Éverton Lopes

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Éverton Lopes (* 8. August 1988 in Salvador da Bahia) ist ein brasilianischer Boxer im Halbweltergewicht. Lopes gewann die Silbermedaille bei den Panamerikanischen Spielen 2007, die Bronzemedaille bei den Weltmeisterschaften 2013, war Weltmeister 2011 und Gewinner der Panamerikanischen Meisterschaften 2013 und Teilnehmer der Olympischen Spiele 2008 und 2012.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juniorenbereich (U19) nahm Lopes 2006 an den Weltmeisterschaften in Agadir teil und schied im Viertelfinale aus.

Im selben Jahr boxte er bei seinen ersten internationalen Meisterschaften, den Südamerikaspielen. Lopes erreichte das Finale und errang nach einer Finalniederlage gegen Darleys Pérez, Kolumbien (13:11), die Silbermedaille im Leichtgewicht (bis 60 kg). Ebenfalls 2006 wurde Lopes erstmals brasilianischer Meister im Leichtgewicht. Diesen Erfolg wiederholte er in den Jahren 2007, 2009 und 2012.

Bei den Panamerikanischen Spielen 2007 erkämpfte sich Lopes nach Siegen u. a. im Halbfinale über Jose Pedraza, Puerto Rico (7:2) und einer Finalniederlage gegen Yordenis Ugás, Kuba (21:8), die Silbermedaille. Bei den Weltmeisterschaften im selben Jahr schied er im ersten Kampf gegen Urantschimegiin Mönch-Erdene, Mongolei (29:16), aus. Um die dadurch verpasste Qualifikation für die Olympischen Spiele 2008 nachzuholen, nahm Lopes 2008 an den amerikanischen Olympiaqualifikationsturnieren in Port of Spain und Guatemala-Stadt teil und qualifizierte sich mit einem Finaleinzug im zweiten Turnier für die Olympischen Spiele. Bei den Spielen scheiterte Lopes im ersten Kampf an Assylbek Talasbajew, Kirgisistan (9:7).

2009 nahm Lopes an den amerikanischen Meisterschaften in Mexiko-Stadt teil und erkämpfte sich nach einem Sieg über Ibrahim Kamal, Kanada (8:2) und einer Halbfinalniederlage gegen Francisco Vargas, Mexiko (8:6), die Bronzemedaille. Bei den Weltmeisterschaften im selben Jahr belegte Lopes nach Siegen über Ruslan Gasimov, Aserbaidschan (10:2), Hrachik Javakhyan, Armenien (10:3) und Thomas Stalker, England (14:5), und einer Viertelfinalniederlage gegen den späteren Bronzemedaillengewinner Albert Selimow, Russland (17:2), den 5. Platz.

Nachdem Lopes 2010 bei den Südamerikaspielen aufgrund einer Finalniederlage gegen Cesar Villarraga, Kolumbien (7:3), die Silbermedaille errang und 2011 mit einem Finalsieg über Abdelhak Aatkani, Marokko (13:6), die Militärweltmeisterschaften im Halbweltergewicht gewann, holte er bei den Panamerikanischen Spielen 2011 die Bronzemedaille, nach einer Halbfinalniederlage gegen Rosniel Iglesias, Kuba (18:9).

Seinen bisher größten Erfolg feierte Lopes 2011 bei den Weltmeisterschaften. Nach Siegen über Michał Syrowatka, Polen (RSC 3.), Jeffrey Horne, Australien (22:10), Anthony Yigit, Schweden (22:10), Gyula Káté, Ungarn (AB 3.), im Halbfinale gegen Vincenzo Mangiacapre, Italien (16:7) und im Finale gegen Denys Berintschyk, Ukraine (26:23), holte Lopes die Goldmedaille im Halbweltergewicht. Hiermit hatte er sich auch direkt für die Olympischen Spiele 2012 in London qualifiziert. Hier traf er jedoch bereits im ersten Kampf auf den späteren Olympiasieger Rosniel Iglesias, Kuba, dem er sich mit 18:15 Punkten geschlagen geben musste.

2013 gewann Lopes die Panamerikanischen Meisterschaften in Santiago de Chile. Im selben Jahr nahm er an den Weltmeisterschaften in Almaty teil, wo er nach Siegen über Richarno Colin, Mauritius (2:1)), Artem Harutyunyan, Deutschland (3:0), und Evaldas Petrauskas, Litauen (2:1), das Halbfinale erreichte. In diesem stand ihm der Kasache Merei Aqschalow gegenüber, dem er mit 2:1 Punktrichterstimmen unterlag. Im Jahr darauf gewann er die Südamerikaspiele in Santiago de Chile, schied jedoch bei den Militärweltmeisterschaften in Almaty bereits im ersten Kampf gegen den späteren Militärweltmeister Battarsukh Chinzorig, Mongolei (2:1), aus.

World Series of Boxing[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Saison 2010/2011 startet Lopes für Los Angeles in der World Series of Boxing. Während der Gruppenphase bestritt er drei Kämpfe, die er alle gewann. In den Playoffs kämpfte er im Halbfinale gegen Merei Aqschalow von den Astana Arlans und musste sich diesem geschlagen geben. Los Angeles schied im Halbfinale aus.