Schwestern Mirabal

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die drei Schwestern Patria (* 27. Februar 1924), Minerva (* 12. März 1926) und Maria Teresa (* 15. Oktober 1935) Mirabal waren dominikanische Regimegegnerinnen, die am 25. November 1960 Opfer eines Mordanschlags des diktatorischen Regimes von Rafael Trujillo wurden. Die „Hermanas Mirabal“ (Schwestern Mirabal) gelten in der Dominikanischen Republik als Symbol für den Widerstand gegen die Diktatur.

Leben und Ermordung[Bearbeiten]

Die Schwestern stammten aus der Gegend von Santiago de los Caballeros. Sie gehörten einer angesehenen kleinbürgerlichen Familie an. Zusammen mit ihren Ehemännern unterstützten sie die Gruppe Agrupación política 14 de junio (Bewegung des 14. Juni), die den Sturz des Diktators Rafael Trujillo plante. Innerhalb der Gruppe waren die Schwestern als Las Mariposas (Die Schmetterlinge) bekannt.

Nach dem Scheitern des Aufstandes wurden einige Mitglieder der Familie inhaftiert; mussten aber auf Druck der USA und der OAS – zusammen mit anderen Inhaftierten – wieder entlassen werden. Nachdem Patria, Minerva und Maria Teresa am 25. November 1960 ihre immer noch inhaftierten Männer im Gefängnis in Puerto Plata besucht hatten, wurden sie auf Geheiß Trujillos auf der Heimfahrt von dessen Schergen in den Bergen überfallen und zusammen mit ihrem Chauffeur erdrosselt. Um den Mord zu vertuschen, wurde ein Autounfall fingiert, jedoch konnte das Verbrechen aufgedeckt werden.

Wirkung[Bearbeiten]

Durch die Ermordung der Regimegegnerinnen verlor Trujillo weitere Sympathien im Inland sowie in den USA und anderen südamerikanischen Ländern.

1981 wurde der 25. November bei einem Treffen lateinamerikanischer und karibischer Feministinnen zum Gedenktag für die Opfer von Gewalt an Frauen ausgerufen.

1999 wurde der 25. November durch die Vereinten Nationen zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen erklärt.

Die Provinz Salcedo wurde am 21. November 2007 durch Präsident Leonel Fernández offiziell in Hermanas Mirabal umbenannt. Das „Museo Hermanas Mirabal“ befindet sich am letzten Wohnort der Schwestern, fünf Kilometer östlich von Salcedo in Conuco und wurde von Dedé Mirabal (1925-2014), der einzig überlebenden der vier Geschwister, geleitet. Ihre Schwestern sind im hinteren Teil des Museumsgrundstücks begraben.[1]

Literatur und Film[Bearbeiten]

Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Näheres ist auf der Diskussionsseite angegeben. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

1994 erschien der Roman En el tiempo de las mariposas (Die Zeit der Schmetterlinge) von Julia Álvarez, der 2001 durch Mariano Barroso unter dem Titel In the Time of the Butterflies (Die Zeit der Schmetterlinge) verfilmt wurde. In den Hauptrollen spielen unter anderem Salma Hayek, Edward James Olmos und Mía Maestro. 2008 erschien der Spielfilm Crimen des Regisseurs Etzel Báez sowie Del fondo de la noche von Javier Balaguer.

2009 erschien der Dokumentarfilm Codename: Butterflies der chilenischen Filmemacherin Cecilia Domeyko. Im Jahr 2010 wurde Trópico de Sangre von Juan Delancer veröffentlicht, der der Lebensgeschichte der Schwestern, insbesondere der von Minerva Mirabal, gewidmet ist.

Literatur[Bearbeiten]

In diesem Haus in Salcedo lebten die Schwestern Mirabal während der letzten 10 Monate ihres Lebens. Heute beherbergt es ein Museum.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mirabal sisters – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Das Museo Hermanas Mirabal in Salcedo in FAZ vom 2. Oktober 2013, Seite R4