Teufelsstein (Pfalz)
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| Teufelsstein (Pfalz) | ||
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| Höhe | 317 m ü. NN | |
| Lage | Pfälzerwald, Rheinland-Pfalz, Deutschland | |
| Gebirge | Haardt | |
| Geographische Lage | 49° 28′ 12″ N, 8° 8′ 43″ O49.47018.1454317Koordinaten: 49° 28′ 12″ N, 8° 8′ 43″ O | |
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| Besonderheiten | Findling auf dem Gipfel | |
Der Teufelsstein in der Haardt bei der pfälzischen Kreisstadt Bad Dürkheim (Bundesland Rheinland-Pfalz) ist ein 317 m hoher Berg. Auf seiner Kuppe trägt er einen gleichnamigen Findling, der – deutlichen Bearbeitungsspuren zufolge – in früherer Zeit als Kultobjekt diente.
[Bearbeiten] Lage
Der Berg liegt nördlich des Durchbruchs der Isenach aus dem Pfälzerwald in die Hügellandschaft der Weinstraße und die Oberrheinische Tiefebene. Bis 1981, als der Betrieb wegen fehlender Rechte untersagt wurde, führte eine Gondelbahn von den Brühlwiesen, dem Gelände des Dürkheimer Wurstmarktes, in nordwestlicher Richtung auf den Teufelsstein. Von seinem Gipfel, der heute bewaldet ist, bietet sich eine Rundumsicht über die Rheinebene im Osten, den Pfälzerwald im Westen sowie dessen Ostrand, die Haardt, welche sich von Norden nach Süden erstreckt.
Ein südlicher Vorberg, der 300 m hohe Kästenberg (pfälz. für Kastanienberg), trägt die Überreste der Heidenmauer, einer großen keltischen Siedlung mit 2,5 km langer Ringmauer, die um 500 v. Chr. errichtet wurde, sowie des römischen Steinbruchs Kriemhildenstuhl, der bis ins 4. Jahrhundert n. Chr. in Gebrauch war.
[Bearbeiten] Name
Der Teufelsstein, der dem Berg den Namen gegeben hat, ist ein Findling von etwa 2,50 m Höhe und bis zu 4 m Breite. Fünf übereinander eingehauene Stufen führen treppenartig nach oben, wo sich eine Vertiefung befindet, die als Opferschale für religiöse Riten der vormaligen, vermutlich keltischen Benutzer gedeutet wird und von der aus eine Blutrinne neben den Stufen nach unten verläuft. Zudem trägt der Fels zahlreiche eingehauene Symbole, die aus verschiedenen Zeiträumen stammen: Neben Sonnenrädern, Runen und römischen Ziffern lassen sich einige Markierungen feststellen, die an Steinmetzzeichen des 12. und 13. Jahrhunderts erinnern. Alten Beschreibungen zufolge müssen früher auch noch zwei grob skizzierte menschliche Figuren sowie weitere Einritzungen sichtbar gewesen sein, die inzwischen verwittert sind oder absichtlich zerstört wurden. In der näheren Umgebung des Teufelssteins liegen einige große Steine, welche die Reste einer ehemaligen Umfriedung des Gipfelplateaus darstellen könnten.
[Bearbeiten] Sage vom Teufelsstein
In der Gegend wird folgende Sage erzählt:
- Einst, als auf dem Berg gegenüber dem Teufelsstein das Kloster Limburg errichtet wurde, missbrauchten die Mönche den Teufel als Bauhelfer. Sie hatten ihm vorgespiegelt, ein Wirtshaus bauen zu wollen, und ihn auf diese Weise bewogen, die riesigen Steinquader aufeinanderzutürmen. Erst als nach Fertigstellung der Anlage die Glocken zur feierlichen Weihe der Basilika riefen, bemerkte der Teufel den Betrug. Voller Grimm wollte er auf dem gegenüberliegenden Berg den gewaltigen Felsblock ergreifen und auf das neue Kloster schleudern. Doch Gott beschützte die Mönche, der Stein wurde weich wie Butter. Da setzte sich der Teufel darauf, und sein Hintern, seine Füße und sein Schwanz hinterließen Abdrücke, die noch bis zum heutigen Tag sichtbar sind...
Franz Weiß hat der Sage 1855 in seiner Reiseerzählung Die malerische und romantische Rheinpfalz ein episches Gedicht gewidmet, das so endet:
- Noch ruhet auf derselben Stelle
ein stummer Zeuge und allein,
wo er entfiel dem Herrn der Hölle,
auf hohem Berg – der Teufelsstein.

