ESTRACK

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Unter dem Namen ESTRACK (ESA tracking stations) betreibt die europäische Raumfahrtbehörde ESA ein Netz von Funkstationen, die zur Kommunikation mit Satelliten und Raumsonden dienen. Durch weltweite Verteilung der Stationen ist gewährleistet, dass ein Raumflugkörper stets mit mindestens einer Station Funkverbindung aufnehmen kann.

Zu den Raumfahrtmissionen, die über das ESTRACK gesteuert werden, gehören beispielsweise Herschel/Planck, LISA Pathfinder, Gaia, BepiColombo und Venus Express.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Bodenstationen

Zur Zeit (Januar 2008) besteht ESTRACK aus neun Bodenstationen, die die Raumflugkörper mit dem Europäischen Raumflugkontrollzentrum (ESOC) in Darmstadt verbinden. Fünf Stationen befinden sich in Europa, zwei in Australien, eine in Afrika und eine auf dem südamerikanischen Kontinent:

ESTRACK (Welt)
New Norcia
New Norcia
Perth
Perth
Maspalomas
Maspalomas
Kiruna
Kiruna
Redu
Redu
Cebreros u. Villafranca
Cebreros u. Villafranca
Santa Maria
Santa Maria
Kourou
Kourou
Lage der ESTRACK-Bodenstationen

[Bearbeiten] Australien

[Bearbeiten] Afrika

[Bearbeiten] Europa

Redu 13,5-m-Parabolantenne

[Bearbeiten] Südamerika

[Bearbeiten] Kooperation

Neben den eigenen Stationen nutzt die ESA auch Bodenstationen anderer Organisation. Dies sind unter anderem:

[Bearbeiten] Erweiterung

Je höher der Antennengewinn der Bodenstationen, desto geringer der technische Aufwand für die Sende- und Empfangssysteme der Raumflugkörper. Dies äußert sich beispielsweise in geringerer Sendeleistung und Empfängerempfindlichkeit, was den Energiebedarf verringert. Außerdem vergrößert sich die Reichweite im Fall von interplanetarischen Missionen. Allerdings verkleinert sich mit zunehmendem Antennengewinn im Allgemeinen der Sichtbereich der Antenne, so dass mehr Aufwand für das sichere Auffinden des Satelliten am Himmel investiert werden muss.

In Spanien (Cebreros, DSA 2) und Australien (New Norcia, DSA 1) stehen sogenannte Deep-Space-Parabolantennen mit einem Durchmesser von 35 m. Um eine unterbrechungslose Verbindung zu einer weit entfernten Raumsonde aufrechterhalten zu können soll eine dritte Deep-Space-Parabolantenne in Argentinien errichtet werden, 30 Kilometer südlich der Kleinstadt Malargüe. Die Inbetriebnahme ist für Mitte 2012 geplant.[1]

Die US-amerikanische Raumfahrtbehörde NASA betreibt unter dem Namen Deep Space Network ein ähnliches Netz.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. ESA to build its third deep space ground station in Argentina, 26. Juni 2009. http://www.esa.int/esaCP/SEM6Y71P0WF_index_0.html

[Bearbeiten] Weblinks

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