Åtvidabergs FF

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Åtvidabergs FF
Abzeichen von Åtvidabergs FF
Basisdaten
Name Åtvidabergs Fotbollförening
Sitz Åtvidaberg
Gründung 1. Juli 1907
Präsident Sven-Owe Samuelsson
Website www.atvidabergsff.se
Erste Mannschaft
Trainer Andreas Thomsson
Stadion Kopparvallen
Plätze 7200
Liga Superettan
2015 16. Platz, Allsvenskan
Abstieg
Heim
Auswärts

Åtvidabergs FF (Åtvidabergs Fotbollförening), kurz ÅFF oder „Åtvid“, ist ein Fußballverein in Åtvidaberg in Schweden. Er ist zweimaliger Pokalsieger und schwedischer Meister. Das Vereinsabzeichen erinnert an das chemische Symbol für Kupfer in der Alchemie. Das Metall wurde dereinst in der Region abgebaut und kommt dort heutzutage praktisch nurmehr in Kabeln und elektrischen Geräten vor.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gründung und erste Jahrzehnte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elof Ericsson (1937)

Der Vorläufer des Vereins, Åtvidabergs IF (IF = Idrottsförening = "Sportverein"), wurde am 1. Juli 1907 gegründet. In dem Verein wurde von Beginn an Fußball gespielt.

1923 übernahm der Verein den Sportplatz der Firma AB Åtvidaberg Industrier (ab 1965 Facit AB genannt; AB = aktiebolag = "Aktiengesellschaft") der 1936 den heutigen noch gültigen Namen Kopparvallen annehmen sollte. Am Ende diese Jahrzehntes stellten sich erste größere Erfolge ein. Der Verein stieg innerhalb von vier Jahren dreimal als Meister auf:

  • Saison 1928/29 − Meisterschaft in der Division V
  • Saison 1929/30 − Meisterschaft in der Division IV
  • Saison 1931/32 − Meisterschaft in der Division III

Im Verlauf der 1930er Jahre nahm der Leiter und spätere Eigentümer des auf Büromöbel spezialisierten Holzverarbeitungsbetriebes Åtvidaberg Industrier, Elof Ericsson, zusehends Einfluss auf die Geschicke der Vereins. Ericsson war von 1930 bis 1932 und von 1935 bis 1936 Präsident des Åtvidabergs FF, respektive dessen Vorgängervereins Åtvidabergs IF, war aber auch außerhalb jener Zeiten ein stets präsenter, wesentlicher Benefaktor des Vereins. Zwischen 1937 und 1949 stand er zudem dem Schwedischen Fußballverband vor.

In der Saison 1932/33 spielte der Verein erstmals in der Division 2 wo er sich bis 1935 hielt. 1935 wurde der Verein in einzelne Abteilungen aufgespalten, woraus der Åtvidabergs FF hervorging. Nach einem zweiten Platz in der Division III im Jahr 1940 gelang der Wiederaufstieg, da der Meister, der Fußballverein von Waggeryd aus wirtschaftlichen Gründen auf den Aufstieg verzichtet hatte.

Gastspiele in der Allsvenskan (1945−52)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fünf Jahre später, in der Saison 1944/45, unter dem ungarischen Trainer Kálmán Konrád, gewann der Verein auch die Division II, scheiterte aber im Qualifikationsspiel für die Allsvenskan gegen Djurgårdens IF mit 0:3. Die nächste Chance ergab sich nach der Saison 1950/51, als der ÅFF wieder die Division II Nordöstra (Nordostschweden) gewann. Dieses Mal benötigte man kein Qualifikationsspiel und spielte die folgende Saison in der höchsten schwedischen Liga. In der Saison gelang mit einem 2:1 gegen Jönköpings Södra IF lediglich ein Sieg.

Abstieg und Rückkehr (1953−67)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deswegen stieg der ÅFF in die Division II ab und spielte dort einige Jahre, bis er 1959 in die Division III abstieg und im Folgejahr direkt wieder aufstieg. 1967 gewann die Mannschaft die Division II Norra Götland. In der Qualifikation besiegte man IK Brage und Sandvikens IF mit jeweils 2:0 und stieg in die Allsvenskan auf.

1961 wurde Lars Hallgren Vereinspräsident. Er verblieb bis 1972 im Amt und verkörperte den "Åtvidabergsandan", den "Geist von Åtvidaberg" in dieser außerordentlich erfolgreichen Phase des Vereins.

Glanzzeit des Vereins (1968−74)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 1968 spielte der Verein wieder in der Allsvenskan, in der die kommenden Jahre die größten Erfolge der Vereinsgeschichte bringen sollten. Zu dieser Zeit genoss der Verein große finanzielle Unterstützung des seit den 1950ern weltweit bekannten, aus der Åtvidaberg Industrier hervorgegangenen, Rechenmaschinenherstellers Facit AB. Dieser stand seit 1957 unter der Leitung von Elof Ericssons Sohn Gunnar, der von 1950 bis 1951 Vereinspräsident und zudem 1970 bis 1975 Fußballverbandspräsident war. In der ersten Saison erreichte AFF den siebten Platz; der Spieler Ove Eklund wurde mit 17 Toren Torschützenkönig. Der Verein stieg langsam in die Spitzengruppe der Liga auf: Nach einem vierten Platz 1969 belegte man in den Jahren 1970 und 1971 jeweils den zweiten Platz. In diesen beiden Jahren gewann man auch den schwedischen Pokal. Hierdurch war auch die Teilnahme am Europapokal der Pokalsieger möglich. 1971 gelang eine kleine Sensation, als man das starke Team des FC Chelsea besiegte.

1972 wurde man erstmals schwedischer Meister und hatte mit den beiden Stürmern Ralf Edström und Roland Sandberg die beiden Torschützenkönige in der Mannschaft, die jeweils 16 Tore erzielt hatten. Trotz des Weggangs der beiden Spieler zum PSV Eindhoven bzw. zum 1. FC Kaiserslautern verteidigte der Verein den Titel im Jahr 1973. Es gelangen zum Auftakt neun Siege in Folge und trotz eines schwachen Herbstes konnte kein anderer Verein aufschließen. Im Herbst des Jahres traf man im Europapokal der Landesmeister auf den späteren Titelträger FC Bayern München, dem man sich erst im Elfmeterschießen geschlagen geben musste. Die Bayern warben zudem den Spieler Conny Torstensson ab, der im Landesmeisterpokalspiel zwei Tore gegen sie erzielt hatte.

In der Folge wurden weitere Leistungsträger der Mannschaft von Spitzenklubs abgeworben, und es wurde zunehmend schwer für den ÅFF, das hohe Niveau zu halten. Dennoch gelang im Pokal der Landesmeister 1974/75 mit dem Einzug ins Viertelfinale der bislang größte Erfolg. Die beiden Spiele gegen den FC Barcelona wurden allerdings mit insgesamt 0:5 verloren. Beide Begegnungen wurden in Barcelona ausgetragen, weil der spanische Verein hierfür bezahlt hatte.

Langsamer Abstieg (1975−91)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen Facit, das auf dem Höhepunkt 1970 noch weltweit 14.000 Mitarbeiter beschäftigte, ging essentiell Ende 1972 unter da deren Rechenmaschinen durch elektronische Rechner kurzfristig obsolet gemacht wurden. Durch ausbleibende finanzielle Unterstützung konnte schließlich auch der ÅFF nicht mehr an frühere Erfolge anknüpfen. 1975 wurde er Siebter in der Allsvenskan. Im Jahr darauf musste der Verein die höchste Liga verlassen und spielte wieder in der Division II. In der Saison 1977 wurde man dort Meister stieg wieder auf. Es folgten einige Jahre mit mäßigem Erfolg. Bis 1982, als man den letzten Platz belegte, konnte man sich in der Allsvenskan halten. Trotz der Chance, in den Relegationsspielen gegen Mjällby AIF die Klasse zu halten, unterlag man in den Spielen mit 0:1 und 1:1. Man konnte sich in der Division II behaupten und bekam 1984 nochmals die Chance, wieder in die erste Liga aufzusteigen. Allerdings verlor man die Qualifikation gegen Trelleborgs FF mit insgesamt 2:3. Danach begann der Niedergang des Vereins. Man spielte noch einige Jahre in dieser zuletzt als Division I bezeichneten Spielklasse, bis man 1989 auch aus dieser abstieg; zwei Jahre später musste man in die Division III.

Rückkehr in den Profifußball (1992−2004)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allerdings ging auch der Aufstieg wieder recht schnell. 1993 konnte man nach Siegen gegen Gullringens GoIF (4:2) und IK Tord (3:1) wieder in die Division II aufsteigen. Zwei Jahre später erreichte man wieder die Division I. Eine Rückkehr in die Allsvenskan blieb dem Verein lange Zeit verwehrt. 1998 standen die Aussichten gut, aber wegen eines schwachen Abschlusses erreichte man nur einen vierten Platz. Im Jahr 2000 wurden in Schweden die beiden Division I-Ligen zur Superettan vereinigt. Der ÅFF wurde hierdurch zum Abstieg gezwungen, stieg aber 2001 nach einem guten Saisonabschluss in die neue Liga auf. 2003 erreichte der Verein dort den vierten Platz.

Sportliche Erfolge und Aufstieg in die Allsvenskan (seit 2005)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2005 erreichte der ÅFF das Finale des schwedischen Pokals und verlor dort gegen den Meister Djurgårdens IF. Der ÅFF bekam dennoch einen Platz in der Qualifikation des UEFA-Pokals in der Saison 2006/07, weil der Pokalsieger schon einen Platz in der Qualifikation zur UEFA Champions League hatte. In der ersten Qualifikationsrunde gelangen zwei Siege gegen Etzella Ettelbrück (4:0 und 3:0 in Ettelbrück). Durch zwei Unentschieden gegen den norwegischen Verein SK Brann (3:3 in Bergen und 1:1) zog ÅFF aufgrund der Auswärtstorregel in den UEFA-Pokal ein. In der Saison 2009 erreichte AFF mit 57 Punkten und dem zweiten Platz in der Superettan die Rückkehr in die Allsvenskan. Im Folgejahr wurde die Klasse allerdings nicht gehalten und der Verein stieg wieder in die Superettan ab. 2011 gelang der direkte Wiederaufstieg in die Allsvenskan als Meister der Superettan.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der ewigen Tabelle der Allsvenskan belegt der Verein den 18. Platz (Stand: nach der Saison 2011).

Bekannteste Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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¹) Trainer in der Allsvenskan, Abstieg 1982. Möglicherweise auch Trainer i. d. 2. Liga.

Trikots[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Spieler des Vereins tragen normalerweise blaue Trikots, weiße Hosen und rote Strümpfe. Die Auswärtstrikots bestehen aus roten Hemden, roten Hosen und weißen Strümpfen.

Zuschauer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Heimstadion des Vereins ist die Kopparvallen in Åtvidaberg, das rund 8000 Zuschauer fasst. Einen Besucherrekord erlebte das Spiel gegen IFK Norrköping im Jahr 1968, als 11.200 Zuschauer kamen.

Der offizielle Fanclub des Vereins sind die Kopparslagarna, die sich aus den Resten des vormaligen Klubs Brukets Blåställ gründeten.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]