Sophie-Barat-Schule

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Sophie-Barat-Schule
Logo der Sophie-Barat-Schule bis zum Jahre 2010
Schulform Gymnasium
Gründung 1952
Adresse

Warburgstraße 39

Ort Hamburg
Land Hamburg
Staat Deutschland
Koordinaten 53° 33′ 45,5″ N, 9° 59′ 44,6″ O53.5626305555569.9957111111111Koordinaten: 53° 33′ 45,5″ N, 9° 59′ 44,6″ O
Träger Katholischer Schulverband Hamburg
Schüler 1028
Lehrkräfte 72
Leitung Christiane Hofmann
Website www.sophie-barat-schule.de

Die Sophie-Barat-Schule ist neben der Sankt-Ansgar-Schule und dem Niels-Stensen-Gymnasium eines der drei katholischen Gymnasien in Hamburg, und liegt im Stadtteil Rothenbaum im Bezirk Hamburg-Eimsbüttel. Sie feierte am 10. Mai 2012 ihr 60-jähriges Bestehen mit einem Pontifikalamt in der Hamburger Hauptkirche St. Michaelis mit Erzbischof Dr. Werner Thissen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Schule war bis 1982 ein reines Mädchengymnasium. Vorläuferin war eine katholische Bildungsanstalt für Mädchen, die seit 1895 bestand und seit 1900 von Ursulinen geleitet wurde. Im Jahre 1903 wurde diese Mädchenschule dem neuerbauten Ursulinen-Mutterhaus in Osnabrück-Haste unterstellt. Diese Hamburger St. Angela-Schule wurde im Jahre 1912 als Lyzeum anerkannt. 1940 wurde die Schule von den Nationalsozialisten geschlossen, konnte jedoch 1946 in der Neuen Rabenstraße wiedereröffnet werden. 1952 übernahmen Schwestern vom Sacré-Cœur-Orden die Schule und benannten sie nach ihrer Ordensgründerin Sophie Barat (1779–1865) um, die in der Umbruchszeit der Französischen Revolution vor allem im Bereich der schulischen Erziehung einen Neuanfang suchte.

Die heutige Schule[Bearbeiten]

Seit 1982 werden die mittlerweile rund 1.050 Schüler koedukativ unterrichtet. Das Gymnasium befindet sich in freier Trägerschaft des Katholischen Schulverbandes Hamburg und wird nur noch von einer Schwester des Sacré Coeur Ordens geleitet. Im Jahre 1988 kam ein Aufbaugymnasium hinzu, auf dem Schüler mit Realschulabschluss das Abitur nach 12 Jahren erlangen können.

Seit dem Schuljahr 2012/2013 gibt es an der Sophie-Barat-Schule einen neu-rhythmisierten Schultag. Er besteht aus Fundamentum, normaler eineinhalbstündiger Unterricht am Vormittag pro Fach, und sogenannten Addita (von lat. addere = hinzufügen), Nachmittagsunterricht, der nach eigenen Interessen gewählt werden kann, und ebenfalls eineinhalb Stunden umfasst, nach einer dreiviertelstündigen Mittagspause. Die Umstellung auf dieses neue Schulsystem rief in regionalen/lokalen Medien einige Resonanz hervor, so zum Beispiel in der Hamburger Morgenpost und im Hamburger Abendblatt.

Ebenfalls besteht an dem Gymnasium ein Pilotprojekt, welches Neuntklässler zu sogenannten Medienscouts ausbildet, deren Aufgabe es ist Schülern aus der Unterstufe (5 bis 7. Klasse) mediale Aufklärung zu geben, beispielsweise in sozialen Netzwerken wie facebook.

Dem Vorbild ihrer Namenspatronin folgend, betont die Sophie-Barat-Schule:

  • eine ganzheitliche Erziehung (Kopf, Herz, Hand)
  • das Konzept des Förderns und Forderns

Sonstiges[Bearbeiten]

Bundesweit bekannt wurde die Schule, als es im Schuljahr 2004/2005 zwischen Schulleitung und Redakteuren zu einem Streit um die Schülerzeitung Sophies Unterwelt kam.

Weitere Aufmerksamkeit erregte die Schule im Jahr 2006, als der Schulträger angesichts der räumlichen Enge über Alternativstandorte nachdachte und hierüber das Gespräch mit der Schule aufnahm. Eltern und Schüler sprachen sich vehement für den Verbleib am traditionellen Standort aus. In der Folge beschloss der Schulträger den Umbau am bisherigen Standort an der Warburgstraße.

Im Jahr 2007 führte die Schule eine medienwirksame Spendengala durch, bei der Sponsoren für größtenteils bauliche Projekte gesucht wurden. Die Veranstaltung wurde von Johannes B. Kerner moderiert.

2009 wurde von der Schülervertretung ein Sponsorenlauf organisiert, der rund 65.000 € Spendengelder einbrachte.

Isa Vermehren, die zunächst seit den 1930er Jahren als Kabarettistin, Filmschauspielerin und später unter anderem durch das Wort zum Sonntag als Ordensschwester bekannt wurde, leitete die Sophie-Barat-Schule von 1969 bis zu ihrer Pensionierung 1983.

Weblinks[Bearbeiten]