Russenorsk

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Noch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts lebten auf der russischen Halbinsel Kola auch Norweger.

Russenorsk war eine Sprache, die Elemente des Russischen und des Norwegischen vereinte und in der Regel als Pidgin angesehen wird.

Bei dieser Mischung einer slawischen Sprache mit einer germanischen Sprache stammten etwa 39 % des Gesamtvokabulars aus dem Russischen, 47 % aus dem Norwegischen und 14 % aus anderen Sprachen.

Die Sprache wurde im 18. und 19. Jahrhundert im arktischen Grenzgebiet zwischen russischen und norwegischen Händlern, Fischern und Seeleuten gebraucht: auf Spitzbergen, der russischen Halbinsel Kola, der norwegischen Finnmark (Nordnorwegen) und Nordfinnland, welches mit Finnland bis 1917 ein autonomer Teil des Zarenreichs war. Das Vokabular beschränkte sich im Wesentlichen auf für den Handel benötigte Dinge.

Nach der russischen Oktoberrevolution 1917 kam die Sprache außer Gebrauch, da der private Handel zwischen norwegischen und russischen Bürgern verboten wurde.

Beispiele[Bearbeiten]

  • „Moja på tvoja“ – Ich spreche deine Sprache. (sinngemäß: „Meine in deiner“)
  • „Kak sprek? Moje niet forsto“ – Was sagst du? Ich verstehe dich nicht.
  • å råbbåte – arbeiten
  • klæba – Brot

Weblinks[Bearbeiten]