Werner Aisslinger

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Loftcube von W. Aisslinger anlässlich des Designmai, Berlin 2003

Werner Aisslinger (* 3. November 1964 in Nördlingen) ist ein deutscher Designer mit dem Schwerpunkt auf Produktdesign, Designkonzepte und Markendesign.

Er studierte von 1987 bis 1991 an der Hochschule der Künste in Berlin und arbeitete von 1989 bis 1992 für Jasper Morrison, Ron Arad und das Studio de Lucchi in Mailand. 1993 gründete er sein Studio Aisslinger in Berlin. An der Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe war er von 1998 bis 2005 Professor für Design.[1] Seit 2006 ist er ständiges Mitglied des Kuratoriums der Raymond Loewy Foundation und sitzt in der Jury des Lucky Strike Designer Awards.[2]

Aisslingers Interesse gilt neuen Materialien und Technologien. Daraus erwachsen nach seiner Ansicht heute Innovationen – anders als in der jüngeren Vergangenheit, in der allein die Form im Vordergrund stand.[3]

Arbeiten von Werner Aisslinger wurden in die Sammlung mehrerer Museen, wie dem Museum of Modern Art, dem Fonds national d'art contemporain und der Neuen Sammlung, aufgenommen. Er erhielt verschiedene Designauszeichnungen, wie den red dot design award, bei dem er auch in der Jury saß, oder den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland.[2]

Eine seiner Arbeiten ist der 2003 entworfene Loft Cube, ein mobiler Wohnwürfel. Die Idee hinter der 39 m² großen Behausung ist, temporärer an einem Ort zu wohnen und den Cube bei Bedarf mit einem Helikopter oder Kran zu einem neuen Wohnort weitertransportieren zu können.[4] Die Präsentation fand im Rahmen des Berliner Designmai 2003 auf dem Dach eines ehemaligen Kühlhauses, dem heutigen Sitz von Universal Music Deutschland, an der Spree statt.[5] Heute befindet sich der Loft Cube im Skulpturenpark des Hauses am Waldsee in Berlin. Audi verwendete den Loft Cube in der Werbung für den A3 Sportsback.[6] Während der baden-württembergischen Landesgartenschau 2012 dient der Loft Cube dem Nagolder Unternehmen Häfele zur Präsentation von Möbeln, die sich durch besondere Funktionen auszeichnen. Der Wohnwürfel wurde dafür auf einen Ponton im Fluss Nagold gesetzt.[7] Im Frühjahr 2013 verwandelte Werner Aisslinger das Haus am Waldsee in ein Home of the Future, und stellte damit anhand zahlreicher Möbel- und Objektbeispiele sein zentrales Thema des Materialtransfers vor, zugleich Aisslingers erste institutionelle Übersichtsausstellung in Deutschland.[8]

Der Schweizer Möbelhersteller Vitra fertigt seit 2004 die von Werner Aisslinger entworfene Büroeinrichtungslinie „Level 34“. Auf der Basis einer 34 cm hohen Bank werden verschiedene Module darin kombiniert.

Aisslinger erhielt am 12. Januar 2014 die Auszeichnung A&W-Designer des Jahres der Einrichtungszeitschrift A&W Architektur & Wohnen.[9]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lebenslauf von Werner Aisslinger bei der Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe
  2. a b Darstellung Werner Aisslinger unten auf "Designer"-Seite bei conmoto.com
  3. Website des Designers
  4. Loftcube – Mobile Wohnarchitektur in Berlin Baunetz Wissen
  5. Werner Aisslingers smartes Wohnmobil Berker.com
  6. Abbildung (bei Media) Loftcube.net
  7. Nagold erlebt eine echte Weltpremiere. Schwarzwälder Bote, 5. April 2012
  8. haus am waldsee. Internationale Gegenwartskunst in Berlin: Werner Aisslinger – Home of the Future, abgerufen am 22. April 2013
  9. A & W Architektur & Wohnen Auszeichnung Preisverleihung: A&W-Designer des Jahres 2014, abgerufen am 16. Januar 2014