Zaborowo (Kalinowo)

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Zaborowo [zabɔˈrɔvɔ] (deutsch: Saborowen, 1938–1945 Reichenwalde (Ostpreußen)) ist ein zur Gemeinde Kalinowo zählendes Dorf im nordöstlichen Masuren in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren, Landkreis Ełk.

Das Dorf befindet sich fünf Kilometer Luftlinie westlich der Ortschaft Kalinowo (deutsch Kallinowen).

Geschichte[Bearbeiten]

Saborowen entstand gegen Ende des 15. Jahrhunderts.

Im Mai 1874 wurde im Zuge einer preußischen Gemeindereform ein Amtsbezirk Gollupken (ab 1938: Lübeckfelde) neu gebildet, der die Gemeinden Gollubien A, Gollubien B, Gollupken, Groß Skomentnen, Klein Skomentnen, Mikolayken, Saborowen, Szczudlen und Wyssocken umfasste.

Am 1. Dezember 1910 waren in Saborowen 118 Einwohner registriert.

1933 verzeichnete Saborowen 123 Einwohner.

Saborowen wurde am 16. Juli 1938 im Zuge der massiven Eindeutschung masurischer Ortsnamen baltischer oder slawischer Herkunft in Reichenwalde umbenannt.

1939 hatte Reichenwalde (Saborowen) nur noch 107 Einwohner.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 fiel das zum Deutschen Reich (Ostpreußen) gehörende Reichenwalde an Polen. Die ansässige deutsche Bevölkerung wurde, soweit sie nicht geflüchtet war, nach 1945 größtenteils vertrieben und durch Neubürger aus anderen Teilen Polens ersetzt. Der Ort wurde in Zaborowo umbenannt.

Von 1975 bis 1998 gehörte Zaborowo zur damaligen Woiwodschaft Suwałki, kam dann 1999 zur neu gebildeten Woiwodschaft Ermland-Masuren.

Berühmte Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Siegfried Wischnewski (* 1922 Saborowen; † 24. Januar 1989 in Königswinter) – Filmschauspieler

53.88119722222222.594380555556Koordinaten: 53° 53′ N, 22° 36′ O