Türkische Gemeinde in Deutschland

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Die Türkische Gemeinde in Deutschland (TGD) versteht sich als Interessenvertretung türkischstämmiger Deutscher und in Deutschland lebender Türken gegenüber staatlichen Instanzen und zur Information der Öffentlichkeit. Sie wurde am 2. Dezember 1995 in Hamburg gegründet.

Die pluralistisch ausgelegte TGD ist den freiheitlichen, demokratischen, sozialen und rechtsstaatlichen Prinzipien der Bundesrepublik Deutschland verpflichtet und will „unabhängig von der politischen und religiösen Überzeugung unterschiedliche Vereine von konservativer, liberaler, sozialdemokratischer und religiöser Orientierung, von Arbeitern und Akademikern bis zu Selbständigen und Unternehmensverbänden“ erfassen. Dennoch wird der TGD von linksstehenden Kritikern zeitweise eine zu starke Nähe zum türkischen Nationalstaat vorgeworfen.[1]

Formal ist der in Berlin eingetragene Verein (Berlin (Charlottenburg) VR 15866) eine „bundesweite Dachorganisation von juristischen Personen“. Mit Dachorganisationen auf der Ebene der Bundesländer wie auch Berufs- und Fachverbänden vertritt der TGD insgesamt rund 200 Einzelvereine. Bundesvorsitzender ist seit dem 22. Oktober 2005 Kenan Kolat. Zuvor hatte Prof. Dr. Hakkı Keskin dieses Amt zehn Jahre lang ausgeübt.

Der Bundesvorstand besteht aus folgenden 21 Mitgliedern der Landesverbände: Hilmi Kaya Turan (TBB-Berlin), Nihat Ercan (TG-Hamburg), Şener Sargut (TGRM-Hessen), Sabriye Supcun (TG-NRW), Şeref Erkayhan (TG-Baden-Württemberg), Dr. Cebel Küçükkaraca (TG-Schleswig-Holstein), Serkan Tören (TG-Hamburg), Tayfun Çilingir (TGRM-Hessen), Berrin Alpbek (FÖTED), Gülseren Doğaner (ATÖF), Burak Gümüş (BTS), İlknur Özer (BTS), Rana Büyükyılmaz (TG-Baden-Württemberg), Ömer Köskeroglu (TG-Niedersachsen), Dilsad Budak (TG-NRW), Göksel Böttcher (TG-Schleswig-Holstein), Cumali Kangal (TBB-Berlin), Alişan Genç (TBB-Berlin), Eren Ünsal (TBB-Berlin), Güven Polat (TG-Hamburg)

2006/2007 erhielt die TGD im Zusammenhang mit einer sogenannten „Bildungsoffensive“ zur Erhöhung der Bildungschancen türkischstämmiger Kinder in Deutschland in deutschen wie türkischen Medien höhere Aufmerksamkeit.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Ziele

  • Rechtliche, soziale und politische Gleichstellung und Gleichbehandlung der türkischen und der übrigen Einwandererbevölkerung in Deutschland
  • Reduzierung von Türken- und Ausländerfeindlichkeit sowie Diskriminierungen jedweder Art
  • Unterstützung einer Politik der Integration der kulturellen Minderheiten in die deutsche Gesellschaft bei gleichzeitiger Fortentwicklung ihrer kulturellen Identität
  • Beitrag zum friedlich-solidarischen Zusammenlebens aller Menschen in Deutschland
  • Anerkennung Nichtdeutscher als einen gleichberechtigten Teil der deutschen Gesellschaft durch Gesellschaft und Politik

[Bearbeiten] Zitat

„Das Jammern ist der Vereinszweck der Türkischen Gemeinde und des Türkischen Bunds.“

Wolfgang Wieland[2]

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Heinemann/Schobert/Wahjudi: Handbuch Antirassismus, Essen 2002, S. 96.
  2. Ein Fest des Jammertürkentums, F.A.Z. vom 27. März 2009, S. 3

[Bearbeiten] Weblinks

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