Zettelkasten
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Der Zettelkasten ist ein Hilfsmittel bei der Erstellung einer literarischen oder wissenschaftlichen Arbeit. Wichtig erscheinende Sachverhalte, die man z. B. in einem Buch gefunden hat, werden mit Quellenangabe auf Zetteln notiert und in Kästen aufbewahrt und geordnet.
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[Bearbeiten] Funktion
Durch die Nutzung eines Zettelkastens bzw. dessen elektronischen Pendants gehen gelesene Informationen nicht verloren. Der Zettelkasten dient als Gedächtnisstütze. Zettelkästen werden beispielsweise in der qualitativen Textanalyse (Grounded Theory, Inhaltsanalyse) verwendet.
Wesentlicher Vorteil eines Zettelkastens gegenüber einem linearen Text, etwa in Form eines Notizbuches ohne Verweise, ist die Vernetzung des Inhalts, die durch Verschlagwortung und Querverweise entsteht.
Mit Hilfe elektronischer Medien lassen sich durch die Verlinkung mit Hyperlinks virtuelle Zettelkästen erstellen, zum Beispiel in Form eines Wikis.
[Bearbeiten] Bekannte Zettelkästen
Bekannt geworden sind die Zettelkästen von Arno Schmidt, Niklas Luhmann und Martin Gardner, jeweils aufgrund ihres großen Umfangs und ihrer Bedeutung für Arbeit und Werk ihrer Besitzer. Die Gesellschaft der Arno-Schmidt-Leser (GASL) gibt ein Jahrbuch Zettelkasten mit Werkanalysen zu diesem Dichter heraus.
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Literatur
- Jean Paul (1769): Leben des Quintus Fixlein, aus funfzehn Zettelkästen gezogen
- Arno Schmidt (1970): Zettels Traum (Roman in 8 Büchern)
- Niklas Luhmann (1981): Kommunikation mit Zettelkästen (Erfahrungsbericht). In Horst Baier u.a. (Hrsg.), Öffentliche Meinung und sozialer Wandel, S. 222-228
- Markus Krajewski: Zettelwirtschaft. Die Geburt der Kartei aus dem Geiste der Bibliothek. Kulturverlag Kadmos, 2002 ISBN 3931659291
[Bearbeiten] Weblinks
- Lesetechnik Zettelkasten (von Robert Dennhardt)
- Artikel Künstliche Intelligenz aus Holz aus Magazin sciencegarden vom Juli 2001

