Tristan Vautier

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Tristan Vautier (* 22. August 1989 in Saint-Martin-d’Hères, Isère) ist ein französischer Automobilrennfahrer. Er wurde 2011 Meister der Star Mazda Series und 2012 Meister der Indy Lights. 2013 tritt er in der IndyCar Series an.

Karriere[Bearbeiten]

Vautier begann seine Motorsportkarriere 2006 in der französischen Formel Renault Campus, in der er auf Anhieb den Vizemeistertitel gewann. Er war dabei punktgleich mit seinem Teamkollegen Kévin Estre, der allerdings bessere Platzierungen vorzuweisen hatte. 2007 wechselte er in die französische Formel Renault und belegte ohne Rennsieg gemeinsam mit Charles Pic den vierten Platz im Gesamtklassement. 2008 wechselte Vautier in die westeuropäische Formel Renault und belegte den sechsten Gesamtrang. 2009 ging Vautier in der Formel Palmer Audi an den Start. Mit sechs Siegen erreichte er den vierten Platz in der Gesamtwertung. Beim letzten Rennwochenende der Formel-2-Saison 2009 gab er als Ersatz für Edoardo Piscopo sein Debüt in der Formel 2.[1] Er zeigte eine gute Leistung und erzielte bereits bei seinem ersten Rennen als Dritter eine Podest-Platzierung. Darüber hinaus debütierte Vautier 2009 im GT-Sport und nahm an der französischen GT-Meisterschaft teil. Mit einem Sieg wurde er 13. in der GT3-Wertung. Außerdem nahm Vautier zwischen 2007 und 2009 an einigen Rennen des Formel Renault 2.0 Eurocups teil.

2010 verließ Vautier Europa und wechselte in die nordamerikanische Star Mazda Series zu Andersen Racing. Neben Conor Daly, der den Meistertitel gewann, war Vautier der einzige Rennfahrer, der mehr als ein Rennen gewann. Dennoch belegte er mit zwei Siegen den fünften Platz in der Fahrerwertung, während seine Teamkollege Anders Krohn ohne Sieg Vizemeister wurde. 2011 bestritt Vautier seine zweite Saison in der Star Mazda Series und wechselte zu JDC MotorSports.[2] Er gewann vier Rennen und entschied die Meisterschaft mit 426 zu 401 Punkten gegen Connor De Phillippi für sich. Als Belohnung für den Titelgewinn erhielt Vautier für 2012 finanzielle Unterstützung und ging in der Indy Lights für Sam Schmidt Motorsports, dem Meisterteam des Vorjahrs, an den Start.[3] Es gelang ihm auf Anhieb beim Saisonauftakt in St. Petersburg von der Pole-Position startend einen Start-Ziel-Sieg zu erzielen. Darüber hinaus fuhr er die schnellste Runde. Er ist der zehnte Pilot, der sein Indy-Lights-Debüt gewann.[4] Im weiteren Saisonverlauf gewann Vautier drei Rennen. Bei zweien von diesen erzielte er sowohl Pole-Position als auch die schnellste Rennrunde und führte das Rennen die meisten Runden an. Am Saisonende setzte sich Vautier mit 461 zu 453 Punkten gegen seinen Teamkollegen Esteban Guerrieri durch und gewann die Gesamtwertung der Indy Lights. Darüber hinaus nahm Vautier in Europa an einem Langstreckenrennen der Blancpain Endurance Series teil.

2013 bestritt Vautier die komplette Saison der IndyCar Series. Er blieb bei seinem Rennstall, der 2013 unter dem Namen Schmidt Peterson Motorsports antrat.[5] Bei seinem Debütrennen, dem Honda Grand Prix of St. Petersburg, qualifizierte sich Vautier auf dem sechsten Platz und fuhr bis zu einem technisch bedingten Ausfall in der Spitzengruppe mit.[6] Im folgenden Rennen in Birmingham erreichte er als Zehnter seine einzige Top-10-Platzierung der Saison. Während sein Teamkollege Simon Pagenaud mit 508 Punkten Gesamtdritter wurde, schloss Vautier seine Debütsaison auf dem 20. Platz als bester Neueinsteiger ab. Er war allerdings auch der einzige Neuling, der die komplette Saison absolviert hatte.

Statistik[Bearbeiten]

Karrierestationen[Bearbeiten]

  • 2006: Französische Formel Renault Campus (Platz 2)
  • 2007: Französische Formel Renault (Platz 4)
  • 2007: Formel Renault 2.0 Eurocup (Platz 15)
  • 2008: Westeuropäische Formel Renault (Platz 6)
  • 2008: Formel Renault 2.0 Eurocup (Platz 29)

Einzelergebnisse in der IndyCar Series[Bearbeiten]

Jahr Team 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 Punkte Rang
2013 Schmidt Peterson Motorsport STP ALA LBH SAO INDY DET TXS MIL IOW POC TOR MDO SNM BAL HOU FON 266 20.
21 10 17 16 1628 11 14° 18 21 13 19 19 16 21 12 11° 22 11 21

(Legende)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Formel 2: Vautier ersetzt Piscopo in Barcelona“ (Motorsport-Total.com am 26. Oktober 2009)
  2. “Star Mazda: JDC inks Vautier for 2011” (indycar.com am 15. Februar 2011)
  3. “Vautier joins Schmidt for 2012 Indy Lights season” (racer.com am 18. November 2011)
  4. “Vautier wins from pole in series debut at St. Pete” (indycar.com am 24. März 2012)
  5. Mark Glendenning: “Schmidt Peterson adds Tristan Vautier to IndyCar line-up”. autosport.com, 29. Januar 2013, abgerufen am 29. Januar 2013 (englisch).
  6. Pete Fink: „Hinchcliffe siegt im St-Pete-Chaos - Pech für de Silvestro“. Motorsport-Total.com, 24. März 2013, abgerufen am 29. März 2013.

Weblinks[Bearbeiten]