Vektorfeld
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In der mehrdimensionalen Analysis und der Differentialgeometrie ist ein Vektorfeld eine Funktion, die jedem Punkt eines Raumes einen Vektor zuordnet. Vektorfelder sind von großer Bedeutung in der pysikalischen Feldtheorie. Zum Beispiel um die Geschwindigkeit und Richtung eines Teilchen einer bewegten Flüssigkeit anzugeben, oder um die Stärke und Richtung einer Kraft, wie der magnetischen- oder der Schwerkraft zu beschreiben.
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[Bearbeiten] Definition
[Bearbeiten] Vektorfelder im euklidschen Raum
Unter einem Vektorfeld v auf einer Menge
versteht man eine Abbildung, die jedem Punkt
einen Vektor
zuordnet,
. Ist v k-mal differenzierbar, so spricht man von einem Ck-Vektorfeld. Anschaulich wird also an jedem Punkt der Menge Ω ein „Pfeil angebracht“.
[Bearbeiten] Beispiele
- Gradientenfeld: Sei
eine differenzierbare Funktion auf einer offenen Menge
, so wird das Gradientenfeld
von f definiert durch die Zuordnung
. - Zentralfelder: Sei I ein Intervall welches die Null enthält und
eine Kugelschale. Zentralfelder auf der Kugelschale sind definiert durch
mit
.
- In
ist das Gravitationsfeld
ein solches Zentralfeld.
[Bearbeiten] Vektorfelder auf Mannigfaltigkeiten
Sei M eine differenzierbare Mannigfaltigkeit. Ein Vektorfeld ist ein (glatter) Schnitt im Tangentialbündel TM.
Ausführlicher heißt das, ein Vektorfeld ist eine Ck-Abbildung v, so dass
mit
gilt. Es wird also jedem
ein Vektor
zugeordnet. Die Abbildung π ist die natürliche Projektion
mit
.
[Bearbeiten] Anmerkungen
Diese Definition verallgemeinert die der Vektorfelder im euklidschen Raum. Es gilt nämlich
und
.
Im Gegensatz zu Vektorfeldern wird durch ein Skalarfeld jedem Punkt einer Mannigfaltigkeit ein Skalar zugeordnet.
[Bearbeiten] Anwendungen
Vektor- und Kraftfelder haben außer in Physik und Chemie auch große Bedeutung in zahlreichen Fachgebieten der Technik: Elektrotechnik, Geodäsie, Mechanik, Atomphysik, Angewandte Geophysik.
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Literatur
Königsberger: Analysis 2, Springer-Verlag, Berlin, 5. Auflage, 2004
John Lee: Introduction to smooth manifolds, Springer-Verlag, 2. Auflage

