Vielschreiber

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Vielschreiber oder Polyscribent ist eine abwertende Bezeichnung für Akademiker oder Schriftsteller, die zwar viele, aber kaum relevante wissenschaftliche Publikationen oder schöne Literatur veröffentlichen.

Wer Privatdozent oder Professor werden möchte, muss auf wissenschaftlichen Kongressen vortragen und in Fachzeitschriften publizieren. Das kann junge wie etablierte Akademiker dazu verführen, mehr zu schreiben, als sie eigentlich zu sagen haben. Im englischen Sprachraum wird die Problematik mit dem Schlagwort Publish or perish („veröffentliche oder gehe unter“) umschrieben.

„Vielschreiber“ gibt es auch in der Belletristik und Trivialliteratur. Weniger abschätzig werden sie auch als Erfolgsautoren, in der englischen Sprache als prolific writers bezeichnet. So gibt es Listen mit den produktivsten Autoren der Literaturgeschichte. Berühmte Beispiele sind Heinrich Clauren, Felix Dahn, Karl May und Alexandre Dumas der Ältere.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Alan Graham Apley: Watson-Jones-Lecture: Surgeons and Writers. The Journal of Bone & Joint Surgery [Br] 67-B (1985), S. 140–144 (übersetzt von Rüdiger Döhler in: Mitteilungsblatt der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Traumatologie 4/1986, S. 46–56)
  • Gerald Denk Giebel: Anleitung zum erfolgreichen und sinnfreien Publizieren. Chirurgische Allgemeine, 11. Jahrgang, 4. Heft (2010), S. 248–250.
  • Paul Heintzen: „Profil müßte man haben ...“ – ein Beitrag zur Karnevalszeit. Zeitschrift für Kardiologie 91 (2002), S. 276–282, Digitalisat

Weblinks[Bearbeiten]