Transports publics de la région lausannoise

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Transports publics de la région lausannoise
Logo der Transports publics de la region lausannoise
Basisinformationen
Unternehmenssitz Renens[1]
Webpräsenz www.t-l.ch
Bezugsjahr 2008[2]
Eigentümer 67 % Stadt Lausanne und Partnergemeinden
26 % Kanton Waadt
04 % Banque Cantonale Vaudoise
03 % private Aktionäre
Vorstand [3]
  • Thierry Carrard
  • Marc Badoux
  • Olivier Bronner
  • Michel Devanthéry
  • François Boyer
  • Michel Jaccottet
  • Lauraine Ebener
Betriebsleitung Michel Joye[4]
Verkehrsverbund Tarifverbund Waadt (Mobilis)
Mitarbeiter 976
Umsatz 182,65 Mio. CHF
Linien
Spurweite 1435 mm (Normalspur)
U-Bahn 01
Stadtbahn 01
Bus 18
Sonstige Linien 10 Trolleybuslinien
06 Regionalbuslinien
06 Pyjamalinien
11 Taxibuslinien
Anzahl Fahrzeuge
U-Bahnwagen 15
Stadtbahnwagen 17
Busse 46 Soloautobusse
55 Gelenkautobusse
Sonstige Fahrzeuge 58 Solotrolleybusse
35 Gelenktrolleybusse
53 Anhänger
Statistik
Fahrgäste 77,041 Mio. pro Jahr
Einwohner im
Einzugsgebiet
0,269 Mio.
Sonstige Betriebseinrichtungen
Betriebshöfe [5]
  • Center von Perrelet
  • Depot in Borde
  • Depot in Ecublens
  • Garagenwerkstatt in Vennes
Metro- und Trolleybusnetzplan

Die Transports publics de la région lausannoise, abgekürzt TL oder tl, (deutsch Öffentlicher Verkehr der Region Lausanne) sind ein Nahverkehrsbetrieb in der Schweizer Stadt Lausanne und in 38 angrenzenden Agglomerationsgemeinden. Der eingetragene Name des Unternehmens lautet Transports publics de la Région Lausannoise S.A.[6]. Die TL betreibt den Trolleybus Lausanne mit zehn Linien, 22 Buslinien, eine Stadtbahnlinie und eine U-Bahn-Linie. Alle Linien zusammen haben eine Gesamtlänge von 224,3 Kilometern (Stand 2005). Jährlich werden über 77 Millionen Fahrgäste befördert.

Die Gesellschaft gehört zu 67 Prozent der Stadt Lausanne und den befahrenen Agglomerationsgemeinden, zu 26 Prozent dem Kanton Waadt, zu vier Prozent der Banque Cantonale Vaudoise und zu drei Prozent privaten Aktionären.[7] Bis 2012 gab es zwei weitere Gesellschaften, deren Betriebsführung bei der TL lag: Die «TSOL, société du tramway du sud-ouest lausannois S.A.»[8] war Eigentümerin der Stadtbahnlinie und gehörte zu 60 % dem Kanton sowie zu 40 % den vier Anrainergemeinden. Die «Métro Lausanne-Ouchy S.A.»[9] gehörte vollständig der Stadt Lausanne und war Eigentümerin der Linie M2. 2012 übernahm die TL durch Absorbtionsfusion die beiden Unternehmen.

Stadtbahn[Bearbeiten]

Hauptartikel: Stadtbahn Lausanne

Die «Métro Ouest» ist eine normalspurige Stadtbahn. Sie führt von der Station Flon im Stadtzentrum Lausannes westwärts nach Ecublens und Chavannes-près-Renens; dabei wird auch das Gelände der École Polytechnique Fédérale de Lausanne und der Université de Lausanne erschlossen. Anschliessend verläuft die Bahn nordwärts zum SBB-Bahnhof in Renens.

Die Strecke ist 7,8 Kilometer lang und vollständig vom übrigen Verkehr getrennt. Sie ist auf der ganzen Länge eingleisig ausgebaut, mit Ausweichen an fast allen Zwischenstationen. In den Spitzenzeiten besteht ein Fünfminutentakt. Die Stationen Flon, Vigie und Malley sind unterirdisch. Bei Flon besteht eine Umsteigemöglichkeit zur Chemin de fer Lausanne-Echallens-Bercher. Die Fahrzeuge stammen von der Vevey Technologies SA, die heute ein Teil des Bombardier-Konzerns ist und waren Vorbild für den Bau der Zweikrafttriebwagen Bem 550 der Schweizerischen Bundesbahnen.

Trolleybus[Bearbeiten]

Hauptartikel: Trolleybus Lausanne
Trolleybus vor dem Hochhaus Bel-Air

Die Trolleybusse sind vom Verkehrsaufkommen her das wichtigste Verkehrsmittel der Stadt. Beinahe sämtliche Linien kreuzen sich am Place Saint-François am südlichen Rand der Altstadt. Sie erschliessen nicht nur sämtliche Stadtteile Lausannes, sondern auch die Vorortsgemeinden Lutry, Paudex, Prilly, Pully und Renens. Der Fuhrpark besteht aus Fahrzeugen der Hersteller Carrosserie Hess, FBW beziehungsweise NAW und Rochat-Lauber. Gelenkwagen wurden erst spät eingeführt; noch heute verkehren viele Trolleybusse mit Anhängern.

Autobus[Bearbeiten]

Die mit Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren (CNG und Diesel) betriebenen Buslinien dienen vor allem der Feinverteilung in den äusseren Stadtteilen, in den Vororten sowie in der ländlichen Umgebung der Agglomeration. Die Fahrzeuge stammen von Van Hool, Solaris, Neoplan und MAN. Die MAN-Busse sind doppelstöckig.

Geschichte[Bearbeiten]

Historischer Strassenbahn-Motorwagen der Tramways Lausannois auf der Museumsbahn Blonay-Chamby
Historischer Überlandbus der Tramways Lausannois in Cornnaux des Vereins RétroBus
Ehemaliger Zahnradbahntriebwagen Lausanne-Flon

Die ersten Strassenbahnstrecken der «Tramways Lausannois» (TL) gingen am 1. September 1896 in Betrieb. Es wurden gleich fünf elektrisch betriebene Linien mit einer Länge von elf Kilometern und einer Spurweite von 1000 Millimetern eröffnet. Sie begannen alle am zentralen Place Saint-François und führten zum Bahnhof der damaligen Jura-Simplon-Bahn (JS) dem Heutigen Lausanne CFF, zum Bahnhof der Lausanne–Echallens–Bercher-Bahn (LEB) in Lausanne-Chauderon, nach Lutry, Chailly und Pontaise. Letztere hatte eine Höchstneigung von 11,3 Prozent und durfte nur mit Wagen befahren werden, die mit besonders leistungsfähigen Bremsen ausgerüstet waren.

1898 wurde die Chailly-Linie nach La Rosiaz verlängert; gleichzeitig ging eine neue Linie zum Spital in Betrieb. 1899 erfolgte die Verlängerung der Chauderon-Linie nach Prilly. Nach einer kurzen Verlängerung in Lutry wies das Streckennetz im Jahr 1900 eine Länge von 14,3 Kilometern auf. 1902 baute die «Régionaux électriques du Jorat» (REJ) eine über 27 Kilometer lange Überlandlinie von Lausanne nach Moudon, mit einem Abzweig nach Savigny.

Die Tramways Lausannois erweiterte ihr Streckennetz kontinuierlich: 1903 eröffnete sie drei Linien nach Ouchy, Montoie und Renens, 1906 eine Verbindung zwischen Lausanne CFF und Chauderon sowie eine Überlandlinie nach Cugy, die im darauf folgenden Jahr bis Montheron verlängert wurde. Mit der Eröffnung der Linie nach Bergières erreichte das Streckennetz im Jahr 1909 eine Länge von rund 34 Kilometern.

Am 1. November 1910 übernahm die Tramways Lausannois die damalige Régionaux du Jorat (REJ) mit der Überlandstrassenbahnstrecke nach Moudon, wodurch die Länge aller Strecken 62 Kilometer betrug. Der letzte grössere Ausbau erfolgte 1912 mit einer Linie zum Hafen von Pully. 1930 und 1933 gab es nochmals zwei kurze Verlängerungen. Das Netz erreichte mit einer Länge von 66 Kilometern seine grösste Ausdehnung, es war damit länger als beispielsweise in Basel oder Zürich.

1938 begann der Niedergang durch die schrittweise Umstellung auf Trolleybusbetrieb, als die Linien nach Ouchy und Pully stillgelegt wurden. Die Überlandlinie nach Montheron wurde 1950 eingestellt. Die etappenweise Stilllegung der Linien nach Moudon und Savigny erfolgte in den Jahren 1962 und 1963. Der Betrieb auf der letzten verbliebenen Strecke (Renens – Saint-François – La Rosiaz) wurde am 6. Januar 1964 eingestellt. Gleichzeitig erhielt die Gesellschaft ihren heutigen Namen.

Nachdem die Technische Hochschule und die Universität in den 1970er Jahren in den Südwesten der Stadt umgezogen waren, stiegen auch die Verkehrsbedürfnisse dort rasch an. 1983 erschien eine erste Studie, die den Bau einer Stadtbahn zwischen dem Stadtzentrum und Renens vorschlug. Die Bauarbeiten begannen im Frühling 1988. Die Eröffnung der «Tramway du sud-ouest lausannois» erfolgte am 2. Juni 1991. Beim Fahrplanwechsel 2000 erhielt sie die Linienbezeichnung «M1» und wurde in «Métro Ouest» umbenannt.

Die Zahnradbahn Lausanne–Ouchy (LO) erhielt zum gleichen Zeitpunkt die Linienbezeichnung «M2». Sie verkehrte letztmals am 22. Januar 2006, wurde zu einer zahnstangenfreien U-Bahn-Linie mit gummibereiften, automatisiert betriebenen, führerlosen Fahrzeugen umgebaut und bis nach Epalinges verlängert; die vollständige Inbetriebnahme der Métro Lausanne erfolgte am 18. September 2008.

Am 16. September 2011 erhielt die TL die Konzession für eine als t1 vorgesehen Tramlinie zwischen Lausanne-Flon und Renens-gare. Die Strecke wird nördlich der Stadtbahn m1 verlaufen.[10]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Michel Grandguillaume, Jacques Jotterand, Yves Merminod, Jean Paillard, Jean-Louis Rochaix, Pierre Stauffer und Jean Thuillard: Les Tramways Lausannois 1896-1964. Bureau vaudois d'adresses (BAV) - Lausanne 1993
  •  Valérie Morel Genou: L'entreprise des transports publics de la région lausannoise - 150 ans d'histoire. Transports publics de la Région Lausannoise S.A., Lausanne Dezember 1999.
  •  Jean-Philippe Coppex: Die Schweizer Überlandtrolleybusse. Endstation Ostring, Genf 2008, ISBN 978-3-9522545-3-0.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Transports publics de la région Lausannoise – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatUseful addresses. Abgerufen am 3. September 2009 (englisch).
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatChiffres clés. Abgerufen am 3. September 2009 (französisch).
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatOrganigramme. Abgerufen am 3. September 2009 (französisch).
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatDirecteur. Abgerufen am 3. September 2009 (französisch).
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatInfrastructure. Abgerufen am 3. September 2009 (französisch).
  6. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatTransports publics de la Région Lausannoise S.A. im Handelsregister des Kantons Waadt. Abgerufen am 3. September 2009 (französisch).
  7. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatLes trois sociétés. Abgerufen am 3. September 2009 (französisch).
  8. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatTSOL, société du tramway du sud-ouest lausannois S.A. im Handelsregister des Kantons Waadt. Abgerufen am 5. September 2009 (französisch).
  9. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatMétro Lausanne-Ouchy S.A. im Handelsregister des Kantons Waadt. Abgerufen am 5. September 2009 (französisch).
  10. TU-Verzeichnis des Bundesamtes für Verkehr, Konzession Nr. 5146