Okel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Syke-Okel)
Wechseln zu: Navigation, Suche

52.9358.884166666666713Koordinaten: 52° 56′ 6″ N, 8° 53′ 3″ O

Okel
Stadt Syke
Höhe: 13 m
Fläche: 14,12 km²
Einwohner: 1115 (2006)
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 28857
Vorwahl: 04242
Okel (Niedersachsen)
Okel

Lage von Okel in Niedersachsen

Okel

Okel ist ein Ortsteil der Stadt Syke, Landkreis Diepholz, Niedersachsen.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die vorher selbstständige Gemeinde Okel, zu der auch „Gut Falkenburg“ gehört, ist ein Ortsteil der Stadt Syke. Zusammen mit den Syker Ortsteilen Ristedt, Barrien und Gessel wird ein nördlicher Bereich mit der Verbindung zum „Bremer Speckgürtel“ gebildet. Von der Einwohnerzahl her steht Okel innerhalb der 13 Syker Ortsteile an fünfter Stelle, von der Fläche (14,12 km²; zum Vergleich: Syke = 17,24 km²) her an dritter Stelle.

Nachbarorte[Bearbeiten]

Nachbarn von Okel sind die Syker Ortsteile Barrien, Osterholz und Syke (Kernbereich). Von den Syker Nachbargemeinden sind es Weyhe im Norden und die Samtgemeinde Thedinghausen (Landkreis Verden) im Osten.

Okel gehört zusammen mit Ristedt, Gessel, Leerßen, Barrien und Osterholz zum Kirchspiel Barrien.

Flüsse/Bäche[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Am 1. März 1974 wurde die Gemeinde Okel in die Stadt Syke eingegliedert.[1]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 0881 Einwohner[1]
  • 1966: 0818 Einwohner
  • 1970: 0827 Einwohner[1]
  • 1982: 0993 Einwohner
  • 2006: 1115 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

Ortsbürgermeister[Bearbeiten]

Der aktuelle Bürgermeister des Dorfes ist Jürgen Schmock, der der SPD angehört. Die stellvertretende Ortsbürgermeisterin heißt Annette Arndt.

Wappen[Bearbeiten]

Ein Wappen existiert für Okel nicht direkt, jedoch werden diverse Wappen der Vereine in Okel mit dem Bild der Mühle des Dorfes geziert.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Okel hat keine eigene Kirche, wohl aber einen Friedhof mit einer Friedhofskapelle. Das Kriegerdenkmal aus dem Jahr 1922 enthält die Namen der Gefallenen und Vermissten aus dem Ersten Weltkrieg und aus dem Zweiten Weltkrieg. Der Ort hatte bis 1977 eine eigene Schule.

Verkehr[Bearbeiten]

  • Okel liegt fernab des großen Verkehrs. Die nächste Bundesstraße, die B 6, verläuft 3 km entfernt durch Barrien und schafft Verbindungen zum Norden (Bremen, zur A 1 und zur A 27) und zum Süden (Hannover, zur A 2).
  • Der 4 km entfernte, nördlich vom Barrier Ortskern gelegene ehemalige Bahnhof (seit 1972 nur noch Haltepunkt) der DB gehört zur Strecke Bremen-Osnabrück. Insgesamt 38-mal an Wochentagen halten dort die Regionalzüge der DB bzw. der Regio-S-Bahn Bremen/Niedersachsen (Betrieb durch NordWestBahn GmbH).

Straßen und Wege

Spätestens im Jahr 1974 haben alle Okeler Straßen und einige Wege Namen bekommen. Insgesamt gibt es in Okel 30 Straßen und Wege, die Namen haben. Daneben gibt es einige Feldwege, die namenlos geblieben sind. Zwei gut ausgebaute Hauptstraßen (die Landesstraße 333 und die Kreisstraße 121) durchschneiden den Ort und unterteilen ihn in verschiedene Bereiche:

  • die „Okeler Straße“ (L 333) verläuft westlich und dann südlich nach Syke bzw. westlich – und über die K 122 – nach Barrien
  • die „Okeler Straße“ (L 333) verläuft östlich in Richtung Thedinghausen
  • die Straße „An der Beeke“ (K 121) verläuft nördlich nach Weyhe-Sudweyhe
  • die Straße „Smeer Ort“ (K 121) verläuft südlich nach Osterholz und weiter nach Gödestorf

Namen der Okeler Straßen (in alphabetischer Reihenfolge): Achter Jürns Hoff, Alte Beeke, Am Sandberg, An der Beeke, Börnbarg, Brake, Diekhus, Dree Eck, Falkenburg, Haarbrook, Kapellenweg, Kuhlenstraße, Liensch, Okeler Heide, Okeler Schlatt, Okeler Straße, Piepsche, Sandberg, Sarusch, Schulstraße, Schultenweg, Seufzerberg, Smeer Ort, Steinstücke, Stichweg, Winkelweg, Wurth, Zum Busch, Zum Heidmoor, Zwei Mühlen

Internet[Bearbeiten]

Seit 2010 verfügt Okel über eine schnelle Internetanbindung (DSL) des Anbieters EWE Tel.

Vereine[Bearbeiten]

  • In Okel gibt es einen Turn- und Sportverein, eine Ortsfeuerwehr, einen Reit- und Fahrverein und einen Schützenverein.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Driving Range auf dem Golfplatz Okel
  • die kleinen Waldgebiete „Okeler Busch“ und „Falkenburg“, in dem Rippenfarn (Blechnum spicant) in einigen Exemplaren wächst
  • das „Okeler Schlatt“, auch „Eggers Schlatt“ genannt, steht unter Naturschutz
  • ein Golfplatz, nördlich der Okeler Straße und westlich der Kuhlenstraße gelegen, ist eine 27-Loch-Anlage auf sandreichem, leicht hügeligem Gelände, eingerahmt von altem Waldbestand. Selbst in den Wintermonaten ist der Spielbetrieb auf dem 105 ha großen Gelände, dank der erhöhten Lage auf einem trockenen Geestrücken, uneingeschränkt möglich. Betreiber des Golfplatzes ist der Golfclub Syke.[2]
  • das Kriegerdenkmal auf dem Okeler Friedhof. Es enthält die Namen von 24 Gefallenen und Vermissten aus dem Ersten Weltkrieg und die Namen von 31 Gefallenen und 12 Vermissten aus dem Zweiten Weltkrieg. (siehe Kriegerdenkmale (Syke)#Okel)

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Okel. In: Heinz-Hermann Böttcher, Heiner Büntemeyer, Hermann Greve und Wilfried Meyer: SYKE und umzu. Syke 1983, ISBN 3-923965-00-1, S. 138–144
  • Manfred Jüllig: 800 Jahre Okel. Syke 1989, 52 S. m. zahlr. Abb.
  • Okel. In: Hermann Greve und Gabriele Ullrich: 13mal Syke. Eine historische Lesereise. Weyhe 1992, S. 42–50
  • Okel. In: Hermann Greve und Klaus Fischer (Fotos): Stadtbilder aus Syke. Leipzig 1996, S. 25
  • Kröten-Route. (u. a. Okel). In: Hermann Greve und Gabriele Ullrich: Unterwegs … in Syke. Ein Kultur- und Naturreiseführer für Syke und seine Ortsteile. Ein Führer durch die Hachestadt. Natur – Kultur – Geschichte. Fischerhude 2002, S. 65–83

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Okel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 191.
  2. Golfclub Syke e. V.