Öresundregion

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Die Öresundbrücke, von Schweden aus betrachtet

Die Öresundregion ist eine europäische transnationale Metropolregion am Öresund zwischen Dänemark und Schweden.

Abgrenzung und Bevölkerung[Bearbeiten]

Die Öresundregion besteht aus der Provinz Schonen auf schwedischer sowie Seeland, Lolland, Falster, Møn und Bornholm auf der dänischen Seite. Hier wohnen auf einer Fläche circa 21.000 km² 3,8 Millionen Menschen (Stand: 2012), zwei Drittel davon in Dänemark und ein Drittel in Schweden.[1][2]

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten]

Die Öresundregion verdankt ihre Entstehung der Fertigstellung der Öresundverbindung mit der Öresundbrücke und dem Drogdentunnel, die seit 2000 Schonen und Seeland verbindet. Diese Verbindung stärkt das Zusammenwachsen der transnationalen Metropolregion. Neben der Brücke verbindet im Norden auch eine hochfrequente Fährverbindung zwischen Helsingborg und Helsingör beide Länder[1].

Die Öresundregion ist eine der wichtigsten Wirtschaftsregionen im Ostseeraum. Laut einem Artikel der Zeitschrift The Economist aus dem Jahr 2007 weist die Region die wirtschaftsfreundlichsten Bedingungen der Welt auf.[3] Festgemacht wird dies an der Lage (Stichwort „Tor zur Ostsee“), der guten Infrastruktur (Internationaler Flughafen Kopenhagen, umfangreiches Straßen- und Schienennetz, viele Schiffsrouten), der internationalen Verständigung (fließendes Englisch ist zwingendes Einstellungskriterium bei Fachkräften), den guten weichen Standortfaktoren, den guten Bildungseinrichtungen und der Clusterstruktur.

Acht Universitäten auf beiden Seiten des Sunds schlossen sich 1997 zur internationalen Öresund-Universität zusammen.[4] Die Universität Kopenhagen gehört zu den 50 besten Bildungseinrichtungen weltweit.[3]

In der Öresundregion haben sich umfangreiche Cluster ausgebildet. Dazu zählen:

1. „Medicon Valley“ (Cluster für Lebenswissenschaften, Schwerpunkte in Krebs- und Allergieforschung)

2. „Öresund-IT-Region“ (Cluster für Informations- und Kommunikationswissenschaften, Schwerpunkte in Nano-, Mikrotechnik und Softwareentwicklung)

3. „Copenhagen Cleantech Cluster“ (Cluster für neue Umwelttechnologien, Schwerpunkte in Wind-, Bioenergie, Entwicklung von Brennstoffzellen, Entwicklung von elektrischen Fahrzeugen)[3]

Zum Konzept einer Verbindung der Metropolregion Öresundregion und der Metropolregion Hamburg im Zuge der Vogelfluglinie fehlt noch eine feste Querung des Fehmarnbelt zwischen der dänischen Insel Lolland und Fehmarn, die im Juni 2007 von den Regierungen Deutschlands, Schleswig-Holsteins und Dänemark beschlossen wurde.

Historischer Hintergrund[Bearbeiten]

Die heute durch die Öresundbrücke vereinte Region gehörte bis 1658 politisch zusammen. Erst mit dem Frieden von Roskilde kam der bis dahin dänische Landesteil Schonen zu Schweden.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Mats Lindgren: Die transnationale Metropolregion Öresund auf skandinavienmesse.de
  2. http://www.orestat.se/sv/befolkning
  3. a b c Cluster Kopenhagen/Öresund-Region
  4. Øresund university network

Weblinks[Bearbeiten]