Sergei Wladimirowitsch Rubljowski

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Sergei Rublevsky 2006.jpg
Sergei Wladimirowitsch Rubljowski, 2006
Name Sergei Wladimirowitsch Rubljowski
Schreibweisen russisch Сергей Владимирович Рублевский
Sergei Rublevsky (FIDE)
Land RusslandRussland Russland
Geboren 15. Oktober 1974
Kurgan
Titel Internationaler Meister (1992)
Großmeister (1994)
Aktuelle Elo-Zahl 2698 (August 2014)
Beste Elo-Zahl 2706 (Nov. 2013 – Apr. 2014)
Karteikarte bei der FIDE (englisch)

Sergei Wladimirowitsch Rubljowski (russisch Сергей Владимирович Рублевский, wiss. Transliteration Sergej Vladimirovič Rublevskij; englische und FIDE-Schreibweise Sergei Rublevsky; * 15. Oktober 1974 in Kurgan) ist ein russischer Weltklassespieler im Schach.

Rubljowski war als Achtjähriger 1.-Kategoriespieler, als 13-jähriger wurde er Meisterkandidat. Zunächst war er Schüler in der Pantschenko-Schachschule, doch wurde er nach einem großen Erfolg bei einem sowjetischen Jugendmannschaftsturnier (6,5 Punkte aus 7 Partien) in die renommierte Michail Botwinnik-Schachschule aufgenommen, in der auch Garri Kasparow Lektionen erteilte. 1993 gewann Rubljowski Turniere in Paris, Tscheljabinsk und seiner Heimatstadt Kurgan. 1994 gewann er erneut in Kurgan und spielte für das B-Team Russlands (faktisch die Jugendnationalmannschaft) an der Schacholympiade in Moskau und gewann Bronze. In diesem Jahr verlieh ihm die FIDE den Großmeistertitel.[1] Zwischen 1996 und 2002 gewann er mit Russland an vier Schacholympiaden Gold. 1997 gewann er in Polanica Zdrój das Akiba Rubinstein-Gedenkturnier vor Boris Gelfand und Jewgeni Barejew. Im selben Jahr gewann er mit Russland in Luzern die Mannschaftsweltmeisterschaft.

2004 in Dortmund gegen Naiditsch

2004 gewann Rubljowski das Aeroflot Open in Moskau und erhielt eine Einladung zu den Dortmunder Schachtagen im gleichen Jahr und belegte dort den siebten Platz. In diesem Jahr gelang ihm beim Europapokal für Vereinsmannschaften in Izmir ein Sieg über den 13. Schachweltmeister Garri Kasparow. 2005, dem Jahr in dem er in Beerscheba erneut Mannschaftsweltmeister mit Russland wurde, feierte er seinen größten Erfolg: er gewann im Dezember die in Moskau ausgerichtete Russische Meisterschaft vor Weltklassespielern wie Pjotr Swidler und dem 14. klassischen Schachweltmeister Wladimir Kramnik. Kurz zuvor wurde Rubljowski beim FIDE-Weltpokal in Chanty-Mansijsk Siebter nach einem Platzierungssieg (1,5:0,5) gegen Michail Gurewitsch. Mit diesem Resultat qualifizierte er sich für das von der FIDE wieder eingeführte Kandidatenturnier vom 26. Mai bis 13. Juni 2007 in Elista. Dort traf er in der ersten Runde auf Ruslan Ponomarjow, den er mit 3,5-2,5 besiegte. In der zweiten Runde verlor er gegen Alexander Grischtschuk mit 3,5:5,5 nach Stichkampf.

Während er bei der Schacholympiade in Turin 2006 nur 2 Punkte aus 6 Partien für die russische Mannschaft erzielte, gewann er kurz darauf ein stark besetztes Turnier in Foros mit 7,5 Punkten aus 11 Partien. Zuletzt unter den besten 20 der Weltrangliste war er im Juli 2004.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Willy Iclicki: FIDE Golden book 1924-2002. Euroadria, Slovenia, 2002, S. 82

Weblinks[Bearbeiten]