Werl

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Werl (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Werl
Werl
Deutschlandkarte, Position der Stadt Werl hervorgehoben
51.5527777777787.913888888888973 – 228
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Arnsberg
Kreis: Soest
Höhe: 73 – 228 m ü. NN
Fläche: 76,35 km²
Einwohner:

31.782 (31. Dez. 2009)[1]

Bevölkerungsdichte: 416 Einwohner je km²
Postleitzahl: 59457
Vorwahl: 02922
Kfz-Kennzeichen: SO
Gemeindeschlüssel: 05 9 74 052
Stadtgliederung: 10 Stadtteile
Adresse der Stadtverwaltung: Hedwig-Dransfeld-Str. 23
59457 Werl
Webpräsenz: www.werl.de
Bürgermeister: Michael Grossmann (CDU)
Lage der Stadt Werl im Kreis Soest
Nordrhein-Westfalen Kreis Paderborn Kreis Soest Kreis Warendorf Hamm Kreis Unna Märkischer Kreis Hochsauerlandkreis Soest Ense Welver Anröchte Lippstadt Werl Geseke Lippetal Bad Sassendorf Rüthen Wickede Warstein Erwitte MöhneseeKarte
Über dieses Bild
Stadtansicht von Merian

Werl ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen, Deutschland und gehört zum Kreis Soest im Regierungsbezirk Arnsberg.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Geografische Lage

Sie liegt in verkehrsgünstiger Lage zwischen Sauerland, Münsterland, Ruhrgebiet und Hellweg in der fruchtbaren Bördelandschaft der Werl-Unnaer Börde. Werl zählt heute 32.198 Einwohner (31. Dezember 2005) auf einer Fläche von 76,24 Quadratkilometer. Die höchste Erhebung im Stadtgebiet befindet sich mit 228,4 m ü. NN im südlich gelegenen Stadtwald. Die tiefste Stelle befindet sich mit 73,1 m ü. NN im nördlichen Stadtgebiet auf dem Hof Flerke. Die Stadt Werl liegt am südlichen Rand der Westfälischen Bucht. Daher ist das Geländeprofil im überwiegenden Stadtgebiet eher flach. Im südlichen Bereich steigt das Gelände dann stark an. Hier erstreckt sich der Haarstrang, der die Tiefebene vom bergigen Sauerland abtrennt. Im Süden erstreckt sich über den Haarstrang der Werler Stadtwald. Dieser ist auch gleichzeitig die einzige dicht mit Bäumen bewachsene Fläche. Die Gestaltung der Tiefebene ist eher von Ackerbau bestimmt.

Der komplette Umfang des Stadtgebietes beträgt 47,5 Kilometer. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 9,5 Kilometer und die West-Ost-Ausdehnung beträgt zwölf Kilometer. Die alte Hansestadt beherbergt seit 1661 eine Marienstatue (wohl gotländischen Ursprungs), die heute in der Wallfahrtsbasilika von Franziskanern betreut wird. Dank der Marienwallfahrt ist die Stadt Werl der drittgrößte Wallfahrtsort Deutschlands.

[Bearbeiten] Werl als Mittelzentrum

Während die Umgebung eher ländlich geprägt ist, gibt es hier vor allem Industrie-, Handels- und Dienstleistungsgewerbe. Als Mittelzentrum der Region stellt Werl somit einerseits Arbeitsplätze zur Verfügung, andererseits gibt es auch u. a. ein umfangreiches schulisches Angebot, Weiterbildungsmöglichkeiten in der Volkshochschule, ein Freizeitbad, eine Stadtbücherei, eine Malschule, eine Musikschule, ein stadtgeschichtliches Museum, ein überregional bedeutendes völkerkundliches Museum und eine historische Altstadt.

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

Die Stadt Werl liegt im Westen des Kreises Soest und bildet mit ihrem Stadtteil Holtum die westliche Kreisgrenze zum Kreis Unna mit seiner Kreisstadt Unna (Stadtteil Hemmerde). Im Norden grenzt die Stadt mit den Stadtteilen Hilbeck und Sönnern an die kreisfreie Stadt Hamm und deren Stadtbezirk Rhynern. Sönnern und Niederbergstraße haben auch eine gemeinsame Grenze mit dem Ortsteilen Scheidingen und Flerke der Gemeinde Welver. Im Osten bildet Mawicke die Stadtgrenze zur Kreisstadt Soest mit deren Stadtteil Ostönnen. Der südwestliche Nachbar Werls ist die Gemeinde Wickede (Ruhr) (Ortsteil Schlückingen), getrennt durch den Werler Stadtwald, und im Südosten ist die Gemeinde Ense (Ortsteil Vierhausen) der Nachbar. Die südliche Stadtgrenze entspricht etwa dem Verlauf des Haarstrangs.

Werl-Blumenthal, Bauernhof

[Bearbeiten] Stadtgliederung

Insgesamt leben 32.926 Personen in Werl. Stand: laut Fortschreibung der Stadt Werl per 5. Januar 2005.

[Bearbeiten] Geschichte

Erste Siedlungsspuren datieren bereits auf eine Zeit um etwa 3000 v. Chr. Die schon in der Vorgeschichte vorhandene verkehrliche Bedeutung (hier kreuzten sich mit dem Hellweg und der Nord-Süd-Straße zwei bedeutende europäische Handelswege), große Eichenwälder, reichliche Vorkommen von Wasser und nicht zuletzt salzhaltige Quellen begünstigten die Entwicklung des Siedlungsplatzes. Noch heute sind Grabhügel aus der Bronzezeit Zeugen dieser frühen Besiedlung. Man findet diese im Gebiet des Werler Stadtwaldes. Beim Bau von Militäranlagen hat man bei Notgrabungen einige dieser Hügel abgetragen, die Fundstücke inventarisiert und einen der Hügel beispielhaft schichtweise kartiert.

alter Merian-Stich von Werl

Die Stadt liegt auf einem Vorsprung des Haarstranges nach Norden, was sie zu einem idealen Standort für eine Burg machte. Die Grafen von Werl zogen um 900 von Meschede in die Werler Burg, später weiter nach Arnsberg. Ihr Einfluss reichte bis in die Familien der Deutschen Kaiser. Enge verwandtschaftliche Bindungen gab es zum salischen Kaiserhaus. Um 950 entstand eine in Kreuzform angelegte Kirche. Sehr wahrscheinlich war Graf Hermann I der Erbauer. Die Fundamente konnten ergraben werden. Graf Hermann I war mit Gerberga, einer Tochter des burgundischen Königshauses verheiratet. Diese heirate nach dem Tode Hermanns I den Schwabenkönig Hermann II und wurde Mutter der späteren Kaiserin Gisela von Schwaben (990 - 1043.

Gisela von Schwaben auf einem Tafelbild aus dem 15. Jahrhundert

Im Jahre 1024 wurde Werl erstmals mit dem Ortsnamen Werla erwähnt; der zweite Teil des Namens Werla (la= Loh= Eichwald, besagt, daß die Ursprünge der Stadt in einem Eichwald waren. Die älteste in Werl geprägte Münze, ca. 1092, zeigt den Grafen Konrad von Werl-Arnsberg. Zwischen 1218 und 1225 erhielt Werl vom Erzbischof Engelbert I. von Köln die Stadtrechte verliehen. Im Jahre 1272 erhielt die Stadt (!) Werl das liberalere Rüthener Recht verliehen.

In den Wirren des Mittelalters geriet Werl immer wieder zwischen die Fronten der unterschiedlichen Landesherren; daher wurde die Stadt häufiger zerstört, von ihren Bürgern aber auch unermüdlich aufgebaut. So nahmen die Truppen des Grafen Eberhard I. von der Mark die Stadt Werl nach der Schlacht von Worringen 1288 ein und zerstörten sie. Die Stadt wurde nur in verkleinertem Umfang wieder aufgebaut, der der heutigen historischen Altstadt entspricht. Zahlreiche Zerstörungen durch Überfälle und Feuersbrünste bedingten eine andauernde Erneuerung des Stadtbildes. Nur wenige Gebäude, u. a. die heutige Propsteikirche St. Walburga, das Haus Rykenberg (heute Städtisches Museum) und eine wenige weitere Steinbauten blieben weitestgehend verschont.

Im Jahre 1661 wurde den Kapuzinern das Gnadenbild, eine Marienstatue aus dem 12. Jahrhundert, übergeben. Die Kapuziner, 1645 nach Werl gekommen, begannen umgehend mit der Organisation der Wallfahrt zu diesem bereits über Jahrhunderte in der Soester Wiesenkirche verehrten Gnadenbild. Unzählige Pilger haben seit dieser Zeit das Bild der Muttergottes in der Wallfahrtsbasilika besucht.

Die Stadt war wirtschaftlich sehr stark durch die Salzgewinnung geprägt; maßgeblich waren hierbei die Erbsälzer Daneben entwickelten sich die üblichen Handwerksbetriebe, und Ackerbürger bestellten ihre Äcker vor den Stadtmauern, während sie in deren Schutz lebten. Im 19. Jahrhundert begann für Werl eine Entwicklung, die einen steilen Aufschwung markierte. Erste industrielle Betriebe und der Anschluss ans Bahnnetz brachten Leben in die ehemalige Ackerbürger- und Bauernstadt. Eine bedeutende Industriegründung der damaligen Zeit war die Hefefabrik Wulf, die aus einem Brennereibetrieb entstand. Sie war bis ins frühe 20. Jahrhundert bedeutendste Industrieansiedlung der Stadt. Die Hefefabrik wurde im Jahre 1909 in die „F. Wulf A.G“ umgewandelt. Auf dem Weg durch die Stadt auf der B 1 war das Gebäude bis 1973 bildprägend. Die Anlagen galten zeitweilig als höchstes Ziegelgebäude Europas.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt mehrmals in Mitleidenschaft gezogen. So starben am 19. April 1945 132 Menschen, als amerikanische Bomber die Stadt angriffen, um den Militärflugplatz auszuschalten. Dennoch kam die Stadt recht glimpflich davon, da die meisten Bomben auf dem Flughafengelände oder auf freiem Feld einschlugen. Am 8. April 1945 wurde die Stadt von Truppen der 8. US-Panzerdivision eingenommen. Zwar gab es keine Kämpfe - die wenigen Soldaten kapitulierten und der Werler Volkssturm warf seine Waffen in den Löschteich - aber durch Artilleriebeschuss starben 30 Menschen. Nach Ende des Krieges wurde die Stadt von britischen Besatzungstruppen übernommen.

Während des Kalten Krieges war die Stadt auch Garnison der belgischen Armee (18. Logistikbataillon (Batailjon Logistiek) und 4. Instandsetzungskompanie (Compagnie Materieel).

Hexenprozesse

In der Zeit der Hexenverfolgungen um 1630 leitete Hexenkommissar Heinrich Schultheiß die Hexenprozesse in Werl.

Es gibt eine, leider nicht vollständige, Liste von Hexenverbrennungen von 20 Opfern der Hexenprozesse, die zum Gedenken und als Ermahnung erhalten wird.

[Bearbeiten] Religionen

In Werl ist eine Vielzahl von Religionen und Konfessionen vertreten. Die u.g. Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und nennt die größten vertretenen Gruppen bzw. jene, die einen Gottesdienstraum in Werl haben oder hatten.

[Bearbeiten] Christliche Gemeinden

Der überwiegende Teil der Bevölkerung ist christlichen Glaubens, katholisch und evangelisch. Hier gibt es aber auch weitere Gruppierungen, eine Neuapostolische Gemeinde und ehemals eine Freie evangelische Gemeinde. Alle Konfessionen haben oder hatten jeweils Kirchen oder Gebetsräume in Werl. Christliche Kirchen in Werl:

[Bearbeiten] Islamische Gemeinde

Nach den christlichen Konfessionen sind die Muslime mit ca. 1.000 Mitgliedern in Werl vertreten. Der „Verein zur Pflege islamischer Kultur e.V.“ hat in Werl eine Moschee mit Minarett gebaut. Außerdem leben in Werl ca. 100 Alevitische Familien, die dem Alevitischen Kultur Verein Hamm (Haci-Bektasi Veli Alevi Kültür Merkezi Hamm e. V. angehören.

[Bearbeiten] Jüdische Gemeinde

Bis zur Reichspogromnacht am 9. November 1938 gab es in Werl eine Synagoge. Das Gebetshaus wurde von der jüdischen Gemeinde gebaut, die am Morgen nach der Pogromnacht (am 10. November) hilflos mit ansehen musste, wie in Werl wohnende Nationalsozialisten und SS-Leute die Synagoge in Brand steckten und jüdische Geschäfte und Häuser plünderten. Die Feuerwehr bekam den Befehl, sich zurückzuhalten, denn es sei ein gemeldeter und organisierter Brand (Mündliche Auskunft Joseph Peters, Werl, 22. Juli 1987). Die Verfolgung der Mitbürger jüdischen Glaubens setzte aber schon früher ein mit planmäßigen Boykotten jüdischer Geschäfte und Kennzeichnung der Juden und den Rassegesetzen (Nürnberger Gesetze) im Jahre 1935. Eine scheußliche Form der Diskriminierung erfand man in Werl: Es wurde eine Schandsäule errichtet, die jüdische Wohnungen/Häuser und jüdische Geschäfte nannte und aufforderte, die jüdischen Geschäfte in Werl zu meiden. Auf einer dritten Seite wurden die jüdischen Bürger in Werl mit einer Karikatur verhöhnt und mit folgendem Text aufgefordert, Werl zu verlassen: „Juden! 24 gastfreie Staaten warten auf Euch und freuen sich auf Euer kommen. Macht Euch auf die Socken!“. Auf der vierten Seite wurde das Hitler-Zitat veröffentlicht: „Was nicht Rasse ist auf dieser Welt ist Spreu!“ Nach Ende des Zweiten Weltkriegs gingen Bilder dieser Säule durch die Weltpresse, die Werler Rassenwahn verdeutlichten. Es gab aber auch in Werl eine Zahl von Bürgern, die nicht nur zuschaute, und gerade im katholischen Teil der Bevölkerung gab es offenen und auch heimlichen Widerstand, der sich insbesondere an der Wallfahrtskirche und im angeschlossenen Franziskanerkloster verbreitete. Infolge der Judenverfolgung flohen etliche Gemeindemitglieder aus Werl oder wurden in verschiedene Konzentrationslager deportiert und dort getötet. Nach dem Krieg ist nur noch eine geringe Zahl der Einwohner Werls jüdischen Glaubens, und die Synagoge wurde nicht wieder aufgebaut. Anstelle der Synagoge steht heute ein Ärztehaus, und der Platz davor ist mit einem Gedenkstein gekennzeichnet und heißt offiziell Synagogenplatz. Die Kultgegenstände aus der Werler Synagoge konnten gerettet werden und befinden sich mittlerweile in der Synagoge in Dortmund.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Rat der Stadt Werl

nach der Kommunalwahl am 30. August 2009

Partei / Gruppierung Sitze (zu 2004)
CDU 19 Sitze (-3)
SPD 8 Sitze (±0)
BG 5 Sitze (±0)
Grüne 3 Sitze (±0)
FDP 3 Sitze (+1)
Linke 2 Sitze (+2)


[Bearbeiten] Ergebnisse der Kommunalwahlen ab 1975

In der Liste[2][3][4][5][6] werden nur Parteien und Wählergemeinschaften aufgeführt, die mindestens 1,95 Prozent der Stimmen bei der jeweiligen Wahl erhalten haben.

Jahr CDU SPD DZP FDP Grüne1 BG Linke
1975 59,5 30,6 5,3 4,6
1979 60,4 31,9 4,5 3,0
1984 57,2 27,6 4,1 11,0
19892 45,6 28,8 5,0 9,6 11,0
1994 47,3 31,4 3,7 8,4 9,3
1999 55,2 28,0 2,9 4,0 9,9
2004 54,1 20,7 5,4 6,8 12,5
2009 49,0 19,4 7,8 7,9 11,9 4,0

1 Grüne: 1984 und 1989: Grüne, ab 1994: B’90/Grüne
2 1989: FDP: 5,04 %

[Bearbeiten] Bürgermeister

[Bearbeiten] Stadtdirektoren

Bei der Kommunalwahl im Jahre 1999 wurde in NRW die städtische Doppelspitze abgeschafft. Der hauptamtliche Bürgermeister ist seitdem Stadtrepräsentant und Chef der Verwaltung.

[Bearbeiten] Wappen

Das Wappen zeigt den kurkölnischen Schild (schwarzes Kreuz auf silber/weißen Hintergrund), belegt mit einem silber/weißen Petrus-Schlüssel, da Petrus der Stadtpatron ist. Der älteste Nachweis dieses Wappens stammt aus dem Jahre 1503 (Stadtarchiv Werl, Dep. Erbsälzerarchiv, Urkunde Sa, 72).

[Bearbeiten] Städtepartnerschaften

Werl pflegt seit dem 6. Oktober 1973 eine Städtepartnerschaft mit der Stadt Halle in Belgien.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Unternehmen

[Bearbeiten] Logistik

Aufgrund der sehr guten Verkehrs-Infrastruktur und der Umwandlung des ehemaligen Militärgeländes in Gewerbegebiete (KonWerl 2010), haben sich in den letzten Jahren viele Mittelständler und Logistikfirmen in Werl neu angesiedelt oder sind aus dem Umland nach Werl gezogen.

Die bedeutendste Neuansiedlung ist dabei sicherlich das Distributionszentrum des Autoteilehändlers Auto Teile Unger (A.T.U). Aus den Zentren Weiden und Werl werden bundesweit alle Filialen beliefert. Zusätzlich wird von Werl aus der gesamte Internet-Handel von A.T.U abgewickelt und von hier aus versandt.

In direkter Nachbarschaft zu A.T.U hat sich im ehemaligen Lager von Famila der Nutzfahrzeug- und LKW-Teile-Großhändler „Europart“ niedergelassen, der von Werl aus seine weltweiten Niederlassungen und Großkunden in der gesamten Bundesrepublik Deutschland beliefert.

Der Lebensmittel-Discounter Aldi-Nord ist mit einer Regionalniederlassung zuzüglich eines großflächigen Zentrallagers ansässig.

[Bearbeiten] Industrie

Das Unternehmen mit der größten Bedeutung für den Werler Arbeitsmarkt sind die „Standard-Metallwerke Werl“ mit 520 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von 84,2 Mio. EUR.

Ein Unternehmen mit Weltruf ist die Firma Heinz Kettler GmbH & Co. KG. Der Konzern mit weltweiten Filialbetrieben hat seinen Unternehmensschwerpunkt in Deutschland. Von insgesamt 3000 Mitarbeitern ist ein großer Teil in Werl beschäftigt. In Werl werden die Werke Mersch, Sönnern I, Sönnern II und WKW unterhalten. Im Werk Mersch finden sich neben einem großen Lager auch eine Näherei und die Entwicklungsabteilung des Unternehmens. Die Verwaltung des Konzerns und ein weiterer Produktionsstandort befinden sich in der Werler Nachbargemeinde Ense.

Die Firma Josef Mawick Kunststoff-Spritzgusswerk GmbH & Co. KG beschäftigt in Werl-Sönnern 230 Mitarbeiter und fertigt für Unternehmen aus der ganzen Welt Spritzgussteile aus Kunststoff und die dazugehörigen Werkzeuge.

Weit bekannt ist die seit 1889 existierende Orgelbaufirma „Gebr. Stockmann“.

Die Bootswerft Andreas Sprenger fertigt hier, mitten im Binnenland Segelboote und Segelyachten für den privaten Gebrauch.

Im Gewerbegebiet Prozessionsweg in Werl Büderich findet man die Firma Wilhelm Reffelmann & Co. KG, die Möbel aus Metall herstellt und die Firma Staverma, die feuerfeste Formen aus Keramik für die Eisen- und Stahlindustrie liefert..

[Bearbeiten] Einzelhandel

Im Prozessionsweg befindet sich auch das Möbelhaus Turflon. Möbel Turflon gehört mit einer Verkaufsfläche von 48.300 m² zu den fünfzehn größten Möbelhäusern in Deutschland. 250 Mitarbeiter sind dort beschäftigt. Außer Möbeln werden auch Lampen, Teppiche, Heimtextilien und Haushaltswaren angeboten.

[Bearbeiten] Banken

Die Sparkasse Werl hat ihren Hauptsitz in Werl und unterhält darüber hinaus Geschäftsstellen in Werl-Büderich, Ense und Wickede (Ruhr). Sie ist eine Zweckverbandssparkasse der Stadt Werl und der Gemeinden Wickede (Ruhr) und Ense. Die Volksbank Hellweg hat eine Niederlassung in Werl und eine Geschäftsstelle in Westönnen. Ebenfalls eine Filiale in Werl hat die Deutsche Bank.

[Bearbeiten] Verkehr

[Bearbeiten] Fernstraßen

Die Stadt liegt an den beiden Ost-West-Autobahnen A 44 (Aachen-Düsseldorf-Dortmund-Kassel) und A 2 (Oberhausen-Hannover-Magdeburg-Berlin) ; die A 445 (Werl-Wickede(Ruhr)-Arnsberg) verbindet Werl mit dem Sauerland und kreuzt sich im Kreuz Werl mit der BAB 44. Es gibt auf Werler Stadtgebiet vier Autobahnabfahrten: AS Werl-Nord, AS Werl-Zentrum, AS Wickede (alle BAB 445) sowie AS Werl-Süd (BAB 44).

Außerdem verläuft die Bundesstraße 1, der historische Hellweg, durch die Stadt. Eine weitere Verbindung besteht mit der Bundesstraße 63 nach Hamm und Menden und der Bundesstraße 516 quer durchs Sauerland am Möhnesee vorbei nach Brilon.

[Bearbeiten] Schienenverkehr

Die Bahnhof Werl und der Haltepunkt Werl-Westönnen liegen an der Bahnstrecke Dortmund–Unna–Werl–Soest und werden montags bis freitags halbstündlich und samstags/sonntags sowie an Feiertagen stündlich von der RB 59 bedient.

Werl liegt im Verkehrsgebiet der Verkehrsgemeinschaft Ruhr-Lippe.

[Bearbeiten] Öffentliche Einrichtungen

[Bearbeiten] Staatliche Einrichtungen

Die Justizvollzugsanstalt Werl mit ca. 900 Haftplätzen gehört zu den größten Justizvollzugsanstalten in Deutschland und umfasst ein Gebiet von zehn Hektar. Drei weitere Hektar wurden dazugekauft, um ab 2006 Erweiterungen bauen zu können. Das ehemals „Königlich-Preußische Zentralgefängnis“ wurde in nur zwei Jahren erbaut und am 1. Juli 1908 in Betrieb genommen. Danach gab es einige Umbenennungen von „Zuchthaus und Sicherungsanstalt“ über „Strafanstalt“ bis zur heutigen Justizvollzugsanstalt (JVA).

Werl ist ferner Sitz des Amtsgerichts Werl sowie einer Autobahnmeisterei des landeseigenen Betriebes „Straßen NRW“.

[Bearbeiten] Kliniken

[Bearbeiten] Schulen

[Bearbeiten] Grundschulen

[Bearbeiten] Hauptschulen

[Bearbeiten] Realschulen

[Bearbeiten] Gymnasien

[Bearbeiten] Förderschulen

[Bearbeiten] sonstige Bildungseinrichtungen

[Bearbeiten] Sportangebot

[Bearbeiten] Sehenswertes und Kultur

[Bearbeiten] Museen

Haus Rykenberg

[Bearbeiten] Bauwerke

Wallfahrtsbasilika
St. Walburga
Windmühle im Ortsteil Hilbeck

[Bearbeiten] Kirchen und Sakralgebäude

[Bearbeiten] sonstige Bauwerke

[Bearbeiten] Plätze und Parks

Marktplatz mit Wallfahrtsbasilika

[Bearbeiten] Kultur

[Bearbeiten] Veranstaltungen und Feste

[Bearbeiten] Kulinarische Spezialitäten

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Ehrenbürger

Es sei noch erwähnt, dass zur Zeit des Dritten Reiches Paul v. Hindenburg, Adolf Hitler, Franz v. Papen und Viktor Lutze das Ehrenbürgerrecht bekamen. 1945 wurde allen vier das Ehrenbürgerrecht wieder aberkannt, wobei dies allerdings nur noch für Franz v. Papen von Wirkung war. Das Ehrenbürgerrecht Hitlers, Hindenburgs und Lutzes war mit dem Tod dieser Personen bereits erloschen; dennoch gab es eine Verfügung des Regierungspräsidenten in Arnsberg, dass die Rechte aberkannt werden und die Straßennamen geändert werden müssen.

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

[Bearbeiten] Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

[Bearbeiten] Medien

[Bearbeiten] Tageszeitungen

[Bearbeiten] Rundfunk

Neben den fünf WDR-Sparten-Sendern sendet seit dem 1. Juli 1990 der private lokale Hörfunksender Hellweg Radio sein regionales Programm für Werl und für den gesamten Kreis Soest.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Werl in der Literatur

[Bearbeiten] Bücher und Schriften

[Bearbeiten] Quellen

  1. Amtliche Bevölkerungszahlen. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 27. August 2010. (Hilfe dazu)
  2. Verzeichnisse der Kommunalwahlergebnisse des Landes Nordrhein-Westfalen (LDS NRW) von 1975 bis 2009
  3. Wahlprofil des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik NW
  4. Wahlergebnisse 1999
  5. Wahlergebnisse 2004
  6. Wahlergebnisse 2009

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Werl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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