Uherské Hradiště

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Uherské Hradiště
Wappen von Uherské Hradiště
Uherské Hradiště (Tschechien)
Paris plan pointer b jms.svg
Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Zlínský kraj
Bezirk: Uherské Hradiště
Fläche: 2127 ha
Geographische Lage: 49° 4′ N, 17° 28′ O49.06833333333317.460555555556179Koordinaten: 49° 4′ 6″ N, 17° 27′ 38″ O
Höhe: 179 m n.m.
Einwohner: 25.266 (1. Jan. 2014) [1]
Postleitzahl: 686 01
Kfz-Kennzeichen: Z
Struktur
Status: Stadt
Ortsteile: 7
Verwaltung
Bürgermeister: Libor Karásek (Stand: 2007)
Adresse: Masarykovo nám. 19
686 70 Uherské Hradiště
Gemeindenummer: 592005
Website: www.mesto-uh.cz

Uherské Hradiště (deutsch Ungarisch Hradisch, ungarisch Magyarhradis) ist eine Stadt im Südosten Tschechiens. Sie hat 25.393 Einwohner und liegt im Zlínský kraj in der mährischen Slowakei.

Geographie[Bearbeiten]

Der Ortskern liegt in einer Ebene auf einer Insel am linken Ufer der March (Morava). Südlich verläuft die Olšava und deren alter Flusslauf Stará Olšava.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Stadt wurde im Jahre 1257 auf einer Insel in der March als Nový Veligrad durch Ottokar II. Přemysl gegründet. Sie erhielt dabei die Marktrechte von Veligrad-Staré Město und Kunovice übertragen.

Modell der mittelalterlichen Stadt

Zu Beginn des 14. Jahrhunderts erhielt die Königsstadt den Namen Hradiště, der im 17. Jahrhundert um den Zusatz Uherské (Ungarisch) erweitert wurde. Die Stadt wurde von 1469 bis 1473 durch Matthias Corvinus von Ungarn vergeblich belagert.

Bis 1749 übten die privilegierten Jäger von Stříbrnice das Scharfrichteramt aus. 1780 wurde die Festung aufgelassen.

In Altösterreich war Ungarisch-Hradisch der Sitz der Bezirkshauptmannschaft des gleichnamigen Bezirkes.[2] Um 1900 lebten im Ort 5137 vorwiegend tschechische Einwohner sowie 937 Deutsche und Juden.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Neues Rathaus

Uherské Hradiště ist das Zentrum der Mährischen Slowakei. Der historische Kern der Stadt ist vollständig denkmalgeschützt.

  • Großer Platz mit Mariensäule
  • Pfarrkirche (ehemalige Jesuitenkirche), mit Altar von J. G. Heinisch
  • Franziskanerkonvent
  • Altes Rathaus
  • Neues Rathaus am Palackého náměstí
  • Alte Synagoge, heute Stadtbibliothek

Verkehr[Bearbeiten]

Eisenbahn[Bearbeiten]

Der Bahnhof Staré Město u Uherského Hradiště liegt an der Linie Wien-Krakau der ehemaligen Staatsbahnen (heute Bahnstrecke Břeclav–Petrovice u Karviné), von dort zweigt die Bahnstrecke Kunovice–Staré Město u Uherského Hradiště über den Bahnhof Uherské Hradiště nach Kunowitz der ehemaligen Österreichisch-Ungarischen Staatseisenbahn ab und schließt an die Bahnstrecke Brno–Vlárský průsmyk im Bahnhof Kunovice an.

Bildung[Bearbeiten]

In Uherské Hradiště siedelt die Fakultät für Logistik und Krisenmanagement der Tomáš-Baťa-Universität in Zlín.

Partnerstädte[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Im Ort lebten weiterhin:

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2014 (PDF; 504 KiB)
  2. Politische und gerichtliche Organisation der im Reichsrathe vertretenen Länder in Österreich aus dem Jahr 1869 Seite 169
  3. Podpis smlouvy o partnerství mezi městy Uherské Hradiště a Skalica (SK)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Uherské Hradiště – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien