Stratovarius

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Dieser Artikel behandelt die Band Stratovarius. Zu ihrem gleichnamigen Album siehe Stratovarius (Album).
Stratovarius
Stratovarius-logo.svg
Stratovarius in Milan 2005.jpg
Allgemeine Informationen
Genre(s) Power Metal
Gründung 1984 (als Black Water)
1986 (Umbenennung in Stratovarius)
Website http://www.stratovarius.com/
Gründungsmitglieder
Tuomo Lassila (Gesang: bis 1985, Schlagzeug: 1985-1995)
Staffan Stråhlman (bis 1985)
John Vihervä (bis 1984)
Aktuelle Besetzung
Gesang
Timo Kotipelto (1994-2004, seit 2005)
Matias Kupiainen (seit 2008)
Bass
Lauri Porra (seit 2005)
Jens Johansson (seit 1995)
Schlagzeug
Rolf Pilve (seit 2012)
Ehemalige Mitglieder
Gesang, Gitarre, Hintergrundgesang
Timo Tolkki (Gesang: 1985-1994, Studio-Bass: 1992, Gitarre & Studio-Hintergrundgesang: 1985-2008)
Gesang
Katriina Wiiala (2004)
Bass
Jyrki Lentonen (1984-1989)
Bass
Jari Behm (1989-1993)
Bass
Jari Kainulainen (1993-2005)
Keyboard
Antti Ikonen (1988-1995)
Schlagzeug
Jörg Michael (1995-2004, 2005-2012)
Live-Unterstützung und Session-Musiker
Schlagzeug
Sami Kuoppamäki (Studio-Schlagzeug: 1993-1994)
Schlagzeug
Anders Johansson (Live-Schlagzeug: 2004)
Schlagzeug
Alex Landenburg (Live-Schlagzeug: 2010)

Stratovarius ist eine Power-Metal-Band aus Finnland. Der Bandname ist ein Kofferwort aus dem Namen des berühmten Geigenbauers Antonio Stradivari und dem Elektrogitarrenmodell Stratocaster. Er symbolisiert die Mischung von Klassik und Metal, wie man sie in vielen Songs von Stratovarius vorfindet.

Geschichte[Bearbeiten]

Gegründet wurde die Band 1984 von Tuomo Lassila, John Vihervä und Staffan Stråhlman. John Vihervä wurde Ende des Jahres bereits durch Jyrki Lentonen ersetzt, 1985 verließ auch Staffan Stråhlman die Band. Seinen Platz nahm Timo Tolkki ein, der wenig später auch den Gesang übernahm. In dieser Besetzung wurde 1987 die erste Demo aufgenommen. Ihre Musik, ursprünglich stark von Black Sabbath und Ozzy Osbourne inspiriert, wurde zu diesem Zeitpunkt melodischer und stärker klassisch beeinflusst, wie es bis heute typisch für den Stil der Band ist. 1989 wurde das Debüt-Album Fright Night veröffentlicht, nach der Debüt-Single Future Shock im vorherigen Jahr.

Mit dem Album Fourth Dimension kam Sänger Timo Kotipelto.

Auch lässt sich mit dem vierten Album der Anfang einer stilistischen Weiterentwicklung feststellen. Die Songs waren jetzt weniger progressiv-düster sondern atmosphärisch-hoffnungsvoll, um eine deutliche Spur melodischer und mit mehr klassischen Elementen wie Cembalo oder Streichern.

Nach zwei Welttourneen in nur zwei Jahren legte die Band im Jahre 2000 eine Schaffenspause ein. Während dieser Zeit erschien die Kompilation Intermission, welche B-Seiten, Bonussongs, Cover und Kompositionen des Keyboarders Johansson enthält.

Mit Elements Part I meldete sich Stratovarius dann im Jahr 2003 zurück und überraschte und spaltete die Fangemeinde durch einen deutlich progressiveren Stil. Zum ersten Mal kamen ein echtes Symphonieorchester sowie Chöre zum Einsatz. Elements Part II war wieder deutlich gitarrenlastiger, wobei manche Kritiker das Album als uninspiriert und langweilig bezeichneten.

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Im Jahr 2004 kam es zu einem Streit zwischen Tolkki und Kotipelto mit der Konsequenz, dass Kotipelto und Schlagzeuger Jörg Michael die Band verlassen mussten. Stattdessen holte Tolkki die finnische Sängerin Katriina Wiiala in die Band, die zuvor in der Band AuroraK den Gesang übernommen hatte. Der Bruder von Jens Johansson, Anders Johansson, sollte das Schlagzeug übernehmen. In dieser Zeit machten sich schwere psychische Probleme bei Tolkki bemerkbar und es folgte eine unrühmliche Zeit voller Gerüchte, Schuldzuweisungen, verbalen und tätlichen Angriffen gegen Tolkki sowie schließlich dessen völliger Kollaps. Trotz der Unstimmigkeiten mussten noch die Liveshows beendet werden. Während einer Show stieg ein Besucher auf die Bühne und stach Timo Tolkki mit einem Messer in den Bauch. Tolkki musste sofort in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Während seines Krankenhausaufenthalts machte er eine geistige Genesung durch.

Nachdem er sich einer Therapie unterzogen hatte, besserte sich der Zustand Tolkkis und nach intensiven Gesprächen mit allen Bandmitgliedern hat sich Stratovarius im Januar 2005 wieder ohne Katriina Wiiala vereint. Das nächste Album namens Stratovarius erschien am 5. September 2005.

Im Juni 2005 zog sich Bassist Jari Kainulainen aus der Band zurück, da er angeblich nicht mehr auf Tournee gehen wollte. Er spielt jetzt bei den Schweden Evergrey. Ersatz ist Lauri Porra, der schon bei Sinergy und Warmen gespielt hatte. Von August 2005 bis Januar 2006 folgte eine Welttournee.

Am 2. April 2008 verkündete Tolkki die endgültige Auflösung der Band. Grund dafür sei u.a. die allgemeine Stimmung unter den Bandmitgliedern. Ferner gab Tolkki bekannt, dass bis auf seinen Nervenzusammenbruch sämtliche Ereignisse des Jahres 2004 einschließlich des Ausstiegs von Kotipelto und Michael abgesprochen und fingiert seien. Die restlichen Bandmitglieder wollen aber ohne Tolkki unter dem Namen Stratovarius weitermachen, wogegen dieser keine Einwände hat.[1] Er übergab den restlichen Bandmitgliedern alle Namens- und Markenrechte, während er selbst eine neue Band namens Revolution Renaissance gründete.

Am 22. August 2008 wurde mit Matias Kupiainen der neue Gitarrist der Band bekanntgegeben. Das erste Album in dieser Besetzung mit dem Titel „Polaris“ erschien am 15. Mai 2009.

Ende 2011 machte die Band den Abschied von Drummer Jörg Michael zu Beginn des Jahres 2012 öffentlich. Im Juni 2012 wurde dann Rolf Pilve als neuer Drummer vorgestellt.[2]

Stil[Bearbeiten]

Die Songs von Stratovarius sind sehr vielfältig und unterschiedlich, so dass schwer von einem bestimmten Stil gesprochen werden kann. Dennoch lassen sich folgende Charakteristika herausstellen:

  • Hoher Gesang: Der Sänger Timo Kotipelto singt in der für einige Spielarten des Metal typischen hohen Stimmlage. Im Gegensatz beispielsweise zum Heavy Metal ist seine Stimme dabei nicht rau, auch schreit er nicht. Aufgrund seiner Erfahrung und eines abgeschlossenen Gesangsstudiums ist er sehr flexibel, was sowohl tiefe als auch hohe Lagen angeht. Auf dem Album Stratovarius findet man eher tiefen und rauen Gesang, extreme Höhen dagegen auf Elements mit Papillon (wo allerdings, zumindest auf der Albumversion, ein Knabe die höchsten Parts übernimmt) oder bereits auf Episode mit Father Time. (bis zum Fis")
  • Barocke und klassische Elemente: Stratovarius übernehmen Instrumente und Stilformen aus Barock und Klassik. Auch wenn nicht direkt klassische Instrumente oder Keyboardsounds eingesetzt werden, weisen die Songs Charakteristika aus der Klassik auf, insbesondere was die Gesamtstruktur und die Harmonieführung angeht.

Diskografie[Bearbeiten]

Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben
Episode
  FI 21 22.04.1996 (6 Wo.) [3]
Visions
  FI 4 28.04.1997 (23 Wo.) [3]
Visions Of Europe
  FI 6 02.03.1998 (9 Wo.) [3]
Destiny
  FI 1 28.09.1998 (17 Wo.) [3]
  DE 89 19.10.1998 (2 Wo.) [4]
The Chosen Ones
  FI 7 25.10.1999 (6 Wo.) [3]
Infinite
  FI 1 21.02.2000 (9 Wo.) [3]
  DE 28 13.03.2000 (3 Wo.) [4]
Intermission
  FI 7 28.05.2001 (13 Wo.) [3]
  DE 73 11.06.2001 (1 Wo.) [4]
  CH 85 10.06.2001 (1 Wo.) [5]
Elements Part I
  FI 2 27.01.2003 (8 Wo.) [3]
  DE 27 10.02.2003 (2 Wo.) [4]
  CH 91 09.02.2003 (1 Wo.) [5]
Elements Part II
  FI 4 27.10.2003 (3 Wo.) [3]
  DE 75 10.11.2003 (1 Wo.) [4]
Stratovarius
  FI 4 05.09.2005 (4 Wo.) [3]
  DE 58 19.09.2005 (1 Wo.) [4]
  CH 92 18.09.2005 (2 Wo.) [5]
Polaris
  FI 2 18.05.2009 (10 Wo.) [3]
  DE 55 29.05.2009 (1 Wo.) [4]
  CH 57 31.05.2009 (2 Wo.) [5]
Elysium
  FI 1 22.01.2011 (… Wo.) [3]
  DE 38 28.01.2011 (… Wo.) [4]
  CH 45 30.01.2011 (… Wo.) [5]
Under Flaming Winter Skies - Live in Tampere
  FI 38 07.07.2012 (… Wo.) [3]
  DE 81 13.07.2012 (… Wo.) [4]
Nemesis
  FI 3 9/2013 (… Wo.) [3]
  DE 41 08.03.2013 (… Wo.) [4]
  AT 62 08.03.2013 (… Wo.)
  CH 30 10.03.2013 (… Wo.) [5]
Singles
SOS
  FI 2 10.08.1998 (11 Wo.) [3]
Hunting High And Low
  FI 4 31.01.2000 (5 Wo.) [3]
A Million Lightyears Away
  FI 14 27.11.2000 (3 Wo.) [3]
Eagleheart
  FI 2 18.11.2002 (12 Wo.) [3]
I Walk To My Own Song
  FI 9 29.09.2003 (3 Wo.) [3]
Maniac Dance
  FI 4 08.08.2005 (4 Wo.) [3]
  DE 93 22.08.2005 (1 Wo.) [6]
  CH 82 28.08.2005 (1 Wo.) [5]
Deep Unknown
  FI 20 09.05.2009 (1 Wo.) [3]
Darkest Hours
  FI 4 04.12.2010 (2 Wo.) [3]
Vorlage:Infobox Chartplatzierungen/Wartung/vorläufige Chartplatzierung

Studioalben[Bearbeiten]

  • 1989: Fright Night
  • 1991: II
  • 1992: Twilight Time (Re-Release von II)
  • 1994: Dreamspace
  • 1995: Fourth Dimension
  • 1996: Episode
  • 1997: Visions
  • 1998: Destiny
  • 2000: Infinite
  • 2003: Elements Part 1
  • 2003: Elements Part 2
  • 2005: Stratovarius
  • 2009: Polaris
  • 2011: Elysium
  • 2013: Nemesis

Kompilationen und Live-Alben[Bearbeiten]

  • 1997: The Past and Now
  • 1998: Visions of Europe (Live)
  • 1999: The Chosen Ones
  • 2000: 14 Diamonds
  • 2001: Intermission (Sammlung von B-Seiten und Bonustracks)
  • 2006: Black Diamond: Anthology
  • 2010: Polaris Live (Als zweite CD der Polaris Neuauflage)
  • 2012: Under Flaming Winter Skies - Live in Tampere

Singles[Bearbeiten]

  • 1988: Future Shock
  • 1989: Black Night
  • 1992: Break the Ice
  • 1995: Wings of Tomorrow
  • 1996: Father Time
  • 1996: Will the Sun Rise?
  • 1997: Black Diamond
  • 1997: Kiss of Judas
  • 1998: SOS
  • 2000: Hunting High and Low
  • 2000: It's a Mistery
  • 2000: A Million Lightyears Away
  • 2002: Eagleheart
  • 2003: I Walk to My Own Song
  • 2005: Maniac Dance
  • 2009: Deep Unknown
  • 2010: Darkest Hours
  • 2013: Unbreakable

DVDs und Videos[Bearbeiten]

  • 2000: Infinite Visions

Quellen[Bearbeiten]

  1. offizielles Statement der restlichen Bandmitglieder
  2. [1]
  3. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v finnishcharts.com
  4. a b c d e f g h i j musicline.de: Alben
  5. a b c d e f g hitparade.ch
  6. musicline.de: Singles

Weblinks[Bearbeiten]