst 2002 an Lufthansa verkauft. Aufgrund der schlechten finanziellen Lage wurde die Flotte Ende 2003 verkleinert, wobei vier weitere A330 veräussert wurden. Der A330-Bestand blieb darauf bei neun Exemplaren, bis im vierten Quartal 2006 zwei Gebrauchtmaschinen von Lufthansa übernommen wurden. Der Ersatz der A330-223 durch die etwas grössere und modernere A330-343(X) wurde 2007 beschlossen; mit der sukzessiven Ablieferung des neuen Flugzeugmusters ab April 2009, wurde Mitte 2009 mit der Ausmusterung der A330-223 begonnen. Die letzten vier Exemplare wurden Mitte 2011 ausgemustert, wobei zwei Maschinen an Air Berlin verkauft wurden. Zwei Maschinen verblieben bei Swiss und kamen anfänglich als Dry-Lease beim Schwesterunternehmen Brussels Airlines zum Einsatz, bevor sie im Oktober 2011 respektive im März 2012 an dieses verkauft wurden.

Wet-Lease-Vereinbarungen[Bearbeiten]

Neben der eigenen Flotte sind Flugzeuge anderer Fluggesellschaften im Wet-Lease für Swiss im Einsatz. Flugzeuge und das fliegende Personal werden dabei von der Partnerfluggesellschaft gestellt.

Auf der Strecke Zürich–Lugano setzt die Swiss seit dem 1. April 2004 auf Wet-Lease-Verträge. Nach Cirrus Airlines mit Dash 8Q-300[25] fliegt seit dem 30. Oktober 2005 Darwin Airline mit Saab 2000 nach Lugano.[26] Ab dem 1. November 2014 wird die Strecke von Tyrolean Airways mit Dash 8Q-400 bedient.[27]

Die Tochtergesellschaft Edelweiss Air fliegt seit dem 1. April 2013 für voraussichtlich zwei Jahre einen täglichen Flug von Zürich nach New York JFK.[28] Swiss European und Helvetic führen für Swiss innereuropäische Flüge durch, Helvetic Airways bis mindestens Frühjahr 2017 mit vier Fokker 100.[29][30][31]

Flugzeugtyp aktiv Anmerkungen
Airbus A330-300 01 betrieben durch Edelweiss Air
BAe Avro RJ100 20 betrieben durch Swiss European Air Lines
Fokker 100 04 betrieben durch Helvetic Airways

Vielfliegerprogramm[Bearbeiten]

Das ehemalige Swiss-Vielfliegerprogramm «Swiss Travel Club» (früher Qualiflyer von Swissair) wurde am 1. April 2006 ins Miles-&-More-Programm der Lufthansa überführt, dem sich auch Austrian angeschlossen hat.

Vertragliche Änderungen ergaben sich für Mitglieder der höchsten Klasse («Swiss Circle»). Ursprünglich waren zur Aufnahme 200.000 Meilen notwendig, davon 150.000 im ersten Jahr der Mitgliedschaft (Aufnahme erfolgte nur auf Empfehlung des Swiss-Management). Im Lufthansa-Vielfliegerprogramm sind für die vergleichbare Klasse hingegen 600.000 Meilen in zwei Jahren notwendig.

Swiss WorldCargo[Bearbeiten]

Das Logo von Swiss WorldCargo

Swiss WorldCargo ist die Cargo-Division der Swiss. Sie wurde am 1. April 2002 gebildet und hat ihren Hauptsitz im Hauptgebäude der Swiss am Flughafen Zürich.

Als Anbieter von Airport-to-Airport-Luftfrachtdienstleistungen ist sie auf den Transport hochwertiger Güter und betreuungsintensiver Fracht spezialisiert. Das Streckennetz der Swiss WorldCargo umfasst mehr als 150 Destinationen in über 80 Ländern, ein Grossteil davon in Europa. Das Netzwerk wird durch LKW-Verbindungen ergänzt.

2010 betrug der Cargo-Anteil am Umsatzerlös der Swiss rund 11,5 Prozent, was bei einem Konzernumsatz von 5,267 Milliarden Schweizer Franken rund 600 Millionen Franken entspricht. Der Volumenmässige Frachtladefaktor (interkontinental) war 78 Prozent.[32]

Swiss besitzt keine reinen Frachtflugzeuge. Jedoch hat man bei größeren Frachtaufkommen in der Vergangenheit Boeing 747-Frachtflugzeuge der Evergreen International Airlines auf Flügen nach New York gechartert.[33]

Tochtergesellschaften[Bearbeiten]

Zwischenfälle[Bearbeiten]

  • Am 10. Juli 2002 mussten die Piloten einer Saab 2000 auf dem Flug LX 850 von Basel nach Hamburg wegen Schlechtwetterverhältnissen auf den Flughafen Berlin-Tegel ausweichen. Wegen Treibstoffmangel bat die Crew um Vorrang, entschloss sich jedoch zur Landung in Werneuchen. Beim Aufsetzen schlug das Flugzeug auf einen Erdwall auf, wodurch alle drei Fahrwerksbeine abbrachen, und kam auf dem Rumpf mit einem brennenden Triebwerk zum Stehen.[34]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Swiss – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: Swiss – in den Nachrichten

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Eintrag der «Swiss International Air Lines AG» im Handelsregister des Kantons Basel-Stadt
  2. a b c d SWISS: Zahlen und Fakten
  3. a b Medienmitteilung zum Jahresabschluss 2012 (PDF; 175 kB)
  4. Publikation der Namensänderung im Schweizerischen Handelsamtsblatt vom 4. Juli 2002
  5. NZZ Online (8. März 2007): Die Swiss erstmals mit Gewinn
  6. Lukas Hässig: Kaizen – Auf den Spuren Toyotas – Der japanische Autohersteller ist das neue Vorbild der Swiss. Die Schweizer Airline setzt auf die Kaizen-Methode, um rascher und günstiger zu wirtschaften., Bilanz 13/07
  7. Christoph Franz, CEO Swiss: «Kaizen-Lösungen sind intelligenter», Bilanz 13/07
  8. http://www.nzz.ch/wirtschaft/newsticker/swiss-muss-basel-mulhouse-aufgeben---lufthansa-airline-eurowings-uebernimmt-1.18340045 (abgerufen am 9. Juli 2014)
  9. Handelsblatt.com vom 21. Juli 2007: «Lufthansa schliesst Swiss-Übernahme ab»
  10. Swiss Pressemitteilung vom 18. Juli 2008: SWISS übernimmt Servair und führt die Firma unter der Marke „Swiss Private Aviation“ weiter 18. Juli 2008
  11. Swiss als beste Fluggesellschaft Europas ausgezeichnet, Handelszeitung, 2. April 2009
  12. Widerstand gegen das Ende des Swiss-Würfels, Tages-Anzeiger, 20. August 2011
  13. Streckennetz der Swiss
  14. BAZL - Behördliches Luftfahrzeugregister, abgerufen am 19. August 2013
  15. airfleets.net - Flottenalter Swiss (englisch), abgerufen am 9. August 2013
  16. airbus.com - Orders & deliveries (englisch), abgerufen am 9. August 2013
  17. boeing.com - Orders and Deliveries (englisch), abgerufen am 9. August 2013
  18. swiss.com - Flotte (englisch) abgerufen am 15. Dezember 2011
  19. swiss.com Zahlen und Fakten, abgerufen am 11. Januar 2014
  20. NZZ Online (13. November 2006): Swiss schafft 550 neue Arbeitsplätze
  21. Swiss Pressemitteilung vom 20. September 2007:SWISS investiert weit über eine Milliarde Schweizer Franken in Flottenerneuerung (Version vom 3. November 2007 im Internet Archive) 19. September 2007
  22. ch-aviation.ch: Swiss will receive two additional A330-300s, 14. Dezember 2008
  23. Lufthansa IR-Finanznachrichten: Aufsichtsrat stimmt Bestellung von 48 Flugzeugen für den Konzern zu, 22. September 2010
  24. Swiss Medienmitteilung: Swiss mit starkem dritten Quartal (PDF; 45 kB), 28. Oktober 2010
  25. NZZ Online (1. März 2004): Swiss spannt Cirrus Airlines für Flüge nach Lugano ein, abgerufen am 18. Juli 2014
  26. NZZ Online (31. August 2005): Rückzug der Swiss von Lugano Agno, abgerufen am 18. Juli 2014
  27. Handelszeitung Online (27. Juni 2014): Swiss findet Partner für die Strecke Lugano-Zürich, abgerufen am 18. Juli 2014
  28. edelweissair.ch - Mit einer Edelweiss Crew nach New York fliegen
  29. swiss.com - Codeshare Partner von SWISS
  30. aerotelegraph.com - Swiss und Helvetic weiten Partnerschaft aus
  31. ch.aviation.ch - Swiss (englisch), abgerufen 9. August 2013
  32. Swiss WorldCargo - Fakten und Zahlen (Version vom 5. April 2012 im Internet Archive) aufgerufen 12. August 2011
  33. swissworldcargo.com - Swiss WorldCargo: Fracht-Charter nach New York, 12. August 2013
  34. aviation-safety.net