Willingen (Upland)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Willingen (Upland)
Willingen (Upland)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Willingen (Upland) hervorgehoben
51.2933333333338.6138888888889550Koordinaten: 51° 18′ N, 8° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Waldeck-Frankenberg
Höhe: 550 m ü. NHN
Fläche: 80,19 km²
Einwohner: 5946 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 74 Einwohner je km²
Postleitzahl: 34508
Vorwahl: 05632
Kfz-Kennzeichen: KB, FKB, WA
Gemeindeschlüssel: 06 6 35 022
Gemeindegliederung: 9 Ortsteile mit Stryck
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Waldecker Straße 12
34508 Willingen
Webpräsenz: www.gemeinde-willingen.de
Bürgermeister: Thomas Trachte (parteilos)
Lage der Gemeinde Willingen (Upland) im Landkreis Waldeck-Frankenberg
Hatzfeld (Eder) Battenberg (Eder) Bromskirchen Allendorf (Eder) Burgwald (Gemeinde) Rosenthal (Hessen) Gemünden (Wohra) Haina (Kloster) Frankenberg (Eder) Frankenau Bad Wildungen Lichtenfels (Hessen) Korbach Willingen (Upland) Diemelsee (Gemeinde) Diemelstadt Vöhl Volkmarsen Bad Arolsen Twistetal Waldeck (Stadt) Edertal Nordrhein-Westfalen Landkreis Kassel Schwalm-Eder-Kreis Landkreis Marburg-BiedenkopfKarte
Über dieses Bild
Panoramablick von Osten auf Willingen (Kernort ohne Stryck) mit dem Hoppernkopf
…und von Nordwesten, hier mit dem Willinger Hausberg, dem Ettelsberg, im mittleren Hintergrund.

Willingen (Upland) ist eine Gemeinde im Upland, dem nordöstlichen Teil des Rothaargebirges. Sie gehört zum Landkreis Waldeck-Frankenberg in Hessen (Deutschland) und grenzt direkt an den Hochsauerlandkreis in Nordrhein-Westfalen.

Die urkundliche Ersterwähnung Willingens geht auf das Jahr 1380 zurück. In ihrer heutigen Form besteht die Gemeinde seit der Gebietsreform 1974, als die heutigen Ortsteile zur neuen Gemeinde Willingen zusammengelegt wurden. Willingen ist Wintersportort und wirbt in der Regel mit dem Zusatz Hochsauerland. International bekannt ist es durch die jährlich stattfindenden Weltcup-Skispringen der FIS an der Mühlenkopfschanze und der 2007 erbauten EWF-Biathlon-Arena. Wahrzeichen von Willingen ist ein Viadukt, das im Ersten Weltkrieg erbaut wurde und bis heute als Eisenbahnbrücke genutzt wird.

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde Willingen liegt im Nordwesten von Nordhessen im Nordostteil des Rothaargebirges und im Rahmen ihrer Kernortschaft etwa 60 km (Luftlinie) westlich von Kassel. Das Gemeindegebiet entspricht dem Gebiet der Region Upland.

In diesem Teil des Rothaargebirges entspringen neben der Diemel auch deren Zuflüsse Hoppecke und Itter. Die Quellen liegen etwa 400 m auseinander, umgeben von Langenberg (843,2 m) an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen, Mittelsberg (801 m), Hegekopf (842,9 m), Mühlenkopf (ca. 815 m) und Ettelsberg (837,7 m). Im Gebiet des Langenberges liegt mit über 843 m der höchste Punkt des Gemeindegebiets, wobei sich der Gipfelpunkt etwa 20 m von der Gemeindegrenze entfernt auf dem Gebiet Nordrhein-Westfalens befindet.

Die Hoppecke fließt nach Norden ab, erreicht nach kurzem Lauf den westlichen Ortsrand von Willingen. Weiter nach Norden fließend verlässt die Hoppecke wenig später das Gemeindegebiet Richtung Brilon-Wald. Nordwestlich der Hoppecke bildet der Höhenzug zwischen Langenberg und Hoppernkopf (805 m) die Grenze zu Olsberg und Brilon. Der Hoppernkopf leitet nach Norden zum Höhenzug Schellhorn (max. 761 m) über, der in Nordrhein-Westfalen im Stadtgebiet von Brilon liegt.

Die etwas südlicher entspringende Itter durchfließt das Waldgebiet Stryck zunächst in östlicher Richtung, wendet aber ihren Lauf bald ebenfalls nach Norden und passiert dabei die Ortschaft Stryck. Anschließend durchfließt sie Willingen am östlichen Ortsrand. Östlich liegen Iberg (720,5 m) und Orenberg. Weiter in nordnordöstliche Richtungen fließend führt ihr Weg westlich von Schwalefeld vorbei Richtung Diemelsee. Kurz vor Bontkirchen verlässt die Itter das Gemeindegebiet. Nördlich von Willingen trennt der Höhenzug des Dreis mit dem Hohen Eimberg (806,1 m) Hoppecke und Itter.

Östlich des Itteroberlaufs ragen Musenberg (738 m), Hohe Pön (792,7 m), Emmet (742,5 m) und Auf’m Knoll (739,3 m) auf. An der Ostflanke des Knoll entspringt die Diemel, die nach Norden abfließt. Nach rund 2 km durchfließt sie den Ortsteil Usseln. Ihr weiterer Weg führt sie westlich an Osterkopf (708,5 m) und Sähre (726 m) vorbei. Anschließend wendet sie ihren Lauf nach Osten, durchfließt den Ortsteil Hemmighausen und verlässt anschließend das Gemeindegebiet.

Südlich von Usseln entspringt die Neerdar. Diese durchfließt das östliche Gemeindegebiet von West nach Ost, wobei sie mehrfach die Richtung ändert. Dabei durchfließt sie die Ortschaften Neerdar und Bömighausen bevor sie das Gemeindegebiet verlässt. Während die Berge im Quellgebiet der Neerdar über 600 m hoch aufragen, flacht die Landschaft Richtung Osten merklich ab. Im Südosten liegt mit 401 m Höhe die niedrigste Stelle im Gemeindegebiet im Tal der Neerdar. Der Werbelberg nördlich von Bömighausen erreicht noch eine Höhe von 553,8 m.

Flächennutzung und Ausdehnung des Gemeindegebiets[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet erstreckt sich über rund 15,8 km vom Langenberg im Westen bis zum Rhenatal im Osten und über rund 11 km zwischen Twerenberg im Norden und Hopperkopf im Süden.[2]

Das 80,19 Quadratkilometer große Gemeindegebiet umfasst 297 Hektar (ha) Gebäude- und Freifläche, 8 ha Betriebsfläche, 34 ha Erholungsfläche, 438 ha Verkehrsfläche, 2.990 ha Landwirtschaftsfläche, 4.154 ha Waldfläche, 54 ha Wasserfläche und 44 ha Gemeindefläche unterliegen einer anderen Nutzungsart.[3]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Willingen grenzt im Norden an die Gemeinde Diemelsee, im Osten an die Stadt Korbach (beide in Nordhessen), im Süden an die Stadt Medebach, im Südwesten an Stadt Winterberg, im Westen an die Stadt Olsberg und Nordwesten an die Stadt Brilon (alle vier im Hochsauerlandkreis in Nordrhein-Westfalen).

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Willingen gliedert sich in die Ortsteile Bömighausen (276 Einwohner), Eimelrod (463 Einwohner), Hemmighausen (99 Einwohner), Neerdar (112 Einwohner), Rattlar (329 Einwohner), Schwalefeld (600 Einwohner), Usseln (1.723 Einwohner), Welleringhausen (87 Einwohner) und Willingen (2.462 Einwohner) mit Hoppern und Stryck.[4] Die für die Ortsteile angegebenen Einwohnerzahlen sind die Hauptwohnsitze gemäß der Angabe der Gemeinde Willingen.[5]

Klima[Bearbeiten]

In Willingen herrscht typisches Mittelgebirgsklima. Es wird durch den in diesem Bereich vorherrschenden Übergangsbereich zwischen dem subatlantischen und dem subkontinentalen Klima geprägt. Kennzeichen hierfür sind feuchte, kühle Sommer und milde Winter. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei 6,4 °C, der Mittelwert der Niederschlagsmengen bei 1.225,7 mm und die Sonnenstunden bei 3,7 Stunden/täglich. Einzelne Monatsmittelwerte können der Klimatabelle entnommen werden.

Durchschnittstemperaturen, -niederschläge und Sonnenscheindauer für Willingen (Upland)
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Temperatur (°C) −1,3 −1,0 1,4 4,8 9,5 12,8 14,3 13,9 11,3 7,7 2,8 0,0 Ø 6,4
Niederschlag (mm) 122,9 84,1 105,2 92,1 98,0 104,7 109,8 94,5 83,2 87,2 112,0 132,0 Σ 1.225,7
Sonnenstunden (h/d) 1,2 2,4 3,2 4,6 5,7 5,5 5,7 5,7 4,5 3,6 1,6 1,2 Ø 3,7
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
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d
e
r
s
c
h
l
a
g
122,9
84,1
105,2
92,1
98,0
104,7
109,8
94,5
83,2
87,2
112,0
132,0
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: 1. Temperatur, Niederschlag und Sonnenstunden: Deutscher Wetterdienst Mittelwerte Willingen für den Zeitraum 1961–1990

Geschichte[Bearbeiten]

Die Ursprünge der Dörfer um Willingen liegen wahrscheinlich in der Zeit um 1000. Nach der Christianisierung wurde um 870 n. Chr. die erste Kirche in Usseln errichtet.[6] Die große Ringwallanlage der Schwalenburg bei Schwalefeld, die wahrscheinlich zwischen dem späten 8. und 10. Jahrhundert entstand, deutet ebenfalls auf eine Besiedlung hin. Willingen wurde 1380 erstmals urkundlich erwähnt. Zunächst bestand der Ort, wie in vielen Uplandgemeinden, nur aus wenigen Lehnshöfen. Die schwierigen klimatischen Bedingungen im Upland ließen hier die Besiedlung nur langsam entstehen. Die nur wenigen Gehöfte gehörten zunächst zur Herrschaft Padberg. Später gehörte Willingen zu Waldeck.

Eine von 1340 bis 1470 andauernde Wüstungsperiode führte zum völligen Niedergang. Erst im 15. und 16. Jahrhundert kamen Willingen und ein Teil der anderen Uplandgemeinden in den Besitz der Waldecker Grafen. Im Stryck richteten die Waldecker Grafen eine Oberförsterei für die Pflege der umfangreichen Waldjagdgebiete ein. Es folgte eine erneute Aufbauzeit, die etwa von 1480 bis 1620 andauerte. Der Waldreichtum im Upland veranlasste die Waldecker Grafen, auch Eisenhütten zur Eisenerzeugung und Hämmer für die Verarbeitung des Eisens anzulegen. Seit 1530 gab es in der Nähe von Willingen ein Hammerwerk. In Willingen gab es drei bis vier Hütten mit den dazugehörenden Hämmern sowie acht bis zehn Betriebe. Hergestellt wurden Kleineisenwaren wie Nägel und Säbel, die anschließend im Wanderhandel bis hin nach Holland, Österreich und Polen verkauft wurden.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort fast vollständig vernichtet. Durch Kriegsereignisse und schwere Pestepidemien ging die Bevölkerungszahl um etwa 2/3 zurück.[7] Im Siebenjährigen Krieg (1756 bis 1763) wurde der anschließende Wiederaufbau abermals unterbrochen. Auf der Grafschaft Waldeck lastete danach eine Schuldenlast von mehr als 800.000 Reichstalern.

Im Jahr 1847 kam es zu einem großen Brand des Ortes, dem 47 Häuser zum Opfer fielen. Im 19. Jahrhundert waren die Erwerbsmöglichkeiten außerordentlich beschränkt. Ein Großteil der männlichen Einwohner zog alljährlich im Rahmen des Sauerländer Wanderhandels in den Süden und Norden Deutschlands. Nur in den Wintermonaten kamen sie nach Willingen zurück.[8]

1898 wurde die geschaffene Telefonverbindung mit dem Nachbarort Usseln eröffnet. Im Frühjahr 1913 begann man an mehreren Abschnitten mit dem Streckenbau der Uplandbahn zwischen Brilon Wald und Korbach. Am 1. Oktober des darauf folgenden Jahres wurde die Teilstrecke Brilon Wald – Willingen dem Verkehr übergeben.[9] Am 1. April 1917 trat die letzte Postkutsche ihre Fahrt an, um zukünftig der Eisenbahn das Feld zu überlassen.

Bis 1929 gehörte Willingen zum Freistaat Waldeck und kam nach dessen Auflösung zum Freistaat Preußen.

Im Zweiten Weltkrieg wurden die Züge der Uplandbahn wiederholt das Ziel von feindlichen Fliegerangriffen. Am 25. September 1944 wurden zahlreiche Reisende und der Lokführer verletzt, als der Mittagszug beschossen wurde. Am 24. Oktober hatte man vierzehn Tote und zahlreiche Verletzte nach einem Tieffliegerangriff zu beklagen. Ein voll beladener Munitionszug mit 28 Wagen, der im Willinger Bahnhof stand, explodierte am 20. März 1945 nach einem Luftangriff. Alle Häuser im näheren Umkreis wurden beschädigt und zum Teil unbewohnbar. Trümmerteile flogen bis ins weit westlich gelegene Ruhrtal.[10] Am 29. März 1945 wurde Willingen von einer aus Süden kommenden Panzerkolonne der US-Army kampflos besetzt.[11]

Ab 1942 gehörte der Ort zum Landkreis Waldeck (seit Januar 1974 Waldeck-Frankenberg). Zehn Jahre zuvor war Willingen als Luftkurort anerkannt worden. 1935 errichtete man die erste klimatische Wetterstation im Ort mit dem Ziel „Heilklimatischer Kurort“ zu werden. Dieses Ziel erreichte Willingen am 20. August 1957 mit der Anerkennung als Heilklimatischer Kurort.[12]

Der Bahnverkehr der Uplandbahn wurde im November 1999 vorübergehend eingestellt und im Dezember 2003 nach umfassenden Sanierungsarbeiten wieder aufgenommen. Allein für die Renovierung des Willinger Viaduktes wurden 9 Millionen Euro aufgebracht.

Religionen[Bearbeiten]

Willingen, Kirche

Wie ganz Waldeck wurde Willingen im 16. Jahrhundert evangelisch. Die evangelische Kirche wurde zur dominierenden Konfession. Eine Zunahme von katholischen Einwohnern fand erst nach dem Zweiten Weltkrieg durch die Zuwanderung insbesondere von Sudetendeutschen statt. Beide Konfessionen verfügen über Kirchengemeinden und Gotteshäuser am Ort.[13] Eine alte nicht mehr benötigte evangelische Kirche wurde in ein Restaurant umgewandelt.[14] Eine der im Rahmen der Zuwanderung errichteten katholischen Kirchen ist die St. Augustinus-Kirche

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Im Rahmen der hessischen Gebietsreform entstand in der ersten Hälfte der 1970er Jahre aus neun Gemeinden die heutige Gemeinde Willingen (Upland).[15]

Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Bömighausen 31. Dezember 1971 Zusammenschluss mit vier weiteren Gemeinden zu Upland
Eimelrod 31. Dezember 1971 Zusammenschluss mit vier weiteren Gemeinden zu Upland
Hemmighausen 1. Juli 1970 Eingemeindung nach Usseln
Neerdar 31. Dezember 1971 Zusammenschluss mit vier weiteren Gemeinden zu Upland
Rattlar 1. April 1972 Eingemeindung nach Willingen
Schwalefeld 1. April 1972 Eingemeindung nach Willingen
Upland 1. Januar 1974
Usseln 31. Dezember 1971 Zusammenschluss mit vier weiteren Gemeinden zu Upland
Welleringhausen 31. Dezember 1971 Zusammenschluss mit vier weiteren Gemeinden zu Upland
Willingen 1. Januar 1974

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Angegeben sind die Einwohnerzahlen der damaligen Gemeinden Willingen und Usseln.[16][15]

Jahr Willingen Usseln
1867/65 0654 0695
1885 0755 0726
1905 0742 0754
1925 1028 0897
1939 1142 1049
1961 1883 1149
1970 2247 1264

Die Einwohnerzahlen der anderen Ortsteile waren in den Jahren 1961 und 1970 (Volkszählungsergebnisse am 6. Juni bzw. am 27. Mai) wie folgt.[15]

Jahr Bömighausen Eimelrod Hemmighausen Neerdar Rattlar Schwalefeld Welleringhausen
1961 198 489 117 193 370 531 98
1970 226 484 110 167 369 581 100

Bereits seit 1990 ist die Bevölkerung leicht rückläufig. In anderen Teilen der Region wurde der demographische Wandel erst zehn Jahre später sichtbar. Im Vergleich mit dem Durchschnitt des Landes Hessen ist die Bevölkerungsentwicklung in Willingen besonders negativ. Die Zahl der jüngeren Bevölkerungsgruppen wird deutlich zurückgehen, während die Zahl der älteren überdurchschnittlich wächst. Jeder vierte Einwohner im Raum Willingen wird 2020 über 65 Jahre alt sein. In Hessen insgesamt liegt diese Zahl bei jedem fünften.[17]

Die Bevölkerung setzte sich am 31. Dezember 2007 aus 807 unter 15-jährigen (12,4 Prozent), 4.175 über 15- bis unter 65-jährigen Einwohnern (64,2 Prozent), sowie 1.524 Einwohnern ab 65 Jahren (23,4 Prozent) zusammen. 3.334 Personen waren weiblich (51 Prozent), 3.172 männlich (49 Prozent).[18]

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis:[19]

Kommunalwahl 2011
 %
40
30
20
10
0
32,6 %
31,7 %
19,7 %
16,0 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+1,2 %p
-4,3 %p
+2,1 %p
+1,0 %p
Parteien und Wählergemeinschaften  %
2011
Sitze
2011
 %
2006
Sitze
2006
 %
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 32,6 10 31,4 10 30,8 10
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 31,7 10 36,0 11 26,1 8
FDP Freie Demokratische Partei 19,7 6 17,6 5 13,4 4
FWG Freie Wählergemeinschaft Willingen (Upland) 16,0 5 15,0 5 13,9 4
WBL Willinger Bürgerliste - - - - 10,6 3
SBL Schwalefelder-Bürger-Liste - - - - 5,2 2
Gesamt 100,0 31 100,0 31 100,0 31
Wahlbeteiligung in % 51,7 51,2 56,3

Ergebnisse der letzten Parlamentswahlen[Bearbeiten]

Willingen gehört zum Bundestagswahlkreis Waldeck und zum Landtagswahlkreis Waldeck-Frankenberg I. Die Willinger Bürger wählten die Abgeordneten des Europaparlaments, des Bundestags und des Landtags mit folgenden Verhältnissen:[20]

Partei Europaparlament
7. Juni 2009
Bundestag
(Zweitstimmen)
27. September 2009
Landtag Hessen
18. Januar 2009
CDU 39,9 % 38,0 % 43,2 %
SPD 23,8 % 24,0 % 19,8 %
Grüne 7,1 % 6,2 % 6,1 %
FDP 21,3 % 22,7 % 25,3 %
PDS/Die Linke 1,5 % 6,0 % 3,0 %
Sonstige 6,4 % 3,0 % 2,6 %
Wahlbeteiligung 38,3 % 75,3 % 59,6 %

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde 30. Dezember 1968 durch das Hessische Innenministerium genehmigt.

Blasonierung: „In Gold über einem siebenzackigen, grünen Tannenschnittfuß ein achtstrahliger schwarzer Stern, belegt mit einem sechsstrahligen silbernen Schneekristall.“[21]

Das Wappen wurde durch den Heraldiker Heinz Ritt gestaltet.

Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge wurde am 23. Dezember 1987 durch das Hessische Innenministerium genehmigt.

„Die Flagge der Gemeinde Willingen zeigt das Gemeindewappen: In Gold über einem siebenzackigen, grünen Tannenschnittfuß, der das untere Drittel einnimmt, ein achtstrahliger schwarzer Stern, belegt mit einem sechsstrahligen weißen Schneekristall.“[22]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kulturelle Veranstaltungen werden unter anderem im „Besucherzentrum“ dargeboten. Seit 1993 besteht eine Amateurtheatergruppe. Seit 2009 nennt sie sich Theater Willingen.[23]

Im Jahr 2006 konnte der örtliche Gesangverein MGV Concordia 1881 Willingen auf eine 125-jährige Vereinsgeschichte zurückblicken. Gegründet wurde er als reiner Männergesangverein. Ein gemischter Chor wurde 2000 ins Leben gerufen.[24] Im gleichen Jahr gründete sich der Gospelchor Willingen, der sich im November 2001 den Namen The Highland-Gospelsingers gab. 2007 wurden vom Verein in Zusammenarbeit mit dem Chorleiter drei CDs und ein Chrobuch aufgelegt. Neben den Gospelsingers gibt es noch das Willinger Gospel-Quartett.[25]

Aus einer Fusion der Kyffhäuserkameradschaft und dem Willinger Schützenverein entstand 1977 die Schützengesellschaft Willingen e. V. vormals Kyffhäuserkameradschaft 1872. Die Schützenblaskapelle Willingen gründete sich im Sommer 1983 als Untergruppe der Schützengesellschaft Willingen.[26]

Museen[Bearbeiten]

In Willingen befindet sich das Besucherbergwerk „Schiefergrube Christine“, ein 1971 stillgelegtes Bergwerk. Ein Teil des ehemaligen Stollensystems wird für Führungen genutzt, bei welchen über die Gewinnung des Schiefers mittels Sprengung, den Transport von Schieferblöcken und die anschließende Bearbeitung des Materials über Tage informiert wird. In einer Ausstellung werden neben Gegenständen aus Schiefer und Schieferabfällen, Mineralien und Fossiles aus der Grube gezeigt. Im alten Spalthaus wird vorgeführt, wie Schiefer manuell und mit welchen Werkzeugen gespalten wurde.[27]

Das „Upländer Milchmuhseum“ widmet sich der Geschichte und heutigen Nutzung der Milch. Es befindet sich in einer ehemaligen Molkerei im Ortsteil Usseln. Teile des Museums sind interaktiv ausgelegt, Besucher können zum Beispiel selbst das Melken üben. Die Usselner Bauernmolkerei nahm 1996 Planungen für ein Museum auf, als ihr Führungen durch den Betrieb aus hygienischen Gründen verboten wurden. 2002 eröffnete das Milchmuhseum, das von einem gleichnamigen Verein getragen wird.[28]

Im „Curioseum“ -ebenfalls im Ortsteil Usseln gelegen- sind historische Traktoren, Pkws und Flugzeuge ausgestellt. Daneben finden sich dort eine Reihe weiterer Exponate wie Puppen, Holzschlitten und Modellschiffe, die unter dem Titel Kitsch, Kunst und Krempel zusammengefasst sind. Das Museum wird von Hans Schlömer betrieben, der seine Sammlung seit 2008 ausstellt.[29]

In der „Heimatstube Usseln“ zeigen Exponate und handwerkliche Vorführungen die früheren Lebensumstände in der Region. Das Museum wurde 1982 eröffnet und thematisiert unter anderem Handwerk und Hausarbeit im Upland. Über den Wintersport sowie die Flora und Fauna der Region wird ebenfalls informiert.

Ein Brauhaus und eine Glaserei zeigen innerhalb ihrer Betriebe die Herstellung und Geschichte der Produkte.[30]

Bauwerke[Bearbeiten]

Mühlenkopfschanze bei Willingen-Stryck
„Der Viadukt“ der Uplandbahn
Ein Sonderzug mit 212 376-8 im September 2012 auf dem Willinger Viadukt.

Mit der Mühlenkopfschanze verfügt Willingen über die größte Skisprungschanze der Welt, die keine Skiflugschanze ist. Das Bauwerk wurde 1951 eröffnet, 2000 umgebaut und 2006 umfassend renoviert. Der Konstruktionspunkt liegt bei 130 Metern, die Hillsize beträgt 145 Meter. Die Anlage hat ein Fassungsvermögen von bis zu 38.000 Zuschauern.[31] Eine Kleinkabinenbahn führt vom Auslauf zum Turm der Schanze. Alljährlich findet auf der Mühlenkopfschanze ein Wettbewerb des Skisprung-Weltcups statt.[32]

Der Viadukt, eine 294 Meter lange Talbrücke wurde zwischen 1914 und 1917 erbaut und noch heute für den Eisenbahnverkehr auf der Strecke Wabern–Brilon-Wald genutzt. Bei der Konstruktion handelt es sich um eine Bogenbrücke, deren höchster Punkt etwa 31 Meter über dem Tal liegt.[33] 1999 musste der Verkehr auf der Bahnstrecke unter anderem wegen Mängeln am Willinger Viadukt eingestellt werden. Nachdem die Außenhülle des Bauwerks durch die Witterung marode geworden war, entwickelte ein Kasseler Ingenieursbüro ein neuartiges Sanierungsprinzip. Damit konnte der Betrieb der Strecke 2004 wieder aufgenommen werden.[34]

Der Hochheideturm auf dem Ettelsberg, von dem sich unter anderem eine Aussicht über das Rothaargebirge bietet, wurde 2002 eröffnet. Mit einer Aussichtsplattform auf 875 m ü. NN ist der Hochheideturm der höchstgelegene des Sauerlandes. An einer Seite ist die größte künstliche Kletterwand Europas angebracht. Der Turm mit achteckigem Grundriss ist über die Ettelsberg-Seilbahn zu erreichen.

In der Zeit zwischen dem 8. und 10. Jahrhundert entstand auf dem Hegeberg nördlich des Ortsteils Schwalefeld die Schwalenburg. Im Landregister aus dem Jahre 1537 wurde die Wallburg „Borgh zu Schwalefeld“ genannt. Die rund 6 ha große Anlage hat einen Durchmesser von 300 Metern. Noch sichtbar sind heute die verfallenen Mauerfronten und die Tore des inneren und mittleren Rings.

Heinrich Vogeler entwarf 1908 für einen befreundeten Arzt ein Sommerhaus („Stryckhaus“) und dessen Inneneinrichtung im Jugendstil. Er verbrachte dort auch selbst zahlreiche Aufenthalte. Das Gebäude wurde teilweise durch An- und Umbauten zu einem Hotel verändert.[35]

Parks[Bearbeiten]

Im Zentrum Willingens liegt der Willinger Kurpark mit einem kleinen Teich. In der Mitte des Kurparks befindet sich die Kurgartenhalle, die für verschiedene Veranstaltungen genutzt werden kann.

Natur[Bearbeiten]

Das gesamte Gemeindegebiet liegt im Südwesten des Naturparks Diemelsee.[36]

In den Hochlagen Willingens gibt es Hochheiden, deren Vegetation bis auf die letzte Eiszeit zurückgeht. Damals gehörte das Gebiet Willingens zur Tundra. Anders als in den Tälern entwickelte sich in den Hochheiden in den folgenden Jahrhunderten kein Wald, sondern der traditionelle Bewuchs mit Heidekräutern blieb bestehen. Hochheide-Gebiete befinden sich unter andern auf den Gipfeln von Ettelsberg, Osterkopf, Kahler Pön und am Neuen Hagen. Ein Großteil dieser und anderer Gebiete stehen unter Naturschutz.[37][38]

Sport[Bearbeiten]

Das Skigebiet Willingen ist ein Verbund mehrerer Lift- und Seilbahnanlagen, die unterschiedlichen Eigentümern gehören. Zum Verbund gehören die Ettelsberg-Seilbahn, eine im Jahr 2007 errichtete Acht-Personen-Umlauf-Kabinen-Seilbahn, die den 1971 errichteten auf den Ettelsberg führenden Doppel-Sessellift ersetzt hat. Die Talstation liegt auf 596 m ü. NN, die Bergstation auf 831 m ü. NN, die Bahnlänge beträgt 1.350 m, der Höhenunterschied 235 m (auf der Homepage werden 1.400 m als Bahnlänge angegeben, was allerdings bei der angegebenen Länge des Tragseiles von 2.750 m nicht stimmen kann, auch die Höhenangaben der Berg- und Talstation und damit der Höhenunterschied stimmen nicht mit den auf einer Tafel an der Talstation angegebenen Daten überein).

Ettelsberg-Seilbahn im Winter

Die Ettelsberg-Seilbahn ist die einzige Kabinen-Seilbahn im Rothaargebirge und überwindet mit 235 m den größten Höhenunterschied aller Lift- und Seilbahnanlagen im Rothaargebirge. Ferner gehören zum Liftverbund noch fünf Bügel-Schlepplifte und ein Teller-Schlepplift, ein Übungslift und zwei Förderbänder. Ebenfalls zum Liftverbund gehört seit der Wintersaison 2008/2009 der Hochheideturm. Ferner gibt es in Willingen noch einen Teller-Schlepplift und drei Förderbänder, die nicht zum Liftverbund gehören.

Seit der Wintersaison 2008/2009 werden im Skigebiet Willingen sieben Pistenkilometer und damit nahezu das gesamte Skigebiet künstlich beschneit; hierzu wurden seit 2007 auf dem Ettelsberg zwei Hektar Wald gerodet, ein 52.000 Kubikmeter fassender Speicherteich neben dem Hochheideturm angelegt, zwei Pumpstationen errichtet und acht Kilometer Rohrleitungen zu 50 fest installierten Abnahmestellen für Schneeerzeuger verlegt.

Neben dem Wintersport werden in Willingen auch andere Sportarten betrieben. So spielten die Fußballer des SC Willingen in der Saison 1995/96 in der Oberliga Hessen[39] und treten aktuell (2011/12) in der Verbandsliga an.

Schon mehrmals wurden internationale Wettkämpfe im Billardsport in Willingen ausgetragen, etwa 2002 und 2010 die Weltmeisterschaften im Russischen Billard oder die Junioren-Weltmeisterschaft 2012 im 9-Ball (World Championship Juniors and Girls 2012).

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Zu den größten Veranstaltungen in Willingen zählt das jährlich veranstaltete FIS Weltcup-Skispringen von der Mühlenkopfschanze (bis zu 100.000 Zuschauer an drei Tagen). Hierbei wurde Willingen schon mehrfach zum medienfreundlichsten Weltcup-Ort im Skispringen gewählt.[40] Zu der jährlichen Mountainbike-Veranstaltung Bike-Festival Willingen am Ettelsberg kamen im Jahr 2005 rund 35.000 Zuschauer. In der Umgebung liegen die Strecken der Bike Arena Sauerland.

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten]

Im Stadtgebiet werden diverse Sauer- und Upländer Spezialitäten angeboten. Zu den besonderen Willinger Spezialitäten gehört die „Habermegger“, eine heimische Schweinemettwurst, die Skispringer-Salami und der Willinger Christinen-Stollen. Getrunken wird neben anderen heimischen Bieren das Willinger Landbier, das Willinger Pilsener und das Willinger Hefeweizen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Tourismus[Bearbeiten]

Großrutsche im Lagunenbad
Springen von der Großschanze
Tellerlift

Die Gemeinde lebt hauptsächlich vom Tourismus. Erste Erholungssuchende, sogenannte Sommerfrischler, gab es in Willingen bereits 1895. Ein paar Jahre später, in den Jahren von 1900 bis 1910, entstanden erste Hotels. Skifahrer wurden ab 1906 verzeichnet. Ein Verkehrsverein gründete sich 1924, sieben Jahre nachdem der Ort an das Bahnnetz angeschlossen wurde. 1934 wurde Willingen als Luftkurort ausgezeichnet. Staatliche Zuschüsse für Fremdenzimmer gab es in den Jahren 1938/1939 in Form einer Aktion Uplandzimmer. Während des Zweiten Weltkrieges wurden die Fremdenzimmer als Entbindungsheime und als Bleibe für Evakuierte aus Städten zweckentfremdet. Ab 1948 ging es mit dem Tourismus kontinuierlich bergauf. Fast jedes Haus bot nach 1950 Zimmer mit fließendem Wasser an. Gleichzeitig entwickelte sich die öffentliche und private touristische Infrastruktur weiter. In den 1950er Jahren gab es zwölf Hotels mit 1.500 Betten und 127 Pensionen. Es wurden 365.000 Übernachtungen gezählt.

2006 hatte sich die Zahl der Unterkünfte auf rund 400 mit etwa 10.000 Gästebetten erhöht. Die Zahl der Übernachtungen belief sich auf 1,2 Millionen.[41] Zwei Jahre später waren die Übernachtungen auf 936.346 zurückgegangen. Im Vergleich zu anderen nordhessischen Urlaubsorten gab es nur in Bad Wildungen höhere Übernachtungszahlen.[42] Willingen steht hinsichtlich der Fremdenverkehrsintensität an der Spitze des Bundeslandes Hessen und gehört zu den fünf übernachtungsstärksten heilklimatischen Kurorten Deutschlands. Infolge des Tourismus liegt der Anteil der Beschäftigten im Dienstleistungssektor bei 76,14 %.[43]

Eine erhebliche Rolle spielt heute neben dem Wintersport der Partytourismus.[44] Daneben gibt es auch einen Wild- und Freizeitpark. Er besteht aus einem Wildgehege, in dem auch Greifvogelvorführungen stattfinden. In einem Saurierpark sind Dinosauriermodelle ausgestellt, außerdem gibt es einen Märchenwald, in dem 26 Märchen für Kinder thematisiert werden.[45]

Auch der Wandertourismus ist wichtig für Willingen. Eigens dafür wurde der Uplandsteig eingerichtet, ein 64 km langer Wanderweg, der um Willingen herum durch sämtliche Ortsteile führt.[46] Der Erfolg und die Beliebtheit des Uplandsteigs waren maßgeblich daran beteiligt, dass im Jahr 2009 der 109. Deutsche Wandertag in Willingen stattfand.[47]

Verkehr[Bearbeiten]

Willingen liegt an der Uplandbahn, die von Korbach nach Brilon-Wald führt, an der B 251, die Kassel mit Brilon verbindet, und am Hessischen Radfernweg R5, der von Willingen nach Wanfried im äußersten Nordosten von Hessen führt.

Bildung[Bearbeiten]

Eine Grundschule gibt es im Ortsteil Usseln. Der Kernort verfügt mit der Uplandschule über eine Kooperative Gesamtschule, in der Grund-, Haupt- und Realschule sowie ein gymnasialer Zweig inklusive Oberstufe zusammenliegen. Die Schule ist als Sportzentrum auf den nordischen Skisport spezialisiert. Gegründet wurde 1946 eine Uplandschule als Höhere Privatschule Willingen. Erst 1957 bis 1959 erfolgte die Erweiterung zu einer Vollanstalt als mathematisch-naturwissenschaftliches Gymnasium.[48] Bis 2004 waren der Haupt- und Realschulbereich auf der einen und das Gymnasium auf der anderen Seite eigenständige Schulen.[49][50]

Im Ortsteil Schwalefeld gibt es eine Bücherei.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Anton Heller wurde 1923 die Ehrenbürgerwürde verliehen. Er hatte den Schulbau unterstützt und in Not geratenen Bürgern geholfen.[51]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten]

  • Carl Weidemeyer (* 1882, † 1976), Architekt, lebte einige Zeit in Willingen
  • Jochen Behle (* 1960), ehemaliger Skilangläufer und Bundestrainer im Skilanglauf, lebt im Ortsteil Schwalefeld und startete für den SC Willingen
  • Tobias Lindner (* 1961), ehemaliger Biathlet, wuchs in Willingen auf und startete für den SC Willingen
  • Klaus Huber (* 1968), ehemaliger Skispringer, Skisprung-Cheftrainer beim SC Willingen
  • Petra Behle (* 1969), ehemalige Biathletin, startete für den SC Willingen
  • Stephanie Müller (* 1985), ehemalige Biathletin, lebt in Willingen und startete für den SC Willingen
  • Nadine Horchler (* 1986), Biathletin, startet für den SC Willingen
  • Anna Häfele (* 1989), Skispringerin, startet für den SC Willingen

Literatur[Bearbeiten]

  •  Wilhelm Schwaner: Das Uplandbuch. Verlagshaus Waldeck, Rattlar bei Willingen 1931.
  •  Rudolf Dalski: St. Augustinus, Willingen. Libertas-Verlag für Kirche und Heimat Baum, Wiesbaden 1966.
  •  Wilhelm Kesper-Wiesemann (plattdeutsch): Willjen, biu et fräier was = Willingen – wie es früher war. Bing, Korbach 1978.
  •  Adolf Welteke: Willingen in alten Ansichten. Europäische Bibliothek, Zaltbommel/Niederlande 1978.
  •  Diether Pöppel: Willingen und seine Kirchen im Wandel der Jahrhunderte. Bing, Korbach 1997.
  •  600 Jahre Willingen und Schwalefeld: 1380–1980. Gemeinde Willingen (Upland), 1980.
  •  Günter Göge: Die Mühlenkopfschanze und ihre Helden. Die Geschichte des Skispringens von Lehnert bis Hannawald. Wartberg-Verlag, Gudensberg-Gleichen 2003, ISBN 978-3831310692.
  •  Louis Curtze: Das Fürstentum Waldeck.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Willingen (Upland) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Willingen (Upland) – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Topografische Karte 1:25.000
  3. Hessisches Statistisches Landesamt:Statistische Regionaldaten über hessische Regionen mit Daten einzelner Gemeinden (Vergleichszahlen zum Landkreis und zum Land) Abruf am 8. Januar 2010 (Flächennutzung 2005).
  4. Gemeinde Willingen (Upland): Hauptsatzung (PDF; 25 kB)
  5. Gemeinde Willingen (Upland): Statistiken (Einwohnerzahlen Hauptwohnsitz) 15. Januar 2010, Abruf 17. Juli 2011
  6. Willingen.de – Die Ursprünge der Uplanddörfer
  7. Willingen.de – Geschichte
  8. L. Curtze: Geschichte und Beschreibung des Fürstentums Waldeck. Arolsen, 1850 S.644
  9. Aus der Geschichte der Uplandbahn – 90-jähriges Eisenbahnjubiläum in Willingen (PDF)
  10. Ettelsberg-Post: Aus der Geschichte der Uplandbahn, S. 22 ff., Nr. 565, Oktober/November 2007
  11. Willi Mues: Der große Kessel. Eine Dokumentation über das Ende des Zweiten Weltkrieges zwischen Lippe und Ruhr/Sieg und Lenne. Erwitte 1984. S. 64
  12. 50 Jahre Heilklimatischer Kurort Willingen (PDF)
  13. zur katholischen Kirche vergl. Sauerlandkirchenführer
  14. Pasta aus der Sakristei
  15. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 407 und 409.
  16. Wilhelm Benkert: Wirtschaftsgeographische Verhältnisse, Volksdichte und Siedlungskunde der Ederkopf-Winterberger-Plattform. Diss. Marburg, 1911 S.78, Eintrag auf verwaltungsgeschichte.de
  17. Region Naturpark Diemelsee – regionales Entwicklungskonzept (PDF; 120 kB)
  18. Hessisches Statistisches Landesamt: Statistische Regionaldaten über hessische Regionen mit Daten einzelner Gemeinden (Gemeindestatistik Ausgabe 2008 – Bevölkerungsstruktur zum 31. Dezember 2007) Abruf am 19. Januar 2010
  19. Wahlergebnis auf hsl.de
  20. Wahlen auf der Internetpräsent der Gemeinde Willingen, abgerufen am 1. Januar 2010
  21. Genehmigung eines Wappens durch den Hessischen Minister des Innern vom 30. Dezember 1968 (StAnz. 3/1969 S. 99) Seite 3 der tif-Datei 4,8 MB
  22. Staatsanzeiger für das Land Hessen 1988 Amtsblatt Nr. 3 Seite 182
  23. Amateurtheatergruppe Willingen (Upland)
  24. MGV Concordia 1881 Willingen
  25. Highland-Gospelsingers Abruf: 26. Januar 2010
  26. Schützenblaskapelle Willingen
  27. Hessischer Museumsverband: Museen in Hessen
  28. Internetpräsenz des Upländer Milch-Muhseums, abgerufen am 4. Januar 2010
  29. Internetpräsenz des Curioseums, abgerufen am 4. Januar 2010
  30. Ausflugstipps der Tourist-Information Willingen, abgerufen am 4. Januar 2010
  31. Schanzendaten: Mühlenkopfschanze
  32. FIS-Jumping: World Cup Calendar (TT – FIS Team-Tour)
  33. Willinger Viadukt. In: Structurae., abgerufen am 3. Januar 2010
  34. Nordhessischer VerkehrsVerbund: „Wiedereröffnung der Bahnstrecke Korbach–Willingen“, veröffentlicht am 16. Dezember 2003, abgerufen am 3. Januar 2010
  35. Heinrich Vogeler – ein Worbswede Künstler in Willingen
  36. Naturpark Diemelsee Abruf: 24. Januar 2010
  37. Tourist Information Willingen: Hochheide, abgerufen am 5. Januar 2010
  38. NABU: Naturschutzgebiete in Waldeck-Frankenberg Abruf: 24. Januar 2010
  39. Oberliga Hessen 1995/96. f-archiv.de. Abgerufen am 16. Februar 2012.
  40. SKIJUMPING.de am 25. April 2011: Skispringen: Willingen medienfreundlichster Weltcup-Ort
  41. Industrie- und Handelskammer Kassel: Gestern und Heute: Tourismus in Willingen (Upland). „Tourismus in Willingen“ – die Kommune. Thomas Trachte, November 2006. (PDF; 66 kB) Abgerufen 7. Januar 2010
  42. Industrie- und Handelskammer Kassel: Standortpolitik (28. Dezember 2009) – Attraktive Region: 7,5 Millionen Gäste übernachteten 2008 in Nordhessen und Marburg. Abgerufen 7. Januar 2010
  43. Region Naturpark Diemelsee. Entwicklungskonzept Kurzfassung. S.94 PDF-Datei
  44. Ballermann im Sauerland In: Focus 22/2001
  45. Wildpark Willingen
  46. Website des Uplandsteigs, abgerufen am 8. Januar 2010
  47. Website des 109. Deutschen Wandertags, abgerufen am 8. Januar 2010
  48. Internetpräsenz der Uplandschule, abgerufen am 6. Januar 2010
  49. Bildungsserver Hessen: „Korbach: Alle wollen die Gesamtschule“, abgerufen am 8. Januar 2010
  50. Uplandschule: Erstes Abitur vor 50 Jahren, abgerufen am 12. Januar 2010
  51. Die wechselvolle Geschichte des Brauhauses (Villa Heller)