Zwönitz (Fluss)

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Zwönitz
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Zwönitz nördlich von Thalheim

Zwönitz nördlich von Thalheim

Daten
Gewässerkennzahl DE: 54181
Lage Sachsen, Deutschland
Flusssystem Elbe
Abfluss über Chemnitz → Zwickauer Mulde → Mulde → Elbe → Nordsee
Quellgebiet am Schatzenstein
50° 36′ 9″ N, 12° 51′ 30″ O50.602512.858333333333645
Quellhöhe ca. 645 m ü. NHNVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung Bildet ab Chemnitz-Altchemnitz zusammen mit der Würschnitz den Fluss Chemnitz.50.78972222222212.923888888889313.1Koordinaten: 50° 47′ 23″ N, 12° 55′ 26″ O
50° 47′ 23″ N, 12° 55′ 26″ O50.78972222222212.923888888889313.1
Mündungshöhe 313,1 m ü. NHNVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied ca. 331,9 m
Länge 39,2 km[1]
Einzugsgebiet 144 km²[1]
Abfluss am Pegel Altchemnitz 1[2]
AEo: 144,3 km²
Lage: 300 m oberhalb der Mündung
NNQ (04.11.1994)
MNQ 1985/2005
MQ 1985/2005
Mq 1985/2005
MHQ 1985/2005
HHQ (13.08.2002)
70 l/s
380 l/s
2,17 m³/s
15 l/s km²
26,8 m³/s
110 m³/s
Linke Nebenflüsse Berbisdorfer Bach, Wurzelbach, Brünloser Bach, Niederer Halsbach, Oberer Halsbach, Kühnhaider Bach
Rechte Nebenflüsse Grenzbach, Rachel, Stadtguttalbach mit Talsperre Einsiedel, Kemtauer Bach, Wetzlochbach, Gornsdorfer Bach
Durchflossene Seen -
Durchflossene Stauseen -
Großstädte Chemnitz
Mittelstädte -
Kleinstädte Zwönitz, Thalheim
Gemeinden Burkhardtsdorf
Einwohner im Einzugsgebiet ca. 40.000

Die Zwönitz (aus dem Sorbischen Zvonica - die Klingende) oder Zwönitzbach ist der 39 km lange, östliche Quellfluss der Chemnitz in Sachsen, Deutschland.

Verlauf[Bearbeiten]

Der Fluss entspringt im Erzgebirge, am Südwestrand der Geyerschen Platte zwischen dem Schatzenstein und den Oberen Kutten. Ihre Hauptquellen befinden sich 640 bis 660 m. ü. NN. zwischen den Städten Zwönitz und Elterlein. Am Nordhang des Schwarzen Steines und am Westrand des Geyerschen Waldes reichen kleinere Quellarme noch höher, maximal bis 730 m hinauf. Die 39,2 km lange Zwönitz verläuft in nördliche Richtung durch die Städte Zwönitz und Thalheim, bis sie im Chemnitzer Stadtteil Altchemnitz mit der Würschnitz zusammenfließt und von dort an den Fluss Chemnitz bildet.

Ihr Einzugsgebiet beträgt 144 km², ihr Gefälle rund 350 m. Die Zwönitz besitzt als ein Wasserlauf der mittleren und unteren Gebirgslagen ein einfaches Wasserregime. Ihre mittlere Abflussspende liegt, bedingt durch den Einfluss der niederschlagsreichen Geyerschen Platte, relativ hoch. Für den Ort Zwönitz werden 0,41 m³/s, nach der Einmündung des Gornsdorfer Baches 1,12 m³/s[1] und nahe der Zwönitzmündung 2,14 m³/s[3] (Pegel Altchemnitz 1) angegeben.

Das bis Kemtau rechtwinklig zur Gebirgsabdachung verlaufende obere Zwönitztal lässt eine alte Anlage vermuten, die auf die Zeit vor der Heraushebung der Erzgebirgsscholle zurückgeht. Die Tallinie ist zugleich die Fortsetzung der Fließrichtung der Zwickauer Mulde oberhalb des Talknicks bei Aue.

Sonstiges[Bearbeiten]

Von der Einmündung des Gornsdorfer Bachs bis zum Zusammenfluss mit der Würschnitz ist der Fluss ein Gewässer erster Ordnung nach dem Sächsischen Wassergesetz.

Die Zwönitz ist der längere und um rund 15 Prozent wasserreichere Quellfluss der Chemnitz. Sie wurde bis ins 16. Jahrhundert in ihrem ganzen Lauf als Chemnitz bezeichnet.

Literatur[Bearbeiten]

  • Zwischen Mülsengrund, Stollberg und Zwönitztal (= Werte unserer Heimat. Band 35). 1. Auflage. Akademie Verlag, Berlin 1981.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Zwischen Zwickauer Mulde und Geyerschem Wald (= Werte unserer Heimat. Band 31). 1. Auflage. Akademie Verlag, Berlin 1978, S. 52.
  2. Hydrologisches Handbuch. Teil 3 – Gewässerkundliche Hauptwerte. Freistaat Sachsen – Landesamt für Umwelt und Geologie, S. 54, abgerufen am 30. Dezember 2012 (PDF, 637 kB).
  3. Hochwasserschutz 2002 im Muldegebiet Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie; 2009 (pdf)

Weblinks[Bearbeiten]