Walter Savage Landor

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Walter Savage Landor

Walter Savage Landor (* 30. Januar 1775 in Ipsley Court, Warwickshire; † 17. September 1864 in Florenz) war ein englischer Schriftsteller.

Landor war der Sohn eines wohlhabenden Arztes. Von seiner Schule in Rugby wurde er wegen Respektlosigkeit suspendiert und vom Trinity College in Oxford 1794 auf Grund seines unbeherrschten und extravaganten Verhaltens verwiesen. Sein literarisches Schaffen begann bereits während seines Studiums in Oxford und umfasste klassische Epigramme ebenso wie Gedichte und Dramen. Berühmt wurde er aber insbesondere auch für seine geschliffene Prosa; Friedrich Nietzsche rühmt Landor als einen von nur vier „Meister[n] der Prosa“[1] im 19. Jahrhundert. In seinem gesamten Werk vertrat Landor einen politisch sehr liberalen Standpunkt.

Ab 1814 verbrachte er einen großen Teil seines Lebens auf dem Kontinent. Hier entstanden auch seine bedeutendsten Werke. In den Jahren 1824 bis 1829 entstanden seine Imaginary conversations (Erdichtete Gespräche, dt. 1919), welche als sein Hauptwerk anzusehen sind. Neben seinem lyrischen Werk entstanden auch historische Versdramen.

Im Alter von 89 Jahren starb Walter Savage Landor am 17. September 1864 in Florenz. Sein Enkel Arnold Henry Savage Landor war als Forschungsreisender und Reiseschriftsteller erfolgreich.

Werke[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Die drei anderen sind Giacomo Leopardi, Prosper Mérimée und Ralph Waldo Emerson. Friedrich Nietzsche: Die fröhliche Wissenschaft, 2. Buch Abschnitt 92, zitiert nach: ders., Kritische Studienausgabe, hg. von Giorgio Colli und Mazzino Montinari, dtv: München, Neuausgabe 1999, Bd. 3, S. 448.