Schwalefeld

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51.3072222222228.63512Koordinaten: 51° 18′ 26″ N, 8° 37′ 48″ O

Schwalefeld
Höhe: 512 m
Fläche: 8,35 km²
Einwohner: 842 (15. Jan. 2010)
Eingemeindung: 1. April 1972
Eingemeindet nach: Willingen
Postleitzahl: 34508
Vorwahl: 05632
Panoramablick von Osten über Schwalefeld

Panoramablick von Osten über Schwalefeld

Schwalefeld ist ein Ortsteil von Willingen im Upland, Landkreis Waldeck-Frankenberg, Hessen (Deutschland).

Die Ortschaft, die wegen ihrer geografischen Lage und alter Burgruinen auch als „Mutter des Uplands“ gilt, ist Wintersportgebiet und Luftkurort.

Geografische Lage[Bearbeiten]

Schwalefeld liegt im Naturpark Diemelsee 2 km nordöstlich des Willinger Kernorts und 1,3 km (jeweils Luftlinie) west-südwestlich von Rattlar. Der Ort befindet sich auf 520 bis 807 m ü. NN und wird in Süd-Nord-Richtung vom Itter-Zufluss Aarbach durchflossen.

Geschichte[Bearbeiten]

Luftaufnahme von Schwalefeld

Im 8./10. Jahrhundert entstand auf dem Hegeberg eine Ringwallanlage, die Schwalenburg, deren Ursprung bis heute unbekannt ist. Urkundlich wird die Burganlage erstmals im Landregister von 1537, als Burg von nicht geringen Umfang erwähnt.[1] In anderen Quellen [2] wird von einer altsäschische Burg gesprochen, die zur Zeit Karl des Großen von den Franken zerstört worden sein könnte.

1333 wird der Ort erstmals erwähnt . 1464 belehnt Graf Wolrad II. einen Heinrich von Immichusen mit einer Hufe Land. 1497 wird eine Wüstung "lüttiden Schwalefeld" erwähnt, diese war ab 1537 ein Lehngut der Herren von Viermünden. 1537 gehört das ganze Dorf den Waldecker Grafen.[3]

Lange ging man von einer Ersterwähnung um 1380 aus. 2008 beging man, basierend auf dem Jahr 1333, die 675-Jahrfeier.

Am 1. April 1972 wurden Schwalefeld und Rattlar in die Gemeinde Willingen eingegliedert. Diese fusionierte am 1. Januar 1974 mit Upland zur Gemeinde Willingen (Upland) im Landkreis Waldeck-Frankenberg.[4]

Vereine[Bearbeiten]

  • Turn- und Sportverein Schwalefeld e.V., gegründet 1921
  • Freiwillige Feuerwehr, gegründet 1934
  • Verkehrsverein Schwalefeld, gegründet 1936
  • Schützenverein Schwalefeld e.V., gegründet 1974 (ehemals Kriegerverein, gegründet 1880)
  • Gesangverein Eintracht Schwalefeld, gegründet 1896
  • Tennisclub Schwalefeld, gegründet 1976

Tourismus[Bearbeiten]

Zahlreiche Hotels, Pensionen sowie Ferienwohnungen bieten Übernachtungsmöglichkeiten für die Gäste. In der Umgebung gibt es Wanderwege, die durch die Wälder des Aartals führen. Drei Kilometer entfernt liegt Willingen mit weiteren Freizeitangeboten. Vorhanden sind auch ein Mountainbike-Parcours sowie Spielplatz; der „Garten der Erholung“. Für die Gäste werden an Sommertagen Konzerte auf dem Kurplatz angeboten.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Schwalefeld ist noch stark ländlich geprägt. Der Luftkurort verfügt über einen Lebensmittelladen, ein Bank-Center sowie mehrere Freizeitangebote und Restaurants.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Evangelischer Kindergarten

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schwalefeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Louis Curtze - Geschichte des Fürstenthums Waldeck, S. 644
  2. J. A. Varnhagen - Geschichte des Fürstenthums, S. 52
  3. Louis Curtze - Geschichte des Fürstenthums Waldeck, S. 643
  4.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 409.