Schawarma

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Schawarma

Schawarma (arabisch ‏شاورما‎, DMG šāwarmā, hebräisch שווארמה, aus türkisch çevirmek „umdrehen, wenden“ entlehnt), ist ein Fleischgericht der arabischen Küche,[1][2] das sich über den Nahen Osten hinaus auch in Europa und anderen Teilen der Welt verbreitet hat.

Es wird vor allem in Libanon, Syrien, Jordanien und Israel konsumiert. Wie Döner Kebap („sich drehendes Grillfleisch“) besteht es aus in einer Marinade gewürzten großen Fleischscheiben, die schichtweise auf einen speziellen, senkrecht stehenden Drehspieß gesteckt und gegrillt werden, und von denen nach und nach die äußeren, gebräunten Schichten mit einem großen Messer dünn abgeschnitten werden.

Ursprünglich wurde für Schawarma nur Hammel- oder Lammfleisch verwendet, heute sind auch Rindfleisch sowie Geflügel wie Pute oder Hühnchen üblich. Vor dem Aufschichten auf dem Spieß werden die Fleischstücke einige Stunden in einer Marinade aus Zitronensaft mit einer Vielzahl von Gewürzen wie z. B. Zimt, Kreuzkümmel, Koriandersamen, Kardamom, Kurkuma, Gewürznelken, Paprika, Pfeffer, Pfefferminze und Knoblauch eingelegt, die dem Gericht seinen typischen, leicht säuerlichen Geschmack verleiht.

Serviert wird Schawarma meist als Imbiss in ein dünnes Fladenbrot gewickelt – häufig zusammen mit Tahina (Sesampaste), Sumak und gebratenem oder milchsauer eingelegtem Gemüse, auch Salat. In der niederländischen Küche wird ein leicht abgewandeltes Gericht in frittierter Form als Shoarmarol (Schawarmarolle) angeboten.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schawarma – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Philip Mattar: Encyclopedia of the Modern Middle East & North Africa. Macmillan Library Reference, 2004, ISBN 0028657713, S. 840 (books.google.de).
  2.  John A La Boone III: Around the World of Food: Adventures in Culinary History. iUniverse, Inc., 2006, ISBN 0595389686, S. 115 (books.google.de).