Soester Börde

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Die Region Soester Börde liegt in der Mitte Westfalens, zwischen dem Sauerland im Süden und dem Münsterland im Norden.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Landschaftliche bzw. landwirtschaftliche Region

Sie zeichnet sich durch ihren fruchtbaren Boden (Löss aus der letzten Eiszeit) aus. Die Hansestadt Soest ist das Zentrum der Region und gibt der Landschaft, die zu den Hellwegbörden gehört, ihren Namen. Die Soester Börde bildet den Mittelpunkt der fruchtbaren Hellwegbörden. Im Westen schließt sich die Werl-Unnaer Börde, im Osten die Geseker Börde an. Die Lössablagerungen zwischen Unna im Westen und Geseke im Osten sind teilweise bis zu 10 m mächtig, an anderen Stellen umfassen sie aber auch nur wenige Meter Mächtigkeit. Die Lössböden sind besonders fruchtbar. Hauptsächlich wird darauf Getreide (z. B. Weizen) angebaut; ebenso gute Grundlagen bieten sie aber auch für hochwertige Gemüsesorten und Zuckerrübenanbau. Klimatisch zeichnet sich die Soester Börde im Jahresmittel durch einen geringeren Niederschlag und leicht erhöhte Temperaturen gegenüber der Umgebung aus.

[Bearbeiten] Historischer Begriff

Historisch bezeichnet der Begriff Soester Börde das ländliche Gebiet, das vom späten Mittelalter bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts der Herrschaft der Stadt Soest unterstand. Er deckt sich nicht vollständig mit dem heutigen geographischen Landschaftsbegriff. Die historische Börde gliedert sich in die nördliche Niederbörde und die südliche Oberbörde. Die Niederbörde erstreckt sich vom Hellweg bis zur Ahse und ist aufgrund zahlreicher Quellen relativ feucht, während die auf dem Nordabhang des Haarstrangs gelegene Oberbörde eher trocken und steinig ist.

[Bearbeiten] Frühere und heutige politische Gliederung der Soester Börde

Die Dörfer der Soester Börde gehörten seit der Einrichtung der Landkreise in Preußen im Jahr 1817 als selbständige Gemeinden zum Kreis Soest. Sie bildeten hier die Ämter Borgeln-Schwefe und Lohne. Mit der Gemeindegebietsreform von 1969/1975 in Nordrhein-Westfalen wurden die zahlreichen, zum Teil sehr kleinen Gemeinden (die Ämter Borgeln-Schwefe und Lohne umfassten rund 50 Gemeinden, von denen einige unter hundert Einwohner hatten) zu wenigen größeren Gemeinden zusammengelegt. Im Gegensatz zu ursprünglichen Planungen, die die alten Territorial- und Konfessionsgrenzen nur zum Teil berücksichtigten, entschied man sich dafür, drei Gemeinden zu schaffen, deren Gebiet sich weitgehend mit der historischen Börde deckt: die um 18 Ortsteile erweiterte Stadt Soest sowie die beiden neuen Landgemeinden

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Literatur

  • Hans Weller: Die Selbstverwaltung im Kreis Soest 1817–1974. Ein Beitrag zur Geschichte der übergemeindlichen Selbstverwaltung. Paderborn, 1987
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