Snow (Musiker)

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Snow (* 30. Oktober 1969 in Toronto, Ontario als Darrin Kenneth O'Brien) ist ein kanadischer Reggae-Toaster. Mit seinem erfolgreichsten Song Informer erreichte er im Frühjahr 1993 unter anderem in den USA und in Deutschland den ersten Platz in den Charts. Informer ist mit 8 Millionen verkauften Stück eine der erfolgreichsten Ragga-Singles aller Zeiten.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

O'Brien wuchs in einem größtenteils irisch-kanadisch geprägten Viertel Torontos auf. Die ersten Platten, die er hörte, waren von Kiss, Ozzy Osbourne, Queen und The Police aus der Sammlung seiner Mutter. In seiner Jugend zogen zunehmend jamaikanische Einwanderer in die Gegend, durch die er mit Reggae-, Dub- und Dancehall-Platten in Berührung kam. Er selbst gewöhnte sich unter seinen damaligen Freunden und unter dem Einfluss der Musik das Patois, das jamaikanische Englisch, an.

In dieser Zeit geriet er permanent in Konflikte mit der Polizei. Er wurde unter fragwürdigen Umständen eines Mordes angeklagt und freigesprochen – diese Geschichte greift er in Informer auf. Während er sich auf Bewährung befand, entdeckte ihn MC Shan in New York City und produzierte mit ihm seine erste Maxi-Single.

Snow wurde kurz nach der Fertigstellung seines ersten Albums 12 Inches of Snow wegen Körperverletzung verurteilt. Er erlebte die Veröffentlichung und den Erfolg von Informer im Gefängnis. Nach acht Monaten kam er wieder aus dem Gefängnis, verließ Nordamerika und reiste längere Zeit durch Europa.

Anfang 1995 erschien sein zweites Album Murder Love, das jedoch nur noch in Japan überzeugen konnte. Auch die Alben Justuss (1997), Cooler Conditions (1999) und Mind on the Moon (2000) sollten nicht mehr an den Erfolg des ersten Album anschließen.

Sein nächstes Album war Two Hands Clapping, das am 19. November 2002 vom Label "Virgin Music Canada" herausgebracht wurde. Zumindest mit der Single Legal sollte ihm in seinem Heimatland wieder nach fast zehn Jahren ein Top 20-Hit gelingen. Produzenten von Two Hands Clapping waren Laney Stewart und Brent Setterington.

Seit Ende 2004 darf er die USA auch wieder betreten.

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[1] Anmerkungen
Flag of Germany.svg DE Flag of Austria.svg AT Flag of Switzerland.svg CH Flag of the United Kingdom.svg UK Flag of the United States.svg US
1993 12 Inches of Snow 5
(21 Wo.)
7
(14 Wo.)
10
(13 Wo.)
41
(4 Wo.)
5
(38 Wo.)
weitere Alben
  • 1993: Remixes
  • 1995: Murder Love
  • 1996: Justuss
  • 1999: Cooler Conditions
  • 2000: Mind on the Moon
  • 2002: Two Hands Clapping

Singles[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[1] Anmerkungen
Flag of Germany.svg DE Flag of Austria.svg AT Flag of Switzerland.svg CH Flag of the United Kingdom.svg UK Flag of the United States.svg US
1993 Informer 1
(23 Wo.)
2
(17 Wo.)
1
(19 Wo.)
2
(15 Wo.)
1
(25 Wo.)
Platin in Deutschland, Gold in Österreich[2]
1993 Girl I've Been Hurt 48
(2 Wo.)
19
(17 Wo.)
1993 Lonely Monday Morning 43
(6 Wo.)
1993 Uhh in You 67
(1 Wo.)
weitere Singles
  • 1993: Runway
  • 1994: Stallion
  • 1994: Si Wi Dem Nuh Know We
  • 1995: Anything for You
  • 1995: Sexy Girl
  • 1996: Boom Boom Boogie
  • 1996: Me and Joey (feat. Joey Boy)
  • 1996: Steedly Woa
  • 1997: If This World Were Mine
  • 1999: Someday Somehow
  • 2000: Everybody Wants to Be Like You
  • 2002: Legal
  • 2002: Dancin Alone

Quellen[Bearbeiten]

  1. a b Chartquellen: Singles / Alben / Billboard 200
  2. Gold-/Platin-Datenbank DE AT

Weblinks[Bearbeiten]