Türkeistämmige in Deutschland

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Foto eines Umzugs vor dem Brandenburger Tor
Janitscharen-Umzug durch das Brandenburger Tor am Türkischen Tag in Berlin

Türkeistämmige in Deutschland sind Menschen mit deutscher, türkischer oder beiden Staatsbürgerschaften, die in Deutschland leben und die selbst oder deren Vorfahren früher dauerhaft in der Türkei lebten oder türkische Staatsbürger waren. In offiziellen Statistiken ist der Begriff Türken in Deutschland die Bezeichnung für Staatsbürger der Türkei, die in Deutschland leben. Als Türken werden darüber hinaus häufig auch Menschen bezeichnet, die ihre türkische Staatsbürgerschaft aufgegeben und nach ihrer Einwanderung die deutsche Staatsangehörigkeit angenommen haben, umgangssprachlich auch Deutschtürken genannt. Etwa drei Millionen Menschen mit Migrationshintergrund haben ihre familiären oder religiösen Wurzeln in der Türkei. Der Begriff Türkeistämmige ist ein Neologismus, der sich gegenüber dem im allgemeinen Sprachgebrauch verbreiteten Türkischstämmige dadurch abgrenzt, dass er nicht nur Angehörige der ethnischen Gruppe der Türken, sondern alle ethnischen und sprachlichen Gruppen des Staatsgebietes der Republik Türkei umfasst, insbesondere die auch innerhalb der Türkei ethnische Minderheit der Kurden, die sich in Deutschland niedergelassen haben.

1863 angelegter Türkischer Friedhof Berlin (im Hintergrund die Şehitlik-Moschee)

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahre 1961 wurde das Anwerbeabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Türkei unterzeichnet. Die Initiative zur Anwerbung türkischer Arbeitskräfte in Deutschland ging hierbei von der Türkei aus. Dem Abkommen vorausgegangen waren bereits Anwerbevereinbarungen Deutschlands mit Italien (1955), Spanien und Griechenland (1960). Die Republik Türkei verband mit diesem Abkommen zur Arbeitsmigration mehrere Ziele. Zum einen wollte sie damit ihr Außenhandelsdefizit (Heimatüberweisungen zur Verbesserung der Zahlungsbilanz) reduzieren, und zum anderen sollten die sozialen und ökonomischen Probleme in der Türkei abgemildert werden. Zunächst war nicht daran gedacht, dass die als „Gastarbeiter“ bezeichneten Arbeitskräfte dauerhaft in Deutschland bleiben sollten. Im Laufe der folgenden Jahre zogen Frauen und Kinder nach. Inzwischen gibt es Urenkel der ersten Migrantengeneration, die türkische Staatsbürger sind, obwohl bereits ihre Eltern in Deutschland geboren wurden.

Vor allem unter denjenigen Kurden, die mit türkischem Pass in die Bundesrepublik Deutschland eingereist sind, gibt es viele, die als (ehemalige) Asylbewerber oder als Asylberechtigte im Land bleiben durften.[1][2]

Offizielle Statistiken und Repräsentativumfragen[Bearbeiten]

In amtlichen Statistiken wird die Zahl der Menschen mit türkischer Staatsangehörigkeit erfasst. Werden „Türken“ als Teilmenge der Kategorie „Ausländer“ definiert, dann werden Menschen mit deutscher und türkischer Staatsangehörigkeit nicht erfasst. Da es keinen kurdischen Staat, mithin keine kurdische Staatsangehörigkeit gibt, werden die meisten Kurden, die aus der Türkei stammen, zu den „Türken“ gerechnet, es sei denn, sie hätten (wie es auch bei ethnischen Türken der Fall sein kann) die deutsche Staatsangehörigkeit angenommen.

Eine sinkende Zahl von „Türken“ in Deutschland ist kein Beleg für die Abnahme der Zahl türkisch- oder kurdischstämmiger Menschen in der Bundesrepublik. Seit dem 1. Januar 2000 erhalten hier geborene Kinder nicht-deutscher Staatsangehöriger mit gesichertem Aufenthaltsstatus in Deutschland automatisch die deutsche Staatsangehörigkeit, werden also nicht mehr als „Türken“ gezählt.

Aus soziologischer Sicht ist es fragwürdig, scharf zwischen Menschen türkischer Herkunft mit und ohne deutsche Staatsangehörigkeit zu unterscheiden, da nach einer Einbürgerung in der Regel kein abrupter Wechsel bei der Mentalität der Betroffenen festzustellen ist.[3]

Selbst wenn man die ca. 500.000–800.000 aus der Türkei ausgereisten Kurden aus der Menge der „Türken“ herausrechnet, stellen Türken die größte Gruppe von Ausländern dar, die in Deutschland leben: Ende 2006 lebten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes[4] in Deutschland 6,75 Millionen Ausländer, zu denen 1,739 Millionen Türken zählten, gefolgt von 535.000 Italienern, 362.000 Polen und 317.000 Serben und Montegriner, 304.000 Griechen und 228.000 Kroaten. Am 31. Dezember 2007 waren 25,4 Prozent aller in Deutschland lebenden Ausländer türkische Staatsbürger.[5]

Anzahl der türkischen Staatsbürger in Deutschland bis 1945[Bearbeiten]

Zahl der türkischen Staatsbürger in Deutschland (bis 1990 nur altes Bundesgebiet)[Bearbeiten]

  • 1961: 6.800 türkische Staatsangehörige
  • 1971: 652.000
  • 1981: 1.546.000
  • 1991: 1.780.000
  • 1998: 2.110.000
  • 1999: 2.054.000
  • 2001: 1.998.534, davon 746.651 (37,36 %) in der Bundesrepublik Deutschland geboren.[7]
  • 2004: 1.764.318 (31. Dezember 2004)[8]
  • 2006: 1.738.831 (31. Dezember 2006)[4]
  • 2007: 1.713.551[9]
  • 2008: 1.688.370[10]
  • 2009: 1.658.083[11]
  • 2010: 1.629.480[12]
  • 2011: 1.607.161[13]
  • 2012: 1.575.717[14]
  • 2013: 1.549.808[15]

Zahl der türkeistämmigen Menschen in Deutschland[Bearbeiten]

Die Zahl der türkeistämmigen Menschen in Deutschland (Personen mit derzeitiger bzw. früherer türkischer Staatsangehörigkeit bzw. Herkunftsland mindestens eines Elternteils, in Bezug auf in Deutschland als deutsche Staatsangehörige geborene Kinder mit Herkunftsland beider Elternteile) betrug im Jahre

  • 2007: 2.495.000[16]
  • 2008: 2.527.000[17]
  • 2009: 2.502.000[18]
  • 2010: 2.485.000[19]
  • 2011: 2.956.000[20]

Der sprunghafte Anstieg von 2010 auf 2011 beruhte auf einer veränderten Zählweise. Ca. 471.000 in Deutschland geborene Kinder türkeistämmiger Eltern, die die deutsche Staatsangehörigkeit kraft Geburt im Inland (§ 4 Abs. 3 StAG) erworben haben, wurden erstmals mitgezählt.[21]

Nach Informationen des Auswärtigen Amtes lebten im Dezember 2012 in der Bundesrepublik Deutschland ca. drei Millionen Menschen türkischer Herkunft, von denen etwas mehr als die Hälfte die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt.[22]

Einbürgerungen zuvor türkischer Staatsbürger[Bearbeiten]

  • 1972–1979: 2.219
  • 1980: 399
  • 1985: 1.310
  • 1990: 2.034
  • 1995: 31.578
  • 1998: 59.664
  • 1999: 103.900
  • 2000: 82.812
  • 2001: 76.573
  • 2002: 64.631
  • 2003: 56.244
  • 2004: 44.465
  • 2005: 32.700[7][8]
  • 2006: 33.388[23]
  • 2007: 28.861[24]
  • 2008: 24.449[25]
  • 2009: 24.647[26]
  • 2010: 26.192[27]
  • 2011: 28.103[28]
  • 2012: 33 246[29]

Seit dem 1. Januar 2000 erhalten in Deutschland geborene Kinder türkischer Staatsangehöriger die deutsche Staatsangehörigkeit kraft Gesetzes, wenn wenigstens ein Elternteil sich seit acht Jahren rechtmäßig im Bundesgebiet aufhält und ein unbefristetes Aufenthaltsrecht hat (§ 4 Abs. 3 StAG). Eine Einbürgerung erübrigt sich bei diesen (anders als bei den vor dem 1. Januar 2000 geborenen) Kindern. Jedoch müssen sich diese Kinder, wenn sie volljährig geworden sind, spätestens mit Vollendung des 23. Lebensjahres entscheiden, ob sie die türkische Staatsangehörigkeit aufgeben wollen (Optionsmodell). Optieren sie für die türkische Staatsangehörigkeit oder geben sie keine Erklärung ab, geht die deutsche Staatsangehörigkeit verloren. Optieren sie für die deutsche Staatsangehörigkeit, müssen sie bis zur Vollendung des 23. Lebensjahres den Verlust der türkischen Staatsangehörigkeit nachweisen, sonst verlieren sie die deutsche Staatsangehörigkeit ebenfalls (§ 29 StAG). Türkische Kinder, die am 1. Januar 2000 noch keine zehn Jahre alt waren und bei denen zum Zeitpunkt ihrer Geburt die Voraussetzungen des § 4 Abs. 3 StAG vorlagen, konnten bis 31. Dezember 2000 die deutsche Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung erwerben (§ 40b StAG). Wer nach dieser Übergangsregelung eingebürgert wurde, fällt ebenso unter die Optionsregelung, kann also die deutsche Staatsangehörigkeit mit dem 23. Geburtstag wieder verlieren.

Verlust der Staatsangehörigkeit durch Wiederannahme der türkischen Staatsangehörigkeit[Bearbeiten]

Seit 1. Januar 2000 führt der Wiedererwerb der türkischen Staatsangehörigkeit nach zuvor erfolgter Einbürgerung in den deutschen Staatsverband zum Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit. Diese Konsequenz ist durch die Streichung der sogenannten Inlandsklausel in § 25 StAG eingetreten. Schätzungsweise 48.000 frühere türkische Staatsangehörige haben ihre deutsche Staatsangehörigkeit dadurch verloren.

Rückwanderung in die Türkei[Bearbeiten]

Seit 2005 kehren mehr Türkeistämmige aus Deutschland in die Türkei zurück, als von dort nach Deutschland zuwandern. Für den negativen Wanderungssaldo ist allerdings in größerem Maße der starke Rückgang der Zuwandererzahlen (von über 50.000 im Jahr 2002 auf 30.000 im Jahr 2008) verantwortlich als die Zunahme der Auswandererzahlen zwischen 2006 und 2008.[30]

Die Zahl der Menschen, die (auch) mit türkischer Staatsangehörigkeit in Deutschland leben, sinkt seit dem Höchststand vor zwölf Jahren ständig – von damals 2,1 Millionen auf inzwischen 1,6 Millionen. Als Gründe nennen die Statistiker neben Einbürgerungen und Sterbefällen auch Rückkehrer.[31]

Das Dortmunder Institut futureorg[32] befragte in der TASD-Studie 250 türkische und türkeistämmige Akademiker, von denen knapp drei Viertel in der Bundesrepublik geboren wurden, zu ihrer Lebenssituation. Laut einer Zwischenauswertung erklärten 38 Prozent, sie wollten in die Türkei auswandern. Als Begründung gaben 42 Prozent an, in Deutschland fehle ihnen das „Heimatgefühl“. Fast vier Fünftel bezweifelten, „dass in Deutschland eine glaubwürdige Integrationspolitik betrieben wird“.[33] Darüber hinaus ist allgemein ein Trend zur Rückwanderung in die Türkei zu verzeichnen. Im Jahr 2008 zogen beispielsweise 28.741 Türken nach Deutschland, im gleichen Jahr jedoch 38.889 Türken aus Deutschland in die Türkei.[34] Dieser Trend setzte sich auch in den Folgejahren fort. Auch 2010 und 2011 verließen mehr Türken Deutschland, als Türken nach Deutschland zogen.[35][36]

In den Jahren 2007 bis 2011 sind 193.000 in Deutschland lebende Türken dauerhaft in die Türkei zurückgekehrt. Am häufigsten waren Arbeitslosigkeit und Diskriminierung ausschlaggebend für die Rückwanderung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Erhebung der türkisch-deutschen Stiftung für Bildung und wissenschaftliche Forschung (TAVAK).[37]

Die Türkei verzeichnete in den vergangenen 10 Jahren sehr hohe Wachstumsraten. Vielen türkeistämmigen Akademikern bieten sich in der Türkei sehr gute Chancen an, etwa in der Automobil-, Zulieferer- oder der Rüstungsindustrie. Auch der Einzelhandel, Textilbranche, Tourismus und Finanzwesen sind sehr beliebt.[38]

Medienkonsum[Bearbeiten]

Die in Deutschland lebenden Türken sehen und hören nach Angaben des privaten Berliner Marktforschungsinstitut Data 4U überwiegend türkischsprachige Medien. Sie nutzen demnach 80 % ihrer Zeit, in der sie auf Medien zugreifen, türkischsprachige Sender. Besonders Frauen nutzen fast ausschließlich türkischsprachige Medien. Die meistgesehenen Sender bei Deutsch-Türken sind die türkischsprachigen Sender ATV und Euro D. Der Kindersender Super RTL ist bei Deutsch-Türken mit lediglich vier Prozent Marktanteil der meistgesehene deutsche Fernsehsender. Die meistverkaufte türkische Tageszeitung in Deutschland ist die Hürriyet mit rund 36.000 Exemplaren. Aufgrund dieses Medienkonsums hat der Großteil der in Deutschland lebenden Türken beispielsweise von der Debatte um Thilo Sarrazin nicht viel mitbekommen.[39]

Gruppen und Status von Bürgern mit türkischer Staatsangehörigkeit[Bearbeiten]

Nach Ethnien[Bearbeiten]

Die türkischen Staatsbürger sind eine heterogene Gruppe aus bis zu 25 bis 30 unterschiedlichen aus der Türkei stammende Ethnien und Sprachgruppen. Den größten Anteil haben die nicht klar abzugrenzenden ethnischen Türken, gefolgt von Kurden, Zaza, Lasen, Tscherkessen und weiteren kleineren Ethnien, wie zum Beispiel die christlichen Minderheiten der Armenier und Aramäer. Letzterer Liturgiesprache ist noch immer ein Dialekt der Sprache Jesu. Nahezu alle sprechen Türkisch und zusätzlich oft auch ihre ursprüngliche Muttersprache.

Nach Aufenthaltsstatus[Bearbeiten]

Der Aufenthaltsstatus der Türkeistämmigen in Deutschland ist sehr unterschiedlich.

Nach Angaben des Bundesministerium des Innern besaßen am 30. Juni 2000 von den in der Bundesrepublik Deutschland lebenden türkischen Staatsangehörigen

Im Jahre 2011 hatten die 1.607.161 türkischen Staatsangehörigen folgenden Aufenthaltsstatus:[41]

  • 561.355 Personen mit vor dem 1. Januar 2005 ausgestellten Aufenthaltsgenehmigungen, nämlich
    • 502.005 Personen mit einem unbefristeten Aufenthaltsrecht (Aufenthaltsberechtigung); diese gilt seit 1. Januar 2005 nach § 101 Abs. 1 AufenthG als Niederlassungserlaubnis fort,
    • 59.350 Personen mit einem befristeten Aufenthaltsrecht nach dem Ausländergesetz 1990 (Aufenthaltsgenehmigungen in Form der Aufenthaltserlaubnis, Aufenthaltsbewilligung, Aufenthaltsbefugnis; hierbei dürfte es sich überwiegend um unbefristete Aufenthaltserlaubnisse handeln, die seit 1. Januar 2005 ebenfalls nach § 101 Abs. 1 AufenthG als Niederlassungserlaubnis fortgelten),
  • 704.287 Personen mit einer unbefristeten Niederlassungserlaubnis,
  • 280.000 Personen mit einer befristeten Aufenthaltserlaubnis nach dem Aufenthaltsgesetz zum Zwecke der Ausbildung, der Erwerbstätigkeit, aus humanitären Gründen oder aus familiären Gründen,
  • 26.727 Personen, die einen Aufenthaltstitel beantragt und darüber eine Fiktionsbescheinigung erhalten haben, oder deren Aufenthalt erlaubnisfrei ist,
  • 23.183 Personen ohne jeglichen Aufenthaltsstatus,
  • 5904 Personen mit einer Duldung, also ohne rechtmäßigen Aufenthalt, aber mit einem faktischen Bleiberecht; häufig handelt es sich hier um abgelehnte Asylbewerber,
  • 4014 Personen mit einem Aufenthaltstitel nach dem FreizügG/EU; hierbei handelt es sich überwiegend um türkische Staatsangehörige, die mit einem nichtdeutschen Bürger des EWR verheiratet sind und dann Inhaber einer Aufenthaltskarte sind,
  • 1691 Personen mit einer Aufenthaltsgestattung für die Dauer eines nicht abgeschlossenen Asylerstverfahrens.

Unter den 280.000 Personen mit einer Aufenthaltserlaubnis sind ca. 35.000 türkische Arbeitnehmer mit ihren Familienangehörigen, die einen besonderen Status nach dem Assoziationsratsbeschluss Nr. 1/80 (ARB 1/80) genießen. Diese Personen erhalten formal eine befristete Aufenthaltserlaubnis (§ 4 Abs. 5 AufenthG), hinter der aber ein grundsätzlich unbefristetes europarechtliches Aufenthaltsrecht steht. Das Bundesverwaltungsgericht hat im Mai 2012 entschieden, dass türkische Staatsangehörige, die unter den ARB 1/80 fallen, eine mindestens fünf Jahre gültige Aufenthaltserlaubnis beanspruchen können, aus der sich ihr Daueraufenthaltsrecht eindeutig ergibt.[42] Wegen der weiteren Einzelheiten siehe → Beschluss 1/80 des Assoziationsrates EWG-Türkei. Der Status nach dem ARB 1/80 schließt es nicht aus, auch einen anderen Aufenthaltsstatus zu erlangen; der ARB 1/80-Status geht dadurch jedoch grundsätzlich nicht verloren. Etliche Personen mit ARB 1/80-Status dürften sich daher unter den Personen mit einem anderen Aufenthaltstitel finden, vor allem mit einer Niederlassungserlaubnis.

Religionszugehörigkeit[Bearbeiten]

Bei einer im Auftrag der Konrad-Adenauer-Stiftung durchgeführten Befragung[43] gaben die interviewten Türken und Türkeistämmigen die folgenden Religionszugehörigkeiten an:

  • sunnitisch: 63 Prozent
  • alevitisch: 12 Prozent
  • schiitisch: 2 Prozent
  • andere: 7 Prozent
  • konfessionslos: 8 Prozent

Mehrheitlich gehören also türkische Staatsbürger und Türkeistämmige zwei Ausprägungen des Islam an: dem sunnitischen Islam nach der hanafitischen Rechtsschule und den Aleviten. Neben der wirtschaftlich motivierten Einwanderung von Aleviten gab es in den 1980er Jahren auch aufgrund der politischen Lage in der Türkei asylsuchende Aleviten. Seit jeher wird das Alevitentum in der Türkei nicht als muslimischer Minderheitsglauben anerkannt, was für die dort lebenden Gläubigen Einschränkungen in ihrer Religionsausübung bedeutet.

Noch stärkeren Einschränkungen waren Kurden jesidischen Glaubens in der Türkei ausgesetzt. Die Zahl jesidischer Kurden in Deutschland wird auf 35.000 bis 40.000 geschätzt.[44] Nicht alle jesidischen Kurden sind allerdings aus der Türkei zugewandert.

Der dauerhafte Verbleib von muslimischen „Gastarbeitern“ aus der Türkei in Deutschland führte dazu, dass provisorische Hinterhofmoscheen aufgegeben wurden, um auch architektonisch als solche erkennbare Moscheen in Deutschland neu zu bauen. Dieser verspätete Effekt der Arbeitsmigration der 1960er und 1970er Jahre wird in der deutschen Bevölkerung oft subjektiv als islamische Missionstätigkeit, Unterwanderung und Islamisierung interpretiert. Infolge dieser Deutung kommt es mehrfach zu Konflikten, beispielsweise um die geplante Zentralmoschee Köln in Köln-Ehrenfeld oder Frankfurt-Hausen.

Außerdem gibt es noch eine christlich-orientalische Gemeinde der syrisch-orthodoxen Christen mit Bischofssitz in Warburg und ein Syrisch-orthodoxes Kloster in Nordrhein-Westfalen. Vorrangig wanderten diese wegen schlechter Lebensverhältnisse aus. Die Zahl der syrisch-othodoxen Christen wird in Deutschland auf 80.000 geschätzt. Sie besitzen mehrere Kirchen in Deutschland, teils neugebaut, teils von anderen Gemeinden übernommen. (Hüsnü Acar: Menschen zwischen Kulturen. Aramäische Jugendliche in Deutschland. Paderborn 1997.) Die armenisch-apostolische Kirche hat ihren Bistumssitz in Köln. Es gibt mehrere Kirchgemeinden in Deutschland.

Menschen mit nicht sehr starker Bindung an ihre Religion und Konfessionslose sind eher als ihre stärker an ihre Religion gebundenen Landsleute dazu bereit, die Deutsche Staatsangehörigkeit zu beantragen.[45]

Laut einer Umfrage des Essener Zentrums für Türkeistudien hatten sich 80 Prozent der muslimischen Türkeistämmigen im Alter von 18 bis 29 Jahren als „eher“ oder „sehr religiös“ bezeichnet.[46]

Integration[Bearbeiten]

Deutsch-türkische Flagge in Berlin-Neukölln während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006
Poster zum Deutschlandbesuch Erdogans mit der Aufschrift: „Unser Ministerpräsident ist in Düsseldorf“

Eine Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung aus dem Jahr 2009 wies diejenigen Migranten in Deutschland, die oder deren Vorfahren aus der Türkei zugewandert sind, als die mit Abstand am schlechtesten integrierte Zuwanderergruppe aus.[47] Die Bundeszentrale für politische Bildung stellte hingegen fest, dass „die türkischstämmige Bevölkerung in Deutschland […] so heterogen“ sei, „dass die Erstellung einer Integrationsbilanz für die Gruppe ‚der Türken‘ fast unmöglich“ sei.[48]

Bildung[Bearbeiten]

Eine Studie, die im April 2010 vorgelegt wurde, ergab: Jeder fünfte türkische Staatsbürger in Deutschland beherrscht die deutsche Sprache nur mangelhaft oder gar nicht.[49] Etliche Zuwanderer der ersten Generation haben in ihrer Heimat keine Schule besucht und hätten so ein niedriges bis niedrigstes Bildungsniveau.[50] Etwa 70 Prozent der türkischen Schüler in Berlin erreichten bestenfalls einen erweiterten Hauptschulabschluss, so dass die meisten Jugendlichen im Ausbildungsalter enorme Bildungsdefizite hätten.[51] So sind beispielsweise knapp 42 Prozent aller Türken in Berlin im erwerbsfähigen Alter arbeitslos.[51] Axel Börsch-Supan spricht in diesem Zusammenhang von einem „Bildungsnotstand“.[52] Türkeistämmige Eltern schicken ihre Kinder auch seltener als Eltern ohne Migrationshintergrund in den Kindergarten, obwohl die Kinder dort vor der Einschulung deutsche Sprachkenntnisse erwerben könnten; die Gründe dafür liegen auch darin, dass wenige Erzieherinnen zweisprachig sind.[53]

Unter denjenigen, die keinen Schulabschluss nachweisen können, gaben 2006 mehr als 20 Prozent an, dass sie über eine „geringe oder sehr geringe Schriftsprachfähigkeit im Türkischen“ verfügten.[54] Darunter seien viele Analphabeten in zwei Sprachen.

14 Prozent der Türkeistämmigen in Deutschland besitzen eine Hochschulzugangsberechtigung. An deutschen Universitäten studierten 2007 14.910 türkische Staatsbürger mit einer in Deutschland erworbenen Hochschulzugangsberechtigung (so genannte Bildungsinländer). Im selben Jahr haben 7180 Studierende in Deutschland mit türkischer Staatsangehörigkeit ihre Hochschulzugangsberechtigung im Ausland erworben (so genannte Bildungsausländer).[55]

Die Lage der Frauen unter den Türkeistämmigen weicht teilweise von gängigen Klischees ab: In der ersten Generation der Frauen (35-64 Jahre) haben zwar nur 35 Prozent sehr gute Deutschkenntnisse, aber in der zweiten Generation der Frauen (15–34 Jahre) ist diese Quote bereits auf 70 Prozent angestiegen. Die türkeistämmigen Frauen sprechen heute in der Regel besser Deutsch und machen häufiger Abitur als die türkeistämmigen Männer.[56]

In der Zeit von 2001 bis 2006 erhöhte sich der Anteil von türkeistämmigen Schülern ohne Abschluss von 44 % auf 57 %.[46]

Ökonomische Situation[Bearbeiten]

Bei türkischen Haushalten (unter Berücksichtigung der Armutsrisikogrenze) hat sich erwiesen, dass weit unterdurchschnittliche Einkommen erzielt werden, bzw. Abhängigkeit von staatlichen Sozialleistungen besteht. Rund 42,5 Prozent aller Haushalte (44 Prozent aller Personen) haben mit einem Armutsrisiko zu leben.[57] Im Bericht der Bundesregierung wurde vor allem die Situation relevanter Einkommen (anhaltende Arbeitslosigkeit), die geringe Höhe an schulischer beziehungsweise beruflicher Ausbildung und die familiäre Lage vieler Betroffener als zeitgenössische Ursache für Armut ausgemacht.

45,6 Prozent aller Türkeistämmigen betreiben keine private Altersvorsorge (in der Gesamtbevölkerung Deutschlands trifft das auf 35,6 Prozent zu). Vorbehalte gibt es unter Türkeistämmigen insbesondere gegen die Riester-Rente, da Fördermittel und Steuervergünstigungen zurückgezahlt werden müssen, wenn der Sparer im Ruhestand in die Türkei zieht.[58][59]

Im öffentlichen Dienst sind türkeistämmige Menschen mit deutschem Pass weit unterrepräsentiert, da ihnen die Zugangswege und -voraussetzungen oft nicht geläufig sind. Unter den Selbstständigen sind sie noch unterrepräsentiert, allerdings ist ihre Gründungsrate höher als die deutschstämmiger Menschen unter 35 Jahre.

Das HWWI beobachtet eine ausgeprägte „Nischenökonomie“, die Existenzgründer mit türkischem Migrationshintergrund in Deutschland nutzen.[60] Während die ehemaligen Nischenmärkte der 1970er Jahre, in denen vor allem Lebensmittel für die eigenen Landsleute verkauft wurden, und der gastronomische Sektor heute bereits gesättigt seien, sei seit den 1990er Jahren eine „neue Nische“ im Bereich wissensintensiver Dienstleistungen entstanden, die bis heute bestehe. Eine weitere Nische, die vermehrt türkeistämmige Existenzgründer für ihre Zwecke nutzten, bestehe aus kultursensiblen Versorgungsdienstleistungen für Migranten im Rentenalter wie Pflege- oder Bestattungsunternehmen. Solche Nischen seien allerdings nicht auf Dauer angelegt. Dies erläutert ein türkischer Lebensmittelhändler folgendermaßen:

„Heute muss man ein Geschäft für alle Kunden aufmachen. Sich nur auf Türken zu spezialisieren, macht keinen Sinn. Die Türken haben sich an die Deutschen angepasst, bekommen weniger Kinder, kaufen deshalb weniger ein und essen dasselbe wie die Deutschen – Gouda anstelle von Schafskäse.“[61]

2011 gab es mit 80.000 Unternehmen etwa dreimal so viele Betriebe in türkischer Hand wie 1990. Sie beschäftigen rund 420.000 Mitarbeiter und setzen über 40 Milliarden Euro um. Je nach Branche sind dort etwa 35 bis 40 Prozent Deutsche beschäftigt.[62] Die Bereitstellung von Kapital erfolgt zum großen Teil mit Hilfe der Familien, in steigendem Maße auch durch türkische Banken, während sich deutsche Banken oft extrem zurückhaltend gegenüber türkischen Gründern verhalten. Zunehmende Bedeutung erlangen gemischte deutsch-türkische Unternehmen, die eine Brückenfunktion übernehmen, z. B. in der Logistikbranche.

Wahlrecht und Wahlverhalten[Bearbeiten]

Türkei[Bearbeiten]

An türkischen Wahlen können die in Deutschland lebenden türkischen Staatsbürger nur teilnehmen, wenn sie sich zum Wahlzeitpunkt in der Republik Türkei aufhalten bzw. an einem Grenzübergang. Deshalb wurden zu den türkischen Wahlterminen beispielsweise 1995 und 1999 Billigflüge organisiert von türkischen Gruppen, die Millî Görüş[63][64] oder die MHP[65] unterstützen wollen. Grundsätzlich sind türkischen Parteien jedoch Auslandsorganisationen verboten.[66]

2008 beschloss das türkische AKP-Kabinett, ein Briefwahlrecht für im Ausland lebende Türken einzuführen. Dies sollte für politische Parteien, nicht aber für unabhängige Kandidaten (als solche treten häufig kurdische Politiker auf) gelten.[67] Das Verfassungsgericht der Republik Türkei hob die Gesetzesänderung mit Beschluss vom 29. Mai 2008 rückwirkend auf, da das Wahlgeheimnis mit Briefwahl nicht gewährleistet sei.[68]

Deutschland[Bearbeiten]

Türkische Staatsbürger haben als solche in Deutschland kein Stimm- und Wahlrecht, anders als Bürger der Europäischen Union, die an Kommunalwahlen in Deutschland teilnehmen können. In vielen Kommunen haben türkische Staatsbürger jedoch aktives und passives Wahlrecht für den Ausländerbeirat, und aufgrund der zahlenmäßigen Stärke sowie des vergleichsweise hohen türkischen Organisationsgrads sind sie dort oft überproportional vertreten (in NRW: 55 % der Beiratsmitglieder Türken (1995), 57,6 % der Beiratsmitglieder Türken (1999)).[69]

Am häufigsten werden von türkeistämmigen Deutschen die Parteien SPD (ca. 39 Prozent) und Grüne (ca. 13 Prozent) gewählt, da diese die türkeistämmigen Migranten durch ihre Einwanderungspolitik sowie ihre liberale Einstellung hinsichtlich des Staatsbürgerschaftsrechts ansprechen.[70]

Der Berliner Verein Türkische Gemeinde in Deutschland rief im Rahmen der Bundestagswahl 2009 explizit dazu auf, Personen mit türkischer Herkunft, beispielsweise Cem Özdemir oder Lale Akgün, zu wählen.[71]

Im aktuellen Bundestag (23. September 2013) sitzen 11 türkeistämmige Abgeordnete:[72]

Fünf Türkeistämmige wurden am 27. September 2009 in den Bundestag gewählt:

Dem 16. Deutschen Bundestag (Legislaturperiode: 2005–2009) gehörten ebenfalls fünf türkeistämmige Abgeordnete an, und zwar drei von den Linken, eine von der SPD und eine von den Grünen. Ausgeschieden sind bei der Wahl 2009 Lale Akgün (SPD), Hüseyin Kenan Aydın und Hakkı Keskin (beide von den Linken).[74]

Das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von Data-4U im Auftrag der Union Europäisch-Türkischer Demokraten (UETD) und des Zentrums für Migration und politische Wissenschaften der Hacettepe Universität in Ankara (HUGO) nach der Bundestagswahl 2013 brachte hinsichtlich der türkeistämmigen Wähler für den 17. Deutschen Bundestag folgende Ergebnisse: „Rund 64 % der türkeistämmigen Wähler haben die SPD gewählt. Dies entspricht rund 425.000 Stimmen für die Sozialdemokraten oder rund 1 Prozentpunkt am Gesamtergebnis der SPD (25,7 %). An zweiter Stelle folgen die Grünen und die Linkspartei mit jeweils 12 % und die CDU/CSU mit etwa 7 %. Die BIG Partei haben 3 % der wahlberechtigten Türkeistämmigen gewählt. Die FDP ist unter den Sonstigen (2 %) zu finden. Ein Vergleich mit Umfrageergebnissen aus früheren Wahlen zeigt, dass die Grünen mit einem Minus von 17 Prozentpunkten die größten Verluste verzeichnen – zugunsten der SPD."[75]

Ein parteiübergreifendes „Netzwerk türkeistämmiger MandatsträgerInnen“ von ca. 70 Mitgliedern deutscher Kommunal- und Landesparlamente, des Bundestages und des Europäischen Parlaments, die oder deren Familien aus der Türkei stammen, wurde 2004 von der Körber-Stiftung initiiert. Seine Arbeit und seine regelmäßigen Treffen werden von der Geschäftsstelle des Netzwerks im Deutsch-Türkischen Forum Stuttgart koordiniert.[76]

Bezeichnung Deutsch-Türken[Bearbeiten]

Definition[Bearbeiten]

„Deutsch-Türken“ oder „Deutschtürken“ ist ein umgangssprachlicher Begriff, zum einen für deutsche Staatsbürger, die oder deren Vorfahren ihren Wohnsitz in der Türkei hatten, zum anderen für alle ethnischen Türken, die in Deutschland leben, und zwar unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit. Dabei werden auch häufig Angehörige nicht-türkischer Ethnien der Türkei, wie zum Beispiel Kurden, einbezogen.Bei letzteren wird der Wortbestandteil „-türke“ allein auf die (ehemalige) Staatsangehörigkeit bezogen, wie etwa in einer Umfrage der Wochenzeitung „Die Zeit“ unter Deutschtürken.[77]

Der Begriff bezieht sich, so der Ansatz schon in frühen Verwendungen, normalerweise nicht auf eine (Doppel-)Staatsangehörigkeit oder eine doppelte ethnische Zugehörigkeit (ein deutscher und ein türkischer Elternteil), sondern soll vielmehr die Tatsache widerspiegeln, dass Deutschland für die meisten dort lebenden Türkeistämmigen zum Lebensmittelpunkt geworden ist.[78]

Begriffskritik[Bearbeiten]

Vergleicht man den Begriff mit analogen wie Deutsch- oder Anglo-Amerikaner, fällt auf, dass „Deutschtürke“ den Regeln folgend eigentlich einen türkischen Staatsbürger, der ursprünglich aus Deutschland kommt, bezeichnen müsste. Der Begriff wird daher von Sozialwissenschaftlern auch als zum Teil desintegrativ bewertet, da die Wortbildungsregeln der deutschen Sprache besagen, dass bei Zusammensetzungen von Wörtern das am Ende stehende Wort die wesentliche Bedeutung trägt und damit Deutschtürken selbst nach Annahme der deutschen Staatsangehörigkeit in der öffentlichen Wahrnehmung weiterhin in erster Linie als Türken wahrgenommen würden. Rund ein Drittel der 2007 in Deutschland lebenden Deutschtürken haben nie in der Türkei gelebt, eine große Anzahl weiterer sind bereits als Kinder eingewandert. Andere wiederum sind erst in der letzten Zeit aus der Türkei nach Deutschland gekommen.

Der Pädagoge und Sachbuchrezensent Yalçın Yıldız sieht den Begriff ebenfalls als „per se problematisch“ an und weist darauf hin, dass sich an seiner vielfachen Nichthinterfragung Grenzen interkultureller Forschung aufzeigen.[79] Caroline Fetscher vom Tagesspiegel sieht den Begriff auch in erster Linie durch die deutsche Gesellschaft geprägt.[80] In vielen Fällen können dahinter auch politische Wertungen oder Absichten stehen.

Deutsch-türkische Flagge[Bearbeiten]

Schwarz-Rot-Gold mit Halbmond

Die deutsch-türkische Flagge (teilweise DeuTürk-Fahne genannt)[81] ist eine deutsche Trikolore in Schwarz-Rot-Gold mit den türkischen Symbolen Halbmond und Stern. Die Flagge hat keinen offiziellen Status, wurde in verschiedenen Medien aber immer wieder als Symbol für türkische Einwanderer und ihre Nachkommen in Deutschland verwendet,[82] um deren Verbundenheit sowohl mit ihren türkischen Wurzeln als auch mit ihrer neuen Heimat Deutschland darzustellen.[83] Neben ihrer Verwendung in verschiedenen Medien[84] wird sie in erster Linie bei Fußballspielen und -turnieren von türkeistämmigen Fans gezeigt.

Die Erfindung der Flagge beanspruchen Fevzi Ömer Han[83] und Behçet Algan aus Hamburg[81] für sich. Algan übergab sein Exemplar dem Hamburger Museum für Völkerkunde, wo sie 2006 in der Ausstellung Faszination Fußball gezeigt wurde.[85] Tatsächlich tauchte die Flagge vermehrt in verschiedenen deutschen Städten, wie München und Berlin, während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 auf[86] und auch zwei Jahre später zeigten viele Fans sie bei der Fußball-Europameisterschaft 2008, als die Türkei und Deutschland aufeinandertrafen.[87][88] Hier wurde mit der Vereinigung deutscher und türkischer Symbole für ein friedliches Fußballspiel geworben. Verschiedene Medien, wie zum Beispiel die TAZ nahmen dieses auf,[89] verwenden sie aber auch unabhängig vom Fußball für deutsch-türkische Themen[90] und dies schon vor 2006. So wurde die Flagge bereits 1997 auf einer Titelseite der Zeit benutzt.[91] Das Sonderheft des Zeitmagazins Türken in Deutschland (Nr. 51/97) erhielt vom Art Directors Club eine Auszeichnung in der Kategorie „Zeitschriftengestaltung“.[92]

Da es keine festgelegten Vorgaben für die Flagge gibt, existieren verschiedene Varianten. So können Halbmond und Stern auch goldfarben sein[82] oder auf einer roten Scheibe im Zentrum der Trikolore ruhen.[93] Eine weitere Form führt einen verbreiterten roten Streifen mit Halbmond und Stern.[94]

Liste bedeutender türkischer Kultureinrichtungen in Deutschland[Bearbeiten]

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Deutschtürkische Institutionen[Bearbeiten]

Deutschtürkische politische Organisationen[Bearbeiten]

Türkisch-islamische Organisationen in Deutschland[Bearbeiten]

Türkische Medien in Deutschland[Bearbeiten]

Printmedien[Bearbeiten]

Hörfunk und Fernsehsendung[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Başar Alabay: Kulturelle Aspekte der Sozialisation – Junge türkische Männer in der Bundesrepublik Deutschland. Springer VS. 2012. ISBN 978-3-531-19609-1.
  • Irmgard Ackermann: Türken deutscher Sprache. Berichte, Erzählungen, Gedichte. München 1984, ISBN 3-423-10311-6.
  • Ismail Boro: Die getürkte Republik : woran die Integration in Deutschland scheitert. 2008, ISBN 978-3-453-15536-7.
  • Hıdır Eren Çelik: Einwanderung zwischen Assimilation und Ghetto : Arbeitsmigration aus der Türkei in die Bundesrepublik Deutschland. Free Pen Verlag, 2009, ISBN 978-3-938114-45-2.
  • Hasan Cil: Anfänge einer Epoche. Schiler, Berlin 2003, ISBN 3-89930-015-7.
  • Kai Diekmann, Ertuğrul Özkök (Hrsg.): Süper Freunde : was Türken und Deutsche sich wirklich zu sagen haben. Piper, 2008, ISBN 978-3-492-05255-9.
  • Andreas Goldberg, Dirk Halm, Faruk Şen: Die deutschen Türken. Lit, Münster 2004, ISBN 3-8258-8232-2.
  • Andreas Goldberg, Faruk Şen: Deutsche Türken – Türkische Deutsche? Lit, Münster 1999, ISBN 3-8258-4396-3.
  • Annemarie von der Groeben: Yıldız und Aytekin. Die zweite Generation erzählt. Hammer, Wuppertal 2006, ISBN 3-7795-0056-6.
  • Karin Hunn: „Nächstes Jahr kehren wir zurück …“. Die Geschichte der türkischen „Gastarbeiter“ in der Bundesrepublik. Wallstein, Göttingen 2005, ISBN 3-89244-945-7.
  • Hakki Keskin: Deutsch-türkische Perspektiven: Plädoyer für eine zukunftsorientierte Integrationspolitik. Wochenschau Verlag, 2009, ISBN 978-3-89974-474-3.
  • Heike Knortz: Diplomatische Tauschgeschäfte. ‚Gastarbeiter‘ in der westdeutschen Diplomatie und Beschäftigungspolitik 1953–1973. Böhlau, Köln/Weimar/Wien 2008, ISBN 978-3-412-20074-9.
  • Stefan Schmid: Integration als Ideal – Assimilation als Realität: Vorstellungen von jungen Deutschen und türkeistämmigen Migranten über ein Leben in Deutschland. V & R Unipress, Göttingen 2010, ISBN 978-3-89971-783-9.≠

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Türken in Deutschland – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Urteil – Kurden sind asylberechtigt. In: Berliner Zeitung, 28. April 1995
  2. Entwicklung der Zahl kurdischer Flüchtlinge aus dem Irak, Iran, Syrien und der Türkei von 1991 bis 2001 navend.de (PDF; 10 kB)
  3. Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff: Projekt Zuwanderung und Integration. Türken in Deutschland – Einstellungen zu Staat und Gesellschaft. (PDF; 60 kB) Konrad-Adenauer-Stiftung 2001
  4. a b Migrationsbericht 2006 des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge Grafik 6.1.1: Ausländische Bevölkerung nach Staatsangehörigkeiten
  5. Bundesamt für Migration und Flüchtlinge: Ausländerzahlen 2007. Diagramm „Ausländer nach den häufigsten Staatsangehörigkeiten am 31. Dezember 2007“ (PDF) S. 8.
  6. a b c d e f g  Petra Kappert, Ruth Haerkötter, Ingeborg Böer: Türken in Berlin 1871–1945. de Gruyter, Berlin 2002, ISBN 3-11-017465-0.
  7. a b vgl. Beauftragte der Bundesregierung für Ausländerfragen: Daten und Fakten zur Ausländersituation. 20. Auflage. Februar 2002 in Zur Integration der Türken in Deutschland: Allgemeine Behauptungen und Ergebnisse von Studien (PDF) herausgegeben von der Botschaft der Republik Türkei in Berlin, November 2002
  8. a b Migrationsbericht 2005 des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge Tabelle 54: Ausländische Wohnbevölkerung nach ausgewählten Staatsangehörigkeiten und Geschlecht am 31. Dezember 2004, Tabelle 55: Einbürgerungen nach vorheriger Staatsbürgerschaft von 1995 bis 2004
  9. Website des Statistischen Bundesamts: 1.713.551 türkische Staatsbürger am 31. Dezember 2007 Quelle: Ausländerzentralregister (AZR)
  10. Website des Statistischen Bundesamts: 1.688.370 türkische Staatsbürger am 31. Dezember 2008 Quelle: Ausländerzentralregister (AZR)
  11. Website des Statistischen Bundesamts: 1.658.083 türkische Staatsbürger am 31. Dezember 2009 Quelle: Ausländerzentralregister (AZR)
  12. Website des Statistischen Bundesamts: 1.629.480 türkische Staatsbürger am 31. Dezember 2010 Quelle: Ausländerzentralregister (AZR)
  13. Website des Statistischen Bundesamts: 1.607.161 türkische Staatsbürger am 31. Dezember 2011 Quelle: Ausländerzentralregister (AZR)
  14. Website des Statistischen Bundesamts: 1.575.717 türkische Staatsbürger am 31. Dezember 2012 Quelle: Ausländerzentralregister (AZR)
  15. Website des Statistischen Bundesamts: 1.549.808 türkische Staatsbürger am 31. Dezember 2013 Quelle: Ausländerzentralregister (AZR)
  16. Migrationsbericht des BAMF 2007, S. 191, pdf-Dok. 7,0 MB, abgerufen am 23. Februar 2013.
  17. Migrationsbericht des BAMF 2008, S. 215, pdf-Dok. 5,0 MB, abgerufen am 23. Februar 2013.
  18. Migrationsbericht des BAMF 2009, S. 219, pdf-Dok. 5,0 MB, abgerufen am 23. Februar 2013.
  19. Migrationsbericht des BAMF 2010, S. 191, pdf-Dok. 5,0 MB, abgerufen am 22. Februar 2013.
  20. Migrationsbericht des BAMF 2011, S. 209, pdf-Dok. 5,0 MB, abgerufen am 22. Februar 2013.
  21. Lebt eine halbe Million mehr Türken in Deutschland?, Meldung von WELT.de vom 2. Februar 2013, abgerufen am 22. Februar 2013; Zahl der Türken steigt innerhalb eines Jahres um 500.000, Meldung von MIGAZIN vom 31. Januar 2013, abgerufen am 22. Februar 2013.
  22. Auswärtiges Amt: Türkei – Beziehungen zwischen der Türkei und Deutschland. Stand: Länderinfo Türkei, Auswärtiges Amt.
  23. Migrationsbericht des BAMF 2006, S. 175, pdf-Dok. 4,0 MB, abgerufen am 23. Februar 2013.
  24. Migrationsbericht des BAMF 2007, S. 204, pdf-Dok. 7,0 MB, abgerufen am 23. Februar 2013.
  25. Migrationsbericht des BAMF 2008, S. 228, pdf-Dok. 5,0 MB, abgerufen am 23. Februar 2013.
  26. Migrationsbericht des BAMF 2009, S. 231, pdf-Dok. 5,0 MB, abgerufen am 23. Februar 2013.
  27. Migrationsbericht des BAMF 2010, S. 202, pdf-Dok. 5,0 MB, abgerufen am 23. Februar 2013.
  28. Migrationsbericht des BAMF 2011, S. 234, pdf-Dok. 5,0 MB, abgerufen am 23. Februar 2013.
  29. https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2013/08/PD13_281_12511.html#Fussnote1
  30.  Daniel Steinvorth: Kültürschock in Istanbul. In: Der Spiegel. Nr. 26, 2010, S. 97 (online).
  31. Website der Tagesschau
  32. futureorg.de (abgerufen am 30. April 2013)
  33.  Jung, gut und unerwünscht. In: Der Spiegel. Nr. 21, 2008 (online).
  34. Migrationsbericht des BMI 2008, S. 21. (PDF)
  35. Immer mehr Türken verlassen Deutschland, Nachricht vom 30. Mai 2010.
  36. Rekord-Zuzug von Ausländern – Viele Türken verlassen Deutschland, Nachricht vom 4. April 2012.
  37. Weg aus Deutschland: Fast 200.000 Türken gehen in vier Jahren, Nachricht vom 14. März 2013.
  38. Jobmarkt Türkei: Allein 170.000 ausländische Bewerbungen über das Internet in 2012, Nachricht vom 29. November 2012.
  39. http://www.tagesspiegel.de/medien/deutsche-sender-nein-danke/4461896.html
  40. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Klaus Grehn, Ulla Jelpke, Petra Pau, Christina Schenk und der Fraktion der PDS – BT-Drs. 14/4118 , S. 2.
  41. Migrationsbericht des BAMF 2011, S. 225/226, pdf-Dok. 5,0 MB, abgerufen am 23. Februar 2013.
  42. BVerwG, Urteil vom 22. Mai 2012, Az. 1 C 6.11, und BVerwG, Pressemitteilung Nr. 46/2012 vom 22. Mai 2012.
  43. Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff: Projekt Zuwanderung und Integration. Türken in Deutschland – Einstellungen zu Staat und Gesellschaft. (PDF; 60 kB) Konrad-Adenauer-Stiftung 2001, S. 4.
  44. Ursula Spuler-Stegemann: Die rund 800 000 Jesiden fürchten die Zwangs-Islamisierung und den Verlust ihrer Kultur. Überlebenskampf einer Gemeinschaft. In: Die Welt, 18. August 2007
  45. Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff: Projekt Zuwanderung und Integration. Türken in Deutschland – Einstellungen zu Staat und Gesellschaft. (PDF; 60 kB) Konrad-Adenauer-Stiftung 2001. S. 14.
  46. a b  Maximilian Popp, Özlem Gezer und Christoph Scheuer, Der Spiegel (Hrsg.): Fremde Heimat. Nr. 44, 31. Oktober 2011, Jugend, S. 38 bis 44 (Artikel auch als PDF-Datei abrufbar, http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-81302971.html, abgerufen am 22. Juli 2013).
  47. Türken sind mit Abstand am schlechtesten integriert In: Spiegel Online – Politik, 24. Januar 2009
  48. Faruk Şen: Türkische Minderheit in Deutschland. Heft 277 der Reihe Informationen zur politischen Bildung.
  49. Türken sind die Sorgenkinder der Integration. In: Die Welt, 17. April 2010
  50. Türken ohne Schulabschluss. In: Die Zeit, 27. Januar 2009
  51. a b Türken in Berlin: Beruf: Arbeitslos in dritter Generation. In: Tagesspiegel, 26. März 2001
  52. Ralf Grötker: Ein schweres Stück Arbeit. Interview mit Axel Börsch-Supan, Max Planck Forschung 1/2013, S. 78–83, hier S. 81.
  53. Lisa Erdmann: Neue Studie: Warum Migranten ihre Kinder so selten in die Krippe geben. spiegel.de, 5. Juni 2013, abgerufen am 5. Juni 2013
  54. Christian Böß: Migration in Europa am Beispiel der Integration von türkischen Bürgern in der Bundesrepublik Deutschland. 2007. S. 20 f.
  55. Deutscher Akademischer Austausch Dienst (DAAD) / Hochschul-Informations-System: Wissenschaft weltoffen 2008 wissenschaft-weltoffen.de
  56. Türkischstämmige Frauen auf dem Vormarsch, Deutsch-türkische Nachrichten, 8. März 2011
  57. Malik Özkan: Mit nur wenig auskommen müssen. In: ZfT-Bericht zu Einkommenssituation türkeistämmiger Migranten vom 26. Juni 2008 islamische-zeitung.de
  58. HanseMerkur-Versicherungsgruppe: Große Rentenlücke bei Türkischstämmigen, 1. Dezember 2010
  59. T-online: Türkischstämmige müssen mit größerer Rentenlücke rechnen, 24. November 2010
  60. Ann-Julia Schaland: Selbstständige Migrantinnen und Migranten in wissensintensiven Dienstleistungsbranchen in Deutschland: Eine neue Nischenökonomie? (PDF; 208 kB) HWWI, Hamburg 2009
  61. Ann-Julia Schaland: Selbstständige Migrantinnen und Migranten in wissensintensiven Dienstleistungsbranchen in Deutschland: Eine neue Nischenökonomie? (PDF; 208 kB) HWWI, Hamburg 2009, S. 4.
  62. http://www.welt.de/politik/deutschland/article107259023/Zuwanderer-zeigen-grossen-Ehrgeiz-als-Unternehmer.html Aktualisierung nach Zahl des Bundes türkisch-europäischer Unternehmer: http://www.bteu.de/
  63. Gönül Topuz: Entwicklung und Organisation von Millî Görüş in Deutschland (PDF; 578 kB) Kölner Arbeitspapiere zur internationalen Politik, Nr. 5/2003
  64. Innenministerium Niedersachsen 2003 (PDF)
  65. Şevket Küçükhüseyin: Türkische politische Organisationen in Deutschland (PDF; 439 kB) Konrad-Adenauer-Stiftung, Sankt Augustin, August 2002, ISBN 3-933714-55-9.
  66. VERFASSUNGSSCHUTZBERICHT Bremen 2002 (PDF)
  67. Ankara will Briefwahl für Türken in Deutschland einführen AFP 8. Januar 2008
  68. Das türkische Verfassungsgericht hat die Briefwahl für die im Ausland lebenden türkischen Staatsbürger verboten 7. Juni 2008
  69. Auswertung der Ergebnisse der Ausländerbeiratswahlen in NRW 1999 (PDF; 50 kB) LAGA
  70. Hans-Peter Kastenhuber: Migranten: Herkunft prägt Wahlverhalten. In: Nürnberger Nachrichten, 9. September 2009
  71. Türkische Gemeinde mahnt zur Wahl von Migranten. In: Die Welt
  72. [1]Türkische Bundestagsabgeodnete
  73. Fünf türkeistämmige Abgeordnete in den Bundestag gewählt. DIDF – Föderation demokratischer Arbeitervereine, 1. Oktober 2009
  74. Carolin Jenkner: Türkischstämmige Politiker – Gefangene ihrer Herkunft In: Spiegel Online, 12. Juli 2007
  75. MiGAZIN vom 30. Oktober 2013: So haben die Deutsch-Türken gewählt [2]
  76. Netzwerk türkeistämmiger MandatsträgerInnen
  77. Wie integriert sind die Deutschtürken?. Die Zeit. Ausgabe 11/2008
  78. Beauftragte der Bundesregierung für Ausländerfragen (Hrsg.): Daten und Fakten zur Ausländersituation. 19. Aufl., Berlin im Oktober 2000.
  79. http://www.socialnet.de/rezensionen/3148.php
  80. http://www.tagesspiegel.de/zeitung/Fragen-des-Tages;art693,2478292
  81. a b Buelten, 2006, Deutürk-Fahne (Version vom 18. Juli 2012 im Internet Archive)
  82. a b Titelbild SPIEGEL special 2/2008, Allah im Abendland
  83. a b Bild.de: „Wir sind DeuTürken – Sie feiern Schwarz-Rot-Geil mit Halbmond“
  84. zum Beispiel: Süddeutsche Zeitung: Jeder muss teilhaben können, S. 6, 18. Februar 2013
  85. Hamburger Abendblatt: Sie symbolisiert Verbundenheit: Die „Deutürk-Fahne“ (Version vom 11. Mai 2009 im Internet Archive) vom 14. November 2006.
  86. Die Welt: Deutsche Türken brauchen einen Barack Obama vom 5. September 2008
  87. Freie Presse: Foto aus Berlin-Wedding zur Europameisterschaft 2008
  88. Deutschland – Türkei in Basel vom 25. Juni 2008.
  89. Seite nicht mehr abrufbar, Suche im Webarchiv:[3] [4] Vorlage:Toter Link/www.mut-gegen-rechte-gewalt.deTitelseite der Tageszeitung 2008
  90. Seite nicht mehr abrufbar, Suche im Webarchiv:[5] [6] Vorlage:Toter Link/freenet-homepage.deFreenet
  91. Die Zeit: Seite nicht mehr abrufbar, Suche im Webarchiv:[7] [8] Vorlage:Toter Link/shop.zeit.deZeit-Punkte, 02/99, Türken in Deutschland
  92. Zeit online, 13/1998, Ausgezeichnet
  93. Focus
  94. Tagesspiegel, 25. Juni 2008