U-Bahnhof Hansaplatz

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Bahnhofsschild mit ausfahrendem Zug
Der Bahnsteig

Der U-Bahnhof Hansaplatz ist ein Bahnhof der Berliner U-Bahn-Linie U9 im Ortsteil Hansaviertel, am namengebenden Hansaplatz gelegen. Er wurde am 28. August 1961 eröffnet. Im Bahnhofsverzeichnis der BVG trägt der Bahnhof die Bezeichnung Ha. Er besitzt nur Fahr- und Steintreppen zum Verlassen des Mittelbahnsteigs und gilt daher als nicht barrierefrei.

Dieser Bahnhof ist der erste in nördlicher Richtung nach dem U-Bahnhof Zoologischer Garten und von diesem durch eine Strecke von 1442 Metern und einer – für Berliner U-Bahnverhältnisse ungewöhnlich langen – Fahrtzeit von rund zwei Minuten getrennt. Auf diesem Streckenabschnitt werden Teile des Zoologischer Gartens und des Großen Tiergartens, der Landwehrkanal und die Straße des 17. Juni unterquert.

Der Mittelbahnsteig ist 9,1 Meter breit,[1] Zugänge führen direkt ins Hansaviertel, es gibt keine Zwischenebenen. Die Verkleidung der Stützen besteht aus Aluminium, die Wände sind mit quadratischen silbrig-grauen Glasfliesen verkleidet.

Geschichte[Bearbeiten]

Durch den Baubeginn im Jahr 1955 war der Bahnhof bereits im Sommer 1957 fertiggestellt und konnte im Rahmen der Interbau besichtigt werden. Es wurde seinerzeit ein unterirdischer Baustellen-Pendelverkehr zum U-Bahnhof Zoologischer Garten angeboten.[1]

Der Entwurf für den unterirdischen Bahnhof stammt von Werner Klenke und Bruno Grimmek. Die Architekten des nördlichen Eingangs waren Ernst Zinsser und Hansrudolf Plarre, die des südlichen Eingangs Werner Düttmann und Siegfried Böhmer.[2][3] Heute steht der gesamte Bahnhof – unterirdische und oberirdische Teile – als Teil der Gesamtanlage Bauten der „Interbau 57“ & Hansaviertel unter Denkmalschutz.

Eine Anfang 2014 installierte Gedenktafel am südlichen Ausgang erinnert an die Deportation jüdischer Mitbürger. Sie zeigt die Namen von 1030 jüdischen Bewohnern, die in der Zeit des Nationalsozialismus aus dem Hansaviertel vertrieben, deportiert und ermordet wurden. Gestaltet wurde die Tafel von der Künstlerin Katja van Dyck-Taras.[4]

Anbindung[Bearbeiten]

Am U-Bahnhof besteht eine Umsteigemöglichkeit von der Linie U9 zur Omnibuslinie 106 der Berliner Verkehrsbetriebe.

Linie Verlauf
Berlin U9.svg Osloer Straße – Nauener Platz – Leopoldplatz – Amrumer Straße – Westhafen – Birkenstraße – Turmstraße – Hansaplatz – Zoologischer Garten – Kurfürstendamm – Spichernstraße – Güntzelstraße – Berliner Straße – Bundesplatz – Friedrich-Wilhelm-Platz – Walther-Schreiber-Platz – Schloßstraße – Rathaus Steglitz

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: U-Bahnhof Hansaplatz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Berlins U-Bahnstrecken – „U-Bhf Hansaplatz“, mit Fotos des Bahnhofs und des Platzes
  2. Eintrag in der Berliner Landesdenkmalliste mit weiteren Informationen
  3. Hansaplatz (U-Bahnhof). In: Bezirkslexikon des Luisenstädtischen Bildungsvereins
  4.  Mahnendes Gedenken im U-Bahnhof Hansaplatz. In: plus. Nr. 3, 2014, S. 4 (online, PDF, abgerufen am 10. März 2014).

52.51777777777813.342222222222Koordinaten: 52° 31′ 4″ N, 13° 20′ 32″ O