SV 03 Tübingen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
SV 03 Tübingen
Name Tübinger Sportverein 1903 e.V.
Vereinsfarben geld, schwarz
Gegründet 1903
Gründungsort Tübingen
Vereinssitz Mömpelgarder Weg 4
72072 Tübingen
Mitglieder ca. 1700
Abteilungen Basketball, Boxen, Floorball, Freundeskreis,
Frauen-Gymnastik + Mutter und Kind, Fußball,
Handball, Leichtathletik, Paddelfreunde, Tennis,
Tischtennis, Ultimate Frisbee
Vorsitzender Dr. Gunther Volck
Homepage sv03tuebingen.de

Der SV 03 Tübingen ist ein Sportverein aus Tübingen. Bekannt ist der Verein für seine Basketballabteilung, deren erste Mannschaft 2002 als ProBasket Tübingen GmbH aus dem Verein ausgegliedert wurde und unter dem Namen WALTER Tigers Tübingen in der Basketball-Bundesliga spielt.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Verein wurde am 20. August 1903 als 1. Tübinger Fußballclub gegründet. 1921 entstand nach Zusammenschluss mit der Tübinger Spielgemeinschaft 1905 der SV 03 Tübingen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gelang dem Verein 1948 der Aufstieg in die Zonenliga, welche damals die höchste Spielklasse im französisch besetzten Gebiet darstellte. Die Tübinger Elf startete überaus erfolgreich. Am Ende der Saison 1948/49 belegte die Mannschaft den zweiten Platz hinter Fortuna Freiburg, dem heutigen Freiburger FC, sie erkämpfte sich damit die Spielberechtigung für ein Ausscheidungsspiel gegen den Zweiten der Zonenliga Gruppe Nord (Rheinland-Pfalz) um den Einzug in die Endrunde der Deutschen Fußballmeisterschaft. Nachdem Tübingen 1949 auf das Ausscheidungsspiel verzichtet hatte, bekam der Verein im folgenden Jahr nochmals die Gelegenheit, sich für die Endrunde zu qualifizieren. In der Spielzeit 1949/50 erreichte er erneut den zweiten Tabellenplatz, diesmal hinter dem SSV Reutlingen. Die Endrunde zur Deutschen Meisterschaft wurde jedoch erneut verpasst, als im Entscheidungsspiel gegen Wormatia Worms, den Zweiten der Gruppe Nord, deutlich mit 1:6 verloren wurde.

Nach 1950 begann der Absturz des Vereins, der nicht die finanziellen Möglichkeiten anderer hatte. Einige der stärksten Spieler verließen den SV Tübingen. Bei der Neueinteilung der Spielklassen im Jahr 1950 verzichtete der Verein freiwillig auf eine mögliche Qualifikation zur Oberliga Süd. Doch auch die Vertragsspielerklasse der 2. Oberliga und die 1. Amateurliga konnten nicht gehalten werden, so dass Tübingen 1952 in die zweite Amateurliga und 1960 gar in die A-Klasse abstieg.

Die Rückkehr in die höchste Amateurspielklasse gelang 1969 mit dem Aufstieg in die Schwarzwald-Bodensee-Liga. Dort gelang dem Club als Neuling 1970 die Meisterschaft und damit das Erreichen der Aufstiegsrunde zur zweitklassigen Regionalliga Süd, in der man Dritter wurde. 1978 verpasste der Verein die Qualifikation zur neu geschaffenen Oberliga Baden-Württemberg. Nach mehreren Jahren in der Verbandsliga Württemberg verschwand er in der fußballerischen Bedeutungslosigkeit. Heute spielt der SV 03 Tübingen in der achtklassigen Bezirksliga Alb. 2013/14 erreichte man dort den 8. Platz.

Basketball[Bearbeiten]

Die 1. Mannschaft der Basketballabteilung des SV 03 Tübingen nennt sich seit 2003 Walter Tigers Tübingen und spielt in der Basketball-Bundesliga. Seit 1983 spielt das Team mindestens in der 2. Bundesliga.

Bekannte Spieler[Bearbeiten]

Stadion[Bearbeiten]

In seiner erfolgreichsten Zeit trug der SV 03 Tübingen seine Heimspiele in der Lindenallee aus. Das Stadion mit seiner Holztribüne bezog seinen Namen von der nahen Alten Lindenallee. Bei den Aufstiegsspielen zur Regionalliga gegen den SV Göppingen, den FV 09 Weinheim und den SV Waldkirch fanden rund 5.000 Zuschauer im Stadion platz. Dieses wurde am 21. Januar 1975 im Zuge der Bauarbeiten zum Schlossbergtunnel abgerissen. Seitdem spielen die Gelb-schwarzen im ehemaligen Universitätsstadion, das 1927 erbaut wurde. 2009 wurde die inzwischen längst als SV-03-Stadion bekannte Sportstätte an der Europastraße generalüberholt und mit blauen Tartanbahnen (wie im Berliner Olympiastadion) für die Leichtathletik ausgestattet.

Weblinks[Bearbeiten]