Schilleroper

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Die Schilleroper
Lage der Schilleroper

Die Schilleroper ist ein ehemaliges Theater in Hamburg-St. Pauli und Namensgeberin der Straße Bei der Schilleroper. Derzeit steht das in Deutschland einzigartige Gebäude mit der amtlichen Belegenheit Bei der Schilleroper 14 / 16 / 20 leer.

Geschichte[Bearbeiten]

19. Jahrhundert[Bearbeiten]

Die Schilleroper gehörte bis zum Inkrafttreten des Groß-Hamburg-Gesetzes und seiner Grenzverschiebungen zur preußischen Nachbarstadt Altona/Elbe. Der durch Krieg und Abnutzung veränderte runde Stahlskelettbau war 1889 bis 1891 für den Circus Busch erbaut worden. Er wurde 1891 mit einer Galavorstellung eröffnet und fasste in seinem Zuschauerraum über Tausend Besucher. In Nebengebäuden befanden sich u.a. Artistenwohnungen, ein Requisitenfundus und Elefantenställe. Der Zirkus zog von dort bereits 1899 in einen neuen festen Zirkusbau am Zirkusweg nahe der Reeperbahn um.

Durch seine ursprüngliche Nutzung erhielt das 24 Meter hohe Hauptgebäude der Schilleroper die von einem Zirkuszelt oder einem großes Zelttheater abgeleitete Rundform. Diese Rotunde ist heute von ein- und zweigeschossigen Anbauten umgeben, deren Gestalt im Verlauf des 20. Jahrhunderts mehrfach verändert wurde. So wurde u.a. das historische Foyer und Bühnenhaus nur vereinfacht wieder aufgebaut, nachdem es im Zweiten Weltkrieg durch Bomben stark beschädigt worden war. Die Grundstücksfläche beträgt rund 3050 m².

20. Jahrhundert[Bearbeiten]

Ab 1904 wurde der frühere Zirkusbau nach Plänen des Architekten Ernst Michaelis zum Theater umgebaut und am 19. April 1905 mit Schillers „Wilhelm Tell“ wieder eröffnet. Zugleich erhielt das Gebäude anlässlich Schillers einhundertstem Todestags den Namen „Schiller-Theater“. Dort wurden Opern und Tragödien, Revuen und sog. „Sittenstücke“ aufgeführt. In den 1920er Jahren standen zahlreiche Stücke mit politisch-zeitgeschichtlichen Inhalten – wie „Lebenslänglich“, „Pioniere in Ingolstadt“ „Paragraph 218“ oder Brechts und Weills „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ – auf den Spielplänen. Auch Laiengruppen der Hamburger Arbeiterbewegung nutzten es für ihre Aufführungen. Hans Albers hatte hier 1939 als Mitglied des Ensembles eine Reihe von Bühnenauftritten.

Das Theater stand ab 1927 wirtschaftlich kurz vor der Zahlungsunfähigkeit und wurde durch Subventionen des Altonaer Magistrats gerettet. Anfang 1933 nutzten die Nationalsozialisten dies, um gegen Oberbürgermeister Max Brauer und den zuständigen Senator August Kirch Korruptionsvorwürfe zu erheben; tatsächlich hatten beide von Intendant Max Ellen Geschenke und Zahlungen angenommen und standen deswegen nach der „Machtergreifung“ auch vor Gericht.[1]

Nach einem Umbau 1932 wurde aus dem „Schiller-Theater“ die „Oper im Schiller-Theater“, dann die „Schiller-Oper“. Sie wurde am 4. September 1932 mit einer Aufführung des „Freischütz“ wieder eröffnet. Weder die Neubarock- noch die Jugendstilfassade (Architekten: Lehmann bzw. Hein), auch nicht die expressionistische Moderne des Umbaus von 1932 (Architekten: Esselmann & Gerntke[2]) haben überlebt.

In der Epoche nach 1933 passte sich auch die „Schiller-Oper“ schnell den neuen politischen Verhältnissen an und führte, erhaltenen Programmheften zufolge, u.a. das Dramenfragment „Der Wanderer. Ein Spiel in einem Prolog, elf Bildern und einem Epilog …“ auf, dessen Autor der NS-Reichspropagandaminister Joseph Goebbels war. Andererseits wurden Werke der modernen Musik von Hindemith oder Krenek aufgeführt, und Franz Lehár dirigierte im Januar 1939 hier die Erstaufführung seiner Operette „Giuditta“.[3]

Kurz nach Beginn des Zweiten Weltkriegs endete der Theaterbetrieb mit der letzten Vorstellung des Stückes „Sonnenstrahl im Hinterhof“ am 11. September 1939, da kein Luftschutzkeller vorhanden war. Während des Krieges wurden das Gebäude zeitweilig als Lager für italienische Kriegsgefangene, nach Kriegsende – ebenso wie zahlreiche andere unbeschädigt gebliebene Gebäude – als Notunterkunft für Ausgebombte und Flüchtlinge genutzt. Offenbar war die Rotunde jedoch mindestens bis 1951 noch als Arena nutzbar, denn am 21. August 1951 führten dort zwei Motorradartisten ihr Können beim Fahren an der senkrechten Innenwand einer dazu errichteten Eisentrommel vor.[4] Nach dem Zweiten Weltkrieg ging es 1952 per Zwangsversteigerung an Kurt Ehrhardt über. Bis 1963 beherbergte der Bau ein Hotel, anschließend wurden bis zum Ende der 1970er Jahre darin Arbeitsmigranten, u.a. Arbeiter der Blohm + Voss-Werft, einquartiert, bevor es von verschiedenen Firmen als Lagerhalle genutzt wurde.

Zuvor war das Gebäude in den frühen Morgenstunden des 10. März 1975 von einem Großfeuer stark beschädigt worden. Dort war es bereits im September 1974 nach einer Brandstiftung zu einem kleinen Feuer gekommen. In beiden Fällen kam kein Bewohner dauerhaft zu Schaden, ebenso wenig wie durch eine defekte Heizung, die im Februar 1964 für Rauchgasvergiftungen verantwortlich war.

Seit Ende der 1960er Jahre legten die Söhne des Erwerbers, Eberhard und Frank Ehrhardt, als Sprecher einer aus fünf Parteien bestehenden, verstreuten Erbengemeinschaft wiederholt neue Pläne für das Gebäude vor. Dazu gehörte laut einem Zeitungsartikel von September 1979 auch die Rückkehr des Zirkus Busch-Roland in eine neue Arena für bis zu 2500 Zuschauer mit angeschlossenem Hotel und einer Ladenpassage.[5] Zugleich wurde 1978 über ein Projekt des Zirkus Barum berichtet, die Schilleroper wieder dauerhaft als festen Zirkusbau und für einen sog. „Winterzirkus“ zu nutzen.[6]

Auch eine Theaternutzung wurde im Jahre 1979 noch einmal erwogen, als das Deutsche Schauspielhaus nach einer Ausweichspielstätte für die Spielzeit 1980/81 suchte, wofür das Gebäude renoviert und umgebaut werden sollte. Der Plan scheiterte jedoch am Einspruch des Bezirksamts Mitte, das sich auf die Ausweisung des Areals als Grünfläche im Bebauungsplan berief.

Ende der 1970er Jahre gab das Gebäude dem Gebiet der städtebaulichen Sanierung „St. Pauli-Nord S1 Schilleroper“, das im Jahr 2004 formell abgeschlossen wurde, seinen Namen.[7][8][9] Die Schilleroper wurde in diesem Zusammenhang zeitweilig als Standort für ein kommunales Stadtteilzentrum in Betracht gezogen,[10][11] für das im Rahmen des sogenannten „Armutsbekämpfungsprogramms“ der Stadtentwicklungsbehörde ein besonders hoher Bedarf gesehen wurde.[12][13] Sie unterliegt seither besonderen Bindungen und Auflagen des Baurechts, die Umbauten oder einen Abbruch mit zusätzlichen Genehmigungsanforderungen (sog. „sanierungsrechtliche Genehmigung“ nach §§ 144f. Baugesetzbuch) versehen. Diese Auflagen gelten fort, da das Grundstück der Schilleroper ausdrücklich nicht aus der Sanierungsbindung entlassen wurde.

Im Jahr 1986 wurde ein neuer Bebauungsplan (St. Pauli 24) aufgestellt, der anstelle der Schilleroper eine „Gemeinbedarfsfläche“ mit öffentlich begehbarer Marktfläche und Läden zur Nahversorgung vorsah. Zu dieser Zeit wurde ein (Teil-)Abbruch bzw. umfassender Umbau des Gebäudes als vorteilhaft betrachtet, weil man bei einer Wiederbelebung als Theater oder Veranstaltungszentrum mit nicht hinnehmbaren Lärm- und Verkehrsbelastungen für das hoch verdichtete, umliegende Wohn- und Gewerbegebiet rechnete. Zudem hatte das nördlich anschließende Schanzenviertel noch nicht den Charakter eines über Hamburg hinaus bekannten Ausgeh- und Vergnügungsstadtteils, so dass eine „neue Schilleroper“ als Fremdkörper ohne wirtschaftlich tragfähige Perspektive erschien.

Trotzdem begannen die Eigentümer des Ensembles seit 1988 mit den Vorbereitungen für eine erneute kulturelle Nutzung, zunächst in Form eines Kulturvereins, der auch den Betrieb des Kinos in der nahe gelegenen Bernstorffstr. 93-95 wieder aufnahm. Anfang der 1990er Jahre wurden von Seiten des Eigentümers und Geschäftsführers der Hanseatischen Mediengesellschaft Schilleroper mbH Eberhardt Ehrhardt auf Grundlage des Bebauungsplans von 1986 weitere neue Planungen für ein Veranstaltungszentrum, Büros, Restaurants und Läden an die Öffentlichkeit getragen: Nach Plänen des Hamburger Architektenbüros BRT (Bothe, Richter, Teherani) sollte dazu der Zentralbau abgebaut, saniert und auf einem 5 Meter hohen Sockel als Veranstaltungsbereich für bis zu 800 Personen neu errichtet werden. Dies wurde vom zuständigen Bezirk Hamburg-Mitte jedoch mit folgender Begründung zurückgewiesen: „Der Kern der Nutzung, nämlich der multifunktionale Veranstaltungsbereich sowie die Büronutzung, schließen Musik, Theater, Konferenzen und weitere Veranstaltungen ein, deren planungsrechtliche Unzulässigkeit bereits gerichtlich festgestellt wurde.“[14]

Seit 1993 klagte der Eigentümer in mehreren Instanzen auf Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans und des Erneuerungskonzepts für das Sanierungsgebiet. Dies löste bei Kommunalpolitikern die Forderung aus, wegen der fortgesetzten Verstöße gegen die Sanierungsziele ein Enteignungsverfahren gegen den Eigentümer einzuleiten.

In den 1990er Jahren kam es auch wegen der Unterbringung von vorwiegend afghanischen Asylbewerbern in dem bereits stark „herunter gekommenen“ Gebäude zu heftigen politischen Auseinandersetzungen. Nachdem die Anbauten bereits seit Januar 1990 mehrere Jahre lang für Asylbewerber genutzt worden waren, mietete der Bezirk Hamburg Mitte auf Veranlassung des Bezirksamtsleiters Rolf Miller (SPD) von 1997 bis 1999 für ca. 1,5 Millionen DM erneut Unterkünfte in dem Gebäude von der der Pächterin des Gebäudes, der „PR Beherbergungs-Betriebe GmbH (Norderstedt)“, für rund 70 Flüchtlinge an. Diese Unterkünfte wurden vom Hamburger Flüchtlingsrat als menschenunwürdig eingestuft, da es hineinregnete und in diversen Räumen Köder zur Rattenbekämpfung ausgelegt werden mussten. Auch fehlten Kochgelegenheiten, Sanitäreinrichtungen und sogar Heizungen weitgehend. Daher protestierten zum Umzug aufgeforderte Asylbewerber aus einer benachbarten Unterkunft in der Schanzenstr. 2-4 heftig gegen die behördlichen Umzugsanordnungen. Selbst die zuständige Sozialdezernentin des Bezirksamts weigerte sich daher, eine Zwangseinweisung afghanischer Familien vornehmen zu lassen.[15] Nachdem das Verwaltungsgericht die Einweisungsverfügung des Bezirksamts Mitte in einer Eilentscheidung für rechtswidrig erklärt hatte,[16] wurden schließlich nicht, wie anfangs geplant, rund 20 Familien dort einquartiert, sondern überwiegend alleinstehende Männer aus Afghanistan und dem ehemaligen Jugoslawien sowie Obdachlose. Dies veranlasste den Eigentümer in der Folgezeit zu einer Klage auf Schadensersatz wegen höheren Energieverbrauchs, erhöhten Betreuungsaufwands und vorgeblicher Schäden durch Vandalismus.[17][18]

Parallel dazu wurden Klagen und Zwangsmaßnahmen gegen die sanierungsunwilligen Eigentümer eingestellt, um ihm die Einleitung einer Sanierung nach den Vorgaben des Erneuerungskonzepts für das Gebiet Schilleroper zu ermöglichen. Ein städtebaulicher Vertrag, der die Eigentümer im Gegenzug für die Anmietung des Gebäudes zu einer Sanierung verpflichtet hätte, wurde jedoch nicht abgeschlossen.[19]

Diese reichten Mai 1998 daher erneut einen Bauvorbescheidsantrag für den Umbau nach den Plänen des Büros BRT und finanziert von der Hanseatica Property Development GmbH & Co. KG ein, der einen Abbruch großer Teile des Ensembles zugunsten neuer Büro-, Gastronomie- und Einzelhandelsflächen und einer Tiefgarage mit 90 Stellplätzen vorsah.

Während man 1998 noch den Abriss plante,[20] wird das Gebäude (und hier insbesondere das Stahlskelett als Beispiel früh-industrieller Tragwerksarchitektur) heute in der Liste der denkmalwürdigen Gebäude geführt.[21] Es steht jedoch bisher (Stand: Oktober 2011) nicht als eingetragenes Kulturdenkmal der Stadt Hamburg (Bebauungsplan-Kennzeichen „KD“ mit laufender Nummer) unter Denkmalschutz, wie gelegentlich irrtümlich berichtet wurde.[22]

Das Gebäude erscheint heute im oberen Teil als Rotunde (Rundbau). Den Dachaufbau bildet eine sog. Laterne, d.h. ein leuchtturmartiges Oberlicht. Der ein- bis zweigeschossige untere Teil besteht aus niedrigen Vorbauten mit Fenstern sowie einem 2-geschossigen, kubischen, verputzten Eingangsbereich (zeitweilig mit der Aufschrift „Neue Schilleroper“ und einem Schiller-Porträt). In dem zweigeschossigen Foyer befand sich seit 1990 zunächst ein italienisches Restaurant und – nach einer längeren Umbauzeit – seit Februar 1994 das Bar-Restaurant „Alte Schilleroper“, das gehobene Gastronomie anbot.[23] Da dieses Angebot offenbar zu diesem Zeitpunkt nicht standortgerecht war, wurde das Restaurant seit Februar 1997 zum Musikclub umgenutzt.

21. Jahrhundert[Bearbeiten]

Im Jahr 2000 wurden im Foyer Swing-Partys mit Musik aus den 1930er und -40er Jahren durchgeführt, die an die frühere Theaternutzung anknüpfen sollen. Die gastronomische und Veranstaltungsnutzung des Foyergebäudes wurde anschließend fortgesetzt. Gleichzeitig setzten auch die Stadt Hamburg und die Eigentümer den seit Jahrzehnten geführten Streit um das Gebäude und seine Zukunft fort.

Zunächst wurde jedoch im Herbst 2001 ein neues bauliches Konzept für den Erhalt präsentiert. Es umfasste die „Translozierung“ (Versetzung) der Rotunde, die Sanierung des – zuvor vollständig demontierten – Stahlskelettbaus und eine ergänzende Mantelbebauung, bestehend aus einem ca. 21,5 Meter hohen Wohn- und Gewerbegebäude im Süden des Grundstücks und einem maximal 10 Meter hohen Verbindungsbau.[24][25] Dieses Konzept verschwand jedoch für das gesamte folgende Jahrzehnt in der Schublade.

Seine Grundlage war ein neuer, vorhabenbezogener Bebauungsplan (St. Pauli 42 – Schilleroper) des renommierten Hamburger Stadtplaners Jo Clausen-Seggelke, der einvernehmlich mit den Eigentümern aufgestellt worden war. Er umfasst ausschließlich den Baublock der Schilleroper zwischen den Straßen Bei der Schilleroper und Lerchenstraße. Dieser Plan wurde am 18. Oktober 2004 amtlich festgestellt.[26][27]

Als Zwischennutzung wurde bereits seit Juli 2003 für zweieinhalb Jahre im Vorbau der Rotunde der Subkultur-Club „Schilleroper“ betrieben. Hier traten nationale wie internationale Künstler in zahlreichen Konzerten und Lesungen auf, so dass die „Schilleroper“ schnell auch über Hamburg hinaus bekannt und zu einer „angesagten Location“ wurde. Auch zahlreiche Musiker und Gruppen der sog. „Hamburger Schule“ traten hier auf.

Am 31. März 2006 wurde der Club aus vertraglichen sowie finanziellen Gründen wieder geschlossen und reihte sich damit in eine lange Reihe von Club-Schließungen ein.[28] Nach dieser bisher letzten temporären bzw. Zwischennutzung sind sowohl der Zentralbau als auch die Anbauten seither ungenutzt, während sich das Umfeld immer stärker kommerzialisiert.

Im Jahr 2008 bemühten sich Bernhard Paul (Gründer des Circus Roncalli) sowie die Betreiber eines benachbarten Kinos erfolglos um den Erwerb bzw. die Anmietung der Schilleroper. Zu Beginn des Jahres 2011 wurde den Eigentümern gerichtlich ein weiterer Vergleichsvorschlag zur Erhaltung und Sanierung des Gebäudes auf Basis des geltenden Bebauungsplans unterbreitet. Er umfasst u. a. die Versetzung der Rotunde und eine Mantelbebauung auf dem dadurch arrondierten Grundstücksrest.

Für eine Instandhaltung oder einen Umbau des Gebäudes gab es bis zum Herbst 2011 ebenso wenig Hinweise wie auf alternative Möglichkeiten einer zeitweiligen oder dauerhaften Nutzung. Am 1. Oktober 2011 besetzten Aktivisten das leerstehende Gebäude, wurden aber nach wenigen Stunden von der Polizei geräumt. [29]

Rezeption[Bearbeiten]

Eine ausführliche Beschreibung der Geschichte und Nutzung der Schilleroper bis zum Beginn der 1980er Jahre, gestützt auf Berichte und Lebensbeschreibungen von Künstler/innen und Mitarbeiter/innen der Theater- und Unterhaltungsbetriebe, findet sich in dem Taschenbuch Die Schiller-Oper in Altona. Eine Archäologie der Unterhaltung. von Horst Königstein. Die unterschiedlichen historischen Episoden sind mit zahlreichen Abbildungen illustriert. Ergänzend zum Buch entstand Anfang der 1980er Jahre der Film Schiller-Oper: Ein vergessenes Theater in Hamburg-Altona.

Literatur[Bearbeiten]

  • Programme 1932-1939 der Oper im Schiller-Theater / Schiller-Oper <Altona> / Schiller-Oper <Hamburg> (Standort: Universität Hamburg, Zentrum für Theaterforschung / Hamburger Theatersammlung.)
  • Paul Möhring: Schiller-Theater und Schiller-Oper: Hamburg-Altona; 1905-1939. Typoskript (56 Seiten). Hamburg [ca.] 1940. (Standort: Universität Hamburg, Zentrum für Theaterforschung / Hamburger Theatersammlung.)
  • Paul Möhring: Von Ackermann bis Ziegel: Theater in Hamburg. Hamburg 1970.
  • SAGA: Stadterneuerung in Hamburg: Vorbereitende Untersuchung nach dem Städtebauförderungsgesetz; St. Pauli-Nord, Schilleroper / Thadenstraße. Teil A: Beurteilung der Notwendigkeit der Sanierung. Hamburg 1979, und Teil B: Erneuerungskonzept – Planung und Durchführung. Hamburg 1980.
  • Horst Königstein: Die Schiller-Oper in Altona. Eine Archäologie der Unterhaltung Frankfurt/M. 1983, ISBN 3518373323
  • Hermann Hipp: Freie und Hansestadt Hamburg, Köln, 3. Auflage 1996, ISBN 3770115902
  • Anke Rees: Die Schiller-Oper in Hamburg: Der letzte Zirkusbau des 19. Jahrhunderts in Deutschland, Hamburg 2010, ISBN 978-3-00-032384-3

Film[Bearbeiten]

  • Horst Königstein (Regie): Schiller-Oper: Ein vergessenes Theater in Hamburg-Altona., 1980, Festival dei Popoli, Florenz; (Fernsehfilm: 90 Minuten. TV-Erstausstrahlung: NDR-Fernsehen, 3. Programm, 2. Januar 1981.)[30]

Hörfunk[Bearbeiten]

  • NDR 90,3 - Abendjournal Spezial: Schilleroper; Autor: Daniel Kaiser; Sendetermin: 19. Februar 2011, 20.10 Uhr; Dauer: 33:36 Minuten[31]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Christa Fladhammer/Michael Wildt: Max Brauer im Exil. Briefe und Reden 1933-1946. Christians, Hamburg 1994 ISBN 3-7672-1219-6, S. 24–27 und 196
  2. Olaf Bartels: Altonaer Architekten - eine Stadtbaugeschichte in Biographien. Hamburg 1997, ISBN 3-88506-269-0
  3. Eberhard von Wiese: Am Neuen Pferdemarkt ließ schon Franz Lehár die Puppen tanzen. In: Hamburger Abendblatt vom 1. März 1980
  4. Todesfahrt unter der Kuppel. In: Hamburger Abendblatt vom 22. August 1951
  5. Zirkus als „Untermieter“. In: Hamburger Abendblatt vom 17. September 1977
  6. Michael Schweer: Selbst im Winter sollen in Hamburg die Bären tanzen. In: Hamburger Abendblatt vom 19. Mai 1978
  7. Seite nicht mehr abrufbar, Suche im Webarchiv:[1] [2] Vorlage:Toter Link/www.hamburg.dePlanabbildung des Sanierungsgebiets St. Pauli-Nord S 1 Schilleroper, Bearbeitungsstand: September 2008; aufgerufen am 30. Oktober 2011
  8. Seite nicht mehr abrufbar, Suche im Webarchiv:[3] [4] Vorlage:Toter Link/www.hamburg.deLuftbild des Sanierungsgebiets St. Pauli-Nord S 1 Schilleroper; aufgerufen am 30. Oktober 2011
  9. Seite nicht mehr abrufbar, Suche im Webarchiv:[5] [6] Vorlage:Toter Link/www.hamburg.dePlanabbildung des Erneuerungskonzepts für das Sanierungsgebiet St. Pauli-Nord S 1 Schilleroper, Stand: Januar 2004; aufgerufen am 30. Oktober 2011
  10. Bezirk saniert Eigentümer, taz Hamburg Nr. 5074 vom 9. November 1996; aufgerufen am 8. November 2011
  11. Stadtteilzentrum ade, taz Hamburg Nr. 5084 vom 21. November 1996; aufgerufen am 8. November 2011
  12. Soziale Stadt – Bundestransferstelle. Endbericht, Abschnitt 9.3
  13. F + B Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt-GmbH, Evaluation der Maßnahmen zur Armutsbekämpfung als Bestandteil sozialer Stadtentwicklung. Ergebnisse der zweiten Projektstufe der begleitenden Evaluation und Gesamtbewertung im Auftrage der Stadtentwicklungsbehörde Hamburg, Hamburg 1997 (Anlage zur Drucksache Nr. 15/7778 der Hamburgischen Bürgerschaft)
  14. Schilleroper: Neues Zentrum oder historisches Denkmal?’’, In: Hamburger Abendblatt vom 13. August 1998
  15. "Denen geht der Arsch auf Grundeis", taz Hamburg Nr. 5228 vom 16. Mai 1997; aufgerufen am 8. November 2011
  16. Schmierentheater in der Schilleroper, taz Hamburg Nr. 5232 vom 22. Mai 1997; aufgerufen am 8. November 2011
  17. Obdachlose in die Oper, taz Hamburg Nr. 5239 vom 30. Mai 1997; aufgerufen am 9. November 2011
  18. Geld oder Männer, taz Hamburg Nr. 5255 vom 18. Juni 1997; aufgerufen am 8. November 2011
  19. Mut zur Gedächtnislücke, taz Hamburg Nr. 5208 vom 21. April 1997; aufgerufen am 8. November 2011
  20. Supermarkt statt Varieté: Die Schilleroper in Hamburg soll abgerissen werden, veröffentlicht am 8. Juni 1998; abgerufen am 23. Oktober 2011
  21. Verzeichnis der erkannten Denkmäler nach §7a Hamburgisches Denkmalschutzgesetz ..., Abschnitt A - E (Stand: 13. April 2010) (PDF; 1,9 MB)
  22. Schilleroper: Bezirk lehnt Abrissantrag ab, Hamburger Abendblatt vom 29. September 2007; aufgerufen am 23. Oktober 2011
  23. Feines Futter im Foyer. Schilleroper lockt bald mit Vier-Gänge-Menüs. In: Hamburger Abendblatt vom 13. März 1992
  24. Das Comeback der Schilleroper, Hamburger Morgenpost vom 15. Oktober 2001; aufgerufen am 23. Oktober 2011
  25. Schilleroper: Das ist ihre Zukunft (PDF; 189 kB), Hamburger Abendblatt vom 11. Oktober 2001; aufgerufen am 23. Oktober 2011
  26. Verordnung über den Bebauungsplan St. Pauli 42 vom 18. Oktober 2004 (PDF; 609 kB), veröffentlicht am 3. November 2004 im Hamburgischen Gesetz und Verordnungsblatt (Teil I), Nr. 46 (2004), Seite 391, vom 3. November 2004; aufgerufen am 30. Oktober 2011
  27. Planabbildung und Verordnung über den Bebauungsplan St. Pauli 42 vom 18. Oktober 2004 (PDF; 715 kB); aufgerufen am 30. Oktober 2011
  28. Die "Schilleroper" macht Feierabend, Hamburger Abendblatt vom 16. März 2006; aufgerufen am 23. Oktober 2011
  29. Hamburger Morgenpost online: Polizei beendet die Besetzung der Schilleroper, Artikel vom 3. Oktober 2011, abgerufen am 4. Dezember 2012
  30. Das vergessene Theater. In: Die Zeit vom 2. Januar 1981
  31. Seite nicht mehr abrufbar, Suche im Webarchiv:[7] [8] Vorlage:Toter Link/www.ndr.deNDR 90,3 Hörfunk; aufgerufen am 31. Oktober 2011

53.5580555555569.9616666666667Koordinaten: 53° 33′ 29″ N, 9° 57′ 42″ O