Hamburg-Rotherbaum

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Wappen von Hamburg
Rotherbaum
Stadtteil von Hamburg
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Koordinaten 53° 34′ 5″ N, 9° 59′ 18″ O53.567949.98839Koordinaten: 53° 34′ 5″ N, 9° 59′ 18″ O
Fläche 2,7 km²
Einwohner 16.091 (31. Dez. 2013)
Bevölkerungsdichte 5960 Einwohner/km²
Vorwahl 040
Bezirk Bezirk Eimsbüttel
Quelle: Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein.

Rotherbaum ist ein Stadtteil der Freien und Hansestadt Hamburg. Er gehört zum Bezirk Eimsbüttel und zu dessen Kerngebiet. Oft bezeichnet Rotherbaum auch ein größeres Quartier um die Rothenbaumchaussee.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Rotherbaum ist umgeben von der Außenalster und dem Stadtteil St. Georg im Osten, Harvestehude im Norden (Grenze ist die Hallerstraße), den Stadtteilen Eimsbüttel im Nordwesten (Grenze ist die Straße Beim Schlump) und Sternschanze im Südwesten. Im Süden liegen St. Pauli, im Südosten die Neustadt, nahe dem Bahnhof Hamburg-Dammtor. Hier bildet die Bahnstrecke der Hamburg-Altonaer Verbindungsbahn, die über die Lombardsbrücke führt, die Grenze.

Namensherkunft[Bearbeiten]

Der Name Rotherbaum wurde vom Rothen Baum abgeleitet, einem vorgelagerten Wachtposten an der Rothenbaumchaussee in der Zeit der Stadtbefestigung. Der Posten war am Ausgangspunkt der Chaussee nach Eppendorf, an einem Übergang über einen Bach namens Hundebek gelegen und soll einen roten Schlagbaum besessen haben. Bemerkenswert ist, dass der Ortsname trotz der Schreibweise in einem Wort und mit historischem th häufig in gebeugter Form vorkommt („am Rothenbaum“ etc.).

Neben dem genau umgrenzten Stadtteil wird mit Rotherbaum bisweilen auch ein größeres Quartier rund um die Rothenbaumchaussee bezeichnet, als es die Stadtteilgrenzen umfassen. Das Tennisstadion oder das NDR-Funkhaus liegen im Stadtteil Harvestehude, gleichzeitig jedoch (auf das Stadtviertel bezogen) „am Rothenbaum“.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Rothenbaum um 1790 (rechts oben), deutlich zu erkennen auch der Bach Hundebek

Das ehemalige Dammtor war früher der Übergangspunkt von Hamburg zu den nordwestlich angrenzenden Ortschaften. Vor dem Stadttor lagen im späten 18. Jahrhundert Landhäuser und Gartengrundstücke. 1813/14, nach den Befreiungskriegen am Ende der Franzosenzeit, wurden diese zerstört. Der Schiffsmakler John Fontenay, nach dem das gesamte Gelände zwischen Alster, Badestraße und Mittelweg sowie die Straßen Fontenay und Fontenay-Allee benannt sind, erwarb um 1816 vor dem Dammtor in großem Umfang Ländereien.

Nachdem die Torsperre 1860 aufgehoben worden war, wurde das Gebiet zunehmend besiedelt. Wohlhabende Bürger bebauten vor allem das Gebiet östlich der Rothenbaumchaussee mit Villen und Stadthäusern. Im westlichen Teil, wo das Grindelviertel liegt, entstanden alsbald auch Etagenhäuser. 1871 wurde Rotherbaum zum Vorort Hamburgs, 1894 dessen Stadtteil.

Die Gründung der Universität im Jahr 1919 und die Konzentration der öffentlichen Verwaltung (Fernsprechknotenamt 1912, Museum für Völkerkunde 1912, Norddeutscher Rundfunk 1924, später die Gesundheitsbehörde, Oberfinanzdirektion, Bundesvermögensverwaltung, Standortverwaltung der Bundeswehr) und auch die nach und nach angesiedelten Konsulate waren prägend für die Entwicklung des Stadtteils Rotherbaum.

Des Weiteren bestimmte (und bestimmt) das jüdische Leben den Stadtteil Rotherbaum, in dem es bis zur nationalsozialistischen Verfolgung mehrere Synagogen gab, u.a. die Bornplatzsynagoge. An das Schicksal der jüdischen Bevölkerung Rotherbaums erinnert u.a. der Platz der jüdischen Deportierten neben dem Hauptgebäude der Universität. Siehe hierzu: Artikel Bezirk Eimsbüttel.

In der Nachkriegszeit fanden in Rotherbaum auch die Curiohaus-Prozesse des britischen Militärgerichts statt, die sich gegen SS-Täter richteten.

Quartiere[Bearbeiten]

Grindel[Bearbeiten]

Das Grindelviertel ist Standort der Universität und daher von studentischem Leben geprägt. Auch zu den Besonderheiten des Grindels als jüdisches Viertel in Hamburg siehe Artikel Grindel (Hamburg).

Pöseldorf[Bearbeiten]

Der Name Pöseldorf soll von pöseln abgeleitet sein, was so viel wie „gärtnerisches Herumwirtschaften ohne großen wirtschaftlichen Erfolg“ bedeutete. Als 1813 die wenigen Häuser in diesem Gartengebiet abbrannten, wurden hier zwischen Pöseldorfer Weg und Magdalenenstraße Remisen und Häuser für Kutscher, Handwerker, Krämer und Dienstboten gebaut.

Pöseldorf ist heute ein Stadtviertel mit Einzelhaus- und Villenbebauung nahe der Alster. Es ist bekannt für seine zahlreichen Gastronomiebetriebe und Kunstgalerien.

Milchstraße[Bearbeiten]

Die Milchstraße ist eine historische Straße in Hamburg. Sie ist zu erreichen über den architektonisch interessanten Turmweg in Richtung Alster.

Politik[Bearbeiten]

Für die Wahl zur Hamburgischen Bürgerschaft und der Bezirksversammlung gehört Hamburg-Rotherbaum zum Wahlkreis Rotherbaum-Harvestehude-Eimsbüttel-Ost. Die Bürgerschaftswahl 2011 führte zu folgendem Ergebnis[1]:

  • SPD 42,7 % (+10,3)
  • CDU 18,5 % (-21,2)
  • GAL 16,9 % (+2,5)
  • FDP 9,7 % (+3,1)
  • Die Linke 6,8 % (+1,3)
  • Übrige 5,4 % (+3,9)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kinos[Bearbeiten]

Das Abaton am Allende-Platz ist eines der ältesten Programmkinos Deutschlands.

Theater[Bearbeiten]

Die Hamburger Kammerspiele sind ein traditionsreiches, mittlerweile privates Theater in Rotherbaum.

Museen[Bearbeiten]

Das Museum für Völkerkunde Hamburg, das Geologisch-Paläontologisches Museum, das Mineralogische Museum Hamburg und das Zoologische Museum liegen in Rotherbaum.

Musik[Bearbeiten]

Die Hochschule für Musik und Theater Hamburg befindet sich am Harvestehuder Weg.

Die Staatliche Jugendmusikschule Hamburg hat im Michael-Otto-Haus am Mittelweg ihren Sitz. Dort ist auch der Neue Knabenchor Hamburg angesiedelt.

Im Musikclub Logo finden an der Grindelallee seit 1974 Konzerte statt.

Parks[Bearbeiten]

Eingebettet zwischen verschiedenen Gebäuden der Universität liegt der Von-Melle-Park, der Campus der Uni, mitten in Rotherbaum. Zwischen dem Univiertel und der Verbindungsbahn liegt der Sternschanzenpark. Seit der Gebietsreform 2008 gehört dieser nun zum Stadtteil Sternschanze im Bezirk Altona. Auch das Alstervorland ist im Sommer ein beliebter Treffpunkt. Im Süden von Rotherbaum, zwischen dem Dammtorbahnhof, dem Grand Elysée Hotel und dem Mittelweg liegt die Moorweide. Auf einer Grünfläche neben dem Hauptgebäude der Universität steht auch das Büsch-Denkmal.

Das Kriegerdenkmal[Bearbeiten]

Das Kriegerdenkmal des Infanterie-Regiments (2. Hanseatisches) No. 76 wurde von Johannes Schilling geschaffen und 1877 eingeweiht. Es soll an die Gefallenen des Deutsch-Französischen Kriegs von 1870/71 erinnern. Bis 1926 stand die Skulptur an der Esplanade in der Hamburger Innenstadt, heute ist sie an der Fontenay zu finden.

Bauwerke[Bearbeiten]

Zu den als Landmarken weithin sichtbaren Bauwerken der Universität gehören das Geomatikum (zugleich das neunthöchste Hochhaus Hamburgs) sowie der Philosophenturm, die höchsten Gebäude im Stadtteil. Weitere wichtige Bauwerke der Universität sind das Hauptgebäude mit den von Helmut und Hannelore Greve gestifteten modernen Flügelbauten an der Edmund-Siemers-Allee, das Audimax am Von-Melle-Park und der sogenannte „Pferdestall“ am Allende-Platz, in dem bereits Ernst Cassirer lehrte.

Unweit der Universität befindet sich das denkmalgeschützte Fernsprechamt Schlüterstraße, in dem 1924 der erste norddeutsche Radiosender – Vorläufer des NDR – auf Sendebetrieb ging. Der Hörfunkbetrieb des NDR befindet sich immer noch in Rotherbaum, im NDR-Funkhaus an der Rothenbaumchaussee. Ebenfalls an der Rothenbaumchaussee ist das Curiohaus, wo nach Kriegsende die Curiohaus-Prozesse und andere Prozesse gegen NS-Täter stattfanden.

Das Medienzentrum Multimedia Centre Hamburg an der Ecke Rothenbaumchaussee/Hallerstraße wurde 1997-99 von Norman Foster erbaut. Die Kirche St. Johannis-Harvestehude am Turmweg ist eine der besterhaltenen neugotischen Kirchen Deutschlands. Die als Budge-Palais bezeichnete Villa am Harvestehuder Weg 12 beherbergt heute die Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Am Alsterufer 27/28 liegt das Amerikanische Generalkonsulat. Das ursprünglich aus zwei Villen bestehende Gebäudeensemble wurde 1882 und 1893 von Martin Haller erbaut und später verändert.

Sport[Bearbeiten]

Tennisstadion Rotherbaum

Tennis[Bearbeiten]

Das ATP-Turnier von Hamburg wird regelmäßig im Juli veranstaltet. Im Jahr 2006 fand das Masters-Series-Turnier am Hamburger Rothenbaum, so die landläufige Bezeichnung, zum 100. Mal statt. Seit 2009 ist das Turnier Bestandteil der ATP World Tour 500. Allerdings gehört das Stadion und die gesamte Tennisanlage eigentlich bereits zum Nachbarstadtteil Harvestehude.

Schwimmen[Bearbeiten]

Erstmals fand am Rothenbaum eine internationale Schwimmveranstaltung statt. Für die Deutscher Ring Aquatics am 12. und 13. August 2006 wurde der Tenniscourt zu einer Schwimmarena umfunktioniert und ein mobiles Becken mit einem Fassungsvermögen von 700.000 Litern Wasser eingesetzt.

Auf dem Gelände des ehemaligen Sportplatzes stehen Wohn- und Geschäftshäuser.

Rudern[Bearbeiten]

Am Alsterufer sind der älteste deutsche Ruderclub Der Hamburger und Germania Ruder Club sowie der Ruder-Club Favorite Hammonia ansässig.

Fußball[Bearbeiten]

Das Rothenbaum-Stadion, in dem der Hamburger SV spielte, war Austragungsort vieler deutscher Fußball-Meisterschaften. Heute befinden sich dort Wohnungen und Büros. Der HSV hatte schräg gegenüber dem Stadion an der Rothenbaumchaussee, allerdings schon in Harvestehude, auch seine Geschäftsstelle.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Die Grindelallee

Vom Theodor-Heuss-Platz (bis zum 12. Dezember 1965 hieß der Vorplatz noch Loigny-Platz [2] [3]) vor dem Dammtorbahnhof fächerförmig ausgehend, durchziehen drei große Verkehrsachsen Rotherbaum: der z.T. vier- bis fünfstreifig (zusätzlich durchgehend mit zwei Busfahrstreifen) ausgebaute Straßenzug Edmund-Siemers-Allee/Grindelallee im Westen, die Rothenbaumchaussee, die zweistreifig in nördlicher Richtung verläuft, und der etwas schmalere, leicht gewundene Mittelweg etwas weiter östlich, ebenfalls in Nord-Süd-Richtung verlaufend. Die Schlüterstraße und einige weitere Straßen im Uni-Viertel sind verkehrsberuhigt, ebenso seit 2001 der Grindelhof. Die sechsstreifige Straße Alsterglacis stellt in östlicher Richtung die Verbindung zur Innenstadt über die Kennedybrücke her. Die Straße Alsterufer ist vor dem US-amerikanischen Konsulat aus Sicherheitsgründen gesperrt.

Bahnhof Dammtor

Zentraler Knotenpunkt für den Schienenverkehr ist der Dammtorbahnhof, ein Fernbahnhof mit ICE-Verkehr. Hier fahren die S-Bahnlinien S11 (zeitweilig), S21 und S31 auf der Verbindungsbahn. Rotherbaum wird an seinem äußersten westlichen Ende durch die Haltestelle Schlump der Linien U2 und U3 angebunden. In Nord-Süd-Richtung wird der Stadtteil von der U-Bahn-Linie U1 durchquert, die an der nördlichen Stadtteilgrenze an der Hallerstraße einen Halt hat. Eine U-Bahn-Haltestelle an der Johnsallee nahe dem Uni-Campus wird seit langem diskutiert und von Studentenvertretern gefordert[4], eine Realisierung ist jedoch genauso unwahrscheinlich wie die im Flächennutzungsplan vorgesehene U-Bahnlinie vom Stephansplatz die Grindelallee hinauf über Hoheluftbrücke zum Edmund-Siemers-Platz, auch wenn die früher geplante Stadtbahn Hamburg mit diesem Straßenzug nicht mehr realisiert wird.

So ist die Metrobuslinie 5, die zusammen mit der Linie 4 die Grindelallee bedient, mit 50.000 Fahrgästen täglich nach Aussage der Hochbahn die meistgenutzte Buslinie Europas. Hier verkehren daher auch Doppelgelenkbusse in dichter Taktfolge.[5] Häufig geschehen an der Grindelallee Unfälle mit Bussen, oft durch wendende Fahrzeuge, weswegen auf dem Mittelstreifen z.T. Sperren errichtet wurden.[6] Weitere wichtige Buslinien sind die Metrobuslinie 15 in West-Ost-Richtung auf der Hallerstraße, die Linie 109 am Mittelweg und die Schnellbuslinie 34 auf der Rothenbaumchaussee.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Ehemaliges Hochhaus von GlaxoSmithKline am Alsterufer (Abriss August 2011)

Besonders im südöstlichen Rotherbaum sind einige Unternehmen in höheren Bürogebäuden ansässig: dazu zählen etwa Signal Iduna (Neue Rabenstraße), die HanseMerkur Versicherungsgruppe (Siegfried-Wedells-Platz), British American Tobacco und ehemals GlaxoSmithKline (beide Alsterufer).

Medien[Bearbeiten]

Rotherbaum gilt auch als Stadtteil der Medien. Der Fernsehsender Hamburg 1 ist im Medienzentrum an der Rothenbaumchaussee angesiedelt, auch 17:30 Sat.1 Regional produziert hier seine Sendung. Die Deutsche Presse-Agentur hat am Mittelweg ihren Sitz. Das NDR-Funkhaus wird zwar häufig als Funkhaus am Rothenbaum bezeichnet, liegt aber in Harvestehude. Die Verlagsgruppe Milchstrasse (seit 2004 zu Hubert Burda Media gehörig, u.a. Zeitschriften Fit for Fun, TV Spielfilm) hatte lange in der gleichnamigen Straße ihren Sitz, ist aber mittlerweile in Eppendorf angesiedelt.

An der Außenalster befindet sich das frühere Gruner-und-Jahr-Verlagshaus. Der sogenannte „Affenfelsen[7] an der Straße Alsterufer, nicht zuletzt so genannt wegen der terrassenartigen Konstruktion des Gebäudes, war 1983 ein wichtiger Schauplatz der Affäre der Zeitschrift Stern um die gefälschten Hitler-Tagebücher.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Das Wasser- und Schifffahrtsamt Hamburg hat an der Moorweidenstraße seinen Sitz.

Bildung und Forschung[Bearbeiten]

Der Stadtteil wird geprägt durch die Universität Hamburg. Die meisten Institute und das Hauptgebäude liegen im Stadtteil Rotherbaum, zu einem guten Teil im Grindelviertel. In Rotherbaum sind einige sogenannte An-Institute zu finden: Am Mittelweg liegt das Hamburger Institut für Sozialforschung. In der Straße Beim Schlump sind die Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg, das Institut für die Geschichte der deutschen Juden und das Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg angesiedelt. Die Heimhuder Straße ist die Adresse des Hans-Bredow-Instituts für Medienforschung. Auch das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) sitzt dort.

In Rotherbaum gibt es 15 Kindergärten, eine Grundschule (am Turmweg) sowie als weiterführende Schule das katholische Gymnasium Sophie-Barat-Schule in der Warburgstraße. Insgesamt wurden 2007 1.538 Schüler im Stadtteil unterrichtet.[8] An der Bundesstraße liegt darüber hinaus die Staatliche Gewerbeschule Installationstechnik („G2“), die Staatliche Fremdsprachenschule („H15“) befindet sich am Mittelweg 42a und die Hamburger Berufsfachschule für Kosmetik GmbH an der Hoheluftchaussee. Seit 2002 gibt es zudem wieder die bereits von 1805 bis 1942 existierende jüdische Talmud Tora Schule.

Das Wilhelm-Gymnasium, dessen ehemaliges Gebäude in Rotherbaum heute Altbau der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg ist, befindet sich heute in Harvestehude.

Mit der Staatlichen Jugendmusikschule Hamburg und der Hochschule für Musik und Theater Hamburg liegen zwei bedeutende musikpädagogische Einrichtungen im Stadtteil.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hamburg-Rotherbaum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://wahlen-hamburg.statistik-nord.de/frameset.php?file=status_karte&wahl=77&frame=true
  2. Zentralblatt der Bauverwaltung Nr. 65 vom 13. August 1904 (PDF; 1,8 MB)
  3. Hamburg ehrt Theodor Heuss, HA vom 11. Dezember 1965
  4. Nächste Haltestelle Luftschloss, Jura-Magazin 3, 2006, abgerufen 21. Oktober 2009.
  5. www.hochbahn.de: Pressemitteilung vom 16. Januar 2004, abgerufen 21. Oktober 2009.
  6. Grindelallee: Barriere verlängern?, in Hamburger Abendblatt vom 5. Dezember 2007.
  7. Aufgeklärt: Wie es zum größten Presseskandal kommen konnte, Hamburger Abendblatt vom 1. März 2008.
  8. Webseite Statistik Nord, abgerufen 15. Oktober 2009.