Shabelle

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Dieser Artikel behandelt den Fluss Shabelle. Für die gleichnamige Rundfunkgesellschaft siehe Shabelle Media Network.
Shabelle
Einzugsgebiet des Jubba

Einzugsgebiet des Jubba

DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Äthiopien, Somalia
Flusssystem Juba
Abfluss über Juba → Indischer Ozean
Quellgebiet im Mendebo-GebirgeVorlage:Infobox Fluss/QUELLKOORDINATE_fehlt
Mündung in den Juba-0.032642.6041Koordinaten: 0° 1′ 57″ S, 42° 36′ 15″ O
0° 1′ 57″ S, 42° 36′ 15″ O-0.032642.6041
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Länge 1820 km[1]
Einzugsgebiet 336.627 km²[2]
Abfluss[3] NNQ
MQ
HHQ
0 l/s
68 m³/s
301 m³/s
Linke Nebenflüsse Galeti, Erer, Dakatu, Fafen
Rechte Nebenflüsse TerVorlage:Infobox Fluss/BILD_fehlt
Satellitenaufnahme von Überschwemmungen im mittleren Shabelle-Tal in Äthiopien und Südsomalia, 2005

Satellitenaufnahme von Überschwemmungen im mittleren Shabelle-Tal in Äthiopien und Südsomalia, 2005

f Der Shabelle (Somali Shabeelle, in Äthiopien auch Shebele oder Shebeli, amharisch ሸበሌ ወንዝ Šäbälle wänz, italienisch Scebeli; manchmal mit dem Zusatz Uebi, Webi, Wabi oder Wabe versehen) ist ein mindestens 1.820 km langer[1] Fluss in Äthiopien und Somalia.

Shabeel bedeutet auf Somali „Leopard“.

Geographie[Bearbeiten]

Der Fluss entspringt im Südwesten des Somali-Hochlands im Mendebo-Gebirge nahe Awassa und Yirga Alem. Seine Quelle wird von den Sidama wie von den Arsi-Oromo als heilige Stätte verehrt[4]. Der Shabelle fließt zuerst in östliche und dann in südöstliche Richtung entlang des Audo-Gebirges durch das südöstliche Äthiopien (Somali-Region/Ogaden). Etwa auf der Hälfte seines Laufes passiert er die Grenze nach Somalia. In einem langgestreckten Rechtsbogen steuert sein Wasser in Richtung Süden auf Mogadischu zu, ohne allerdings die Hauptstadt Somalias zu berühren. Danach fließt der Shabelle entlang der Benadirküste am Indischen Ozean nach Südwesten, wo er die meiste Zeit des Jahres in Sumpfland versickert. Nur nach starken Regenfällen erreicht er bei Jilib seine Mündung in den Juba, der seinerseits nur wenige Kilometer weiter südlich in den Indischen Ozean mündet.

Bedeutende Orte am Fluss sind Gode, Kalafo und Mustahil in Äthiopien und Beledweyne, Buulobarde, Jawhar und Afgooye in Somalia. Der Shabelle bildete die nördliche Grenze von Bale in Äthiopien und gab den Verwaltungsregionen Shabeellaha Dhexe (Mittel-Shabelle) und Shabeellaha Hoose (Unter-Shabelle) in Somalia den Namen. Bei Melka Wakena am Oberlauf wird er seit 1989 zur Elektrizitätsgewinnung aufgestaut.

Von Norden her fließen mehrere saisonale Nebenflüsse wie Erer, Fafen, Galeti und Jerer aus dem Harar-Plateau durch die äthiopische Somali-Region in den Shabelle.

Hydrometrie[Bearbeiten]

Die Durchflussmenge des Flusses wurde jeweils über 28 Jahre (1951-79) in Belet Uen, gelegen etwa auf halber Lauflänge wenig unterhalb der Äthiopisch-Somalischen Grenze, und in Afgooye, gut 400 Kilometer weiter flussabwärts, gemessen. Die Aridität des Klimas und abzweigende Bewässerungskanäle lassen den Fluss innerhalb Somalias an Durchflussmenge abnehmen: In Belet Uen beträgt die mittlere jährliche Durchflussmenge noch 68 m³/s[3], in Afgooye dagegen nur noch 46 m³/s.[5] Die die Größe des Flusses am besten charakterisierenden Durchflusswerte sind daher die von Belet Uen.

Abflussgang des Shabelle (in m³/s)
(Datenbasis: Station Afgooye, mittlere monatliche Durchflusswerte 1951-79)

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Angaben zur Länge weichen erheblich voneinander ab. Die Angaben reichen von 1100 Kilometern (Zentrale Statistikagentur Äthiopiens, vgl. Climate, 2008 National Statistics (Abstract), Table A.1.) bis 2488 Kilometer (Caterina Madau, Gavino Mariotti: Vie fluviali, tematismo privilegiato nella cartografia degli esploratori italiani dell'Africa Orientale: tra proposte, polemiche, informazione, 2004)
  2. Watersheds of the World
  3. a b GRDC-Pegeldaten von Belet Uen
  4. J. Spencer Trimingham: Islam in Ethiopia, Geoffrey Cumberlege for the University Press, Oxford 1952, S. 260
  5. GRDC-Pegeldaten von Afgooye