Todestrommeln am großen Fluß
| Filmdaten | |
|---|---|
| Deutscher Titel | Todestrommeln am großen Fluß |
| Originaltitel | Death Drums Along the River / Todestrommeln am großen Fluß |
| Produktionsland | Großbritannien, Deutschland |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 1963 |
| Länge | 80 Minuten |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Stab | |
| Regie | Lawrence Huntington |
| Drehbuch | Peter Welbeck, Nicholas Roeg, Kevin Kavanagh, Lawrence Huntington |
| Produktion | Harry Alan Towers |
| Musik | Sidney Torch |
| Kamera | Bob Huke |
| Schnitt | Alan Morrison |
| Besetzung | |
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Todestrommeln am großen Fluß ist ein britisch-deutscher Abenteuerfilm (engl. Titel: Death Drums Along the River), der auf Motiven des Romans Sanders vom Strom (Originaltitel: Sanders of the River) von Edgar Wallace basiert. In Deutschland wurde der Film, den der britische Regisseur Lawrence Huntington im Sommer 1963 in Südafrika und London inszenierte, als 17. Beitrag und erster Farbfilm der Edgar-Wallace-Serie vermarktet. Der von Harry Alan Towers in Techniscope und Technicolor produzierte Film startete am 20. Dezember 1963 in den deutschen Kinos.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Handlung
Polizeiinspektor Sanders soll für Ruhe und Ordnung in der afrikanischen Kolonie Gondra, die nur vom Erdnussanbau lebt, sorgen. Als der Diamantenschmuggler Bongola in den Docks von Gondra einen Polizisten niedersticht und flieht, übernimmt Sanders dessen Verfolgung und stellt fest, dass die geschmuggelten Diamanten ihren Weg über des Hospital des weltbekannten Arztes Dr. Schneider nehmen. Dort lernt er die Ärztin Dr. Inge Jung kennen, die mit ihm die Spur Bongolas weiter verfolgt.
[Bearbeiten] Kritiken
„Farbige Verfilmung eines Afrika-Romans von Edgar Wallace mit schönen Naturaufnahmen. Nur streckenweise spannend.“
– film-dienst, 1/1964
„Regisseur Lawrence Huntington vermag wie viele seiner Vorgänger die afrikanische Szene nur mühsam in den Action-Griff zu bekommen, obwohl er sich nach Kräften bemüht, den Kulturfilm-Versuchungen zu widerstehen.“
– Filmecho, 104/1963
„Wallace kannte Afrika besser als seine Regisseure.“
– Joachim Kramp in „Das Edgar Wallace Lexikon“, 2004
„Der Film [...] liefert solide Spannungsdramaturgie. (Wertung: durchschnittlich)“
– Adolf Heinzlmeier und Berndt Schulz in Lexikon „Filme im Fernsehen“, 1990
„Streckenweise durchaus spannend, mit schönen Naturaufnahmen.“
[Bearbeiten] Deutsche Fassung
Die deutschen Darsteller Albert Lieven, Walter Rilla und Marianne Koch synchronisierten sich selbst und sind mit ihren eigenen Stimmen zu hören. Weitere Synchronsprecher waren:
| Rolle | Darsteller | Synchronsprecher |
|---|---|---|
| Sanders | Richard Todd | Holger Hagen |
| Marlene | Vivi Bach | Ursula Herwig |
| Pearson | Bill Brewer | Erik Jelde |
| Hunter | Robert Arden | Horst Naumann |
| Hamilton | Jeremy Lloyd | Horst Sachtleben |
[Bearbeiten] Sonstiges
- Produzent Harry Alan Towers schrieb für seinen ersten von insgesamt drei Edgar-Wallace-Filmen unter seinem Pseudonym Peter Welbeck auch das Drehbuch.
- Die Außenaufnahmen des Films drehte man an Originalschauplätzen in Durban und im heutigen ISimangaliso-Wetland-Park in Südafrika. Die Innenaufnahmen fanden in den Bray Studios in London statt.
- Die Kurzgeschichten des Buches Sanders vom Strom dienten erstmals 1935 als Vorlage für den 1950 in Deutschland erschienen britischen Film Bosambo (Originaltitel: Sanders of the River) mit Leslie Banks und Paul Robeson in den Hauptrollen. 1964/65 realisierte der Produzent Harry Alan Towers einen weiteren Edgar-Wallace-Film, der auf dem Afrika-Roman basiert: Sanders und das Schiff des Todes. Artur Brauners Edgar-Wallace-Film Der Teufel kam aus Akasava (1969/70) entstand ebenfalls nach Motiven dieses Romans.
[Bearbeiten] Literatur
- Edgar Wallace: Sanders vom Strom (Originaltitel: Sanders of the River). Deutsch von Richard Küas. Goldmann, München 1981, ISBN 3-442-06435-X.
- Joachim Kramp, Jürgen Wehnert: Das Edgar Wallace Lexikon. Leben, Werk, Filme. Es ist unmöglich, von Edgar Wallace nicht gefesselt zu sein! Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2004, ISBN 3-89602-508-2.
- Joachim Kramp: Hallo! Hier spricht Edgar Wallace. Die Geschichte der legendären deutschen Kriminalfilmserie von 1959–1972. 3. Auflage. Verlag Schwarzkopf und Schwarzkopf, Berlin 2005, ISBN 3-89602-645-3.
[Bearbeiten] Weblinks
- Todestrommeln am großen Fluß in der deutschen und englischen Version der Internet Movie Database
[Bearbeiten] Einzelnachweise
Vorkriegsproduktionen:
Der große Unbekannte (1927) | Der rote Kreis (1929) | Der Würger (1929) | Der Zinker (1931) | Der Hexer (1932) | Der Doppelgänger (1934)
Nachkriegsproduktionen (1959 bis 1972)
Der Frosch mit der Maske (1959) | Der rote Kreis (1960) | Der Rächer (1960) | Die Bande des Schreckens (1960) | Der grüne Bogenschütze (1961) | Die toten Augen von London (1961) | Das Geheimnis der gelben Narzissen (1961) | Der Fälscher von London (1961) | Die seltsame Gräfin (1961) | Das Rätsel der roten Orchidee (1962) | Die Tür mit den sieben Schlössern (1962) | Das Gasthaus an der Themse (1962) | Der Fluch der gelben Schlange (1963) | Der Zinker (1963) | Der schwarze Abt (1963) | Das indische Tuch (1963) | Todestrommeln am großen Fluß (1963) | Zimmer 13 (1964) | Die Gruft mit dem Rätselschloss (1964) | Der Hexer (1964) | Das Verrätertor (1964) | Sanders und das Schiff des Todes (1965) | Neues vom Hexer (1965) | Der unheimliche Mönch (1965) | Das Rätsel des silbernen Dreieck (1966) | Der Bucklige von Soho (1966) | Das Geheimnis der weißen Nonne (1966) | Die blaue Hand (1967) | Der Mönch mit der Peitsche (1967) | Der Hund von Blackwood Castle (1968) | Im Banne des Unheimlichen (1968) | Der Gorilla von Soho (1968) | Der Mann mit dem Glasauge (1969) | Das Gesicht im Dunkeln (1969) | Der Teufel kam aus Akasava (1971) | Die Tote aus der Themse (1971) | Das Geheimnis der grünen Stecknadel (1972) | Das Rätsel des silbernen Halbmonds (1972)