Vaçe Zela

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Vaçe Zela (links) am Festivali i Këngës 1972

Vaçe Zela (* 7. April 1939 in Lushnja; † 6. Februar 2014 in Basel)[1] war eine albanische Sängerin von Volksmusik bis Schlager sowie Interpretin von Filmmusiktiteln.[2] Als zehnfache Gewinnerin des albanischen Musikfestivals Festivali i Këngës gilt sie in Albanien als musikalische Legende. So gewann sie im Jahr 1962 die erste Austragung des Festivals mit dem Lied Fëmija e parë (Das erste Kind). Auch in den Jahren 1964, 1966, 1967, 1968, 1970, 1973, 1976, 1977 und 1980 verließ sie die Bühne jeweils als Siegerin, im Jahr 1968 im Duett mit Ramiz Kovaçi. 1981 hatte sie zum 20. Mal in Folge und zum letzten Mal am Festival teilgenommen.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Zela wurde an dem Tag geboren, als das faschistische Italien in Albanien einmarschierte. Die außergewöhnliche Stimme Vaçes wurde schon in frühen Jahren in der Schule in Lushnja erkannt und gefördert. Später wechselte sie an ein Kunstgymnasium in Tirana. Ihre Karriere begann sie in der Militärestrade, danach war sie bei der Staatsbühne und dem Ensemble des Volksgesangs und der Volkstänze angestellt.

Zela wurde mehrfach für ihr Werk ausgezeichnet, unter anderem im Jahr 1977 als „Künstlerin des Volkes“ (Artiste e Popullit).[2] Der albanische Präsident Bamir Topi verlieh ihr im Dezember 2002 den Orden „Ehre der Nation“.[3] In ihrer Heimat nennt man sie auch „Die goldene Stimme Albaniens“ (Zëri i Artë i Shqipërisë), „Heilige Ikone des albanischen Gesangs“ (Ikona e Shenjtë e Këngës Shqiptare),[4] „Stern der albanischen Musik“ (Ylli e Muzikës Shqiptare)[5] und „Königin des albanischen Gesangs“ (Mbretëresha e Këngës Shqiptare).[2] Das Kinotheater ihrer Heimatstadt ist nach ihr benannt.[6]

Vaçe Zela war verheiratet mit Pjetër Rodiqi. Die beiden bekamen eine Tochter, Irma. Seit 2002 lebte Vaçe, nachdem sie ernsthaft erkrankt war, mit ihrem Ehemann bei der Tochter in Basel in der Schweiz.[2][5][7][8] Dort ist sie auch am 6. Februar 2014 verstorben.[9] Am 7. Februar 2014 erreichte Zelas Leichnam die kosovarische Hauptstadt Priština – wie es der Wunsch der Sängerin war, um am nächsten Tag in Tirana beigesetzt zu werden. Bei der Trauerfeier anwesend waren der albanische Ministerpräsident Edi Rama, die Kulturministerin Mirela Kumbaro, die ehemaligen Staatsoberhäupter Bamir Topi und Alfred Moisiu, Vaçe Zelas Kollegen Luan Zhegu, Osman Mula, Bujar Kapexhiu, Sherif Meidani, Irma Libohova, Zana Shuteriqi, Nexhmije Pagarusha, Shpresa Gashi und andere Persönlichkeiten der albanischen Politik und Kultur.

Lieder[Bearbeiten]

  • Çelu si mimoza
  • Djaloshi Dhe Shiu
  • E Dua Vendin Tim
  • Esperanza
  • Ëndrra Ime
  • Flakë E Borë
  • Fëmija E Parë
  • Gjurmët E Arta
  • Gjyshes
  • Gonxhe Në Pemën E Lirisë
  • Kur Jam Pranë Teje
  • Këngë Për Shkurte Vatën
  • Këngët E Vendit Tim
  • Lemza
  • Mesnatë
  • Mësuesit Hero
  • Natën Vonë
  • Në Shtëpinë Tonë
  • Në Çdo Zemër Mbjell Gëzim
  • Nënë Moj Do Pres Gërshetin
  • Nuk E Fshehim Dashurinë
  • O Diell I Ri
  • Për Arbërinë
  • Rrisim Jetën Tonë
  • Serenatë Për Nusen
  • Shoqet Tona Ilegale
  • Shqiponja E Lirisë
  • Sot Jam 20 Vjeç
  • Të Lumtur Të Dua
  • Valsi I Lumturisë
  • Vashëzo

Weblink[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nachruf auf Vaçe Zela in: Independent Balkan News Agency
  2. a b c d Vaçe Zela Biografia. In: TeksteShqip.com. Abgerufen am 23. Dezember 2010 (albanisch).
  3. Urdhri „Nderi i Kombit“. In: Website des albanischen Präsidenten. Abgerufen am 23. Dezember 2010 (albanisch).
  4.  Vaçe Zela, mirënjohje në Zvicër. In: Metropol. 18. Juli 2009 (Artikel auf Infoarkiv).
  5. a b  ATSH: Zëri i Vace Zeles, pjese e lirisë se munguar. In: YllPress. 6. April 2010 (Artikel online).
  6. Bashkia Lushnja. Abgerufen am 25. Januar 2011 (albanisch).
  7.  Vaçe Zela, mirënjohje nga intelektualët shqiptarë në Zvicër. In: Bota Sot. (genaues Erscheinungsdatum unbekannt, Artikel online).
  8. Vaçe Zela! In: Zëri Yt! 25. Mai 2006, abgerufen am 24. Dezember 2010 (albanisch).
  9. Vdes Vaçe Zela. In: telegrafi.com. 6. Februar 2014, abgerufen am 6. Februar 2014 (albanisch).