Interbau

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Punkthochhäuser im Hansaviertel

Die Interbau (auch kurz IBA 57 genannt) war eine Internationale Bauausstellung in Berlin im Jahr 1957. Durch die Arbeit von 53 Architekten aus 13 Ländern wurde ab 1956 mit der Neugestaltung des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Hansaviertels im Stile der Nachkriegsmoderne begonnen. Die Leitung der Gesamtplanung hatte dabei Otto Bartning, den städtebaulichen Wettbewerb gewannen Gerhard Jobst und Willy Kreuer, deren Pläne in modifizierter Weise später Grundlage der Ausführung wurden.

Geschichte[Bearbeiten]

In Anbetracht der gewaltigen Kriegszerstörungen gerade im Berliner Stadtzentrum war die Durchführung einer Veranstaltung für neues Bauen von großer Bedeutung. Die vom West-Berliner Senat in enger Zusammenarbeit mit dem Bund Deutscher Architekten und dem Bundesbauministerium geplante Ausstellung wandte sich mit entsprechenden Einladungen an bekannte Architekten aus aller Welt mit der Bitte, für ein neues Stadtquartier konkrete Vorschläge für die Berliner zu entwickeln. Diese wurden nach einer Jury-Bewertung vor Ort verwirklicht und führten zum neuen Hansaviertel. Die für die Öffentlichkeit zur Besichtigung freigegebene Ausstellung der fertigen Gebäude fand zwischen dem 6. Juli und dem 29. September 1957 statt. Bundespräsident Theodor Heuss eröffnete die Bauausstellung und der damalige Regierende Bürgermeister Otto Suhr hielt die Festrede im Schloss Bellevue.[1] Der Komponist Max Baumann schrieb zur feierlichen Eröffnung der Interbau das Werk Perspektiven I op. 55 für großes Orchester.

Lageplan[Bearbeiten]

Lageplan des südlichen Hansaviertels, des Gebiets der Internationalen Bauausstellung 1957.

Lageplan Interbau.jpg Kaiser-Friedrich-Gedächtniskirche Grips-Theater Schwedenhaus (Berlin) Akademie der Künste (Berlin)
Über dieses Bild
Niemeyerhaus im Hansaviertel, genannt Spitzbein
Junggesellenhaus Klopstockstraße 2, genannt Bienenhaus, mit Restaurant Giraffe

Beteiligte Architekten (Auswahl)[Bearbeiten]

Für eine vollständige Liste der Architekten und realisierten Bauten siehe auch: Berlin-Hansaviertel.

Beteiligte Künstler[Bearbeiten]

Daneben waren folgende Künstler beteiligt:

Auch acht Gartengestalter trugen zum Gelingen der Ausstellung bei.[1]

Projekte[Bearbeiten]

Die entstandenen oder noch nach 1957 zu errichtenden Gebäude wurden in Gruppen von A bis G aufgeteilt, und umfassten unter anderem Wohnhochhäuser (A, B), Mehr- und Einfamilienhäuser (C, D, E), Kirchen, kulturelle und Geschäftshäuser (F) sowie Interbau-Objekte außerhalb des Hansa-Viertels (G).[1] Im Ergebnis entstanden:

Literatur[Bearbeiten]

  • Interbau Berlin 1957. Amtlicher Katalog der Internationalen Bauausstellung Berlin 1957. Hrsg. v. d. Internationale Bauausstellung Berlin GmbH. Berlin-Charlottenburg 1957.
  • Winfried Nerdinger: Architekturführer Deutschland. Birkhäuser, Basel 1996. ISBN 3-7643-5287-6
  • Frank-Manuel Peter: Das Berliner Hansaviertel und die Interbau 1957. Sutton, Erfurt 2007. ISBN 3-86680-151-3
  • Sally Below, Moritz Henning, Heike Oevermann: Die Berliner Bauausstellungen – Wegweiser in die Zukunft? Regioverlag, Berlin 2009. ISBN 3-929273-72-1

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Darstellungen zur IBA 1957 in der Berlin-Chronik von 1957. Berlin-Chronik, Online-Version, hrsg. vom Landesarchiv Berlin.; abgerufen am 24. Nov. 2014.