Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe

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Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe
Logo
Gründung 15. April 1992
Ort Karlsruhe
Bundesland Baden-Württemberg
Staat Deutschland
Rektor Peter Sloterdijk
Studenten 446 WS 2012/13[1]
Website www.hfg-karlsruhe.de
Eingang der HfG

Die Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe (HfG) ist eine 1992 gegründete staatliche Kunsthochschule in Karlsruhe. Die Schwerpunkte sind Medienkunst, Design, Szenografie, Kunstwissenschaft und Medienphilosophie[2] mit Augenmerk auf Interdisziplinarität zwischen den Fachbereichen. Die Hochschule hat etwa 400 Studierende, Rektor ist seit 2001 Peter Sloterdijk.

Exhibition and lecture by Thierry Geoffroy/Colonel on Biennalist 2011

Geschichte[Bearbeiten]

Die Hochschule für Gestaltung Karlsruhe wurde am 15. April 1992 als Reformhochschule eröffnet. Sie wurde gemeinsam mit dem Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) in Karlsruhe während der Jahre 1989 bis 1992 von Heinrich Klotz gegründet.

Als erste deutsche Kunsthochschule lag der Schwerpunkt bei medialen Kunstformen. Klassische Formen wie Malerei waren nur mit einer Professur bis 2004 vertreten. Durch die Verknüpfung von künstlerischen, angewandten und theoretischen Studiengängen sollte interdisziplinäres Arbeiten gefördert werden. Mit der Zusammenführung von Medienkunst, Kunsttheorie und Design wollte Klotz ein "elektronisches Bauhaus"[3] begründen.

Studium[Bearbeiten]

An diesem Grundgerüst wird mit den Studiengängen Kommunikationsdesign, Produktdesign, Medienkunst, Ausstellungsdesign und Szenografie sowie Kunstwissenschaft und Medienphilosophie auch heute noch festgehalten. Allen Studiengängen gemeinsam ist die von Beginn an praktizierte, fachbereichspraktizierte Projektarbeit, ebenso stete Kooperationen mit dem benachbarten ZKM[4]. Für die praxisorientierte Ausbildung der HFG wuren außerdem gebäudeinterne Werkstätten und Studios[5] eingerichtet.

Abschluss[Bearbeiten]

An der HfG Karlsruhe werden keine Bachelor-/Master-Studiengänge angeboten, da ab dem ersten Semester das Projektstudium mit Inhalten, die nicht modularisiert werden können, praktiziert wird. Sie vergibt noch den internationel anerkannten Diplom- bzw. Magisterabschluss. Aufbauend auf den Magisterabschluss ist zudem die Promotion (Dr. phil.) in den Fachrichtungen Kunstwissenschaft und Philosophie möglich. Die internationale Bologna-Kompatibilität der HfG-Abschlüsse ist gewährleistet. Im Jahr 2008 bescheinigte der Wissenschaftsrat in seinem Evaluationsgutachten der HfG ein „ausgezeichnetes Ausbildungskonzept“.

HfG Forschungskolleg[Bearbeiten]

Am 2006 gegründeten HfG-Forschungkolleg (früher: Forschungsinstitut)[6] wird unter anderem im 3D-Labor „Expanded 3 Digital Cinema Laboratory“ an der Zukunft des 3D-Fernsehens und -Kinos geforscht. Zudem wird am 2010 gegründeten Gamelab an der Erweiterung des Spielbegriffs geforscht.

„Der professionalisierte Bürger“[Bearbeiten]

Unter dem Titel „Der professionalisierte Bürger“ bot die HfG zwei Jahre lang kostenlose Ausbildungsangebote für Diplom-Rezipienten, Diplom-Patienten, Diplom-Konsumenten, Diplom-Bürger und Diplom-Gläubige für Bürger aller Altersgruppen an. Das Studium Generale wurde von Bazon Brock initiiert.[7] Im Zentrum der Studiengänge stand die Förderung von Allgemeinbildung im Sinne der Wiederaneignung von bürgerlichen Kompetenzen.[8]. Bazo Brock erhielt zur Eröffnung des Sommersemesters 2012 die Ehrendoktorwürde. Referenten waren unter anderem Peter Sloterdijk, Wolfgang Ullrich (Kunsthistoriker), Jochen Hörisch und Manfred Schlapp. Das Angebot wurde über Drittmittel finanziert und lief zum Sommersemester 2012 aus. Seit Dezember 2011 findet "Der professionalisierte Bürger" in der Denkerei in Berlin Kreuzberg eine Ergänzung[9].

Fachbereiche [10][Bearbeiten]

  • Medienkunst
    • Neue Medien
    • Digitale Medien/InfoArt
    • Fotografie
    • Sound
    • Film
    • 3D
  • Produktdesign
  • Kommunikationsdesign (früher Grafikdesign)
  • Ausstellungsdesign und Szenografie
    • Szenografie
    • Ausstellungsdesign
    • Kuratorische Studien und dramaturgische Praxis

Außerdem wird folgender Magisterstudiengang angeboten:

  • Kunstwissenschaft und Medienphilosophie
    • Kunstwissenschaft
    • Kunst- und Medienphilosophie (seit dem Wintersemester 2012/13)[11]

Professoren[Bearbeiten]

Ehemalige Professoren[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt: Studierendenzahlen Studierende und Studienanfänger/-innen nach Hochschularten, Ländern und Hochschulen, WS 2012/13, S. 66-113 (abgerufen am 3. November 2013)
  2. http://www.hfg-karlsruhe.de/fachbereiche/kunstwissenschaft-und-medienphilosophie
  3. http://www.hfg-karlsruhe.de/fachbereiche/medienkunst&sa=U&ei=O7R..
  4. http://www.hfg-karlsruhe.de/hochschule/kooperationen
  5. http://www.hfg-karlsruhe.de/fachbereiche/medienkunst
  6. http://www.hfg-karlsruhe.de/Features/HfG-Editionen/Schriftenreihe_des_HfG_Forschungskollegs
  7. Interview mit Bazon Brock
  8. offizielle Website "Der professionalisierte Bürger"
  9. http://www.denkerei-berlin.de/
  10. http://www.hfg-karlsruhe.de/fachbereiche
  11. Philosophie der HFG bald als Hauptfach studierbar
  12. http://www.hfg-karlsruhe.de/lehrende

Weblinks[Bearbeiten]

49.0016666666678.3838888888889Koordinaten: 49° 0′ 6″ N, 8° 23′ 2″ O