SourceForge

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SourceForge
Sourceforgenet logo.jpg
http://sourceforge.net/
Beschreibung Webportal zur Verwaltung einer Vielzahl an Softwareprojekten
Registrierung Optional
Sprachen englisch
Eigentümer Dice Holdings, Inc.
Status Aktiv

SourceForge (englisch für Quelltextschmiede) ist ein Repository in Form einer Website, welche Programmierern die Möglichkeit bietet, quelloffene Softwareprojekte zu erstellen und zu verwalten. Es basiert auf dem gleichnamigen Softwareentwicklungssystem und wird vom US-amerikanischen Unternehmen Dice Holdings betrieben.

Inhaltsverzeichnis

Software [Bearbeiten]

Die Software SourceForge wird von Dice Holdings (bis 2012 GeekNet) entwickelt und vertrieben. Sie stellt ein Portal zu einer Dienstleistungspalette zur Verfügung und integriert eine Anzahl von Open-Source-Anwendungen (z. B. GNU Mailman, Trac). Als Versionsverwaltung für Quelltext (SCM) werden CVS, SVN, Bazaar, Git und Mercurial angeboten. [1] [2]

Bis Version 3 war SourceForge als freie Software verfügbar, wurde danach jedoch kommerziell und proprietär vertrieben. Außerdem entwickelt ein SourceForge-Programmierer die Software aber auch unter dem Namen GForge als Open-Source-Projekt weiter. Unter dem Namen GForge AS entstand abermals eine proprietäre Software mit dem Namen. Um der Verwirrung um den Namen zu entgehen, wird die freie Version des ursprünglichen GForge als FusionForge weitergeführt. Die Free Software Foundation stellte mit Savannah eine Alternative für die proprietäre SourceForge-Software, welches auf GNU Savannah verwendet wird. Savannah basiert auf der Version 2 der SourceForge-Software.

Im Juni 2012 wurde vorgeschlagen, die Neuimplementierung der SourceForge-Software names Allura, dem Apache-Projekt zu übergeben.[3] Seit dem 22. April 2013 werden die bei Sourceforge liegenden Projekte auf Allura migriert.[4]

Portal [Bearbeiten]

Anzahl der gehosteten Projekte seit 2000

Das Webportal SourceForge.net dient zur Entwicklung von Open-Source-Programmen und wird von vielen Software-Entwicklern zur Verwaltung ihrer Projekte genutzt. Die Website wird von SourceForge, Inc. gehostet und nutzt die SourceForge-Software. Die Software bietet unterschiedliche Systeme für die Versionsverwaltung, wie etwa CVS, SVN, Bazaar oder Git. Des Weiteren kann jedes Projekt ein eigenes Wiki anlegen und es kann auf eine eigene MySQL-Datenbank zugegriffen werden.

Viele große Open-Source-Projekte werden von SourceForge gehostet, aber es gibt auch kleine oder inaktive Projekte. Zu den größten Projekten gehören unter Anderem eMule, Vuze und Ares Galaxy mit jeweils mehreren hundert Millionen Downloads.[5]

Sperrungen [Bearbeiten]

Die chinesische Regierung hatte den Zugriff auf die Seite im Zuge vom Projekt Goldener Schild gesperrt, doch die Sperre wurde im darauffolgenden Jahr wieder aufgehoben.[6] Im Juni 2008 war das Portal von China aus erneut nicht erreichbar und es wurde über Zusammenhänge mit einem Programmierer von SourceForge, welcher die Chinesische Regierung negativ kritisierte, spekuliert.[7]

Da die US-Regierung seit längerer Zeit Handelsverbote und Sanktionen gegen so genannte Schurkenstaaten verhängt, verkündete SourceForge im Januar 2010 die Benutzer aus jenen Ländern, die auf der Sanktionsliste des US-amerikanischen Außenministeriums gelistet sind, von der Benutzung auszuschließen.[8] Seitdem ist die Seite im Iran, in Kuba, Syrien, Nordkorea und im Sudan nicht abrufbar, über die Erreichbarkeit der einzelnen Projekte dürfen die Projektadministratoren selbst entscheiden.[9]

Ähnliche Projekte [Bearbeiten]

  • BerliOS Developer ist eine weitere Hosting-Plattform für Open-Source-Projekte. BerliOS Developer wird vom Fraunhofer FOKUS-Institut betrieben.
  • Bitbucket ist eine Collaboration-/Hosting-Plattform für beliebige Projekte von der Firma Atlassian, die das Versionsverwaltungssystem Mercurial verwenden.
  • Freecode stellt einen Katalog für Open-Source-Projekte dar. Diese wird, wie SourceForge selbst, durch die Open Source Technology Group, Inc. (OSTG) gehostet (ein Tochterunternehmen von SourceForge, Inc.).
  • Google Code, von Google Inc. betriebenes Portal.
  • JavaForge ist ein Collaboration Portal mit der Einschränkung auf Java-Open-Source-Projekte (Funktionsweise ansonsten wie SourceForge). Ermöglicht jedoch zusätzlich den direkten Zugang zu IDEs über zusätzliche Plugins (Eclipse und NetBeans)
  • Origo ist ein an der ETH Zürich entwickeltes System, auf dem auch Closed-Source-Projekte erlaubt sind.
  • GNU Savannah ist eine weitere Hosting-Plattform für Open-Source-Projekte, die eine Lizenz wählen, die den Vorstellungen der Free Software Foundation entsprechen.
  • Gna!, der Nachfolger von GNU Savannah ist GNA!.
  • CodePlex, eine Hosting-Website von Microsoft für Open-Source-Projekte.
  • RubyForge, eine weitere Hosting-Plattform, beschränkt auf Ruby-Projekte.
  • GitHub, eine speziell auf das Git-Versionsverwaltungssystem ausgerichtete Hosting-Plattform.
  • Launchpad, eine Hosting-Plattform für Open-Source-Projekte von der Firma Canonical, Hersteller der Linux-Distribution Ubuntu.
  • tigris.org, von CollabNet, dem Hersteller von Subversion, betriebene Hosting-Plattform.

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: SourceForge – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen [Bearbeiten]

  1. What is Source Code Management – sourceforge - unterstütze SCM-Systeme
  2. Comparison of open source software hosting facilities - Wikipedia, the free encyclopedia - Vergleich von Open-Source-Software-Hostern
  3. Allura submitted to the Apache Incubator. Abgerufen am 9. September 2012 (englisch).
  4. Final project upgrades push starts April 22nd. Abgerufen am 27. April 2013 (englisch).
  5. Top Downloads - For all time, updated daily. Abgerufen am 7. Mai 2010 (englisch).
  6. China says asta la vista to Altavista. 6. September 2006, abgerufen am 7. Mai 2010 (englisch).
  7. Sourceforge.net Blocked In Mainland China. 26. Juni 2008, abgerufen am 7. Mai 2010 (englisch).
  8. Sourceforge verbannt Nutzer aus sogenannten Schurkenstaaten. 26. Januar 2010, abgerufen am 7. Mai 2010 (englisch).
  9. Sourceforge Terms_of_Use - Prohibited Persons. Abgerufen am 7. Mai 2010 (englisch).