Waldemar Mühlbächer

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Mühlbächer 1956

Waldemar Mühlbächer (* 25. September 1937 in Mediaș, Rumänien) ist ein ehemaliger Fußballspieler und 17-facher Fußballnationalspieler der DDR.

Mühlbächer kam während des Zweiten Weltkrieges im Rahmen des nationalsozialistischen Heim-ins-Reich-Programms mit seiner deutschstämmigen Familie aus dem rumänischen Siebenbürgen nach Deutschland. Sein Vater Wilhelm Mühlbächer hatte in Rumänien beim Klub Urania Sighișoara gespielt, in Deutschland spielte er in Leipzig-Schönefeld und Grimma. Zwischen 1947 und 1955 war er Spieler bei Einheit/Fortschritt Meerane und trat dort 38 mal in der DDR-Oberliga an.

Sein Sohn Waldemar Mühlbächer begann mit dem Fußballspielen bei Fortschritt Meerane als Jugendlicher. Er war 18, als Meerane 1955 aus der Oberliga abstieg. Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits sechs Spiele in der DDR-Juniorenauswahl absolviert, deshalb war er bestrebt, künftig in der höchsten DDR-Fußballklasse zu spielen. So schloss er sich 1956 dem SC Dynamo Berlin an, der in der zurückliegenden Saison Platz 7 in der DDR-Oberliga erreicht hatte. Mit Werner Heine und Martin Skaba gehört Mühlbächer damit zu den später Dynamo prägenden Spielern, die nicht mehr zu der aus Dresden umgesiedelten Spielergeneration gehörten. Am 13. Juni 1956 kam er beim 3:0-Auswärtssieg beim SC Empor Rostock zu seinem ersten Oberligaeinsatz. Sein erstes Berliner Jahr endete allerdings mit einer Enttäuschung, denn die Dynamo-Mannschaft musste am Ende der Saison 1956 aus der Oberliga absteigen. Nach dem direkten Wiederaufstieg wurde Mühlbächer am 1. Mai 1958 zu seinem ersten A-Länderspiel berufen. Im Spiel gegen Albanien (1:1) wurde er im Mittelfeld als linker Läufer eingesetzt. Bis 1965 folgten 16 weitere Spiele mit der Nationalmannschaft .

Zu Titelehren kam Mühlbächer nur einmal, als er am 13. Dezember 1959 mit Dynamo Berlin DDR-Pokalsieger wurde (3:2 gegen den SC Wismut Karl-Marx-Stadt). Am 10. Juni 1962 stand er mit seiner Mannschaft noch einmal im Pokalfinale, das die Berliner jedoch mit 1:3 gegen den SC Chemie Halle verloren.

Am Ende der Saison 1967/68 beendete Mühlbächer seine Fußballkarriere. Nach 13 Jahren bei Dynamo Berlin hatte er 218 Oberligaspiele bestritten und dabei als Mittelfeldspieler immerhin 31 Tore erzielt. Neben seinen 17 A-Länderspielen und sechs Juniorenauswahlspielen wurde er noch viermal in der Nachwuchsmannschaft und viermal in der B-Nationalmannschaft international eingesetzt.

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