Swetloje (Kaliningrad)
| Siedlung
Swetloje/Kobbelbude
Светлое
|
||||||||||||||||||||||||||
|
||||||||||||||||||||||||||
|
||||||||||||||||||||||||||
Swetloje (russisch Светлое, deutsch Kobbelbude, Kreis Königsberg/Samland, litauisch Kobelbūdė) ist eine Ortschaft in der Oblast Kaliningrad (Gebiet Königsberg (Preußen)) südwestlich der Gebietshauptstadt unweit des Frischen Haffs. Sie gehört zur Nowomoskowskoje selskoje posselenije (Landgemeinde Nowomoskowskoje, mit Sitz in Schosseinoje (Warthen)) im Rajon Gurjewsk (Kreis Neuhausen).
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographische Lage
Swetloje liegt an der Mündung des Flüsschens Stradick (russisch: Kornewka) in den Frisching (Prochladnaja) unweit der russischen Fernstraße R 516 (ehemalige deutsche Reichsautobahn Berlin–Königsberg „Berlinka“). Innerorts begegnen sich drei Nebenstraßen, die von Uschakowo (Brandenburg (Frisches Haff)), Doroschnoje (Altenberg) und Polewoje (Mahnsfeld) sowie von Slawskoje (Kreuzburg) herkommen.
Swetloje ist Bahnstation an der Strecke von Kaliningrad (Königsberg) über Mamonowo (Heiligenbeil) nach Polen (ehemalige Preußische Ostbahn) und Haltepunkt der mit Kaliningrad verbindenden Elektritschka.
[Bearbeiten] Geschichtliches
Der Ort wird erstmals 1326 als Kobulbude im Urkundenbuch des Bistums Ermland erwähnt: „curiam nostram equorum, que Kobulbude dicitur“.
Der deutsche Name[1] leitet sich ab von prußisch kobis, kobniks: Züchter, kobele: Stute. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges befand sich hier ein wichtiger Abzweigbahnhof, an dem die Hauptbahnlinie nach Allenstein von der Preußischen Ostbahn abzweigte.
Zwischen 1874 und 1945 war der Gutsbezirk Kobbelbude in den Amtsbezirk Mahnsfeld[2] (heute russisch: Polewoje) eingegliedert und gehörte zum Landkreis Königsberg, ab 1939 Landkreis Samland, im Regierungsbezirk Königsberg der preußischen Provinz Ostpreußen. Im Jahre 1910 waren hier 299 Einwohner registriert[3], deren Zahl bis 1933 auf 293 anstieg und 1939 bereits 429 betrug[4].
In Folge des Zweiten Weltkrieges kam Kobbelbude mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion und ist heute eine von 18 „Siedlung“ (russisch: possjolok) genannten Ortschaften, die die Nowomoskowskoje selskoje posselenije (Landgemeinde Nowomoskowskoje) im Rajon Gurjewsk bilden.
[Bearbeiten] Kirche
Die überwiegende Mehrheit der Einwohner Kobbelbudes waren vor 1945 evangelischer Konfession. Der Ort war in das Kirchspiel Mahnsfeld (heute russisch: Polewoje) eingepfarrt und gehörte zum Kirchenkreis Königsberg-Land I in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union.
Heute liegt Swetloje im Einzugsbereich der in den 1990er Jahren neu entstandenen evangelischen Gemeinde in Nowo-Moskowskoje (Poplitten). Sie ist Filialgemeinde der Auferstehungskirche in Kaliningrad (Königsberg) innerhalb der Propstei Kaliningrad[5] der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland (ELKER).
[Bearbeiten] Verweise
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Ortsinformationen-Bildarchiv Ostpreußen: Kobbelbude
- ↑ Rolf Jehke, Amtsbezirk Mahnsfeld
- ↑ Uli Schubert, Gemeindeverzeichnis, Landkreis Königsberg
- ↑ Michael Rademacher, Deutsch-österreichisches Ortsbuch, Landkreis Samland
- ↑ Evangelisch-lutherische Propstei Kaliningrad
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Quellen
- Grasilda Blažiene: Hydronymia Europaea, Sonderband II, Die baltischen Ortsnamen. Wolfgang Schmid Hrsg., Steiner Verlag Stuttgart 2000.
- G. Gerullis: Die altpreußischen Ortsnamen. Berlin, Leipzig 1922.
54.57166666666720.367222222222Koordinaten: 54° 34′ N, 20° 22′ O
Amtssitz: Schosseinoje (Warthen)
Siedlungen: Bugrino (Charlottenhof) | Doroschnoje (Altenberg) | Druschny | Golubewo (Seepothen) | Jablonewka (Lichtenhagen) | Laskino (Godrienen) | Lesnoje (Ludwigswalde und Friedrichshof) | Luschki (Julienhof) | Maloje Lesnoje | Nowo-Doroschny | Nowoje Lesnoje | Poddubnoje (Gollau) | Polewoje (Mahnsfeld) | Schosseinoje (Warthen) | Swetloje (Kobbelbude) | Uschakowo (Brandenburg) | Woronowo | Zwetkowo (Bergau)

