Santa Maria (Azoren)
| Santa Maria | |
|---|---|
| Die Baía da Praia auf Santa Maria | |
| Gewässer | Atlantischer Ozean |
| Inselgruppe | Azoren |
| Geographische Lage | 36° 58′ 14″ N, 25° 6′ 18″ W36.970555555556-25.105590Koordinaten: 36° 58′ 14″ N, 25° 6′ 18″ W |
| Fläche | 97,18 km² |
| Höchste Erhebung | Pico Alto 590 m |
| Einwohner | 5552 (2011) 57 Einw./km² |
| Hauptort | Vila do Porto |
Santa Maria (deutsch: Heilige Maria) ist die geologisch älteste Insel der Azoren im Atlantischen Ozean. Santa Maria ist bekannt für die Herstellung von Kunstgewerbe und Töpferwaren und verfügt über Brennereien und Fischverarbeitung. Es gibt eine direkte Flugverbindung nach Lissabon.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Santa Maria ist die südlichste und drittkleinste Insel der Azoren. Sie hat eine Fläche von 97 km² und ca. 5780 Einwohner. Der Hauptort der Insel ist Vila do Porto.
Die Insel lässt sich in zwei unterschiedliche Regionen unterteilen:
- im Westen, auf der Leeseite des Nordost-Passats, eine flache, sehr trockene und sonnenscheinreiche Region mit dem Hauptort Vila do Porto (gegründet 1432) und dem inzwischen zivilen Flughafen Santa Maria (bis Ende des Zweiten Weltkrieges amerikanischer Luftwaffenstützpunkt).
- Die andere Region ist hügelig (bis 590 m über Meereshöhe, Pico Alto). Die Wolken, die sich an den Bergen abregnen, sorgen in dieser Gegend für eine reichhaltige Vegetation, die auch ein wenig Landwirtschaft zulässt.
Geologie [Bearbeiten]
Im Gegensatz zu den anderen Inseln der Azoren ist Santa Maria keine Vulkaninsel, sondern besteht aus Sedimentgestein, in dem sogar Fossilien zu finden sind. Aufgrund dieser Struktur blieb Santa Maria von schweren Erdbeben verschont, die auf den anderen Inseln der Azoren große Schäden verursachten. Die höchste Erhebung, der 587 m hohe Pico Alto, erhebt sich im Nordosten der Insel und gehört zum gebirgigen Ostteil der Insel. Im Westen gibt es eine ca. 100 m hohe Ebene, die zu großen Teilen vom Flughafen belegt ist. In 200 m Höhe auf dem Monte das Flores (dt.: Blumenhügel) befindet sich eine ESTRACK-Funkstation der europäischen Raumfahrtbehörde ESA.[1]
Geschichte [Bearbeiten]
Die Insel wurde an Mariä Himmelfahrt 1439 durch den Seefahrer Gonçalo Velho Cabral zu Ehren der Maria der Christen benannt. Zuvor hatte Diogo de Silves 1427 die Insel entdeckt. Die Besiedlung begann 1439 durch Siedler aus den portugiesischen Festlandprovinzen. Bis 1944 fristete die Insel das Dasein einer kleinen Insel weitab jeglichen anderen Landes.
1941 entdeckten amerikanische Spezialisten die versteppte Ebene im Westen der Insel als Standort für eine Militärbasis. 1944 begannen die USA, sie zu einem riesigen Transatlantikflugplatz auszubauen. Innerhalb weniger Monate war der Flugplatz fertiggestellt, wurde allerdings aufgrund des Kriegsendes nicht mehr weiter für militärische Zwecke benötigt. Am 2. Juni 1947 übernahm Portugal den Betrieb und nutzte das Gelände für die zivile Luftfahrt. Die 3000 Meter lange Start- und Landebahn war hervorragend für die Zwischenlandungen der Transatlantikflieger geeignet, die damals noch nicht nonstop fliegen konnten. Als in den 60er und 70er Jahren Atlantikflüge ohne Tankstop möglich wurden, verlor der Flugplatz an Bedeutung. Heute befindet sich der Hauptflugplatz der Azoren auf São Miguel. Santa Maria wird in der Haupturlaubssaison maximal zweimal am Tag aus Ponta Delgada angeflogen. Die Flughafengebäude sind im Stil der 50er Jahre erhalten geblieben und bieten einen Einblick in diese Zeit.
Weblinks [Bearbeiten]
- Das Portal der Azoren
- Fotos von Santa Maria (engl./port.)
- Karte von Santa Maria
- Homepage des Serviço Regional de Estatística dos Açores (SREA) (engl./port.)
Einzelnachweise [Bearbeiten]
Hauptinseln: Flores | Corvo | Faial | Pico | São Jorge | Graciosa | Terceira | São Miguel | Santa Maria
Nebeninseln: Formigas | Ilhéu do Monchique | Ilhéus dos Mosteiros | Ilhéu de Vila Franca do Campo | Ilhéu da Vila do Porto