Unser Mann in Havanna (Film)

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Filmdaten
Deutscher Titel Unser Mann in Havanna
Originaltitel Our Man in Havana
Produktionsland Vereinigtes Königreich
Vereinigte Staaten
Österreich
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1960
Länge 111 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Carol Reed
Drehbuch Graham Greene
Produktion Carol Reed
Musik Frank Deniz
Kamera Oswald Morris
Schnitt Bert Bates
Besetzung

Unser Mann in Havanna ist die im Jahre 1960 erschienene Verfilmung des gleichnamigen Romans von Graham Greene, der auch das Drehbuch zum Film schrieb. Regie führte Carol Reed.

Handlung[Bearbeiten]

In Havanna lebt der Staubsaugerverkäufer James Wormold mit seiner 17-jährigen Tochter Milly, in die der kubanische Captain Segura verliebt ist. James wird eines Tages in einem Café von Hawthorne, einem britischen Geheimagenten, rekrutiert. Dieser will sich die Arbeit ersparen, selbst Agenten zu finden, und so gibt er diese Aufgabe an James weiter.

James Wormold erfindet mit seinem Freund Agenten, da er sie selbst für so ein Vorhaben nicht überreden kann, und zeichnet die Bauteile seiner Staubsauger ab, um sie als Grundrisse einer möglichen Superwaffe nach Großbritannien zu schicken. Da nun Kuba für den britischen Geheimdienst immer wichtiger wird, schickt man die Sekretärin Beatrice zu den Wormolds. James versucht, trotz dieser Erschwernisse die Fassade aufrecht zu halten. Durch einen Spitzel in England erfährt ein nicht-britischer Geheimdienst von den angeblichen „Agenten“ und lässt diese ermorden.

Wormold fühlt sich von den Geschehnissen überfordert und beichtet alles seiner Sekretärin, in die er sich zwischenzeitlich verliebt hat. Sie soll das Geständnis an die Briten schicken.

Ein Spitzel innerhalb dieses Geheimdienstes lässt Wormolds Vorgesetzten wissen, dass Wormold vergiftet werden soll. Mit Hilfe dieser Information entgeht Wormold dem Attentat und entlarvt den Mörder. Dieser erschießt am nächsten Tag Dr. Hasselbacher, Wormolds langjährigen Freund. Dieser hatte Wormold dazu inspiriert mit den Lügenmärchen anzufangen, war wahrscheinlich in dem fremden Geheimdienst involviert und dadurch derjenige, der den britischen Geheimdienst über den Giftanschlag in Kenntnis setzte.

Die Beichte schickt Wormold als letzte Botschaft nach London, erschießt aber den Mörder mit der Dienstwaffe Captain Seguras, den er zuvor mit Alkohol und seiner Tochter abgelenkt hat. Nach der Beerdigung Dr. Hasselbachers übergibt Segura Wormold die Ausweisungsbefehle für ihn und seine Tochter, weil er in Wormolds Nähe eine Gefahr für sich selbst sieht (Entweder ist Segura kein Agent und fürchtet um sein Leben, weil alle Personen, die Wormold kennt, umgebracht werden; oder er ist ein feindlicher Agent und fürchtet von Wormold zur Strecke gebracht zu werden.).

Beim Einstieg in den Flieger gibt Segura James noch zwei Patronenhülsen zurück.

Am Ende des Films, im englischen Ministerium, leugnet der Admiral allerdings, die Beichte Wormolds bekommen zu haben, da er sich dadurch bloßstellen müsste, sich von einem Staubsaugerverkäufer täuschen gelassen zu haben. Er behauptet, mit den (von ihm erfundenen) Ergebnissen, dass die Superwaffe ein Fehlschlag war und nun demontiert wurde, zufrieden zu sein. Damit verliert James’ Stelle in Kuba an Dringlichkeit und nun soll dieser für seine ausgezeichnete Arbeit für einen Orden empfohlen werden. Weiterhin soll James sein Wissen als Lehrer für Spionage in England weitergeben.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Der Film wurde für den Golden Globe Award nominiert.

„Carol Reed hat mit diesem Film und dem dritten Mann wieder mal die Buchvorlage sehr gut wiedergegeben.“

Graham Greene

Weblinks[Bearbeiten]